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Œ als Ersatz für Ö im 19. Jahrhundert

Hervorgehobene Antworten

Gelöst von Ralf Herrmann

  • Lösung

Nicht üblich, aber auch nicht überraschend. Zu dieser Zeit waren ö, ä und ü bereits fest etabliert, während versal meist noch Oe, Ue, Ae geschrieben wurde. Das Verständnis als O+e/E war also verbreitet und der Wunsch nach einer Verschmelzung im Versalsatz nachvollziehbar. Einen kompletten Ligatur-Satz (also AE, OE und UE) hatte man aber natürlich nicht. Aber für ein Titelblatt kann man sich den Spaß mit dem Œ ja erlauben. So zumindest meine Deutung.  

Bildschirmfoto 2024-11-11 um 16.43.51.png

  • 11 Monate später...

Das Thema ist fast ein Jahr alt, ich weiß - aber trotzdem eine interessierte Laienfrage dazu. Æ sieht man ja in alten Inschriften öfters als "Ä" und im Dänischen und Norwegischen wird es ja auch heute noch einsprechend benutzt. Œ kennt man auch. Gibt es überhaupt eine entsprechende Ligatur aus U und E? Ich kann mich nicht entsinnen, sie je gesehen zu haben.

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