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Adobe InDesign 21.0.2: Erfahrungen

Hervorgehobene Antworten

Gibts bekannte Probleme mit der aktuellen InDesign-Version unter macOS oder nutzt ihr es bereits alle?

Ist für Privatjobs seit Anbeginn in Betrieb und macht keine Probleme.

In der Agentur bleib ich noch bei 20.5.1, da das 21er zusammen mit macOS 26 keine Datensammlung zulässt, wenn Daten auf unserer Synology liegen. Betrifft aber wohl nur Synologys mit DSM 7.

  • Ersteller

Danke. Gibt es denn signifikante Verbesserungen unter 21 die die alltägliche Arbeit verbessern? Ich hab gerade etliche Jobs abgeschlossen und beginne im Januar mit zwei größeren Publikationen – wenn dann könnte ich jetzt wechseln.

vor einer Stunde schrieb Microboy:

signifikante Verbesserungen

Sind mir keine bekannt. Die neue Optik "Liquid Glass" geht den allermeisten auf den Zeiger, ich hab das auch so weit wie möglich reduziert. Die kleinen Verbesserungen oder Veränderungen an diversen Apps bekomme ich idR gar nicht mit, weil ich das macOS nicht aktiv nutze, sondern das für mich einfach nur das Betriebssystem ist.

https://www.macwelt.de/article/2871177/apps-in-macos-26-tahoe-das-ist-neu.html

vor 2 Stunden schrieb Microboy:

Danke. Gibt es denn signifikante Verbesserungen unter 21 die die alltägliche Arbeit verbessern? Ich hab gerade etliche Jobs abgeschlossen und beginne im Januar mit zwei größeren Publikationen – wenn dann könnte ich jetzt wechseln.

ich hab noch keine gefunden. eine neuerung sind die flex layouts, die mir aber relativ egal sind.

Ich hab's zwischendrin aufgespielt (es gibt irgendwie immer laufende, nicht abgeschlossene Projekte) und bemerke keine Unterschiede – es ist also bisher nicht schlechter geworden. Und da ich keinen Server brauche und meine Backups ganz einfach auf eine externe Festplatte sichere … :-?

Bearbeitet ( von Norbert P)

Am 17.12.2025 um 14:05 schrieb Carlito Palm:

eine neuerung sind die flex layouts […]

Gibt es hier schon Erfahrungsberichte aus der Praxis?
Ich habe zwar schon ein wenig damit rumprobiert, fand die Anwendung aber ziemlich hakelig. Daher scheue ich mich noch, das im Alltag einzusetzen. (Mag vielleicht daran liegen, dass ich mich mittlerweile sehr stark an das Autolayout in Figma gewöhnt habe, das wesentlich eleganter und vielseitiger einsetzbar ist.)

Das ist ja praktisch eine 1:1-Umsetzung des CSS-Flex-Layout-Modus in Indesign – es sind in der Palette alle Dinge "da" die sich auch mit CSS konfigurieren lassen, also flex-direction, flex-gap, flex-wrap, content-alignment, etc. etc. 

Sowas ist ja in Design-Systemen super praktisch, in denen es kein fixes Seitenformat gibt, sondern sich die Inhalte an die gegebenen Platzverhältnisse dynamisch anpassen müssen – dafür gibt es eben Layout-Regeln und der Rest passiert dann von selbst, unter bestimmten Situationen passt man die Regeln ggf. nochmal an (media-queries) und der Rest fällt wieder von selbst richtig hin.

Ich frag mich nur, wo das in klassischem Print-Indesign praktisch sein soll – in dem Video führt der Herr das ja so vor, als wäre das eine zeitsparende Arbeitsweise um was zu ... verschieben? Nur wüsste ich keinen Anwendungsfall, wo sich das in der Praxis wirklich so nutzen lässt, dass es schneller konsistente Ergebnisse ergibt als wenn man selbst mit einem Seitenraster arbeitet und die Elemente daran ausrichtet (das ist ja gerade der große Vorteil von festen Seitenformaten im Gegensatz zum ewigen Fluss auf Bildschirmen).

Aber: Adobe muss ja irgendwie mit dem Web mithalten, ein Layout-Tool das ausschließlich Print-Konzepte beherrscht und Web-Layout-Konzepte explizit nicht beherrscht, ist sehr schnell sehr veraltet. Also ist das wieder mal ein Versuch, aus Indesign irgendwelche HTML/CSS-Outputs rauszubringen, die dann nicht nur "dumm" Print-Layouts in CSS nachbauen, sondern eben eine fließende Layout-Logik (eben das klassische Inline/Block-System mit der modernen Vereinfachung Flex) in sich tragen, sodass solch expertierte HTML-Seiten dann sowohl am 27"-Mac als auch am Smartphone noch was Sinnvolles darstellen.

