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GANZ-
TÄGIG
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17. Januar 2014 07. September 2014
Mainz: Fortschritt! Frisch gepresstFortschritt! Frisch gepresst" - Handschriften und frühe Drucke aus dem Gutenberg-Museum Mainz
17. Januar bis 7. September 2014, Gutenberg-Museum
Mit „Fortschritt! Frisch gepresst“ hat das Gutenberg-Museum jetzt wieder eine Wanderausstellung zu seinem „Kernthema“. Das Konzept erlaubt einen unproblematischen, internationalen Verleih der kompletten Ausstellung als Botschafter aus und für Mainz.
„Fortschritt! Frisch gepresst“ konzentriert sich auf die Zeit des Umbruchs zwischen Schreibstube und Offizin: Nachdem mehr als 1.000 Jahre Bücher mit der Hand (ab-)geschrieben worden waren, führte das Aufkommen und Wachsen der Städte zu einer schnell ansteigenden Nachfrage nach Büchern: Seit dem 14. Jahrhundert gab es immer mehr Bürger, die lesen und sich die kostbaren Bücher leisten konnten. Neben der reinen Anzahl waren es auch die Inhalte der Bücher, die neuen Anforderungen gegenüber standen: Bislang gab es kaum volkssprachliche oder unterhaltsame Literatur. Die Inhalte der kostbaren Codices, die bisher zumeist in den klösterlichen Schreibstuben geschrieben wurden, waren dementsprechend christlich geprägt.
Als die Schreibstuben den Bedarf nicht mehr decken konnten, ermöglichte die Erfindung von Johannes Gutenberg, der Buchdruck mit beweglichen Lettern, die ungleich schnellere und ökonomischere Buchherstellung. Damit ließen sich Texte beliebig oft und immer identisch vervielfältigen. Erste Offizinen eröffneten und schufen vollkommen neue Berufsbilder wie Schriftschneider, Schriftgießer und Schriftsetzer, Autor, Drucker, Übersetzer und Verleger. Das bislang zumeist in Klöstern streng gehütete Wissen wurde am Ladentisch verkauft, ein globaler wissenschaftlicher Austausch (auf Latein) wurde möglich, das Zeitungswesen entstand; diese erste Medienrevolution wirkt bis heute.
Anhand originaler Handschriften und Inkunabeln vollzieht „Fortschritt! Frisch gepresst“ die Neuerungen und Probleme nach, die Gutenbergs Erfindung mit sich brachte. Eines wird dabei deutlich: Der Buchdruck ließ das Leben keines Menschen unberührt.
Weitere Infos
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26. April 2014 27. April 2014
Typografie-Wochenende in WeimarTypografie.info präsentiert:
Vom 26. bis 27. April findet in Weimar ein Typografie-Wochenende statt, das gemeinschaftlich von der Bauhaus-Universität Weimar und dem Druckgrafischen Museum Pavillion-Presse veranstaltet wird.
Samstag: Laufweite 5,5 km — ein typografischer Spaziergang
Klassische Vortragssituationen sind auf Grund ihres strikten, zeitlichen Rasters oder ihrer räumlichen Formalität häufig anonym, wenig kommunikativ und besitzen hohe Beteiligungs-Hemmschwellen. Die wirklich sinnstiftenden und nachhaltigen Gespräche finden meist in den Kaffeepausen statt. Die Veranstalter von »Laufweite 5,5 km« betrachten Pausen daher nicht einfach als Brücken zwischen einzelnen Programmpunkten, sondern als einen integrativen und gleichwertigen Bestandteil des Konzepts. Während der Tagung werden wechselnde Veranstaltungsräume durch gemeinsame Spaziergänge zu einer Wegstrecke von 5,5 km verknüpft. Dabei soll der Wechsel zwischen Vorträgen, moderierten offenen Diskussionsrunden, informellen Gesprächen in kleinen Gruppen und gemeinsamen Wegen einen gehaltvollen und inspirierenden Austausch ermöglichen. Die unkonventionelle Art der Begegnung im Rahmen eines Spaziergangs ist die die Grundlage einer offenen Gesprächskultur, unabhängig von Erfahrung, Alter und Status. An den besuchten Orten werden interdisziplinäre Fragestellungen aus den Bereichen Typografie, Literatur, Design und Kunstgeschichte, sowie politischer und sozialer Verantwortung behandelt.
