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Suche Schrift der Frontispitz- und Titelseiten der Ugrino-Buxtehude-Ausgabe (erschienen zwischen 1925 und 1937)

Hervorgehobene Antworten

Liebe Foristen,

schon seit geraumer Zeit lese ich hier mit und verfasse nun mit dieser Suche nach einem Font meinen ersten Post. Auf den angehängten Bildern befindet sich eine Schrift, die in der Buxtehude-Ausgabe des Ugrino-Verlages (hauptsächlich erschienen zwischen 1925 und 1937) für einige Seiten der Titelei Verwendung findet. Mir ist bewusst, dass es sich hier wohl weniger um eine gegossene Schrift handelt, mich würde aber interessieren, ob es nicht vielleicht einen digitalisierten Font gibt, der dem verwendeten Schriftbild sehr ähnlich ist, bzw. vielleicht sogar als Vorlage diente – es gibt ja durchaus sehr chrakteristische Merkmale, wie z. B. das „H“, das „W“, die Umlaute. Wie gesagt: Falls jemand ein sehr ähnlicher Font einfällt, bitte auch gerne nennen – er darf auch gerne etwas kosten. Die Fotos stammen übrigens von der ehemaligen Website des Ugrino-Verlages, welcher inzwischen nicht mehr existiert.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Buxtehude-Ugrino-Herausgeber.jpg

Buxtehude-Ugrino.jpg

Gelöst von D2C

  • 3 Monate später...
  • Lösung

Hallo @Regiomontanus, genau, das ist Lettering, keine Satzschrift. Über die Qualität kann man streiten. Die eher unregelmäßigen Schwellungen und Strichenden und wackligen Kurven zum Beispiel würde ich eher als Bug denn als Feature betrachten. Dementsprechend schwer wird es sein, so etwas in einer digitalen Schrift wiederzufinden, zumal im Einklang mit den von dir angesprochenen, herausstechenden Buchstaben wie /W, /H und den Titelsatzumlauten.

Du kannst dennoch nach zeitgenössischen serifenlosen Schriften mit Strichstärkenkontrast schauen, die sich speziell auf diese Epoche beziehen.

Auch wenn diese viel geradliniger und normalisierter ist, würde ich etwa mit einer dünnen Layfort (Identity Letters) starten. Die hat den Strichstärkenkontrast, das /W und ungefähr die richtigen Proportionen (versuch mal, die Impressumsseite damit nachzusetzen und du siehst vielleicht, was ich meine). Monterchi oder Beatrix Antiqua (jeweils Zetafonts) emulieren den organischen Strich besser, weichen aber in Proportionen und Buchstabenformen stärker ab. Gleiches gilt für Donatello oder Beata (jeweils LetterPerfect).

Eine tatsächlich vor deiner Vorlage veröffentlichte Schrift und damit – theoretisch – eine mögliche Vorlage ist die Florentine vom Ende des 19. Jahrhunderts.

Du kannst hinsichtlich der Schwellungen der Striche auch nach Optima-Alternativen schauen, aber wie die Optima selbst sind diese meist zu breit, zu fett und haben zu regelmäßige Proportionen.

  • 1 Monat später...

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