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Schrift in kreisförmiger Textrahmen in Indesign zentrieren

Hervorgehobene Antworten

Hallo Zusammen,

in einem kreisförmigen Textrahmen sind meine einzeln gesetzten Kleinbuchstaben nicht zentriert. Weder in den Textrahmenoptionen noch im Objektformat finde ich eine Einstellung, die verschiedenste Buchstaben (a, b, c etc.) mit einer Einstellung zentriert setzt. Selbstverständlich ist der Buchstabe im Absatz zentriert gesetzt.

Hat jemand einen Tipp? (Screenshot angehängt)

 

Bei Zahlen funktioniert es übrigens

Bildschirmfoto 2022-07-28 um 13.27.37.png

Horizontal:
– Text natürlich zentrieren
– Optischer Randausgleich des Textrahmens deaktivieren (sonst verschiebt Indesign nach Optik, oft übertrieben)

– Einzug links / rechts sicher auf 0 gestellt?

 

Vertikal:

– Grundlinienraster-Ausrichtung deaktivieren

– Textrahmeneigenschaften (Cmd+B) ...
   --> allgemein --> vertikale Ausrichtung --> zentrieren
   --> Grundlinienoptionen --> Erste Grundlinie --> x-Höhe  (dann wird auf die optisch relevantere Minuskelhöhe zentriert, nicht auf Ober/Unterlängenmaße die sich ggf. asymmetrisch verhalten könnten)

 

 

Ich habe hier mit Myriad Pro getestet ... falls die Schrift eine sehr seltsame Metrik haben sollte, könnte das das Ergebnis stören, dann hilft nur mit Einzug links/rechts kompensieren.

  • Ersteller

Vielen Dank für die Antworten. 😊

All dies hatte ich auch schon eingestellt. Aber die Schrift (es ist die Gotham) scheint bei den Buchstaben dies nicht bereitzustellen. Habe nochmal einen Screenshot angehängt, in dem man sieht, wie sich bei gleichen Einstellungen Zahlen und Buchstaben verhalten.

Ich befürchte, ich werde eine andere Schrift nehmen müssen.....

Bildschirmfoto 2022-07-28 um 15.09.03.png

Horizontal und vertikal zentriert, Grundlinie auf Cap Height gestellt:

bildschirmfoto2022-07tujw1.png

 

Btw: Ich leg sowas immer im Illustrator an und platzier das .ai, damit ist sichergestellt, dass bei Änderungen alle Instanzen aktualisiert werden.

  • Ersteller

Diese Einstellung habe ich, es funktioniert aber nicht. Optisch sind die Buchstaben immer noch nicht zentriert.

 

Ich speichere diese Objekte in die CC-Library, so werden auch immer alle Instanzen aktualisiert und alle Kollegen können darauf zugreifen 😊 

 

Ich kann selbstverständlich tricksen, es in Illustrator platzieren oder einen separaten Textrahmen erstellen, aber ich hatte gehofft, dass es hier eine Lösung für dieses spezielle Problem gibt.

Ich suche weiter nach Lösungen, vielen Dank ☺️

 

Wie sieht es denn aus, wenn der Buchstabe markiert ist, wie in den Bildschirmfotos von Diwarnai? Mit der Textmarkierung erkennt man ja sehr gut den Buchstabenkegel und damit auch eventuelle Probleme. Würde die Textmarkierung nach rechts über das Buchstabenbild rausschießen, würde das z.B. auf eine erhöhte Laufweite-Einstellung hindeuten. Wäre der Kegel normal, aber im Gesamten nach links verschoben, stimmt etwas mit der Ausrichtung des Kegels nicht. 

  • Ersteller

Das ist immer eins der ersten Dinge, die ich prüfe, denn das ist meist das naheliegenste. Leider stimmt alles, was die Werte angeht. Ich gehe davon aus, dass die Schrift bzw. die Buchstaben nicht den Standardwerten entspricht.

vor einer Stunde schrieb Kutscha:

Ich gehe davon aus, dass die Schrift bzw. die Buchstaben nicht den Standardwerten entspricht.

In dem Beispiel von Diwarnai sieht man, dass die Werte in der Gotham okay sind. Ich habe ebenfalls schon viele Male mit verschiedenen Versionen der Gotham gearbeitet und nie vergleichbare Probleme festgestellt.