http://laufweite.info
Sonntag: Ausstellungseröffnung Walbaums Schriftklassizismus
Ort: Pavillon-Presse, Weimar
Vernissage: Sonntag, 27. April 2014, 11 Uhr
Ausstellung läuft vom 27. April bis 30. Mai 2014
Auf Bitten von Friedrich Justin Bertuch verlegt der Schriftschneider Justus Erich Walbaum 1803 seine Schriftgießerei von Goslar nach Weimar. Hier, im Zentrum der Deutschen Klassik, schuf Walbaum ein umfangreiches und vielgelobtes Werk von Schriftarten verschiedenster Gattungen.
Aus heutiger Sicht als herausragend betrachtet wird dabei vor allem seine Walbaum Antiqua. Sie gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Beiträge zur Gattung der klassizistischen Schriften und wird nach wie vor gern und oft verwendet. Und dies, obwohl sie zur Zeit ihrer Entstehung nur selten in Anwendung war. Denn trotz der Bemühungen namhafter Verleger zur Durchsetzung der Antiqua-Schrift, gestaltete sich der Druck der feingliedrigen klassizistischen Schriften zu dieser Zeit als schwierig und das deutschsprachige Publikum bleibt größtenteils der Fraktur verhaftet. Im 20. Jahrhundert wird die Walbaum Antiqua jedoch wiederentdeckt und erlebt eine Renaissance.
Die Ausstellung »Walbaums Schriftklassizismus« beleuchtet die Geschichte der Walbaum Antiqua und verwandter klassizistischer Schriften unter besonderer Berücksichtigung des Antiqua-Fraktur-Streites im deutschen Sprachraum zur Zeit der Klassik.
http://pavillon-presse.de/
Anstehende Veranstaltungen
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Koptisch gut! Eine Einführung in die koptische Buchbindetechnik
In dem eintägigen Workshop werden wir uns allgemeine Werkzeuge und Materialien, die zum Handwerk der Buchbinderei gehören anschauen, ausprobieren und dann in einer koptischen Bindung anwenden. Die koptische Bindung ist eine der ältesten Techniken um Bucheinbände zu fertigen. Sie geht zurück bis ins vierte Jahrhundert n. Chr. ! Das besondere ist die Buchdecke, welche direkt in den Kettenstich eingebunden wird. So lässt sich das Buch am Ende flach aufschlagen.
Gemeinsam erlernen wir diese Technik Schritt für Schritt, sodass am Ende alle Teilnehmenden ein selbst gebundenes Notizbuch mit nach Hause nehmen können.
https://pavillon-presse.de/events/event/148-koptisch-gut-eine-einführung-in-die-koptische-buchbindetechnik/
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Kaserne Pirna: Sommerakademie 2026
Kunst trifft Handwerk. Die Sommerakademie in der Kaserne Pirna bietet in verschiedenen Formaten die Möglichkeit, eine Woche lang in Gemeinschaft traditionelles Handwerk mit zeitgenössischer Gestaltung zu verknüpfen.
Beteiligte Werkstätten:
Officina Arcana Buchdruck-Werkstatt
ANKLAMO Buchbinde-Werkstatt
TIZIANA Lithografie-Werkstatt
https://www.kaserne-pirna.de/events-1/sommerakademie-2026
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Vom Schriftzeichen zur KI: die Kunst der Verflachung.
Prof. Dr. Sybille Krämer
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig angeordnete Zeichen. Diese »Kulturtechnik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und berechenbar. Wenn Künstliche Intelligenz als schriftfundierte Kulturtechnik betrachtet wird, treten unerwartete Aspekte ans Licht.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/vom-schriftzeichen-zur-ki-die-kunst-der-verflachung
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Auftrag und Wirkung der typografischen Komposition
Martin Mosch
Vom Dialog der bedruckten und der unbedruckten Fläche. Schrift ist die Voraussetzung zur typografischen Gestaltung. Jedoch spielt die eigentliche Anordnung als Komposition eine ganz dominante Rolle.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/auftrag-und-wirkung-der-typografischen-komposition