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TÄGIG
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24. März 2013 16. Juni 2013
Ausstellung zu Peter Behrens, ErfurtPeter Behrens. Vom Jugendstil zum Industriedesign
24. März – 16. Juni 2013, Kunsthalle Erfurt im Haus zum Roten Ochsen
Das künstlerische Schaffen von Peter Behrens (1868–1940) umfasst alle Bereiche der angewandten Kunst: Buchgestaltung und Typografie, Malerei und Druckgrafik, keramische Arbeiten wie Fliesen, Kannen und Vasen, Möbel aller Art und für jeden Zweck, Porzellanservice, Schmucksachen, Silber und Zinnwaren wie Bestecke und Service, Tapeten, Textilarbeiten wie Kleider, Stoffe, Teppiche, Tischdecken, Servietten und Wandbehänge, Trinkgläser, Karaffen und Vasen aus Glas, Werbegrafik, Plakate und vieles andere mehr.Peter Behrens war als Autodidakt auch Industriedesigner und vor allem Architekt. Nach seinen Entwürfen entstanden während des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts Villen, Wohnbauten, Fabrikanlagen und Arbeitersiedlungen. Es gibt keinen Winkel in Wohnung und Hausrat, Lebens- und Arbeitswelt, in den Peter Behrens nicht gestalterisch eingegriffen und entscheidend mitgewirkt hätte. Wie Henry van de Velde ist Peter Behrens ein Alleskünstler gewesen.
Daneben ist er in der Zeit ab 1901 einer der wichtigsten Architekten der Moderne mit einer Fülle von Industrie- und Verwaltungsbauten, mit Villen und ganzen Wohnsiedlungen. Von Bedeutung ist Behrens zudem als Lehrer von Walter Gropius, von Ludwig Mies van der Rohe, und auch Le Corbusier war zeitweise sein Schüler.
Vom Jugendstil zum Industriedesign
Dem jahrzehntelangen unermüdlichen Eifer eines Hamburger Privatsammlers ist es zu verdanken, dass Schöpfungen aus allen Bereichen von Wohnung und Hausrat, die auf Entwürfe von Peter Behrens zurückgehen, in der Kunsthalle Erfurt ausgestellt werden können. Diese Sammlung enthält nahezu lückenlos das komplette kunstgewerbliche OEuvre von Behrens, exzellente Möbel und Bücher sowie weitere Kunstwerke aus dem Umfeld des Künstlers.
Ähnlich der umfassenden Ausstellung zum Gesamtwerk von Henry van de Velde, die zeitgleich in Weimar stattfindet, steht das Werk von Peter Behrens im Mittelpunkt und wird durch ausgesuchte Arbeiten anderer namhafter Gestalter ergänzt. Die Hamburger Sammlung bietet eine Fülle an Vergleichbeispielen. Dazu zählen seltene, in Deutschland wenig bekannte Objekte von Christopher Dresser. Der um eine Generation ältere englische Designer war einer der Wegbereiter der Moderne um 1900. Kunsthandwerkliche Preziosen der Wiener Werkstätte, so von Josef Hoffmann oder Kolo Moser sowie Arbeiten von Richard Riemerschmid und Henry van de Velde runden dieses einmalige Gesamtbild ab.
Erstmals seit 1980 erhält der Besucher die Gelegenheit, das umfassende Werk von Peter Behrens im Rahmen des Van de Velde-Jahres 2013 in Thüringen neu zu entdecken. Für den Besucher ergibt sich so die einmalige Möglichkeit, die wichtigsten Designer der Moderne in Deutschland parallel zu erleben, eine Chance, die in dieser Form nicht wiederkehren wird.
Weitere Informationen
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08. Mai 2013 05. August 2013
ON–TYPE: Texte zur TypografieSchriftzeichen sind in unserer Kultur allgegenwärtig. Sie erschließen das Universum des geschriebenen Worts und geben Orientierung im Alltag. Die ihrem Erscheinungsbild innewohnende, eigene Aussage wird jedoch oft nur unterbewusst wahrgenommen. »ON–TYPE: Texte zur Typografie« vermittelt die Faszination der Schriftgestaltung und zeigt Klassiker der Typografiegeschichte des 20. Jahrhunderts sowie aktuelle Beispiele. Die Ausstellung versammelt Thesen, Manifeste und Standortbestimmungen zur Typografie des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum, präsentiert Schriftmuster und Typo-Insider-Magazine und geht auf zentrale Protagonisten und wichtige Diskurse der Typografiegeschichte zur Lesbarkeit, Kleinschreibung oder zu den Folgen der Digitalisierung ein. »ON–TYPE: Texte zur Typografie« ist eine Ausstellung des Fachbereichs Gestaltung der Fachhochschule Mainz in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz sowie dem Bauhaus-Archiv Berlin.
