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InDesign/Pantone Umrechnung

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen,

ich habe ein Frage wie ihr vorgeht, wenn ihr von einer Pantone Farbe einen passenden CMYK Wert erstellen müsst. 

Es gibt bei diesem Projekt Drucksorten die nur in 1c gedruckt werden, es wir aber auch Durcksorten geben die in CMYK gedruckt werden. Da müsste ich den passenden Wert ermitteln. Außerdem stellt sich noch die Frage wie damit umgehen, wenn dann auf einmal statt auf gestrichenem oder auf ungestrichenem Papier gedruckt wird. 

Es handelt sich um die Farbe Pantone 7693 C. Wenn ich diese als Pantone Farbfeld in einem InDesign Dokument mit Farbprofil ISO Coated V2 anlege und dann dieses Farbfeld in Prozess/CMYK umstelle, erhalte ich da den passenden Wert? Die Farben unterscheiden sich am Bildschirm extrem.

Würde mich über eure Expertise extrem freuen.

Bearbeitet ( von SarahW.)

Ich würde mal im Netz nach Umrechnungswerten schauen und dann vielleicht einen Proof mit mehreren Werte anlegen und mit dem Pantone-Farbton abgleichen. Auf die Umrechnung in InDesign oder auf den Pantone-zu-CMYK-Fächer würde ich mich nicht verlassen. Wobei es bei Pantone 7693 sicher nicht ganz so schwierig ist wie bei leuchtenderen Farbtönen ...

  • Ersteller

Da müsste der Proof dann aber sinnvollerweise von der selben Druckerei gedruckt werden bei der wir die Sachen in Pantone und in CMYK drucken lassen. Oder?


Hab Testweise die Pantone Farbe in InDesign angelegt – am Bildschirm schaut die Farbe der am Fächer nicht ganz ähnlich (ist heller), was ich verstehe, da die Darstellung am Bildschirm nicht genau möglich ist. Dann hab ich von dieser Farbe den CMYK Wert mir von InDesign geben lassen und am Bildschirm schaut es optisch fast ident aus.


Was mich irritiert :
Wenn ich jetzt aber in Illustrator (selbes CMYK Farbprofil ist hinterlegt) beides anlege, schaut der CMYK Wert in Illustrator nicht aus wieder CMYK in InDesign. Kann mir das jemand erklären?

Bearbeitet ( von SarahW.)

vor 35 Minuten schrieb SarahW.:

Da müsste der Proof dann aber sinnvollerweise von der selben Druckerei gedruckt werden bei der wir die Sachen in Pantone und in CMYK drucken lassen. Oder?

Nein. Ein standardisierter Digital-Proof kann von jedem Dienstleister kommen der so etwas anbietet. Wichtig ist nur das für den Proof die richtigen Farbprofile hinterlegt sind. 

Bearbeitet ( von Microboy)

Alternativ kannst du auch versuchten mit einem CMYK-Buch einen passenden Farbwert zu finden. Solche Bücher gibt es von verschiedenen Anbietern in unterschiedlichen Umfängen ...

  • Ersteller

Was benötigt eine Druckerei alles für einen standardisierter Digital-Proof? Würde bedeuten, dass man sagt dies ist unsere Pantone Farbe, bitte sagt mir die CMYK Werte die ihr braucht, damit es auf diesem Papier der Pantone Farbe nahe kommt?

Entschuldige, dass ich da so dezidiert nachfrage, aber ich hatte bisher wenig Fälle wo Pantone und CMYK parallel in Verwendung sind. Meistens bin ich in CMYK unterwegs und wenn eine Pantone Farbe, dann war sie ein Zusatz und musste nicht so deckungsgleich wie möglich für ein CI sein.

Bearbeitet ( von SarahW.)

In solchen Fällen lassen wir die Farben 5c andrucken: Einmal Pantone und einmal sämtliche 4c-Werte, die irgendwelchen Tabellen entspringen, die selbst anhand des DCS-Buchs ermittelt wurden und noch zig Werte nahe daneben. Ist halt Handarbeit, aber dann hast du wirklich vergleichbare Ergebnisse. 

Die Druckerei wird – wenn überhaupt – auf die offiziellen Umrechnungswerte von Pantone verweisen, die aber leider oft genug daneben liegen. Darauf würde ich mich als alleinige Quelle nicht verlassen.