Ob das gelingt, will ich ja nicht mal ersthaft ausprobieren müssen ... die letzten gefühlt 27 Versuche, Indesign für echte Webproduktion zu erweitern sind ja alle gescheitert, und wer darauf warten musste hat ohnehin den technischen Anschluss verloren und wird vermutlich auch jetzt nicht damit glücklich ... Aber diesmal probieren sie es zumindest nicht mal mit seltsamen Metaphern die dann wieder nichts mit echtem Web-Layout zu tun haben, sondern bauen die Parameter ziemlich 1:1 ein (was einem "Print-Designer" befremdlich vorkommen muss). D.h. der Code-Output könnte zumindest einigermaßen Sinn ergeben – solange er dann nicht in einem größeren Kontext weiterverwendet werden muss oder tatsächlich so ins Internet gestellt wird.  Ich lass mich aber gerne von der ersten in Indesign programmierten Webseite überraschen. 

 

(Eine Wette: in der nächsten Indesign-Version bekommen wir dann CSS-Grid-Layouts.)

ok, nochmal rumgeklickt ... 

Adobe hat ja XD faktisch aufgegeben, und Dreamweaver ist zwar auch visuell, aber am Ende dann doch recht nah an Code ... also was soll da die nächste Lösung gegen Tools wie Figma sein.

Was das Flex-Layout in Indesign leistet, ist zwar nicht zu 100% da, wo CSS-Flexbox ist (es fehlt das Flex-Grow/Shrink-Verhalten für Kinder-Elemente), aber wenn man das Werkzeug wirklich dafür einsetzt, eine Webseite erst mal "im Desktop-Modus" zu gestalten, aber diese Elemente da schon als Flex-Container mit Kindern darin anlegt, dann kann man in einem zweiten Schritt recht rasch die selben Inhalte in eine Smartphone-Ansicht umgestalten, ohne dabei alle Boxen einzeln wieder neu anordnen zu müssen.

Ob das in der Praxis wirklich zu Ergebnissen und nicht zu Hindernissen führt, sei mal dahin gestellt, aber das ist das bisher web-ähnlichste Layoutkonzept, das ich in Indesign bisher gesehen habe – find ich spontan wirklich verfolgenswert. 

Es besteht natürlich die Gefahr, dass sie ein im Grunde gutes Print-Programm mit solchen Fokus-Wechseln auf Dauer verhunzen, bis dann Print der Exot ist oder das Programm weder das eine noch das andere richtig gut kann ...

Aber diese Medientrennung ist ohnehin langsam zu hinterfragen. Nur weil John Warnock vor 44 Jahren mit Postscript ein Konzept für beschreibbare Seitenlayouts entwickelt hat, heißt das nicht, dass das für immer die beste oder einzige Methode ist, um eine A4-Seite mit Grafik zu befüllen – sie ist nur überall so sehr verankert, dass jeder andere Ansatz erst mal falsch wirkt. Im Grunde ist ein festes Seitenformat auch nur ein Spezialfall eines flexiblen Formats ...

Die Hoffnung, die zu Figma abgewanderten Designer zurück zu gewinnen, scheint bei Adobe noch groß zu sein … :hammer: Ich glaube aber nicht daran.

Es betrifft ja nicht nur die Gestaltung von Websites. Mittlerweile gestalte ich im Bereich Markendesign die allermeisten digitalen Touchpoints nur noch in Figma. Und selbst schnelle Printlayouts entstehen mehrheitlich in Figma. InDesign wird für mich immer mehr ein Reinzeichnungs-Tool, wenn mal Printsachen (auf Basis der Figma-Layouts) erstellt werden müssen.

Naja, Indesign hat weiter seine Stärken, wenn es um große, komplexe "Print"-Projekte geht (ich denke an Geschäftsberichte, Kataloge, Bücher, etc.) - das mit einem Tool für digitale Oberflächen zu machen, stell mich mir abenteuerlich vor. 

