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Schriftgrößen auf Verpackungen

Hervorgehobene Antworten

Da wir uns leider auch mit diversen Verpackungsverordnungen und Mindest-x-Höhen herumschlagen, spricht mir das aus der Seele:

Seine Lösung des Problems dürfte die Herren Amtsschimmelreiter zur Weißglut treiben. 

Was mir aber seltsam vorkommt, ist, dass die Höhe des "e" gemessen wurde. In der (LMIV) (EU) Nr. 1169/2011 heißt es: 

Zitat

Zudem müssen die Pflichtangaben eines Lebensmittels in mindestens 1,2 Millimeter großer Schrift - bezogen auf das kleine "x", also den mittleren Buchstabenteil - gedruckt werden. Bei kleinen Verpackungen (größte Oberfläche weniger als 80 Quadratzentimeter, also kleiner als die Hälfte einer Postkarte) muss die Schrift mindestens 0,9 Millimeter groß sein.

Das x ist ja üblicherweise kleiner als das e, da wird der Verstoß ja immer größer … :shock:

Bearbeitet ( von Diwarnai)

  • Ersteller

Die neuen EU-Richtlinien für Reiniger etc. sehen vor, dass Text schwarz auf weiß zu stehen hat. Bald werden alle Schachteln identisch aussehen und nur noch auf dem Titel ein wenig Farbe haben. Fürchterlich.

vor 14 Stunden schrieb Kathrinvdm:

Packaging Design

Gibt es einen Berufsverband, der den Einzelkämpfer*innen all die Regulierungen als einfache Bullet-Point-Listen aufarbeitet, oder kann sowas eigentlich nur noch von Firmen erledigt werden, die sich einen in Jura bewanderten Menschen halten können?
 

vor 13 Stunden schrieb Diwarnai:

Fürchterlich

Dass Inhaltsstoffe und Anwendungshinweise in normierter Form auf einer Packung aufzutauchen haben, empfinde ich als Konsument als Segen. 

Also, so weit ich das aus Agenturen noch kenne, sammelt sich jede einzeln (im Austausch mit dem jeweiligen Kunden) die für das Projekt geltenden Vorgaben zusammen. 

Zitat

 

  vor 14 Stunden schrieb  Diwarnai: 

Fürchterlich

Zitat

Dass Inhaltsstoffe und Anwendungshinweise in normierter Form auf einer Packung aufzutauchen haben, empfinde ich als Konsument als Segen. 

 

Ich verstehe Euch beide. :nicken:

Aus Konsumentensicht muss ich sagen, dass die Miniaturangaben auf den Packungsrückseiten manchmal kaum zu entziffern sind. Zumal, wenn das Licht schlecht ist (Jaaa, ich komme langsam in das Alter …) und die Schrift eben nicht schwarz auf weiß gesetzt ist, sondern in weiß auf Fotohintergrund. Das gibt es zumindest bei Zubereitungshinweisen; die Zutatenlisten sind da zum Glück strenger geregelt.

Aus Gestaltersicht sind die Packungsrückseiten einfach nur ein Krampf und werden, wie Diwarnei zu recht beklagt, immer unerfreulicher zu erstellen. Das macht einfach keine Freude, etwas in der visuellen Darstellung so Unbefriedigendes umzusetzen. Da nützen oft auch die besten Gestalterabsichten und -fähigkeiten nix. 

Die Adaption der Packungsrückseiten in diverse andere Sprachen setzt der Sache dann noch die Krone auf. Die Gelassenheit für diese Aufgabe geht mir absolut ab – großer Respekt an alle Kolleginnen und Kollegen, die das machen! 

Ich wünsche Euch einen zauberhaften Tag. :huhu:

Bearbeitet ( von Kathrinvdm)

Zutaten auf Verpackungen:

Besser strenge Regeln, als darauf zu hoffen, dass der Markt irgendwas regelt, gewissenlose Agenturen alles in 4 Punkt schmale Versalien in eine Ecke quetschen oder dass sich eher als Kunstschaffenden verstehenden sich auf Kosten der Verbrauchenden profilieren. Diejenigen die ihr Fach verstehen wollen, wissen darum dass wir nicht nur dafür bezahlt werden, irgendwas aufzuhübschen, sonder auch verständliche Kommunikation zu ermöglichen :-)

Es wäre erfreulich, wenn unsere Berufsverbände sich an den Gremien, die solche Regeln erarbeiten, beteiligen wurden. Beispielsweise indem sie die Arbeit ihrer Mitglieder die in solche Gremien arbeiten honorieren. Nur dann werden solche Regeln besser und sinnvoller. 

Bearbeitet ( von Albert-Jan Pool)
Nachtrag

  • Ersteller
vor 10 Minuten schrieb Albert-Jan Pool:

gewissenlose Agenturen alles in 4 Punkt schmale Versalien in eine Ecke quetschen

Da wird der Falsche in die Ecke gestellt: In der Regel ist der Kunde, der die Agentur dazu drängt oder zwingt, weil sie z.B. aus Produktionskostengründen noch eine zusätzliche Sprache aufnehmen muss.

Leider sind viele eigentlich praktikable Lösungen wie aufklappbare Adhäsionsetiketten, aufgeklebte Leporellos etc. nicht zulässig. Hier wäre es wirklich gut, wenn die Berufsverbände an den Lösungen mitentwicklen, damit das Ergebnis nicht nur korrekt, sondern auch ansehnlich ist.

Zitat

Geschrieben vor 1 Stunde (bearbeitet)

Es wäre erfreulich, wenn unsere Berufsverbände sich an den Gremien, die solche Regeln erarbeiten, beteiligen wurden.

Hervorragende Idee! Sollten wir anregen. :nicken:

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