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Holzlettern fachgerecht putzen

Hervorgehobene Antworten

Ich habe das Glück von Bekannten ein paar Kartons wunderschöner Holzlettern erhalten zu haben. Durch die Lagerung sind die Letter nicht nur staubig sondern auch teilweise stockfleckig.

Normalerweise kann man Stockflecken mit Essig behandeln. Wäre das hier eine Möglichkeit? Oder hat sonst jemanden Erfahrung damit?

Ideen um den Staub effizient entfernen zu können, werden auch dankend entgegen genommen.

 

Möchte nicht mit dem Putzen beginnen, ohne vorher hier eine Expertise eingeholt zu haben.

 

lg Sarah

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Gelöst von Ralf Herrmann

  • Ersteller

Danke Ralf für die schnelle Antwort. Wenn alles geputz und sortiert ist, werde ich eine Übersicht der Schriften online stellen – hier kann mir sicher jemand helfen die verschiedenen Schriften zuzuordnen.

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

ok passt. danke! dann werde ich die Putzaktion mit Spiritus bei schönem Wetter draußen machen 😉 

Am 5.5.2024 um 13:25 schrieb Ralf Herrmann:

Alles, was Wasser enthält, sollte vermieden werden.

Eine Frage betrifft das auch die Druckfarbe, wenn diese wasserbasierend ist? Nicht das ich das schon oft gemacht habe. ;-)

Da dieses Thema auch irgendwann auf mich zukommt wollte ich hier meine Infos dazu geben. Leider habe ich keine Literatur dazu wie Holzlettern hergestellt wurden oder gepflegt, gereinigt, (nach dem Druckvorgang) behandelt worden sind.

Frag mal die Leute von Kreidezeit, die kennen sich mit solchen Themen aus.
Anbei ein Produkt was vielleicht interessant sein könnte.
https://www.kreidezeitshop.de/kreidezeit-naturfarben-balsamterpentinoel

Wichtig zu wissen was für ein Holz du da hast.
Druckluft würde ich zuerst vorziehen um den Staub zu entfernen. Bitte Augenschutz beachten.

vor 19 Stunden schrieb richtungspfeil:

Eine Frage betrifft das auch die Druckfarbe, wenn diese wasserbasierend ist? 

Im professionellen oder musealen Kontext auf jeden Fall. Da wo mit ausrangierten Plakatlettern zum Beispiel Kurse mit Kindern gemacht werden, spielt es wohl weniger eine Rolle. 

Ich bin gerade unterwegs, daher grob aus dem Gedächtnis: Das Museum der Arbeit in Hamburg, das ich grad auf die Bahn wartend betrachte, hat eine Holzlettern-Werkstatt übernommen, die von einem Menschen betreut wird, der über diese seine Diplom-?/Master-?/Promotionsarbeit geschrieben hat. Vielleicht reichen Euch diese Angaben, um weiteres zu googeln. 
 

  • 4 Monate später...
  • Ersteller

@Ralf Herrmann Danke für deinen Tipp. Habe alle Buchstaben so wie du beschrieben hast mit Spiritus und dann mit Waschbenzin geputzt. Ergebnis ist prinzipiell super. Bei ein paar wenigen Buchstaben ist der Schimmel aber wieder zurück. War da möglicherweise noch Dreck drauf, oder kann der Schimmel einfach schon tiefer eingedrungen sein. Was macht man bei so hartnäckigen Fällen? Könnte Essig eine Lösung sein?

  • Ersteller

Danke für die schnellen Antworten. Es ist ein Keller, der aber sehr trocken ist, regelmäßig gelüftet wird und im Winter auch beheizt wird. Die Buchstaben sind in einer Setzstraße aus Holz, die hinterlüftet ist und nicht direkt an der Wand steht. An der Setzstraße selber ist kein Schimmel.

Ich könnte eine Möglichkeit finden die Buchstaben zu erwärmen – was meinst du @Ralf Herrmann?

vor 18 Minuten schrieb SarahW.:

Es ist ein Keller …

Sowas ahnte ich anhand der Beschreibung schon. Da wirst du dem Problem wohl immer nur kurzfristig begegnen können und immer wieder nacharbeiten müssen. 

Ich habe unsere Holzschriften im Museum sogar ganz bewusst aus den Werkstätten in den dauerhaft beheizten »Wohnbereich« des Hauses verbannt. Damit ist das gelöst. Die Kästen beim Einsatz in die Werkstatt zu tragen ist dann klar das kleinere Übel. 

  • Ersteller

Danke für eure Infos. Werde ich mir durchlesen.

 

Holzwurm kannst du einfach entfernen mit Hitze ab circa 55 Grad. Muss aber durchgeheizt werden. Manche Leute machen das im Sommer bzw. haben eine Sauna dann ist das erledigt. Mache ich bei jedem alten Möbel von Dritten.

  • Ersteller

Danke für den Tipp. Der Holzwum ist zum Glück (noch) kein Untermieter. Hab jetzt nachgelesen, dass Essig definitiv nicht das richtige Mittel ist. Nur alkalische Mittel helfen. Werd da mal einen Versuch machen.

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