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CapsLock statt Option-"f" unter macOS nutzen

Hervorgehobene Antworten

Ich würde gern die CapsLock-Taste statt Option-"f" für Ex nutzen.

Wie kann ich das anstellen? Wie muss ich e1mac.keylayout modifizieren?

Gelöst von Sebastian Nagel

Du meinst CapsLock+f für die Gruppenumschaltung oder wirklich direkt nur CapsLock als Gruppenumschaltung? Für letzteres bin ich nicht sicher. Dass das als simple Umprogrammierung geht (»behandle CapsLock grundsätzlich wie Option+f«), glaube ich eher nicht, da CapsLock vom System auch wirklich nur als Systemtaste verarbeitet wird. Wahrscheinlich müsste man stattdessen für die CapsLock-Taste als Steuertaste alle alphanumerischen Tasten einzeln in Ukulele neu programmieren, damit zum Beispiel nicht mehr s/S sondern direkt ſ/∑ mit CapsLock erscheint. 

Empfehlen würde ich das nicht unbedingt. Es ist ja gerade ein Vorteil der Mac-Variante, dass man die Alt-Tasten für beidhändiges Schreiben auch auf beiden Seiten nutzen kann. Die Nutzung von CapsLock ist eher ein Kompromiss für Windows, wo AltGr nur auf einer Seite vorhanden ist. 

  • Ersteller

Mein Anliegen ist, die Zeichen oben rechts auf den Tasten ähnlich bequem zu erreichen, wie die gewöhnlichen. Also mit einer Zusatztaste ähnlich Shift, Control oder Option. Dass ich also beispielsweise das geschützte Leerzeichen statt mit Function+f gefolgt von "-" mit CapsLock+"-" erreichen könnte. Das wäre toll!

Hallo @Burkard, du verwendest – so entnehme ich deinem anderen Thread – eine Keychron-Q6-Tastatur, die VIA beherrscht.

Unter https://www.usevia.app kannst du deren Tastenbelegung im Browser selbst anpassen.

Nimm in VIA also ein Makro unter einer beliebigen Position auf (z. B. M1). Dazu gehst du unter Makros auf den Speicherplatz M1, wählst »Record« an, drückst Function + F (und lässt auch wieder los!), beendest die Aufnahme und speicherst dann.

Jetzt musst du nur noch die Caps-Lock-Taste mit dem Makro M1 statt mit Caps Lock belegen, indem du die virtuell abgebildete Caps-Lock-Taste anklickst und dann unten bei »Macro« M1 auswählst.

Ab dann sollte es wie von dir gewünscht funktionieren.

  • Ersteller

Danke für den Tipp! Das probiere ich aus.

Eigentlich war meine Vorstellung aber eine andere: Wieso lässt sich die Gruppenumschaltung für die Zeichen rechts oben auf den Tastenkappen nicht analog zu den anderen Gruppenumschaltungen für Shift und AltGr realisieren? Also nicht mit einer Tottaste, sondern mit einer Modifier-Taste? Von der Logik her ist das doch auch nix anderes als eine weitere Zeichenebene. Oder habe ich da irgendetwas Grundsätzliches noch nicht richtig kapiert?

Einfach gesagt willst du nicht Caps Lock und die entsprechende Taste nacheinander drücken müssen, sondern beide zugleich drücken können, um das Sonderzeichen auf der höheren Ebene zu erreichen?

  • Ersteller

Ganz genau! So wie ich mit Shift und AltGr Gruppenumschaltungen zu Sekundär- und Tertiär-Zeichen einer Taste erreichen kann, möchte ich mit CapsLock eine vierte Ebene erreichen. Zumindest für die Zeichen, die keine Tottasten erfordern, wie die diakritischen Zeichen das ja tun.

  • Lösung

Ich glaube ja, dass die 4. Ebene vor allen für diakritische Zeichen gedacht ist und E1 das entsprechend umgesetzt hat.

Und es gibt ja noch mehr Ebenen (griechisch, kyrillisch, phonetisch, mehr Typografie-Obskuritäten, ... ... ...) die nicht über alt+f sondern alt+p, alt+... ... erreichbar sind, die nicht mal auf den Kappen aufgedruckt aber da sind. Für diese gingen dann endgültig die verfügbaren Umschalttasten aus. Ich glaube die Ebene 4 hat nur die Besonderheit noch aufgedruckt zu sein, aber eben schon über Tottaste zu laufen, sozusagen als Übergang. Mich nervt in der Praxis vor allem, dass die deutschen „“-Anführungszeichen nur darüber erreichbar sind.

