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Datum amerikanisch und deutsch

Hervorgehobene Antworten

Guten Montag!

Ich erstelle gerade eine Broschüre in deutsch und englisch. Aus Platzmangel

muss ich die Termine für Veranstaltungen abkürzen:
 

Sa., 25.1., 10 Uhr / Sat., 1/25, 10 a.m.

Sieht aber irgendwie blöd aus....
Hat jemand einen anderen Vorschlag?

Grüße aus Berlin

Qnela

 

Auf "Samstag" kannst Du wegen Redundanz verzichten. Spart schon mal einige Zeichen.

  • Ersteller
vor 24 Minuten schrieb 109:

Auf "Samstag" kannst Du wegen Redundanz verzichten. Spart schon mal einige Zeichen.

Danke, aber es geht mir mehr um das Datum.... 1/25... oder 1-25.... oder wie auch immer 🙂

vor 1 Stunde schrieb Qnela:

Sa., 25.1., 10 Uhr / Sat., 1/25, 10 a.m.

Den mittleren Schrägstrich würde ich weglassen, weil er ja schon im 🇺‍🇸 Datum vorkommt. Weil in solchen Konstrukten immer schon zu viele Punkte und Striche vorkommen, versuche ich immer, das ohne zusätzliche Striche und Punkte zu lösen, also z.B. mit extra viel Platz zwischen den Sprachen, zweifarbig oder zweizeilig. Klar, geht nicht immer.

 

Zu US-Datum und -Zeit an sich:

• Der Wochentag kann auch zweibuchstabig abgekürzt werden; das ist sogar üblicher.

• Danach kommt kein Punkt. Mo, Tu, We, Th, Fr, Sa, Su

• 1/25 ist richtig. 01/25 (oder auch 12/01) ist hyperkorrekt und sollte eher vermieden werden. Sieht man aber trotzdem oft.

• 10:00 a.m. vermeiden, lieber 10 a.m.

• In Tabellen/tabellenartigen Listen kann es allerdings sinnvoll sein, sowohl 01/25 als auch 10:00 a.m. zu schreiben.

• Statt a.m./p.m. werden die Punkte auch oft weggelassen, besonders, wenn der Kontext klar ist. Im Fließtext also eher weniger (wegen der Verwechslungsmöglichkeit mit I am a person, aber wenn Datum/Zeit so auf einer Zeile stehen, ist das gar kein Problem und gängige Praxis. Auch so lassen sich endlose Punktsalate vermeiden.

• Kapitälchen machen sich auch gut. 10 am

• Also, kürzestmöglich wäre das obige Beispiel Sa, 1/25, 10 am 

    Schon viel machbarer, oder?

Ich würde versuchen, das zweizeilig zu lösen.

p.s. Sehe gerade, dass du nicht explizit von US-Englisch geschrieben hast. Geht es um Britisches Englisch bzw. Leser, die daran gewöhnt sind, kann man den Tag auch vor den Monat schreiben (wenn dieser als ggf. abgekürztes Wort geschrieben wird) und dann (bei bestimmten Daten, z.B. wenn es nur um Wochenenden geht) tricksen, weil eine Version für Deutsch und Englisch funktioniert, z.B.:

 

Sa       25 Jan     10:00

 

(am/pm kannst du weglassen, wenn der Kontext klar ist.)

 

p.p.s. Ne, im Thema steht ja, dass es amerikanisch sein soll. War mir doch so! 🤦

Ich würde die Termine überhaupt nicht zweisprachig gestalten, wenn die Veranstaltungen in Kontinentaleuropa stattfinden sollten. Die Intelligenz der Leser*innen setze ich voraus, dass sie sich hiesigen Gepflogenheiten anpassen können. Oder sind auch Ortschaften wie S-Bahn, Bahnhof oder Straße zweisprachig?

Na ja, würde ich dich nicht kennen, wäre ich wegen dieses Beitrages ein bisschen skeptisch, denn er hört sich (ohne weiteren Kontext) schon irgendwie, so ein ganz kleines bisschen nach Hierrrr wirrrd Doitſch geſprrrochen!!!! an.

 

Was hat das Beherrschen von Fremdsprachen mit Intelligenz zu tun? Es ist in den meisten Ländern »Kontinentaleuropas« mittlerweile üblich, Informationen, die einem weiten Publikum zugänglich sind, mindestens zweisprachig zu veröffentlichen: in der/den Landessprache(n) und dann noch mal in der europäischen Verkehrssprache,¹ Englisch. Und wenn das komplett gemacht wird, dann ergibt es wenig Sinn, ausgerechnet Datums- und Zeitangaben davon auszunehmen (auch wenn man die sich u.U. zurecht puzzeln kann).

 

Und wenn es immer so unproblematisch ist, sich an Gepflogenheiten anzupassen, könnten wir das ja selbst tun und auf ISO umsteigen und Datumsangaben nur noch so schreiben: 2020-01-13.

