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Illustrator Zeichenflächen-Export: offene Pfade

Hervorgehobene Antworten

Für den Export von Logo-Dateien aus Illustrator ist meine übliche Vorgehensweise, die Zeichenflächen sauber zu benamen und dann die Dateien über Für Bildschirme exportieren in den verschiedenen Formaten auszuspielen. Das funktioniert soweit auch problemlos.

Allerdings habe ich mir heute die PDF-Dateien noch einmal genauer angeschaut, die bei dem PDF-Export erstellt werden. Dabei ist mir aufgefallen, dass sämtliche Logos an scheinbar zufällig ausgewählten Ankerpunkten offene Pfade aufweisen. Optisch fällt das nicht auf, aber sauber ist das nicht – und kann im Zweifelsfall in der Produktion zu Problemen führen.

Ich habe verschiedene PDF-Exportvorgaben ausprobiert; überall tritt dasselbe Problem auf, wenn ich PDF-Dateien über Für Bildschirme exportieren erstelle. Ich kann ausschließen, dass es an den Vektordaten selbst liegt, weil in allen anderen Vektor-Exportformaten (eps, svg) sind die Pfade geschlossen.

Kennt ihr das Problem und habt evtl. ein Workaround? Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit, alle Zeichenflächen in Einzel-PDFs sauber zu exportieren, ohne großen Zeitaufwand und Handarbeit? Wie geht ihr bei der Erstellung von Logo-Koffern vor?

Gelöst von Diwarnai

  • Ersteller

Danke, hab dir geschrieben.
Hier der Vergleich: links die Dokumentinfos im AI-File vor dem Export; rechts das generierte PDF-File wieder in Illustrator geöffnet (mehr Ankerpunkte, offene Pfade). -?
Bildschirmfoto 2026-02-26 um 10.06.04.pngBildschirmfoto 2026-02-26 um 10.06.47.png

  • Lösung

Ich konnte das nachstellen.

Das Verhalten ist kein „echtes“ Öffnen des Pfades in deiner AI-Datei, sondern entsteht beim Export über „Für Bildschirme exportieren“. Dieser Exportweg ist primär für PNG, JPG, SVG gedacht und erzeugt ein optimiertes, flaches PDF. Dabei können Pfade technisch neu geschrieben werden, was zu geöffneten Pfaden führen kann. Zudem werden Schnittmasken hinzugefügt, die es vorher nicht gab.

  1. Optimierung und Neuberechnung der Pfade

    „Für Bildschirme exportieren“ schreibt Vektoren neu, um Dateigrößen zu reduzieren. Dabei wird der Start-/Endpunkt neu definiert. Illustrator fügt dafür einen zusätzlichen Punkt ein.

  2. Transparenzreduzierung

    Wenn Transparenzen, Effekte, Überdrucken oder Mischmodi enthalten sind, werden Objekte beim PDF-Export ggf. reduziert. Das kann Pfade neu segmentieren.

  3. Vereinfachung durch PDF-Kompatibilität

    Je nach PDF-Vorgabe werden komplexe Erscheinungen (Pinsel, Effekte, Umwandlungen) in Grundpfade umgerechnet.

Ich hab bissl getestet: Beim „Speichern unter“ als x3-pdf kommt es nicht zur Neuberechnung, da bleiben auch alle Pfade geschlossen. Man könnte dann über eine Aktion die pdfs der einzelnen Zeichenflächen erstellen, auch wenn’s aufwändiger ist, und die anderen Formate über „Für Bildschirme exportieren“.

Andererseits hatte ich (oder die Kunden) noch nie Probleme mit pdfs, die über „Für Bildschirme exportieren“ erstellt wurden, auch wenn das für den Folienplot verwendet wurde. Zum einen liegt der zusätzliche Punkt identisch über dem vorhandenen, zum anderen kann das Schließen der Pfade die Plot-Software übernehmen.

Meine Tendenz geht daher zum Ignorieren ;-) .

  • Ersteller

Vielen Dank für dein Feedback und fürs Testen.
Die Speichern-Unter-Vorgehensweise käme infrage, wenn es sich nur um wenige Logovarianten handeln würde. In dem Fall sind es aber zu viele, als dass der Aufwand lohnen würde.

Mein innerer Monk möchte zwar gerne „saubere“ PDF-Files übergeben, aber ich kann mich deiner Argumentation anschließen und tendiere daher auch zum Ignorieren. Aber dennoch gut zu wissen, was die offenen Pfade verursacht.

P.S.: Dann müssen dem Logokoffer wohl doch wieder .eps-Dateien beigefügt werden – bei denen tritt das Problem beim Weg über "Für Bildschirme exportieren" nicht auf. hammer

Bearbeitet ( von StefanB)

  • Ersteller

Grundsätzlich schon.

Ich stelle mir dennoch die Frage, warum ich für eine – in meinen Augen – total naheliegende Funktion in Illustrator, ein Skript benötige. Illustrator beherrscht die Funktion ja grundsätzlich: andere Vektorformate, wie SVG und EPS, werden beim Export nicht in der oben beschriebenen Art und Weise „optimiert“. Nur für den PDF-Export bräuchte ich ein Skript. Das klingt (und ist) für mich komplizierter als es sein müsste.

Wenn ich dein Testfile mit "Illustrator-Standard" als Voreinstellung „Für Bildschirme exportieren“ exportiere, wird der Pfad wohl nicht neu gezeichnet und bleibt ungeöffnet. Magst du das mal bei dir probieren?

  • Ersteller

Das hatte ich auch ausprobiert und du hast recht, die Pfade bleiben offensichtlich unangetastet.
Allerdings ist es bei der „Illustrator-Standard“-Einstellung so, dass zwar sämtliche Zeichenflächen des Illustrator-Files in Einzel-PDFs ausgegeben werden. Aber wenn ich diese vermeintlichen Einzel-PDFs wieder in Illustrator öffne, stecken alle Zeichenflächen aus dem ursprünglichen Illustrator-File dort noch drin. 8-)

Irgendeinen Tod wirst du sterben müssen. Oder ein Script finden, was erst die anderen Zeichenflächen löscht, dann das pdf exportiert, Löschen rückgängig, nächste Zeichenfläche etc.

  • Ersteller

Ja. Das ist auch alles nicht so tragisch; denn hätte ich die Daten nicht nochmal akribisch gecheckt, wäre es mir wohl gar nicht erst aufgefallen. Zumindest hatte ich – wie du – mit den so erstellten PDF-Dateien noch nie Probleme. Es nervt mich dennoch etwas. hammer

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