Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Es will nit schön sehen, so man die Teutschen Sprach mit Lateinischen Buchstaben schreyben will.«
Wolfgang Fugger
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»Buchstaben sind praktische und nützliche Zeichen, aber ebenso reine Form und innere Melodie.«
Wassily Kandinsky
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»Je stärker sich ein Volkscharakter herausbildet, desto eigentümlicher wird er sich im Handschriftlichen und in den Typen bekunden. So ist für mich immer die Fraktur der unmittelbarste und lebendigste Ausdruck für das Faustische im deutschen Menschen gewesen, ohne das doch der Deutsche kein deutscher Mensch sein würde.«
Walter Tiemann
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»Wie die zwei Schriftgattungen, Fraktur und Antiqua, untrennbar zu unserem geistigen und künstlerischen Besitz gehören, so muß auch der Deutsche die zwei Seelen in seiner Brust hinnehmen, die eine, die zu einer malerisch-dekorativen, die andere, die mehr zu einer tektonischen Anschauung und Auffassung in der Welt seiner künstlerischen Vorstellung hindrängt.«
Walter Tiemann
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»Fraktur ist in der Typographie sozusagen das, was das Fachwerk in der Architektur darstellt. Beide signalisieren eine gewisse Altertümlichkeit, aber auch solides Handwerk und zeitlose Haltbarkeit. Fraktur ist vertrauenserweckend.«
Walter Moers
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»Schriftzeichen sind Anführungszeichen zu richtigem Denken.«
Vilém Flusser
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»Die Fraktur iſt in Mitteleuropa die Schrift des Deutſchtums, und wo wir ihr begegnen, fühlen wir uns heimatlich berührt.«
Rudolf Wolf
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»Die Typographie ist die Rhetorik der Schrift.«
Reinhard Albers
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»Mediengestaltung ist visuelle Veredelung von Information.«
Reinhard Albers
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»Zu den edelſten Werten, deren Pflege uns am Herzen liegen muß, gehört unſere Mutterſprache, auf deren Wohlklang, Kraft und Biegsamkeit wir ſtolz ſein können. Dabei ſei zugleich auch der deutſchen Schrift gedacht, die ihren unbedingten Vorrang vor der lateiniſchen niemals verlieren darf.«
Reichsinnenminister Dr. Frick
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»Wenn andere Völker ihre Höchſtleistungen in beſtimmten Künſten für unerreicht halten, ſo können wir ihnen etwas einzigartiges entgegenſtellen: das iſt das Formen und Entwickeln der deutſchen Schrift.«
Prof. Ernst Engel
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»Solchen Verlegern und Druckern, die, weſtlich und mechaniſch eingeſtellt, deutſche Texte in lateiniſchen Lettern drucken in einem einſeitigen und irrigen Feſthalten eines oberflächlichen, nicht in zu Ende gedachten Schönheitsprinzips, mit dem ſie lange genug deutſche Augen und deutſche Seelen gequält haben, möchte man energiſch ins Gewiſſen rufen, wie ſehr ſie ſich am eigenen Volkstum verſündigen. Wer in ſolchen Anſchauungen einer reaktionären Stupidität verharrt, bezeugt mit dieſem Mangel an Geiſt, daß ihm dieſer konſtant fortgeſetzte Wille zur Selbſtverdummung im undeutſchen Blute liegt.«
Prof. Dr. Julius Zeitler
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»Heute weiss ich, dass der Begriff deutsche Schrift, auf die Drucktypen angewandt, falsch war. Sie waren so wenig deutsch wie die Spitzbogen der Gotik deutsch waren. Auch wenn sich diese Schrift in Deutschland einer besonderen Beliebtheit erfreute, so war sie doch auch in anderen Ländern zu Hause, vor allem in Frankreich, wo man sie heute noch antrifft.
