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Bindekorrektur/binding offset bei BOD-Büchern

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen,

 

ich soll für jemanden ein Büchlein setzen. Das habe ich schon einmal gemacht, mit zufriedenstellendem Ergebnis.

Damals wurde das Buch wurde damals über kdp veröffentlicht. Die Bindung war recht hart und ich war froh, dass ich intuitiv die Bindekorrektur kurz vor Schluss noch etwas vergrößert habe.

 

Nun zu BoD. Vor Jahren habe ich einmal gelesen, dass die Klebebindung bei BoD auch eine etwas größere Bindekorrektur benötigt. Damals war die Rede von 0,5 bis 0,75 mal Buchrückenbreite.

Hat hier jemand Erfahrung mit BoD und kann das bestätigen oder mir einen anderen Rat geben, wie ich zu einer halbwegs ordentlichen Bindekorrektur komme?

 

Grüße

schmendrich

Ich würde versuchen ein Muster anzufordern. Mit theoretischen Werten ist einem meist nicht geholfen ...

vor 54 Minuten schrieb schmendrich:

Vor Jahren habe ich einmal gelesen …

Ich habe heute gelesen:

Zitat

Damit der Text auch nach der Bindung beim Aufklappen des Buches noch gut lesbar ist, sollte der Text nicht zu nah an der Falz, also an der Buchmitte, platziert sein. Den unbedruckten Abstand zwischen Buchmitte und Satzspiegel nennt man Bundsteg. Bei Paperbacks empfehlen wir einen Bundsteg von mindestens 2 cm zu setzen. Bei Paperbacks unter 100 Seiten kann der Bundsteg auch bis auf 1,5 cm reduziert werden. Bei Hardcovern empfehlen wir grundsätzlich einen Bundsteg von mindestens 1,5 cm. Die Anordnung des Satzspiegels können Sie natürlich nach eigenem ästhetischem Empfinden ausrichten. Gerne verweisen wir als Hilfestellung auf unsere Word-Formatvorlagen, die Sie auf unserer Webseite im Hilfebereich unter "Downloads" und "Vorlagen" finden. 

https://www.bod.de/hilfe/hilfe-und-service.html?cmd=SINGLE&entryID=4140_GER_WSS&eo=3&title=wie-ist-die-mindestbreite-fuer-den-bundsteg-

  • Ersteller
vor 4 Stunden schrieb bertel:

Ich habe heute gelesen:

Das habe ich auch gelesen. Allerdings ist mir das etwas zu pauschal von BoD. Ähnliche Angaben hatte ich ja auch bei kdp und am Ende war die Bindung doch härter, als erwartet und hat mehr Platz geschluckt.

 

Deswegen frage ich lieber hier bei Leuten nach, die sich mit Buchsatz und Typografie beschäftigen, als bei BoD, deren Wordvorlagen aussehen, wie von meiner ahnungslosen Oma zusammen geschustert und die nicht dem Eindruck machen, als würde bei BoD jemand für so etwas ein Auge oder gar Händchen haben (zumal sie eben auch ausschließlich Word-Vorlagen anbieten und nicht etwa auch die gängigen DTP-Formate)

Hast du dich schon mal in Selfpublisherforen umgehört? Eventuell haben die ja damit Erfahrungen gemacht?

Die Breite des Bundsteges soll mehrere Faktoren berücksichtigen und kann deshalb nicht als Norm oder Standard angegeben werden.

 

Abgesehen von der Gestaltung des Satzspiegels ist die Bindung, das Buchformat, die Papierart und die Papiergrammatur zu berücksichtigen. Es gibt unzählige verschiedene Papiere.

 

All das und noch mehr beeinflussen das Aufschlagverhalten des Buches.

 

Anbieter von standardisierter Buchproduktion haben eben nur begrenzte Möglichkeiten. Deshalb sind auch die gestalterischen und technischen Möglichkeiten begrenzt.

vor einer Stunde schrieb schmendrich:

Ähnliche Angaben hatte ich ja auch bei kdp und am Ende war die Bindung doch härter, als erwartet und hat mehr Platz geschluckt.

