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Buchvorstellung: The quick classification guide for typography

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Mit »The quick classification guide for typography« erschien im Niggli-Verlag ein Buch zum Thema Schriftklassifikation. Erhältlich ist das Buch in deutscher oder englischer Sprache mit gleichem Titel. Die deutsche Version ist an dem Untertitel »Ein Handbuch für Designer:innen« erkennbar.

Das Buch basiert auf einem Forschungsprojekt, dessen erster Meilenstein die Typ-o-App (www.typ-o.eu) war. Die App, analoge Spiele und schließlich das Buch verfolgen gemeinsam das Ziel, die Vielfalt an Schriften verständlich zu strukturieren und die Fähigkeit zur differenzierten Wahl und Anwendung von Schrift zu fördern. 


Anlass für das Projekt war ursprünglich eine Typo-Safari, bei der Studierende Schriften im Stadtraum fotografierten und mithilfe automatischer Erkennungssoftware bestimmen sollten. Das klappte jedoch nur bedingt. Mit der App sollte daher ein interaktives Bestimmungstool entwickelt werden, bei dem man sich nicht nur auf Algorithmen stützt, sondern auf einen klar strukturierten Lernprozess. Inspirationsquelle waren klassische Pilzbestimmungsbücher mit stufenweiser Bestimmung, erklärt Prof. Eva Kubinyi.

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Die Umsetzung des Projektes als Buch beginnt mit einer ausführlichen Einleitung zum Thema Schriftklassifikation über knapp 90 der 400 Seiten des Buches. Die üblichen, älteren Klassifikationssysteme (nach Vox, DIN usw.) werden dabei wegen ihrer mangelnden Praxistauglichkeit nur gestreift und es wird vielmehr ein eigenes System propagiert, dass Schriften zunächst grob in sechs Hauptgruppen einteilt, die dann noch einmal in passende Untergruppen (wie dynamisch/statisch/geometrisch) untergliedert werden.

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Den größten Teil des Buches machen dann circa 100 Schriftvorstellungen aus, die den entsprechenden Klassifikationsgruppen zugeordnet sind. Die Auswahl, die als Mischung »relevanter, prototypischer Schriften« beschrieben wird, enthält Klassiker des 20. Jahrhunderts genauso wie Schriften der letzten 20 Jahre.

Abgerundet wird das Buch durch ein Glossar für zugehörige Fachbegriffe.

Fazit

Der größte Mehrwert steckt für mich vor allem in den ersten 90 Seiten, die Design-Studenten und schriftbegeisterten Quereinsteigern (die typografische Fachbegriffe nicht scheuen) ein praxistaugliches Klassifikationssystem näherbringen. Die Schriftvorstellungen selbst können bei heute zehntausenden verfügbaren Schriften naturgemäß nur eine etwas willkürliche Auswahl sein. Positiv hervorzuheben ist dabei aber, dass zu allen Schriften nützliche Hintergrundinformationen geliefert werden. Diese sind übrigens auch über die Projektwebsite weiterhin kostenlos verfügbar. Man müsste für sie das Buch nicht zwingend erwerben. Dennoch hat natürlich auch das lineare Durchlesen ein gedruckten Buches fernab von Bildschirmen weiterhin seine Berechtigung und mit einem Preis von 35 Euro kann man bei diesem Buch nicht viel falsch machen.

  • Autoren: Eva Kubinyi et al.

  • veröffentlicht: 2025

  • Verlag: niggli

  • Deutsch: ISBN 978 3 7212 1058 3

  • Englisch: ISBN 978 3 7212 1049 1

  • Ausstattung: 400 Abbildungen, 12.5 × 17,5 cm, Softcover mit Klappen

  • Seiten: 400

  • bei Amazon aufrufen (Partnerlink)

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