So wenig also wie es einen deutschen Stil gibt, so wenig gibt es eine deutsche Schrift.«Philipp Luidl
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»die fraktur wird vielleicht aus politischen erwägungen vorübergehend etwas boden gewinnen. von dauer wird diese erscheinung nicht sein, weil die fraktur einem ganz anderen formkreis angehört als der jetzige, der durch verwendung neuerer materialien entstanden ist.«
Philipp Albinus
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»Deutſche Bücher in lateiniſchen Buchſtaben leſe ich nicht!«
Otto von Bismarck
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»Alles Welsche ist Gift, deutsch sei die Schrift ... Deutsches Wort in deutscher Schrift, auch das ist Arbeit am Deutschtum und sollte allgemein als deutsche Pflicht erkannt werden.«
Otto Stiehl
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»Die richtige Ausübung des typografischen Berufes ist ein endloser Lernprozeß und eine Herausforderung des individuellen Talents, der Fantasie und des praktischen Denkens.«
Oliver Simon
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»Typografie ist zum großen Teil ein Spiel mit den Schrifttypen, und die Auswahl eines Druckers sollte nicht groß genug sein, damit man sich nicht mit einer Bodoni begnügen muß, weil keine Garamond lieferbar ist. Das macht es für unsere Designer zu einer schwierigen Aufgabe, mit den Designern anderer Länder zu konkurrieren. Es wird eine Langzeitaufgabe sein für unsere staatliche Industrie eine Lösung zu finden für die Knappheit guter Schrifttypen.«
Oldrich Hlavsa
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»Der deutſche Menſch hat ſich im Werden ſeiner Volksperſönlichkeit Schriftformen geſchaffen, die ihm und ſeiner inneren Art gemäß ſind.«
Odilo Globocnik (Gauleiter der NSDAP Wien)
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»Die Seele des Ganzen lebt in den Details«
Mies van der Rohe
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»Alle Typen außer der Groteskschrift, die dafür auch in der kleinsten Druckerei in allen Weite-, allen Fettegraden stehen müßte, könnten eingeschmolzen werden.«
Max Buchartz
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»In ihr [der Fraktur] findet das deutsche Volk sein Wesen, sein Gemüth, seinen Charakter treu abgespielt.«
Max Booch-Arkossy
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»Nationalismus hat in der Schriftgeschichte nichts zu schaffen. Dieselbe religiöse Sezession, die der Fraktur eine Heimstätte bei Finnen und Esten, protestantischen Litauern und Masuren, Dänen und Schweden bereitete, hat diese auch in Deutschland konserviert. Das ›Deutschtum‹ der Fraktur führt noch heute so manchen guten deutschen Mann irre. Es gibt noch in der Gegenwart manche Deutsche, die eine Steigerung ihres Nationalselbstbewußtseins darin sehen, wenn sie die Fraktur als den Ausdruck des ethnischen Wesens des Deutschtums proklamieren.«
Matthias Mieses
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»Symmetrie ist die Ästhetik der Dummen.«
Ludwig Mies van der Rohe
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»Bei den Schriften der Zukunft werden weder Werkzeuge noch modisches Formempfinden ausschlaggebend sein.«
Ludwig Goller, 1884–1964, Leiter DIN-Ausschuss zur DIN 1451
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»Eine Schrift, die unſere Ahnen 500 Jahre lebendig entwickelt, und an der ſie in Liebe gehangen haben, muß als Vätererbe bewahrt und geachtet werden.«
Ludwig Finkh
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»Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert. Und mehr als das Blei in der Flinte das im Setzkasten.«
Lichtenberg
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»Typographie kann unter Umständen Kunst sein.«
Kurt Schwitters
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»Schrift ist das niedergeschriebene Bild der Sprache, das Bild des Klanges.«
Kurt Schwitters
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»Beziehungen zu schaffen, ist das Ziel aller Typographie.«
Kurt Schwitters
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»Die Typografie ist nicht eine Kunst, obwohl sie im Dienst einer Aufgabe steht, sondern gerade deswegen.«
Karl Gerstner
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»Erst dann ist der Typograph frei, etwas Künstlerisches zu leisten, wenn er seine Aufgabe in allen Teilen versteht und denkt.«
Karl Gerstner
