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Fachliteratur Fraktur und die Nazis

Hervorgehobene Antworten

Hallo,
für eine wissenschaftliche Hausarbeit suche ich Arbeitsmaterial zum Thema: 
"Das Frakturschrift-Paradox: Der Widerspruch zwischen NS-Diffamierung und neonazistischer Symbolik"

und würde mich über Buch- bzw Quellenempfehlungen freuen. Gerne auch welche, die nicht so schwer/teuer zu besorgen sind, wie z. B. "Fraktur oder Antiqua: Der Schriftstreit von 1881 bis 1941" :-P 

Danke und Liebe Grüße!

 

 

Albert Kapr — Fraktur: Form und Geschichte der gebrochenen Schriften.

Umfangreiche typografische Monographie zur Form- und Entwicklungsgeschichte der Fraktur; ideal für historische Einführung und Formenanalyse (Bilder, Schriftvarianten). 

Christina Killius — Die Antiqua-Fraktur-Debatte um 1800 (Dissertation / Monographie).

Fundierte Behandlung des Schriftstreits (Antiqua vs. Fraktur) — nützlich, um die längere Vorgeschichte und ideologische Aufladung des Schriftgebrauchs zu erklären. 

Janina Reibold — „Verbot der Fraktur-Schrift durch die Nationalsozialisten“ (Unimut / Uni Heidelberg, Themenheft)

Knapp, aber präzise Darstellung des Normalschrifterlasses 1941 und der Gründe/Legenden dazu — sehr gut für den Abschnitt „1941: Bruch im Regime“. 

Judith Schalansky (Hg.) — Fraktur mon Amour.

Sammlungs-/Bildband mit großer Fraktur-Beispielsammlung; hilft bei visuellen Analysen und bei der Illustration von Fraktur-Revival in Popkultur / Design. (auch nützlich für Abbildungen in der Hausarbeit). 

James Mosley / Paul Shaw — Essays über Blackletter, Fraktur und Nationalismus (Aufsätze / Exhibition essays)

Historisch-typographische Essays, die erklären, warum und wie Blackletter/Fraktur mit nationaler Identität verknüpft wurde — gut für methodisch-typografische Argumente. (vgl. Paul Shaw & James Mosley-Diskussionen). 

Uni-Artikel/Essay: „Verbot der Frakturschriften durch die Nationalsozialisten“ (Unimut / Uni Heidelberg)

(Nochmals empfohlen — leicht zugänglich und zitierfähig; gute Kurzquelle für Fakten zum Erlass). 

EU RAN (Radicalisation Awareness Network) — Contemporary manifestations of violent right-wing extremism (Ad-hoc report)

Wissenschaftlich / policy-orientierter Bericht zu Erscheinungsformen rechter Gruppen heute; nützlich, um heutige visuelle Codes (inkl. Schriftgebrauch) und Online-Aesthetics einzuordnen. 

„The rhetoric of type: An exploration of the experiential and iconic nature of letterforms“ (Kyle Rath / ResearchGate)

Theoretischer Aufsatz zur semiotischen Wirkung von Schriftformen — hilfreich für Kap. über Zeichenhaftigkeit / Symbolik (warum Schrift selbst politische Bedeutung transportiert). 

„Cultural Stereotypes in Letter Forms in Public Space“ (DeGruyter / Kapitel / Artikel)

Fallstudien zur Wahrnehmung typografischer Codes im öffentlichen Raum — methodisch nützlich, wenn du empirisch-visuelle Analysen (z. B. Straßenschild, Bands, Merchandise) planst. 

Wissenschaftlicher/Design-Aufsatz: „Cultural Stereotypes in Letter Forms in Public Space“ (ResearchGate PDF)

Empirische Untersuchungen zu Blackletter-Assoziationen im Ruhrgebiet; nützlich für lokale / alltagskulturelle Beispiele. 

99% Invisible — Episode/Artikel „Fraktur“ (populärwissenschaftlich, Podcast-Begleittext)

Sehr gute, kurz gehaltene Narrative-Quelle darüber, wie Fraktur in der Populärkultur und durch Neonazis re-adaptiert wird — praktisch für ein Kapitel zur Rezeption und öffentlicher Debatte. 

taz: „Aktuelles ‚Stern‘-Cover: Ist Fraktur eine Nazischrift?“ (Journalistische Debatte, 2023)

Aktueller Beitrag zur öffentlichen Diskussion; hilfreich für Rezeption/Medienanalyse deiner Hausarbeit. 

Welt / Hintergrundartikel: „Als die Nazis ihre Schrift hassen lernten“

Gut recherchierter historischer Überblick (inkl. Kontext zum Duden, Normalschrifterlass, Rhetoriken des Regimes) — nützlich für historische Narrative. 

Weitere wissenschaftliche Texte / Thesen zu Typographie & Neonazismus (z. B. studentische PDFs, Konferenz-Papers, Design-Analysen)

Es gibt mehrere frei verfügbare PDF-Texte (z. B. auf ResearchGate / Universitätsservern) zur Nutzung der Fraktur in Szenen wie Oi!, Metal, Neonazi-Merch; sehr nützlich als empirische Beispiele für Kapitel „Symbolik heute“. Beispiele / Startpunkte sind ResearchGate-Papers und gestaltungsorientierte Analysen. 

Quelle: u.a. ChatGPT

vor 28 Minuten schrieb holgi:

die nicht so schwer/teuer zu besorgen sind, wie z. B. "Fraktur oder Antiqua: Der Schriftstreit von 1881 bis 1941"

Wäre aber auch töricht, das Thema ohne diese Vorarbeit neu aufzurollen. Per Fernleihe schon probiert?
Ebenfalls empfehlenswert: Susanne Wehde. Typographische Kultur. Dort ist das zwar nur eines der Themen, aber dennoch 150 lesenswerte Seiten. 
Das schon aufgelistete Killius-Buch ist auch wichtig, um die Herkunft des Streites zu verstehen. 

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