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Modifikation eines bestehenden Fonts (EB Garamond)

Hervorgehobene Antworten

Hallo in die Runde,

 

Ich weiß nicht genau, ob das, was ich möchte, in dieses Forum passt. Wenn das Thema hier falsch ist, kann es gerne verschoben werden. Also worum geht es? Ich versuche gerade, ein bisschen selbst an einem bestehenden Font herumzubasteln. Konkret geht es um diesen hier: https://github.com/georgd/EB-Garamond

Ich habe mir den Code von github gezogen und ein bisschen darin herumgestöbert. Nun habe ich ein paar Mal versucht, etwas am Code zu ändern. - Besonders intensiv im ligatures-Feature. Ich habe immer mal wieder einzelne Zeilen auskommentiert und geändert, den Code neu compiliert und ein Textbeipsiel damit gefüttert. Ich habe nur die Änderungen gesehen. Mit anderen Worten: Meine Änderungen scheinen immer folgenlos geblieben zu sein. Ich habe meine Änderungen immer wieder an dieser Datei vorgenommen:

EB-Garamond/featurefiles/Regular/ligatures.fea, den Code neu übersetzt und anschließend das otf-File EBGaramond12-Regular aus dem build-ordner in einem LaTeX-Dokument eingebunden. Nur hat sich das Auskommentieren und Ändern einzelner Zeilen nie ausgewirkt. Ich habe schon überlegt, ob das daran liegt, dass ich für meine Änderungen einen eigenen Branch angelegt habe und mich gefragt, ob aus irgendwelchen Gründen nach wie vor der Master compiliert wird, obwohl er nicht ausgecheckt ist. Oder ob es noch irgendwo anders relevanten Code gibt, der meine Änderungen unwirksam macht oder konterkariert.

Kann mir in dieser Hinsicht jemand helfen?

Allen, die sich die Mühe machen zu antworten an dieser Stelle schon mal vielen Dank.

Moin,

konkret kann ich Dir nicht helfen, aber hast Du die Font-Caches gelöscht und/oder eindeutige Namen vergeben?

  • Ersteller

Durch den Make-Befehl wird im build-Directory eine Datei EBGaramond12-Regular.otf erzeugt. Die habe ich mit \fontspec in LaTeX eingebunden - auch unter dem Pfad, unter dem sie liegt. Wenn die Datei nicht vorhanden war (also nach make clean), dann stieg LaTeX mit einer Fehlermeldung aus. Wenn das File vorhanden war, lief es durch. Das war für mich der Indikator, dass auf jeden Fall die beim Compilieren erzeugte Datei verwendet wurde.

  • Ersteller

Kurzer Zwischenstand: Ich bin ein bisschen weiter gekommen und habe festgestellt, dass alles nicht so einfach ist wie ich dachte. Ich hatte zum Ausprobieren an den f-Ligaturen herumgefummelt, die aber eine extrem komplizierte Kiste sind. So besteht zum Beispiel die f.DEU-Glyphe nur aus Substitutionsbefehlen, die alles natürlich enorm kompliziert machen. Aber mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Ich habe keinen Zeitdruck.....

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Ich habe nochmal weiter rumgefummelt. Es sieht jetzt so aus, dass Veränderungen an den Glyphen selbst sich tatsächlich auf das Compilat auswirken. Nach wie vor ist es aber so, dass es mir nicht gelingt, Features zu ändern. Konkret habe ich jetzt in den Spracheinstellungen für Deutsch eine Veränderung vorgenommen - und zwar die, dass für die großen Umlaute anstelle von Titelsatzumlauten normale Umlaute verwendet werden. Diese Substitutionsbefehle habe ich gelöscht und neu compiliert. Aber wenn man dann die otf-Datei in LaTeX füttert kommen immer noch Titelsatzumlaute heraus. Wenn ich aber z.B. die Glyphendatei für das normale Ä auf die Glyphendatei für das deutsche Ä (als Titelsatzumlaut) kopiere und compiliere, dann bekomme ich ein normales Ä. Ich hoffe, mir kann jemand folgen. Und noch mehr hoffe ich, dass mir jemand helfen kann. Mich verlässt nämlich gerade jeglicher Glaube an alles, was ich innerhalb von ca. 10 Jahren übers Programmieren gelernt habe...

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