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»Italiener, Franzosen und Engländer gaben schon frühzeitig die eckige Buchschrift, mit der die ersten Werke gedruckt waren, auf, während die Deutschen, Holländer, Dänen, Schweden, Czechen und Slovaken die Frakturschrift bis auf die jüngste Zeit bewahrt haben, indem hier der Gebrauch der Antiqua auf die Werke in lateinischer, sowie allen romanischen und in englischer Sprache beschränkt wurde. Hieraus entstand die Ansicht, die Frakturschrift sei die nationale deutsche Schrift, ein Missverständnis, dessen sich nur Derjenige schuldig machen kann, der die ältesten englischen und französischen Drucke nicht kennt.«
Karl Faulmann
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»Die Art der Schrift gibt geschriebener Sprache den Klang«
Jürgen Thönnessen
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»Wir Experten müssen Nachsicht üben, wenn Laien die gebrochenen Schriften mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen. Dieser Bezug ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen.«
Jürgen Siebert
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»Der Führer ordnet an, daß die Antiqua künftig nur noch als deutsche Schrift gewertet wird. Sehr gut. Dann brauchen die Kinder wenigstens keine acht Alphabete mehr zu lernen. Und unsere Sprache kann wirklich Weltsprache werden.«
Joseph Goebbels
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»Typografie zieht Texte an – passend zu Aussage und Anlass, mal Jeans, mal das kleine Schwarze.«
John D. Berry
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»Gott ſegne Kupfer, Druck und jedes andere vervielfältigende Mittel, ſo daß das Gute, was einmal da war, nicht wieder zugrunde gehen kann.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Das einfach Schöne ſoll der Kenner ſchätzen, Verziertes aber ſpricht der Menge zu.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Die deutſche Schrift iſt in ihrem Schmuck den gotiſchen Bauten vergleichbar, die den Blick zur Höhe ziehen und uns mit Staunen und Bewunderung erfüllen.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Es verstand sich fast von selbst, daß die ungestalte und häßliche Schrift, die noch immer unsere meisten Bücher gegenüber denen aller übrigen gebildeten Völker von außen barbarisch erscheinen läßt und einer sonst allgemeinen Übung unteilhaftig macht, beseitigt bleiben müßte. Leider nennt man diese verdorbene und geschmacklose Schrift sogar eine deutsche … Nichts ist falscher, und jeder Kundige weiß, daß im Mittelalter durch das ganze Europa nur eine Schrift, nämlich die lateinische, für alle Sprachen galt und gebraucht wurde.«
Jakob Grimm
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»So schien mir, als ich an die niederschreibung dieses werkes ging, … die verbannung der großen buchstaben vom anlaut der substantive thunlich, ich glaube nicht, daß durch ihr weglaßen irgend ein satz undeutlich geworden ist.«
Jakob Grimm
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»Überlaſſt die gebrochenen Schriften nicht den Ewiggeſtrigen, ſondern eignet ſie euch ſelber an!«
J. Mach Wust
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»Ohne Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks wären weder die Flugblätter des Bauernkriegs möglich gewesen noch die Aufrufe der Französischen Revolution.«
Irene Jung
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»Die Schrift wurde die Trägerin des Edelſten,
was in den beiden großen Sphären,
der Intelligenz und der Gefühle,
des forſchenden Sinnes und der
ſchaffenden Einbildungskraft,
die Menſchheit errungen
und als eine unvergängliche Wohltat
der ſpäteren Nachwelt vererbt hat.«Humboldt
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»Möge nun unsere Schrift entstanden sein, wie, wo und wann sie wolle, heute ist sie unsere deutsche, volkstümliche Schrift.«
Hermann von Pfister
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»Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern sich aus dem eigenen Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte.«
Hermann Hesse
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»Des Daseins eigentlichen Anfang macht die Schrift.«
Heraklit
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»Die Fraktur ist ein öder Rückgriff, Ausdruck von Orientierungslosigkeit, unterstreicht, wie wir im Design das Vorwärtsschauen vergessen haben.«
HD Schellnack
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»Schrift ist ganz ohne Frage ein Kulturgut. Eines, das einerseits niemandem gehören kann, das aber andererseits um so mehr Protektionisten und Förderer braucht. Derer sind wenig geworden.«
Hans-Georg Wenke
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