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Pantone Metallic rastern

Hervorgehobene Antworten

Wir haben den Umschlag einer Broschüre quasi vollflächig mit Pantone-Gold-Metallic bedrucken lassen. Auf der Fläche gibt es eine große Zahl die in 80 Prozent der Pantonefarbe angelegt ist. Das Ganze wurde auf gestrichenes Papier gedruckt und mit Mattfolie versehen.

Leider ist durch die Reflexion des Lichtes die Zahl nur sehr schwach in bestimmten Winkeln (Einfall Licht) zu sehen. Hält man den Bogen etwas anders ist die Zahl nicht mehr zu sehen und die Fläche wirkt homogen golden.

Hat jemand Erfahrungen mit der Problematik und kann mir sagen ob das Problem bei beispielsweise 30 Prozent immer noch besteht?

Eine Option wäre die Zahl mit einem UV-Lack zu versehen. Dann müsste allerdings das Layout angepasst werden da die Zahl auf den Rücken läuft und der Lack das anscheinend nicht übersteht. Oder hat das schon mal jemand gemacht? Mit Heißfolie müsste das wiederum gehen …

aschehaupt

Mit 30 % sollte das gehen, sieht aber halt nicht mehr nach Metallic aus. Wäre stattdessen eine dünne weiße Outline eine Option?

Wenn gerillt wird und die Falz nachher nicht ständig bewegt wird, klappt das mit dem UV-Lack schon, da gibt es auch halbwegs flexible. Das müsste aber anhand des konkreten Projekts mit der Druckerei besprochen werden.

  • Ersteller

Danke für die Info. Wir hätten wahrscheinlich einen Andruck machen sollen aber dafür ist das Projekt eigentlich zu klein ... cry

Aus Interesse eine ganz andere Frage: Ist der Metallic-Effekt der Sonderfarbe unter der Mattfolie überhaupt noch (gut) sichtbar? Ich würde denken, dass das eher kontraproduktiv ist ...

Nunja, als "Ei des Kolumbus" sollte die Druckerei vielleicht auf die Idee kommen, den UV-Lack an der Falz einfach auszusparen?
Aber wenn Sie bereits zuvor nicht bzgl Punktzuwachs etc beraten wollten oder durften...
Die Mattfolierung kam vermutlich erst im laufenden Projekt dazu, als so etwas wie Farbabrieb bemerkt wurde? ;)

Für eine passende Beratung fehlt vielleicht ein Gesamteindruck des Projekts.

  • Ersteller
vor 2 Stunden, Markoff schrieb:

Ich würde denken, dass das eher kontraproduktiv ist ...

Wie Diwarnai schrieb ist der Effekt schwächer aber immer noch deutlich sichtbar. Ohne Mattfolie ist der Druck sehr empfindlich und man sieht sehr schnell Kratzer und auch Fingerabdrücke. Das verhindert die Mattfolie und sie macht den Druck auch etwas subtiler bzw. eleganter. Ich muss dazu sagen, dass es auch kein klassisches Gold ist sondern eher in Richtung Champagner geht.

  • Ersteller
Vor 41 Minuten, big-mac schrieb:

Nunja, als "Ei des Kolumbus" sollte die Druckerei vielleicht auf die Idee kommen, den UV-Lack an der Falz einfach auszusparen?
Aber wenn Sie bereits zuvor nicht bzgl Punktzuwachs etc beraten wollten oder durften...

Den Lack an der Falz aussparen ist optisch keine Option – zumindest nicht für uns. Das der aufgerasterte Farbton in bestimmten Blickwinkeln sich nicht vom Vollton trennt hat auch nichts mit Punktzuwachs zu tun sondern . Das ist eher ein generelles Problem was sowohl die Druckerei als auch wir nicht haben kommen sehen. Die Mattfolie war von Anfang aus den oben genannten Gründen geplant.

Nur der Neugierde halber: Hattet ihr statt Pantone Gold auch mal Kaltfolie in Erwägung gezogen? Da hätte man ja statt Aufrastern des Goldtons mit farblichen Variationen beim Überdrucken arbeiten können.

Bearbeitet ( von Norbert P)

  • Ersteller

Haben wir nicht. Der Umschlag ist ja quasi vollflächig und Folie wird dann mit Rillen und Falzen auch nicht einfacher – sagt zumindest die Druckerei. Den Goldton hätte man zudem ja auch überdrucken können – nur sollte die Zahl eben heller sein als die Fläche.

Wobei man beim direkten Überdrucken von Pantone Metallic auch aufpassen muss. Es gibt einige Farben bei denen Schwarz auf der Fläche dann nur noch grau ist weil sich die Farben irgendwie nicht vertragen. In diesen Fällen muss zweimal gedruckt werden – zuerst Metallic und dann auf die getrockneten Bögen das Schwarz.

Das haben wir auch schon mit Weißunterdrucker gelöst, damit die Farbe richtig gut steht. Da wird’s aber langsam teuer und es braucht ein 8-Farbenwerk mit Zwischentrocknung.

  • Ersteller

Unterdrucken oder Aussparen ist natürlich eine Möglichkeit. Bei mir war das damals relativ kleine schwarze Typo und das Problem trat nur bei einigen Metallicfarben auf. Da war das schrittweise drucken am einfachsten. Könnte man heute je nach Druckverfahren natürlich auch in der Maschine lösen ...

  • 3 Wochen später...

Goldfarbe besteht aus Aluflittern, das ist ein einzelner Flitter viel zu groß um scharfe Raster zu drucken. Goldfarbe überzudrucken oder aufzudrucken ist ebenfalls schwierig, wg des Pigments. bzw. erfordert lange Trocknungszeiten oder UV Verfahren. Hab mich als Drucker oft genug damit rumgeschlagen. Outlines wären praktikabel, ansonsten ist das alles nicht kostendeckend.

  • Ersteller

Der Umschlag wurde inzwischen neu gedruckt und die Zahl wurde in 40 % gerastert gedruckt. Das funktioniert gut und man sieht die Zahl deutlich. Wahrscheinlich wären aber auch 50 % noch okay gewesen.

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