Deswegen der Hinweis bei dem Anbieter den du favorisierst mal nach einem Muster mit dem Papier und der Bindung zufragen. Im Idealfall haben Sie was da und du kannst dir genau anschauen wie das Aufschlagverhalten ist. Es gibt schlicht zu viel Parameter die eine Rolle spielen. Im Zweifelsfall eben deutlich mehr Platz lassen.

  • Ersteller
vor 11 Stunden schrieb Erwin Krump:

Die Breite des Bundsteges soll mehrere Faktoren berücksichtigen und kann deshalb nicht als Norm oder Standard angegeben werden.

 

Abgesehen von der Gestaltung des Satzspiegels ist die Bindung, das Buchformat, die Papierart und die Papiergrammatur zu berücksichtigen. Es gibt unzählige verschiedene Papiere.

 

Das ist mir soweit klar. BoD bietet eine (1) Art der Klebebindung an und zwei (2) unterschiedliche Papiersorten/-stärken.
Bleibt nur noch die Buchdicke als Variable. Das sollte doch für eine Aussage von BoD reichen?

Aber gut, ein Großteil ihrer Kunden schiebt ein Wordfile rüber und ist zufrieden, wenn am Ende kein Buchstabe fehlt.
Der Rest muss sich halt selbst helfen.

  • Ersteller
vor 12 Stunden schrieb Norbert P:

Hast du dich schon mal in Selfpublisherforen umgehört? Eventuell haben die ja damit Erfahrungen gemacht?

Ich bin in Selfpublisherforen unterwegs.

Dort braucht man als Einäugiger nach "Feinheiten" wie Bindekorrektur nicht zu fragen.

Das Credo dort ist: "Wenn man weiß, wo man drehen muss, kann man mit Word hervorragende Ergebnisse erzielen. Kein Unterschied zum Verlagsbuch."
Schaut man sich die Ergebnisse aber an, sieht der Blocksatz fast immer so aus, wie ein Scrabble-Spiel in der Kneipe, nachdem ein Besoffener gegen den Tisch gestolpert ist.

An dieser Stelle möchte ich mal eine Lanze für Word brechen. Die Aussage »Wenn man weiß, was man tut…« ist durchaus korrekt. Aber, und das ist die Crux, man muss es wissen - dann geht in Word so einiges.

 

Beste Grüße

  • Ersteller
vor einer Stunde schrieb KlausWehling:

An dieser Stelle möchte ich mal eine Lanze für Word brechen. Die Aussage »Wenn man weiß, was man tut…« ist durchaus korrekt. Aber, und das ist die Crux, man muss es wissen - dann geht in Word so einiges.

 

Beste Grüße

Wenn, man weiß, was man macht. Die Leute, die ich meine, wissen in der Regel eben nicht, was sie tun sollten und auch nicht, warum.
Silbentrennung einschalten und Häkchen setzen bei "Schusterjungen und Hurenkinder raus" wissen alle, übersehen dabei aber, wie sehr ihre Wortabstände schwanken. Ich hatte "Bücher" in der Hand, wo die Wortabstände größer waren, als der Zeilenabstand.

Und das ist der Anspruch, mit dem sie an BoD heran treten.

Ich hab genau zweimal bei BoD drucken und binden lassen. Als ich mich beim zweiten Versuch beschwerte, dass die Rückenzeile bei einem Softcover in der Höhe um 6mm schwankte, wurde mir erklärt, dass das im zulässigen Beschnitttoleranzbereich läge ... seitdem glaube ich, dass man bei BoD ziemlich viel Glück haben muss, wenn das Buch so aussehen soll, wie man es angelegt hat. Ist eben eine Bude für Sachen, wo es nicht drauf ankommt.  Und mit solchen Feinheiten wie "Aufschlagverhalten" und Breite des Bundsteges sollte man vielleicht besser doch richtige Druckereien behelligen.

  • Ersteller
vor 18 Stunden schrieb gutenberger:

[...] Ist eben eine Bude für Sachen, wo es nicht drauf ankommt.  Und mit solchen Feinheiten wie "Aufschlagverhalten" und Breite des Bundsteges sollte man vielleicht besser doch richtige Druckereien behelligen.

Ich hab's befürchtet.
Danke

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