Man darf auch nicht vergessen: E1 ist als Layout für deutsche(!) Anwender gemacht, d.h. man kann damit zwar viel mehr Sonderzeichen eingeben wie mit alten Layouts, aber es ist keine Unicode-Tastatur, die z.b. andere Alphabete einfach komfortabel "tippbar" macht (im Sinne von "ich drück jetzt F15 und tippe dann fließend griechisch).

  • Ersteller

Danke für Deine Einordnung, Sebastian! Ich bin halt trotz fortgeschrittenen Alters noch Neuling in diesem ganzen Tastaturgedöns. Da ich recht viel mit Texten − auch mit fremdsprachigen − und den zugehörigen typographischen Spitzfindigkeiten zu tun habe, bin ich vor einiger Zeit über die hübschen typotasten-Tastaturkappen gestolpert und war direkt angefixt. Und da ich die letzten zwanzig Jahre mit den Apple-Tastaturen gearbeitet habe, brauchte ich ein neues Substrat für die schönen Tastenkappen. Deshalb die Q6-Tastatur. Dass ich mich mit diesen beiden Entscheidungen in eine solche Technik-Bastelshow begeben würde, war mir nicht klar. − Immerhin funktioniert jetzt alles wie vorgesehen, und mit der Tottasten-Kombination AltGr-f für die vierte Ebene kann ich leben. Mit meinem gewohnten 10-Finger-Blindschreiben kriege ich das wahrscheinlich eh nicht hin. Macht nix, ich komme schon klar. − Danke nochmals an alle, die sich mit meiner Unbeholfenheit befasst haben!

Gerne ... ich lerne da ja auch noch (und meine Tastenkappen liegen bei meinen Schwiegereltern im Speicher ... also alles blind, mit Spickzettel am Monitor).

Ich finde ja, die E1-Belegung ist eine deutliche Verbesserung und vor allem mal Bewegung im »das war schon immer so und wird so bleiben«. Ich habe mir die letzten Wochen und Monate die Sachen rausgepickt, die mir im Alltag am meisten nützen. 

Der Rest kommt wenn er gebraucht wird, aber das ganze ist in Summe einfach so viel »mehr« als eine übliche Tastenbelegung, dass man da wohl nie alles können oder brauchen wird, und Details müssen wir wohl alle erst individuell nachschlagen und kollektiv lernen, das Ganze ist ja noch am Anfang. Je mehr da mitmachen, desto besser. Ich habe übrigens den Eindruck, dass der Umstieg vom Apple-Sonderlayout (mit seinen versteckten Sonderzeichen) deutlich schwerer fällt als von Windows aus. Wenn ich am Mac sitze, vertippe ich mich mit E1 z.B. regelmäßig beim @-Zeichen, das jetzt ja auf der PC-üblichen Position auf der Q-Taste liegt (mein Hirn ist da immer noch im Mac-Modus, obwohl ich jetzt mit E1 ja ein erweitertes PC-Layout hätte). Sitze ich am PC direkt daneben, geht das hingegen ohne weiteres gleich richtig.

Mit Keychron hast du prinzipiell nichts falscher gemacht als z.B. mit Logitech oder Cherry. Keychron kommt zwar bestimmt aus der Enthusiasten-Ecke (mit zugehörigem Bastler-Flair), aber das Grundproblem bleibt unter macOS immer das selbe: Apple unterstützt halt erst mal genau die eigenen Produkte (Tastaturen), und bei allem was darüber hinaus geht wird es oft sogar noch technischer, als es bei anderen Systemen der Fall wäre. Da zeigt sich halt der Preis des »it just works«-Paradigmas.
Dass es dann keine mechanische Tastatur von Apple gibt, bei der man Kappen tauschen könnte, ist Teil der Reduktion aufs Maximum – man muss dann auf was Externes ausweichen, und da offenbart sich dann auch bei Apple, dass das immer noch Computer mit inhärenter Komplexität sind, keine Wundergeräte die zaubern können.

Vielleicht stören mich die wenig zugänglichen Anführungszeichen irgendwann so, dass ich mich ins Thema VIA-Makros reinknie. Alternativ ließe sich für diese Zeichen natürlich – wie früher auch schon – ein Keymapping-Eintrag auf Betriebssystem-Ebene machen, der dann halt die Eingabe der Tastatur anders interpretiert als vogesehen.

Bearbeitet ( von Sebastian Nagel)

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