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Schrift in (schöne) Kurven umwandeln

Hervorgehobene Antworten

Ein bestehendes Logo (Symbol + zweizeiliger Unternehmensname) soll im SVG-Format zum Download zur Verfügung gestellt werden. Der Unternehmensname ist in der Schriftart Calibri gesetzt. Nach dem Umwandeln des Unternehmensnamen in Vektorkurven (Illustrator 29.2) werden die Einzelbuchstaben in sehr ankerpunktreiche Pfade umgewandelt, obgleich die Buchstaben selbst im Glyphs sauber gezeichnet aussehen. Das macht die SVG-Datei leider sehr groß. 

1) Gibt es einen Weg, die Calibri so in Kurven umzuwandeln, dass die Vektoren so aufgeräumt aussehen, wie in der Schriftdatei?

2) Ist es aus überhaupt notwendig, die Schrift in Kurven umzuwandeln, oder kann ich ein SVG exportieren, das die ausgewählten Zeichen einbettet hat und eine exakte Darstellung des Logos garantiert ist? Wie sind da Eure Erfahrungen?

(Anhang: Screenshot Glyphs: Detaildarstellung »s«, Screenshot Illustrator: Umgewandeltes »s«)

Nachtrag: Das »Convert to Outlines« in Sketch erzeugt die gleichen mittelprächtigen Vektorkurven.

Bildschirmfoto 2025-01-14 um 11.52.57.png

Bildschirmfoto 2025-01-14 um 11.54.25.png

vor 57 Minuten schrieb Martin Schulz:

Das macht die SVG-Datei leider sehr groß. 

Wie groß wird die Datei denn? Die paar Punkte sollten keinen großen Unterschied machen.

  • 1 Jahr später...

Falls das zweite Bild die Umwandlung aus dem ersten sein soll: das erste hat quadratische Kurven, das zweite mutmaßlich kubische Kurven. Die beiden sind nicht direkt miteinander kompatibel und bei der Umwandlung kommt es zum Verlust von Details. Quadratische Kurven sollten also immer quadratisch bleiben. SVG unterstützt ALLE Operationen (MoveTo, LineTo, QuadCurveTo, Close) aus TTF. Es ist demnach immer möglich, einen TTF-Glyph vollständig identisch in eine SVG einzubauen. Wenn das Programm das nicht macht, wurde entweder quadratisch nach kubisch umgewandelt, oder es wurde noch schlimmer, ein Autotracing durchgeführt.

  • 1 Monat später...
Zeit: 14.1.2025 um 12:21, Martin Schulz schrieb:

1) Gibt es einen Weg, die Calibri so in Kurven umzuwandeln, dass die Vektoren so aufgeräumt aussehen, wie in der Schriftdatei?

Ein Umwandeln in Kurven von Schriften in einem Logo etc. würde ich zur "Kompatibilität" immer empfehlen. Mein einfacher Test des "S" hat ergeben, dass beim Illustrator das "Pfad vereinfachen" NICHT schadenfrei funktioniert, hingegen bei CorelDraw(!) "Knoten reduzieren" sehr wohl präzise und nachhaltig. Aber wie gesagt, nur schnell bei dem "S" probiert. Manuell so etwas durchzuführen, ist sehr mühsam. Ich würde es im Zweifelsfall gar nicht ändern. Die paar Knoten machen das Datengrößen-Kraut nicht fett. Frage Google Such-KI, Zitat: "Das Plugin VectorFirstAid von Astute Graphics gilt als Goldstandard." [für Illustrator]

ich glaube du brauchst dir keine sorgen machen wenn du in AI oder auch ID die schrift in pfade umwandelst. die kurven haben dann vielleicht andere punkte aber die outline sollte passen. (shift + cmd + O ist am ende der logogestaltung standardprogramm)

Es gibt noch eine zweite potentielle Fehlerquelle, das ist das Sichern als .svg – hier muss man sich bissl rantasten, welche Einstellungen (insbesondere Anzahl der Dezimalstellen) das beste Ergebnis bringt. Ich fahr mit 6 oder 7 Dezimalstellen immer am besten.

Es gibt von Astute Graphics eine hervorragende Sammlung von Plugins für Adobe Illustrator, und mit diesen mehrere Möglichkeiten, Ankerpunkte auf Pfade zu reduzieren, ohne dass sich die Form ändert:

https://astutegraphics.com/learn/10minskills/top-5-smart-ways-to-remove-anchor-points-in-adobe-illustrator

  • Ersteller

Dennoch verstehe ich die Ursache des Problem nicht richtig — warum wird die Vektorkurve der Schrift beim In Kurven umwandeln so komplett neu (und im dem Fall des Calibri-S ja auch nicht eben besser) interpretiert. Schließlich ist in den meisten Fällen ja vermutlich beim Entwurf des Zeichens sehr viel Augenmerk auf eine elegante Vektorform mit wenig Ankerpunkten gelegt worden.

Das sind ganz verschiedene Welten. Einmal der schon beschriebene Unterschied zwischen quadratischer und kubischer Beschreibung der Umrisse. Andererseits der Unterschied zwischen Vektorgrafik und Font-Glyphe. Letzteres soll ganz andere Zwecke erfüllen, weil im Kontext des Schriftrenderings Stämme gleich wirken sollen, Kurven nicht über die Grundlinie schießen sollen usw. Eine in Kurven gewandelte Glyphe wird da ganz anders verarbeitet.

Mehr Punkte sind aber kein Mangel, wenn die Ankerpunkte feststehen und nicht mehr bearbeitet werden müssen – alles natürlich nur solange die zusätzlichen Ankerpunkte die Originalumrisse nicht spürbar verändern. Sonst müsste man den Workflow wohl abändern.

Prinzipiell ginge es ohne zusätzliche Kurven, selbst wenn quadratische Kurven in kubische umgewandelt werden, weil jede quadratische Kurve als kubische dargestellt werden kann.

Die Ursache ist hier, dass die Software beim Exportieren eine "Optimierung" zwangsweise ausführt, von der die Entwickler annehmen, dass sie das Ergebnis verbessert. Hier wird das Ergebnis allerdings schlechter.

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