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Buchsatz: Gedichte ohne Titel

Hervorgehobene Antworten

Eine Herausforderung im Buchsatz:

Gedichte ohne Überschrift laufen manchmal auf die nächste Seite über. Deshalb ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, ob dort ein neues Gedicht beginnt oder ob es die Fortsetzung ist.

Wie kann ich den Anfang eines neuen Gedichts dezent markieren? Initial, erstes Wort VERSAL oder gefettet sind ausgeschlossen.

Ich denke an ein kleines graues Quadrat am linken Seitenrand o. ä.

DANKE für alle Antworten und Ideen oder Beispiele!!  

Bearbeitet ( von Thomas59)

Gelöst von Diwarnai

vor 19 Minuten schrieb Thomas59:

Wie kann ich den Anfang eines neuen Gedichts dezent markieren?

Einrücken oder ausrücken?

Vielleicht wäre eine Markierung mit einer Ellipse im Gedicht in einer neuen Zeile am Seitenende klarer, damit der Leser weiß, dass es weitergeht.

vor 2 Stunden schrieb Thomas59:

Initial, erstes Wort VERSAL oder gefettet sind ausgeschlossen.

Wenn VERSAL ausgeschlossen ist, wird das vermutlich auch für Kapitälchen gelten, obwohl mir das am besten gefallen würde.

Man könnte den Abstand zum oberen Seitenrand variieren: In Romanen sieht man ja öfter, dass Kapitel, wenn sie grundsätzlich auf einer neuen Seite beginnen, mehr Abstand zum oberen Rand haben als die Folgeseiten mit normalem Text. Das würde bei Gedichten bedeuten, dass die meisten Seiten tiefer beginnen und nur bei einer Gedichtfortsetzung die erste Zeile wirklich am oberen Rand des Satzspiegels steht.

Oder man arbeitet mit einer Kopfzeile, wobei unterschiedliche Möglichkeiten denkbar wären: Lebender Kolumnentitel nur mit Linie auf der ersten Seite des Gedichts, Linie und Gedichttitel auf der Folgeseite. Oder nur Linie auf Folgeseite. Oder umgekehrt.

Oder man markiert auf der ersten Seite unten irgendwie, dass es weitergeht.

Ich würde wohl nicht markieren, dass es weitergeht, sondern Anfang oder Ende von jedem Gedicht markieren.

vor 6 Stunden schrieb Thomas59:

Ich denke an ein kleines graues Quadrat am linken Seitenrand

... oder eine dünne, randläufige Linie :-?

vor 6 Stunden schrieb Thomas59:

Eine Herausforderung im Buchsatz:

In den Ausgaben antiker Gedichte sind die Zeilen in Fünfer-Schritten nummeriert und die Zählung fängt bei jedem Gedicht neu an. Soll die Lyrik die Zeiten überdauern oder gar Gegenstand des Schulunterrichts werden, dann hilft die Zeilenzählung enorm bei der Zitierbarkeit.

Die Zeilenzählung hat ihre Berechtigung zum Beispiel in den von Dir genannten Fällen. Aber in einem normalen Gedichtband würde mich das doch sehr stören.

  • 2 Wochen später...
Am 18.11.2022 um 21:18 schrieb Tobias L:

Ich würde wohl nicht markieren, dass es weitergeht, sondern Anfang oder Ende von jedem Gedicht markieren.

So habe ich es mal in der Vergangenheit umgesetzt: Gedichte enden mit einem eckigen Punkt; die übrige Interpunktion ist rund. Doch wahrscheinlich ist das keinem Leser wirklich aufgefallen. Es war wohl doch zu dezent.

Ein bisschen weniger subtil sollte es vielleicht doch sein ;-)

Ich bin regelmäßig irritiert, dass das Ende der Texte im Zeit-Magazin mit dem Datum – irgendwo auf der Seite – enden. Weil sie in der Regel die Kolumnen komplett füllen, will ich immer auf der nächsten Seite weiterlesen.

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Ist jetzt keine Lyrik, macht das Problem aber deutlich, wenn’s mal nicht deutlich ist 

  • Ersteller
Am 18.11.2022 um 21:18 schrieb Tobias L:

Ich würde wohl nicht markieren, dass es weitergeht, sondern Anfang oder Ende von jedem Gedicht markieren.

... oder eine dünne, randläufige Linie :-?

Sehr wahrscheinlich werde ich nun Anfang UND Ende markieren. Was verstehen Sie unter einer randläufigen Linie? 

vor einer Stunde schrieb markus83:

Vielleicht das Alinea-Zeichen am Ende?

Könnte auch gut aussehen. Vielleicht nicht grad das Kapitelzeichen, sondern eher eine Englische oder andere Schmucklinie als Texttrenner. 

Am 3.12.2022 um 12:56 schrieb Tobias L:

Ein bisschen weniger subtil sollte es vielleicht doch sein

Ja, Schnitzel, das hatte ich ja schon selbstkritisch eingeräumt. :aschehaupt:

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