Deckungsgleich wirst du sie eh nicht hinbekommen. In der Maschine frisch gedruckt kann gut aussehen, was nach ein paar Wochen Lagerung schon Diskrepanzen aufweist.

  • Ersteller

Ah sehr cooler Tipp dankeschön. Echt ein super Forum hier.

Kann mir da vielleicht noch jemand helfen, oder kennt jemand eine Person an die ich mich bei solchen Fragen wenden könnte?

vor 3 Stunden schrieb SarahW.:

Was mich irritiert :
Wenn ich jetzt aber in Illustrator (selbes CMYK ICC ist hinterlegt) beides anlege, schaut der CMYK Wert in Illustrator nicht aus wieder CMYK in InDesign. Kann mir das jemand erklären?

 

Ich hab das hier nachgestellt – links InDesign, rechts Illustrator. Das ergibt hier am Monitor eine identische Darstellung, solange "Ansicht > Farbproof" deaktiviert ist.

Bildschirmfoto-2025-11-26-um-17-08-35.pn

Es werden durchgehend der Arbeitsfarbraum sowie identische Farbmanagementvorgaben und Profile verwendet. Ein Unterschied ist nur dann sichtbar, wenn in beiden Programmen "Ansicht > Farbproof" aktiviert ist. Ohne aktivierten Farbproof ist die Darstellung identisch.

Da hat mir jetzt ChatGPT geholfen:

Wenn ohne Farbproof alles identisch aussieht, aber mit aktiviertem Farbproof nicht, liegt der Unterschied nicht an den CMYK-Werten oder Profilen selbst, sondern an der Art, wie Illustrator und InDesign die Softproof-Simulation technisch berechnen. Die Programme nutzen zwar die gleichen Profile, aber nicht dieselben internen Rendering-Routinen.

Illustrator rendert den Softproof in einer objektbasierten Umgebung. Einzelne Elemente werden separat durch das Proofprofil transformiert. InDesign rendert dagegen das gesamte Seitenlayout als zusammengesetztes Dokumentbild durch das Proofprofil. Der Softproof wird also als Ganzes simuliert, nicht objektweise.

Durch die unterschiedliche interne Berechnung werden vor allem folgende Punkte verschieden interpretiert:

a. Transparenzreduzierungsvorschau und Transparenz-Farbraum. InDesign rechnet das gesamte Layout im definierten Transparenzfarbraum durch das Proofprofil. Illustrator berechnet die Vorschau je nach Objekt und Ebenenaufbau anders.

b. Überdrucken-Simulation. InDesign führt diese standardmäßig konsequenter innerhalb des Softproofs durch. Illustrator behandelt sie je nach Einstellung und Objektart etwas anders, was zu abweichenden Gesamteindrücken führt.

c. Farbkomposition. InDesign betrachtet das Layout als finale Druckseite, während Illustrator primär das einzelne Objekt zeigt. Daher entsteht eine andere Reihenfolge von Farbraumtransformationen.

Der Effekt tritt erst bei aktiviertem Softproof auf, weil genau in diesem Moment die Dokumentfarbdaten durch das Proofprofil laufen. Die Profile sind zwar identisch, aber der Rechenweg, wie sie angewendet werden, ist zwischen Illustrator und InDesign systembedingt nicht gleich.

Die Druckausgabe bleibt dennoch identisch, solange dieselben CMYK-Profile verwendet werden. Die sichtbaren Unterschiede betreffen ausschließlich die Bildschirm-Simulation, nicht die tatsächlichen Druckdaten.

Eine vollständige Vereinheitlichung ist technisch kaum möglich. Beide Programme simulieren korrekt, aber mit unterschiedlicher Methodik. Die Beobachtung ist daher normal und kein Fehler in den Einstellungen.

bei der auswahl von pantone-cmyk-entsprechungen würde ich mich nie auf den bildschirm verlassen. online-umrechner sind eine mehr oder weniger gute annäherung. meistens muss ich bei vorliegen eines cmyk-druck-produktes eine pantone suchen. dann mit fächer und (idealerweise) gemeinsam mit dem auftraggeber.

bei dir ist das jetzt umgekehrt. also am besten verschiedene vierfarbwerte (zb der versch. programme, onlinerechner oder pantone selber) auf einem bogen zusammenstellen und andrucken lassen (oder halt proofen) und dann bei halbwegs neutralem licht (wieder mit kunde) gemeinsam entscheiden.

  • Ersteller

Danke an alle für die Hilfe! Wieder was dazugelernt.

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