Falls es also an deiner Gotham-Version liegen sollte, würde ich mich an deiner Stelle direkt an Hoefler Type/Monotype wenden.

  • Ersteller

Guter Tipp mit den markierten Buchstaben.

Da meine Buchstaben komplett rausfallen vom Stand habe ich alle eure Tipps doppelt und dreifach geprüft und bin auch nochmal die Voreinstellungen von Indesign durchgegangen.

Es sieht jedoch so aus: (es sind die Gotham, die Gotham Narrow und die GothamXNarrow. Es scheint also immer noch irgendeine Einstellung bei mir zu sein, die ich noch nicht gefunden habe) 

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.39.29.png

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.39.36.png

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.39.55.png

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.40.04.png

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.40.48.png

Bildschirmfoto 2022-07-29 um 09.40.54.png

Das liegt an der Größe des Textrahmens. Die ca. 3 mm scheinen InDesign zu verwirren – wenn der Textrahmen vergrößert wird, ohne irgendwelche Parameter zu ändern, stimmt auch die Darstellung.

bildschirmfoto2022-07ghk6o.png

Wenn du die Objekte in Illustrator anlegst und in ID platzierst, passiert das nicht.

 

Oder:

bildschirmfoto2022-074mj1t.png

Ich würde auch grundsätzlich das Verfahren infrage stellen. Mit unterschiedlichen Objekten/Ebenen ließe sich das sauberer lösen. So wie es ist, ist es quasi Formsatz. InDesign versucht, die unterschiedlichen Buchstaben mit unterschiedlichen Ausmaßen in die Kreisform zu quetschen. Die Kegel stoßen an die Kreisform an und das verursacht Probleme/Verschiebungen – außer die Buchstaben sind deutlich kleiner als die Außenform. 

  • Ersteller

Super, vielen Dank für Deine Hilfe.

Doof ist es natürlich trotzdem, denn eigentlich sollte so etwas auch in der Größe funktionieren. 

Dann werde ich es lösen so wie von Dir beschrieben.😄

 

 

  • Ersteller
Gerade eben schrieb Ralf Herrmann:

Ich würde auch grundsätzlich das Verfahren infrage stellen. Mit unterschiedlichen Objekten/Ebenen ließe sich das sauberer lösen. So wie es ist, ist es quasi Formsatz. InDesign versucht, die unterschiedlichen Buchstaben mit unterschiedlichen Ausmaßen in die Kreisform zu quetschen. Die Kegel stoßen an die Kreisform an und das verursacht Probleme/Verschiebungen – außer die Buchstaben sind deutlich kleiner als die Außenform. 

Wir hatten es vorher mit unterschiedlichen Rahmen gelöst. Ich finde aber, dass, wenn etwas vereinfacht werden kann, man es auch umsetzen sollte. Ich wollte unsere Art optimieren und hoffte auf eine Lösung.

Ich werde es jetzt über Illustrator bearbeiten.

Aber auch Dir vielen Dank!😊

was Obskures hätte ich noch ... Absatz-Schattierungen :-)

Die haben den Vorteil, dass sie einfach hinter das Zeichen gemalt werden, d.h. sie sind nicht wirklich an den Rahmen gebunden sondern nur an den Absatz (hier also das Zeichen). Die Schwierigkeit liegt nur darin, irgendwie eine reine Kreisform zu erzeugen, nichts in die Länge gestrecktes – die Mittel dafür sind etwas eingeschränkt ...

 

Das ist bei mir in jeder Größe konsistent und "richtig", also ganz egal ob 300mm, 30mm oder 3mm, und unabhängig von der Relation zwischen Schriftgröße/Kegelhöhe und Rahmengröße ...

