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Schriftart der Oberlausitzer Tageszeitung Juni 1933

Hervorgehobene Antworten

Hallo Allerseits.

Ich habe hier einen leider sehr schlechten Archivscan (die ham das blöd digitalisiert) und suche die Schriften. Sieht nicht aus wie die Humboldt-Fraktur und Klaber passt für die Überschriften (Beispiel "Wetterbeobachtung in Neugersdorf") auch nicht so ganz.

Hat Jemand ne Idee?

 

13.06.1933---Oberlausitzer-Tageszeitung-Seite-4.png

Gelöst von Harald R.

  • 1 Monat später...
  • Lösung

Hallo, 

bei den Überschriften dürfte es sich um die Schmalfette König-Type handeln. 

Der Artikel über die Hamster ist sehr wahrscheinlich in der Amtsfraktur gesetzt (eventuell in der Schulfraktur, die beiden sind sich sehr ähnlich, zur Unterscheidung müßte man ein großes K haben). 

Die anderen Artikel sind wohl in einer der damals üblichen Fraktur gesetzt, oft nur mit einer Lagernummer bei der Schriftgießerei versehen. Für Feinheiten sind leider die Scans zu schlecht. 

vor 13 Stunden schrieb Harald R.:

Der Artikel über die Hamster ist sehr wahrscheinlich in der Amtsfraktur gesetzt (eventuell in der Schulfraktur, die beiden sind sich sehr ähnlich, zur Unterscheidung müßte man ein großes K haben). 

 

Amts-Fraktur war auch für den Einsatz in Linotype-Setzmaschinen erhältlich. Der Zeitungstext war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr per Hand gesetzt. Die Headlines waren dagegen meist doch per Hand gesetzt.

  • 2 Wochen später...
  • Ersteller

Vielen Dank für den Input! Leider passt das alles nicht (Beispiel rundes s). Das ist die höchste Auflösung, die ich bekommen konnte. Ich überlege, die Schrift mit Fontforge nachzubauen, aber mehr als "nah ran" komme ich nicht ohne höher aufgelöste Bilder (eigene Version siehe 2.Bild).
image.png.f1e37fa9a52cbc21af501d38881342ce.png

image.png.0af2b680c92d29f24e77d10eab234ffb.png

Bearbeitet ( von rhavin)

Vor noch einem Jahr würde diese Frage kein

Problem gewesen sein. Man hätte Gerhard

Helzel gefragt und Antwort erhalten. Als ich

das letzte Mal etwas für ihn tun konnte, ging

es ihm finanziell so schlecht, dass er auch

um Hilfe bezüglich dieses Problems nachfragte.

Nach Korrekturen an der von ihm digitali-

sierten Gutenbergiana hat er sich nicht mehr

gemeldet, weswegen ich die Polizei bei ihm

vorbei schickte, um nachzusehen, ob er noch

am Leben sei. Schon am nächsten Tag mel-

dete er sich wieder und erklärte, dass alles in

Ordnung sei.

Als er sich dann wieder nicht meldete, dachte

ich, es wäre eine neue Marotte und ließ ihn

vorerst auch von eventuellen Marotten genesen.

Im November schrieb ihm abermals: keine

Antwort.

Nach Recherchen habe ich erfahren müssen,

dass er früh im Jahr 2025 verstorben sei,

was meinen anfänglichen Verdacht wohl be-

stätigte. Ich glaube, dass er nur so tat, als

ob alles in Ordnung sei.

Hätte ich das gewusst, würde ich ihm ein zu

vereinbarendes Auskommen angeboten

und die Daten gesichert haben. Er hätte wei-

ter alleine bis ans bittere Ende verkaufen

dürfen und später, würden die Daten, für die

er ein Leben lang gearbeitet hat, gesichert

gewesen sein. Leider kam es anders. Und als

ich im Nov., nach der bitteren Nachricht,

versucht habe, über verschiedene Stadt-Politi-

ker zu erfahren, über welchen Anwalt ich

an den Server kommen könne, was vermutlich

ohnehin zu spät gewesen wäre, hat kein

einziger geantwortet.

Gerhard hat alleine gelebt, weshalb vermutlich

Räumungsdienste angefordert worden

waren, die inkorrekterweise einiges mitgehen

lassen und jenes, das sie als unwichtig

erachten, vernichten. Mein Vorwurf an mich:

Ich bin meistens schädlich zurückhaltend,

möchte keinen auf den Sack (Freda, verzeih’

mir den Ausdruck!) gehen, ums salopp zu

formulieren. Der Vorwurf an die Damen und

Herren der Stadtverwaltung, es sind

schlussendlich nicht wenige gewesen, die ich

angemailt habe, ist, allem gegenüber

lässig und bequem an den Stühlen zu kleben,

weshalb alle möglichen Schäden einfach

zu erklären sind: auch der der (in diesem Falle)

Kulturgütervernichtung, wenn man Schrif-

tarten als solcherart Güter bezeichnen darf. Was

geblieben ist, und das ist der Grund meiner

unmöglichen Einmischung, ist die Möglichkeit

anbieten zu können, wenigstens noch an

Gerhards’ Schriftmappe zu kommen, um ver-

gleichen zu können: vielleicht hilft sie ja,

die gesuchte Schriftart ausfindig zu machen.

Nachtrag:

Leider kann ich, weil ich einen Link zu

seinen Schriften hier gesehen habe, bezüglich

des Peter (Wiegel) auch nicht das Beste

berichten; er kann sich nach mehreren Hirn-

schlägen auch nicht mehr um seine Font-

Dateien kümmern. Wenigstens lebt er nicht

alleine und hat einen Partner, der sich um

ihn kümmert.

Bearbeitet ( von I am bad like Jesse James)
Nachtrag

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