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Balkendiagramme mit exakten und gerundeten Werten

Hervorgehobene Antworten

Wir erstellen gerade einige Diagramme die mit gerundeten Werten beschriftet werden. Die Balkenbreite soll sich allerdings nach den exakten Werten richtet. Das führt dazu, dass zwei Balken mit identischem Wert (z.B. 15 Prozent) unterschiedlich breit sein können – oder auch umgekehrt, wie im Screenshot, zwei unterschiedliche Werte einen nahezu identisch breiten Balken haben.

 

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Für mich fühlt es sich falsch an mit zweierlei Werten zu arbeiten. Man kann den unterschiedlich breiten Balken keine konkrete Information entnehmen außer, dass die zugrunde liegenden Werte anscheinend komplexer sind als die genannten Werte. Das wiederum steht aber auch als Anmerkung an jeder Grafiken (»Rundungsbedingt ...«). Davon abgesehen irritiert es eher, dass die Balken bei identischen Werten variieren ...

 

Wie seht ihr das und wie handhabt ihr das? :shock:

Die Balken sind nur eine schnelle Orientierung und Visualisierung. Welche Werte genau dahinter liegen, ist mir als Betrachter völlig egal. Ich würde aber erwarten, dass der genannte Wert visualisiert wird – wenn die exakten Werte wichtig wären, warum werden sie dann gar nicht genannt? Niemand wird den Balken ausmessen um den exakten Wert zu bekommen ;-) .

  • Ersteller

Genauso sehe ich das auch. Man hat sich entschieden zu Runden und will nun irgendwie doch noch die exakten Werte einbringen – nur funktioniert das eben nicht auf diesem Weg.

Man weiß halt nicht ob unter den Lesern doch jemand ist, der da mal genauer hinschaut. Ich würde da auch auf Nummer sicher und Irritationen aus dem Weg gehen egal ob konsequent mit oder ohne gerundeten Werten. Aber so ist es Quark.

Bearbeitet ( von R::bert)

vor 14 Stunden schrieb Microboy:

Wie seht ihr das und wie handhabt ihr das?

Eine Differenz von 1% (bzw. durch Rundungen von weniger) ist für mich als Nicht-Zahlenschubser gemeinhin im Rahmen von Messungenauigkeiten ignorierbar. Bei der Darstellung und überhaupt. Und ja, es macht für mich keinen faktischen Unterschied, ob ich 15,49 €/h oder 15,51 €/h bekäme.
Bei Deinen Balkendiagrammen kommt es darauf an, was Du präsentieren willst. Du könntest beispielsweise was an den Skalen drehen.

  • Ersteller

Danke für eure Antworten. Dann halte ich fest, dass wir das Problem alle sehr ähnlich sehen.

Am 7.1.2025 um 08:33 schrieb Phoibos:

Eine Differenz von 1% (bzw. durch Rundungen von weniger) ist […] ignorierbar

1% von 15 sind aber schon 15% Abweichung!

Ich würde die Daten aus der zugrunde liegenden Datentabelle runden und dann daraus das Diagramm erstellen. Im Kleingedruckten kann ja erwähnt werden, dass es sich um gerundete Werte handelt.

Tatsächlich werden z.B. 15,9% und 16,1% beide male mit 16% gerundet, aber dann müssten die Balken fast deckungsgleich sein.

Gleich große Balken, aber Werte die gerundet so abweichend sind kann ich bei der Skalierung nicht nachvollziehen.

vor 34 Minuten schrieb Enze:

1% von 15 sind aber schon 15% Abweichung!

Da habe ich mich unpräzise ausgedrückt. Ich meinte einen Prozentpunkt Unterschied (beim Beispiel den Unterschied von 15% und 16%). Den muss der Balken nicht pixelperfekt darstellen, falls das überhaupt vom Layout her möglich ist.

15,4 und 15,5 werden gerundet zu 15 und 16, erzeugen aber fast gleich lange Balken.

Ach stimmt, danke für das Knoten-Lösen.


Möglicherweise kannst Du aber 15,5% auf in der Diagrammbeschriftung doch auf 15% abrunden, wenn der Ursprungswert in der zweiten Nachkommastelle bereits vorher auf 15,5% aufgerundet wurde – also ursprünglich kleiner als 15,49% war.


Eine Angleichung der Werte wäre aus meiner Sicht insbesondere dann eine Überlegung wert, wenn dann die Summe der Einzelwerte 100% ergäbe.

  • Ersteller

Die Werte sind bereits gerundet und ergeben in Summe 100. Daran sollte auch nichts geändert werden. Der Kunde wollte, dass die Balken nicht auf den gerundeten Werten sondern auf den exakten Werten basieren. Dann hätte man eventuell solche Ergebnisse wie im obigen Screenshot bekommen. 

Der Kunde hat sich aber inzwischen überzeugen lassen, dass die exakten Werte in den Balken keinen Mehrwert bieten und eher verwirren. 

:rockon:

  • 1 Monat später...

Frage: mit welchem Programm erstellst Du die Diagramme?

In MS Excel hast Du die Möglichkeiten, dass du für die Erstellung der Balken die richtigen (ungerundeten) Werte nimmst und die die Datenbeschriftung (gerundet aus einer anderen Quelle/Zelle ziehst.

Du kannst auch von vorne herein die Datenbeschriftungen auf 2, 1 oder 0 Nachkommastellen formatieren.

  • Ersteller
vor 1 Stunde schrieb Taurec:

Frage: mit welchem Programm erstellst Du die Diagramme?

Wir arbeiten mit Illustrator und InDesign und viel wird manuell gebaut oder optimiert weil die gängigen Programme nicht das liefern was wir wollen.

ich verwende seit vielen jahren für einfache charts die chartwell-fonts. großer vorteil: kein wechseln zu illustrator, die charts stehen (weil als font) direkt im layout (indesign). änderungen sind so leicht und schnell möglich.

was man da sowieso immer machen muss: runden 😉

  • Ersteller

Hab ich auch schon mal getestet. Aber  am Ende sind die Möglichkeiten dann doch sehr eingeschränkt …

Wenn jemand ein gutes Tool empfehlen kann wäre ich sehr glücklich. Das manuelle Gebastelt nervt schon sehr …

Also ich erstelle seit mehr als 20 Jahren Charts in MS Excel, das Programm kann alle erdenklichen Formen von Charts. Etwas aufwändigere Sachen wie Waterfall-Charts baut man da lieber noch manuell zusammen, der Standard-Charts gehen aber automatisch. 

Mit den Chart-Funktionen von Illustrator und InDesign bin ich nie warm geworden, das ist mir zu umständlich.

Und wenn nun der Einwand kommt, dass MS Excel nur RGB unterstützt, auch da kann man sich Workflows erstellen, die das in CMYK oder gar Sonderfarben umwandeln.

  • Ersteller

Es geht nicht zwingend um komplexe Charts sondern eher um Details innerhalb der Charts. Bestimmt Abstände zwischen Elementen, die Anordnung der Typo und ähnliches ... das bekommen wir in InDesign deutlich einfacher hin als in Excel.

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