 

______________

1. Das ist übrigens der eine Vorteil des unsäglichen Brexits: jetzt könnte die EU Englisch eigentlich auch offiziell zur Verkehrssprache erheben. Es ist (aus EU-Sicht) nirgends mehr offizielle Sprache eine Mitgliedslandes und somit neutral. :cheer:

vor 5 Minuten schrieb Þorsten:

nirgends mehr offizielle Sprache eine Mitgliedslandes

Doch, auf Malta.

Ich finde jetzt auf die Schnelle auch keine Quelle, habe im Zuge der Brexitdiskussion mehrfach gelesen, dass Maltas Situation wie Irlands ist: obwohl Englisch weit gesprochen wird und national auch Amtssprache ist, seien gegenüber der EU nur Irisch und Maltesisch »treaty languages«. Das war sowohl in Irland als auch Malta früher natürlich anders.

vor 21 Minuten schrieb Þorsten:

Was hat das Beherrschen von Fremdsprachen mit Intelligenz zu tun?

Ich finde, dass zumindest ein minimales Anpassen an lokale Gepflogenheiten normal ist -- und tatsächlich einige geistige Fähigkeiten erfordert, wenn ich mich an meine Studienreisen nach Griechenland erinnere. Im fahrenden Auto Straßenschilder so weit zu entziffern, dass man noch die richtige Ausfahrt bekommt, ist nicht einfach. Kurz, wer nach Europa kommt, sollte damit rechnen, dass ihm/ihr europäisch übliche Formatierungen erwarten, das hat meiner Meinung nach nichts mit Theutschthümeley oder Eurozentrismus zu tun, sondern einfach mit einer von mir erwarteten (und im umgekehrten Falle auch erbrachten) Kultursensibilität.

vor 7 Minuten schrieb Phoibos:

europäisch übliche Formatierungen

… existieren in diesem Kontext nicht.

vor 10 Minuten schrieb Þorsten:

… existieren in diesem Kontext nicht.

Laut Onkel Wiki schon: https://de.wikipedia.org/wiki/Datumsformat

 

 

 

Tante Edith liest die Graphik so, dass auch US-Amerikaner (theoretisch) unser hier übliches Format kennen. Als Kompromiss vielleicht nur eine Datumsangabe, aber mit ausgeschriebenen oder abgekürzten Monat?

Bearbeitet ( von Phoibos)

Dann muss die Tante sich mal die Brille putzen. Ungarn benutzt z.B. M D, Litauen anscheinend auch. Und bei der üblichen Interpunktion gibt es noch mehr Unterschiede.

Ist doch vermerkt? Und ich spreche diesen beiden Staaten mal das Recht ab, Europa zu repräsentieren, wenn Deutschland, Frankreich und Russland mit im Topf sind. 
Liest Du etwas anderes aus der Karte, als dass TMJ ein weltweit akzeptiertes Datumsformat (Ausnahme China und Kanada) ist?

  • Ersteller

Vielen Dank, liebe Leute!
Hat mir weitergeholfen.... ich werde jetzt allerdings doch die Monatsnamen (abgekürzt). Die Broschüre ist für eine amerikanischen Gemeinde hier in Deutschland, in der allerdings sehr viele deutschsprachige Menschen sind.
Grüße aus Berlin

Qnela

Ach, nu’ komm, Phoibos! Es gibt einfach keinen im allgemeinen Sprachgebrauch akzeptierten europäischen Standard des Datenformats. (Ich wäre ja auch für ISO, aber schon die Behauptung, dass dieses Format in Deutschland gängig wäre, halte ich für einigermaßen optimistisch. [Ja, ich weiß, dass es in der DIN steht.])

vor 45 Minuten schrieb Þorsten:

einigermaßen optimistisch.

Dass ist noch sehr optimistisch. Die Variante JMT habe ich noch nie auf einem Schriftstück oder in einem Text gesehen. In Tabellen ja, aber nicht im Alltag. Angeregt durch diesen Thread werde ich aber künftig mich an die Variante JJJJ-MM-TT halten, das gefällt mir.

 

vor 47 Minuten schrieb Þorsten:

im allgemeinen Sprachgebrauch akzeptierten europäischen Standard

Also ich -- gut, Einzelerfahrung -- habe mit TMJ bisher in keinem europäischen Land Probleme gehabt (Niederlande, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Türkei (ja, ich bin großzügig bei der Definition Europa), Polen, Russland, Dänemark).

Da das Ursprungsproblem ja gelöst wurde, frage ich mal zweckentfremdent, wann eigentlich die Datumsangabe "Dienstag, den 8. Januar 2020" unmodern wurde? Ich damals, Mitte der Neunziger, beim Schreibmaschinenkurs das noch als normale Datumsangabe gelernt.

vor 1 Stunde schrieb Phoibos:

künftig … an die Variante JJJJ-MM-TT halten, das gefällt mir

Mir auch. :biglove: Als Informatiker sowieso (Sortierbarkeit!) Ich versuche, sie so oft wie möglich zu verwenden.

 

vor 1 Stunde schrieb Phoibos:

"Dienstag, den 8. Januar 2020" unmodern

Wie jetzt, das soll unmodern sein!? :-o Also wenn ich so richtigen »richtigen« Fließtext schreibe, mache ich das immer so.

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