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Bestehende Mathematical-Pi-Zeichen von T1 in Opentype wechseln, anderer Stand

Hervorgehobene Antworten

Hallo Community, nach langem mitlesen, möchte ich mich mit meinem Problem an euch wenden und mal nachfragen ob allenfalls jemand von euch auch schon auf folgendes gestossen ist und es eventuell Lösungsansätze gibt.

Wir bearbeiten einen bestehenden Katalog mit ca. 260 Seiten der voll mit Tabellen ist, in dem die Mal- und Durchschnittszeichen aus dem Font Mathematical Pi (Type 1) bestehen. Nun da Adobe ab 2023 Type 1 Schriften nicht mehr unterstützt müssen wir natürlich diese Zeichen ersetzen und wir machen dies mit der OTF-Variante Mathematical LT Std. Bei dieser Variante sind alle Glyphen der Type-1-Versionen in einem Schnitt. Dies stellt aber kein Problem dar. Nur wenn wir diese Zeichen ersetzen, haben wir festgestellt das in Zellen, die auf einer zentrierten vertikalen Ausrichtung basieren, die Schriftlinie um ca. einen halben Millimeter (bei einer 8-Punkt-Grösse) nach unten rutschen, da anscheinend das Zeichen leicht weiter unten steht. Lustigerweise passiert das in Fliesstexten mit mehreren Zeilen nicht, in solchen die aus nur einer Zeile bestehen aber schon.

Kennt jemand dieses Problem und hat dafür eine Lösung gefunden? Für Tipps wären wir euch natürlich sehr dankbar. 🙂
 

Bildschirmfoto 2022-07-20 um 07.44.14.png

Der Grund ist sicher, dass die globalen Font-Metrik-Werte anders gesetzt sind oder wegen des Format-Wechsels zumindest anders interpretiert werden. Darauf hast du als Anwender aber keinen Einfluss. Insofern wird es da wohl keine einfache Lösung geben. Man wird wohl die Formatierungen überarbeiten müssen. (auf vertikale Ausrichtung verzichten, Grundlinienversatz hinzufügen und ähnliches)

Mit welchem Programm wird der Katalog denn gesetzt? InDesign bietet zum Beispiel die Möglichkeit, dass mit Hilfe eines GREP-Stils sämtliche betroffenen Zeichen automatisch, also völlig ohne Zutun des Anwenders, mit einem Zeichenstil versehen werden, der sie um den gewünschten halben Millimeter höher setzt.

Wie ist der Versatz der Grundlinie in den Zelloptionen (⌘+⌥+B) eingestellt? Falls noch nicht geschehen, stelle doch für die betroffenen Zellen den Versatz testweise von Oberlänge auf Versalhöhe. Eventuell hilft das schon. Das Ganze ließe sich dann in einem entsprechenden Zellformat verankern.

  • Ersteller

Vielen Dank für Eure Antworten. Das hat mir etwas weitergeholfen. Ich denke ich werde es in die Richtung versuchen wie Markoff es geschrieben hat. Nicht mit Oberlänge oder Versalhöhe, das hat keinen Einfluss auf mein Problem, sonder mit einem festen Wert  den ich der Grundlinie vergebe. Das kann ich dann in einer Zellenformat verankern und zuweisen. So gehe ich dem Problem aus dem Weg, dass wenn ich in der Zukunft einmal das Pi-Zeichen aus dieser Zelle lösche nicht plötzlich die Zeile zu hoch steht und es übersehen wird. Dies würde nämlich passieren wenn ich  einfach mit einem Zellabstand von unten eingreife.

So weit so gut. Was ich aber schlicht nicht verstehe ist die Tatsache, dass wenn ich eine Textboxe nebeneinander auf gleicher Höhe habe und in der linken auf der ersten Zeile diese Pi-Zeichen in den Text gesetzt habe (z.B. Rad-ø) die linke oberste Zeile tiefer steht. Das passiert aber ausschliesslich wenn das Pi-Zeichen in der ersten Abschnittslinie an oberster Stelle in der Textbox steht. Steht es irgendwo innerhalb der Fliesstextzeilen ergibt sich keine Verschiebung.

 

Ich frage mich ob dieses Problem nicht schon vorher mal bei anderen aufgetaucht ist. Zumindest bei mir und in meinem beruflichen Umfeld ist die Mathematical Pi eine geläufige Schrift für solche Anwendungen. Und... ich frage mich beim Schreiben dieser Zeilen, ob ich diese Probleme nicht lieber umgehe mit einer anderen Opentype-Schrift, die ähnliche Zeichen aufweisst. 🤔

vor einer Stunde schrieb thug:

So weit so gut. Was ich aber schlicht nicht verstehe ist die Tatsache, dass wenn ich eine Textboxe nebeneinander auf gleicher Höhe habe und in der linken auf der ersten Zeile diese Pi-Zeichen in den Text gesetzt habe (z.B. Rad-ø) die linke oberste Zeile tiefer steht. Das passiert aber ausschliesslich wenn das Pi-Zeichen in der ersten Abschnittslinie an oberster Stelle in der Textbox steht. Steht es irgendwo innerhalb der Fliesstextzeilen ergibt sich keine Verschiebung.

Kannst du mal eine Demo-IDML hochladen? Ich würde es gerne mal nachstellen, um es zu verstehen und eventuell einzugrenzen. 

Eine weitere Möglichkeit ist es, die benötigten Zeichen aus den bereits verwendeten Fonts zu nehmen. Dort sorgt der Autor der Schrift für ein harmonisches Miteinander der Zeichen. 
 

  • Ersteller
vor 3 Stunden schrieb Ralf Herrmann:

Kannst du mal eine Demo-IDML hochladen? Ich würde es gerne mal nachstellen, um es zu verstehen und eventuell einzugrenzen. 

Sicher. Gerne! Auch wenn wir dies allenfalls mit einer anderen Schrift lösen, nimmt mich wunder an was das liegen könnte.

 

Ich hab den Anhang wieder entfernt. Die Schrift selbst können wir hier nicht verbreiten. 

Ich konnte aber auch keine offensichtlichen Probleme feststellen. Die Schrift verhält sich wie erwartet. 

Dass Inhalte der Zellen vertikal verspringen, je nachdem, ob da die Pi-Schrift drin ist, liegt an der Zellformatierung. Die Inhalte sind z.B. oben ausgerichtet und die erste Grundlinie wird an der Oberlänge(!) ausgerichtet. Die Oberlängen der verschiedenen Schriften unterscheiden sich aber unterschiedlich und dies führt dann zu Verschiebungen. Besser wäre hier ein fester Wert. (Oder alternativ nicht von oben her ausrichten)

Vorher:

Bildschirmfoto 2022-07-20 um 17.11.49.png

Nachher:

Bildschirmfoto 2022-07-20 um 17.12.00.png

vor 10 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

Besser wäre hier ein fester Wert.

Erinnert mich an das Phänomen, dass kursiver Text eine andere Zeilenhöhe bedingt (zumindest in den Word-artigen Programmen), da die Programme immer den größten Kegel als Maßstab nehmen. Gibt es eigentlich irgendeinen Anwendungsfall, in der eine nicht festgelegte Größe praktisch ist?

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