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Lothar B.

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Lothar B.

Hallo zusammen, dies ist mein erster Post.

 

In meinem Arbeitsalltag setze ich unter anderem Begleittexte für CDs mit klassischer Musik. Immer mal wieder kommt es vor, dass ich die Inhalte der Texte nicht nachvollziehen kann. Mein Verständnis von Musik und Notation geht nicht so weit in die Tiefe.

 

Hier ein Beispiel aus dem Manuskript eines Orgelprofessors:

 

Das aus vier Abschnitten bestehende Stück wird von einem virtuosen Pedalsolo eingeleitet, in dem bereits das Kernmotiv der folgenden Abschnitte versteckt erscheint, das fallende Tetrachord c‘, h°, a°, g°. Mit der wuchtigen Posaune 32‘ und weiteren starken Pedalstimmen vorgetragen, vermittelt die Einleitung in der Tat den Höreindruck von „einem in der Luft grummelnden Donnerwetter“, das sich in Akkordschlägen und blitzartig herabfahrenden Manualläufen fortsetzt.

 

Eine Verwendung des Gradzeichens wie hier habe ich noch nicht gesehen. Eine Nachfrage bei unserer Redakteurin, einer Musikwissenschaftlerin, hat mir auch nicht wirklich weitergeholfen.

 

Vielleicht kann mich hier im Forum jemand aufklären?

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Phoibos
vor einer Stunde schrieb Lothar B.:

Vielleicht kann mich hier im Forum jemand aufklären?

Nicht die Bohne, aber laut Onkel Wiki gibt es eine hochgestellte Null, vielleicht ist das einfach nur ein Vertipper bzw. die nächstähnliche graphische Beschreibung?

Zitat

Dabei wird für die 64′-Pfeifen ab c0 üblicherweise im Extensionsverfahren eine vorhandene gedeckte Oktave 32′ herangezogen.

Hier kommt es noch häufiger vor: https://de.wikipedia.org/wiki/Aliquotregister

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bertel

Das Grad-Zeichen hab ich dort noch nie gesehen … ich könnte mir höchstens zusammenreimen, dass es "Null-gestrichen" darstellen soll, also eine hochgestellte Null, da der steigende Tetrachord ja g-a-h-c' ist.

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HenningH

Mir ist das Gradzeichen auch noch nie begegnet, die hochgestellte Null für die kleine Oktave auch nur sehr selten.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Verfasser deutlich auf die kleine Oktave hinweisen möchte; dass nicht irgendein h, a oder g gemeint ist, sondern eben genau das aus dieser Oktave.

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TobiW

Ich hab die Schreibweise auch noch nie gesehen … was sagte denn die Redakteurin dazu?

 

@HenningH: Mir fällt grad auf, dass wir die gleiche ungewöhnliche Fächerkombi haben :gimmifive:

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bertel

Ein Schweizer Dirigent, den ich aus einem anderen Forum kenne, sagt dazu:

Zitat

Das bedeutet "null", die Oktave unter der eingestrichenen Oktave, auch kleine Oktave genannt. Vorausgesetzt der Apostroph bedeutet "eingestrichen" aber das ist eigentlich Standard.

 

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Lothar B.

Dass das eine Null sein soll, war auch mein erster Gedanke. Allerdings meine ich, aus meinen Beobachtungen ableiten zu können, dass man die Schreibweisen mit Strichen oder Ziffern nicht mischt.

 

Als Antwort der Redakteurin kam:

Wegen des Gradzeichens, genauso will er das haben, hochgestelltes Gradzeichen. [sic!]

 

In der später folgenden Disposition der Orgel in Listenform steht aber auch manchmal das (wieder falsche) Fußzeichen und manchmal »f.« als Abkürzung. Eventuell ist der Professor etwas wirr.

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TobiW

Könnte sein. Oder er weiß halt nicht, dass es ein besseres Zeichen – nämlich die hochgestellte Null – gibt, weil er die auf seiner Tastatur eben nicht hat …

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