Umgekehrt ist es eben verwunderlich, wenn sie jetzt in diesem Werkzeug (schon wieder) bei 0 beginnen und flexible Layouts mit ihren Strukturen, Hierarchien, Semantik und Abhängigkeiten damit verwalten wollen, das dauert noch viele Versionen bis sie "da wären" wo das nützlich wird.

(in der Schnittmenge, wo man mal eben von einem Medium was für das andere ableitet, geht natürlich viel in beide Richtungen ... also lapidar "mal ein gedruckter Flyer für die ansonsten digitale Kampagne").
 

Exkurs:
Ich persönlich wunder mich ja immer ein wenig, dass es überhaupt Tools wie Figma, Canva etc. gibt ... aber vielleicht bin ich da medientechnisch in diesem kleinen Zeitfenster eingestiegen, als Coden schon einigermaßen frustfrei war, weil die Webplattform sich konsolidiert hat, aber die Tools die Coden "überflüssig" machen noch nicht da waren.
Webdesign ist für mich neben visuellem Aussehen so sehr mit Interaktion, Funktionalität und Flexibilität assoziiert, dass ich mir kaum vorstellen kann, beim Gestalten einer Webseite nicht selbst mit eigenem Code zu beschreiben, wie sich "das Ding" ganzheitlich verhalten soll und wie es mit anderen Elementen verbunden ist, sondern das erst "nur" visuell zu gestalten und dann danach nochmal entweder Code zu generieren oder von einem Spezialisten umsetzen zu lassen.
Ich habe das Gefühl, dass ich dann nicht komplett verstehe wie mein Werkzeug und mein Erzeugnis funktioniert (was ich bei einem komplexten Indesign-Dokument behaupten kann), d.h. ich habe die Sorge, dass sich Anforderungen ändern und ich dann im Rahmen der mir verfügbaren mittelbaren Tools etwas nicht umsetzen kann ... das kann mit Code im Grunde nicht "passieren". 
Aber vermutlich bin ich in den "neuen" Werkzeugen einfach nicht erfahren genug und kann nicht einschätzen, was sie alles können und was nicht. Ich finde da nur nie den richtigen Einstieg, weil es für mich schneller geht, einen Codeeditor zu öffnen und das zu gestaltende Objekt immer weiter beschreibend auszuformen.

vor 4 Stunden schrieb Sebastian Nagel:

Naja, Indesign hat weiter seine Stärken, wenn es um große, komplexe "Print"-Projekte geht (ich denke an Geschäftsberichte, Kataloge, Bücher, etc.) - das mit einem Tool für digitale Oberflächen zu machen, stell mich mir abenteuerlich vor. 

Klar, auf die Idee würde ich auch nicht kommen, einen Geschäftsbericht oder Katalog in Figma aufzusetzen. Schon allein aus dem Grund, dass Figma kein CMYK unterstützt und auch der Export recht abenteuerliche PDF-Dateien zutage fördert.

vor 4 Stunden schrieb Sebastian Nagel:

Ich persönlich wunder mich ja immer ein wenig, dass es überhaupt Tools wie Figma, Canva etc. gibt ... aber vielleicht bin ich da medientechnisch in diesem kleinen Zeitfenster eingestiegen, als Coden schon einigermaßen frustfrei war, weil die Webplattform sich konsolidiert hat, aber die Tools die Coden "überflüssig" machen noch nicht da waren.

Was diese Programme für Nutzer so interessant macht, ist die Möglichkeit des kollaborativen Arbeitens. Egal, wo man ist und mit wem man zusammen arbeitet, man greift auf eine Datei zu und arbeitet parallel an dieser. Das ist etwas, was Adobe bis heute nicht auf die Kette bekommen hat. Für den Großteil der Figma-Nutzer ist das Thema Coding weitgehend uninteressant.

Was Figma in den letzten Jahren extrem gut gemacht hat, ist ein Ökosystem aufzubauen, das Hand in Hand geht: Für mich bedeutet es bspw. eine deutliche Zeitersparnis, die in Figma Design erstellten Assets per Copy+Paste/Components in Figma Slides als Präsentation aufzubereiten oder in Figma Buzz als SoMe-Assets auszuspielen. Das ist ein Workflow, den ich vergleichbar performant nicht in der Creative Suite hinbekomme.

vor 21 Minuten schrieb Diwarnai:

Wieso? Mit InCopy funktioniert das prima.

Ich spreche von Layouts, die parallel in einer Datei entwickelt und erstellt werden. Oder eine Präsentation, die von mehreren Leuten parallel gefüllt und bearbeitet wird.

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