  1. Einen quadratischen Textrahmen erstellen, hier z.B. 30x30mm
  2. Rahmeneinstellungen mit vertikaler Ausrichtung, kein Grundlinienraster, Bemaßung auf x-Höhe, wenn du mit Minuskeln arbeitest (siehe oben), oder Versalhöhe, wenn Versalien oder Versalziffern
  3. Buchstabe tippen, weiß machen, und den Zeilenabstand(!) auf ebenfalls 30mm stellen (wie Rahmenbreite, wichtig)
  4. Absatzschattierung aktivieren und dessen Einstellungsfenster öffnen (direkt, oder besser als Absatzformat)
  5. Schwarze Schattierung, Ecken rund und in halber Größe des Textrahmens (hier 15mm)
  6. Oberer Rand auf "Zeilenabstand", unterer Rand auf "Standard", Breite auf "Spalte" (also die Rahmenbreite)
  7. Versatz Oben / Unten: hier musst du visuell ein ±-Paar wählen, das letztlich bei deiner Schriftgröße die Schattierung vertikal mittig hinter dem Buchstaben platziert (bei mir hier -9/9mm).
  8. Dialog verlassen, Rahmen mal klonen und mit anderen Zeichen probieren (z.b. ein schmales i, was mit Ober- und was mit Unterlänge, ...)
  9. Textrahmen über Prozentwerte skalieren (dann wird alles was eingestellt wurde mitskaliert und bleibt in Relation.

1885451919_Bildschirmfoto2022-07-29um13_17_34.thumb.png.02f98815baa9c2c210a892ed66bf7039.png

 

Würde ich das in der Praxis einsetzen wollen? Ich würde erst sehr gut testen, wie sich das verhält ...

 

 

Das führt zu einem korrekten Ergebnis, auch bei sehr kleinen Rahmen. Ist aber in der Bedienung sehr fehleranfällig, gerade bei mehreren Anwendern, da würde ich persönlich Icons in AI gebastelt vorziehen.

Der Rand nach innen wäre ggf. auch noch ein Lösungsansatz. Hat bei meinen „Gotham-Kreis-Projekten“ (hatte das aber soviel ich weiß nur für Ziffern benötigt) zumindest immer ganz gut geholfen – und die Ausrichtung auf x-Höhe natürlich.

 

Wenn Du es skalierbar und für weitere Anwendungen brauchst, würde ich Dir aber auch unbedingt zu einer extra Datei raten, die Du dann verknüpfen und unkompliziert und fehlerfrei in der Größe anpassen kannst. 

hier ist noch ein seltsamer Ansatz mit einer recht speziell formatierten gepunkteten Absatzlinie (mit nur einem Punkt) ...

https://creativepro.com/creating-number-circles/

(unterer Teil des Beitrags)

 

in einem gut angelegten Dokument mit festem Satzspiegel, Absatzformaten, etc. würde ich mich trauen das einzusetzen - hat es doch einen gewaltigen Vorteil: die echte automatische Aufzählungsfunktion funktioniert damit, kein Gefummel mit verankerten Textrahmen, externen Dateien, etc. und manueller durchnummerierung jedes Absatzes - es ist alles in einem einzigen Format definierbar.

in einem langen Dokument mit viel Inhalt (der sich in Korrekturrunden womöglich auch noch öfter verändert) ist man damit um Längen schneller, flexibler und weniger fehleranfällig ... was für mich in so einem Fall die "Hackyness" aufwiegen würde.

 

edit: hier als Video ...

https://m.youtube.com/watch?v=L08nc-C7fbA

Sebastian, das ist ein super Tipp. Ich habe es direkt mal ausprobiert. Man muss ein bisschen frickeln bis man die richtigen Einstellungen hat, aber dann klappt es hervorragend.

 

InDesign_Aufz%C3%A4hlungspunkte.png

 

Wegen der mehrstelligen Zahlen habe ich bei meinem Versuch die Ausrichtung der Nummerierung auf Zentriert gestellt. Man kann in diesem Fall halt nicht beides haben: a) dass die Zahlen Linie halten, also die 9 genau über der Null der 10 steht, und b) dass die farbigen Punkte in einer Flucht stehen. Aber so bekommt man bequem eine automatische Nummerierung mit bis zu 99 Stellen gut bewerkstelligt.

 

Bisher habe ich mir für solche Fälle immer mit IndyFont Aufzählungspunkte mit der gewünschten Schrift gebastelt. Aber dabei kann man nicht die Farbe von Fläche und Schrift frei bestimmen. Und es war mir nicht klar, ob das lizenzrechtlich einwandfrei ist. Auf jeden Fall war es aufwändiger.

 

Danke für den Hinweis, der mir bestimmt noch nützlich sein wird. (Hoffentlich erinnere ich mich dann noch dran.)

  • Ersteller

Super, danke für alle Tipps.

Tatsächlich hat es mit der Absatzschattierung super geklappt, den Tipp mit der Nummerierung werde ich aber auch nicht vergessen und bestimmt irgendwann umsetzen.

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