8. Mai bis 5. August 2013
Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung
Klingelhöferstraße 14, 10785 Berlin www.bauhaus.de
bauhaus_brunch
So, 02.06., 11 Uhr, Brunch, Eintritt und Führung: 19 €, Mitgl. 15 €, Anmeldung: [email protected]
bauhaus_spezial
Do, 06.06., 19 Uhr, TYPO TALK – Gespräch über Schrift, u.a. mit dem Schriftentwerfer und Typografen Lucas de Groot
Mi, 24.07., 19 Uhr, Gespräch und Präsentation »Funktioniert Schriftgestaltung heute? Beispiele aus Praxis und Lehre« mit Prof. Bernard Stein, Kunsthochschule Kassel, und Studierenden verschiedener Hochschulen
Eintritt für beide Termine jeweils: 6 €, ermäßigt 3 € / Mitglieder und Studenten frei
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07. Juni 2013 08. September 2013
Mainz: Call for Type. Neue Schriften.Neue Software–Programme und Vertriebswege haben den Entwurf von Schriften grundlegend verändert und zu einem enormen Anstieg von Schriftproduktionen, aber auch zu einer großen Unübersichtlichkeit geführt. Wurden in den 1970er Jahren jährlich noch wenige hundert Schriften veröffentlicht, können wir heute zwischen zehntausenden Fonts wählen – Tendenz steigend. Ob nur ein Schnitt oder umfangreiche Schriftfamilien, jede Schriftentwicklung ist eine Suche nach einer spezifischen Übermittlung von Botschaften und Intentionen. Viele Display–Fonts stellen einen individuellen gestalterischen Ausdruck dar. Teilweise verfolgen die Entwürfe besondere Fragen der Leserlichkeit, Einfachheit und Funktionalität, aber auch die Suche nach großer expressiver Eigenständigkeit kann ein Motiv sein. So ist das Hinterfragen von Schriftlichkeit, jenseits des Alphabets, eine wesentliche Motivation und zeitigt Fonts, die das Wesen von Zeichensystemen wiedergeben.
Es manifestiert sich neuerdings sehr deutlich eine bestens vernetzte junge Type–Design–Szene, die sich nicht länger in individuellen Gestaltungsexperimenten oder in einem modischen »Hype« erschöpfen will. Vielmehr erarbeiten die jungen Gestalterinnen und Gestalter mit ernsthaftem Enthusiasmus Leseschriften oder überarbeiten historische Schriften. Sie zielen auf grundsätzliche Statements, mit denen sie eine Professionalisierung ihrer eigenen Disziplin unter den neuen technischen und ästhetischen Bedingungen erreichen wollen.
Das Projekt »Call for Type« bietet Einblicke in die neue Welt des Type–Designs. Sie präsentiert eine zeitbezogene Zusammenstellung aktueller Positionen im Font–Design in Wort und Bild: Besonders prägnante Fonts werden ausgestellt und durch Statements junger Schriftgestalterinnen und –gestalter ergänzt. So wird ein Forum zum Nachdenken und Diskutieren geschaffen.
Gutenberg-Museum, Sonderausstellungsraum
Liebfrauenplatz 5
D-55116 Mainz
http://callfortype.de
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07. Juni 2013 19. Juni 2013
Mainz: Talks. Gespräche über Schrift.Jeweils drei bzw. vier Schriftgestalter stellen sich und ihre Arbeit vor: den Prozess der Schriftgestaltung von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Anwendung. Am Beispiel einer von ihnen gestalteten Schrift tragen sie ihre persönliche Idee und Absicht vor, sprechen über Inspiration und Motivation und geben so einen exklusiven »Werkstatteinblick«. Dabei könnten die eingeladenen Persönlichkeiten in ihrer Beziehung zur Schriftgestaltung unterschiedlicher nicht sein: Von hauptberuflichen Schriftgestaltern über Grafik-Designer, die »Type Design« für ihre persönlichen Entwürfe ausarbeiten, bis zu jungen Nachwuchsdesignern, die erste eigene Schriften entwickelt haben. Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit zur Diskussion mit den Referentinnen und Referenten.
Freitag 7. Juni 2013
Gerard Unger, gerardunger.com / NL
Andrea Tinnes, typecuts.com / D
Johannes Breyer / Fabian Harb, johannesbreyer.com / D / NL
Samstag 8. Juni 2013
Nadine Chahine, monotype.com / D/RL
Peter Bil'ak, typetheque.com / CZ/NL
André Baldinger, andrebaldinger.com / CH/F
Mittwoch 19. Juni 2013
Jost Hochuli, abclitera.ch / CH
Lars Harmsen, volcano-type.de / D
8 / 15 EUR (Studenten / Regulär) zzgl. VVg
Wir empfehlen eine rechtzeitige Ticket-Reservierung, da die Sitzplätze begrenzt sind. Die Vorträge werden in deutscher und englischer Sprache gehalten.
http://callfortype.de
18:00
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13. Juni 2013 18:30
Schrift im Dritten ReichTypographische Gesellschaft München (tgm)
Schrift im Dritten Reich
Die Typografie in der »Hauptstadt der Bewegung«
Von der »Typografie des Terrors« ist etwas reißerisch die Rede, wenn es um den Einfluss der Nazis auf die Schriftkultur geht. Tatsächlich wurden Typografie, Druck und Medien zwischen 1933 und 1945 in einzigartiger Weise instrumentalisiert.
Dies gilt in besonderem Maß für München, schon damals ein Zentrum des Druckgewerbes und mit Protagonisten wie Paul Renner, Jan »Iwan« Tschichold und El Lissitzky durchaus revolutionär eingestellt. Das sollte sich nach der Machtergreifung schnell ändern, nicht nur die Meisterschule für Deutschlands Buchdrucker wurde massiv »gereinigt«.
Die Nationalsozialisten erkannten sehr wohl die Möglichkeiten eines gesteuerten und gleichgeschalteten Schrift- und Erscheinungsbildes und nutzten dafür ihre Macht konsequent aus. Gelegentlich war dazu allerdings nicht sehr viel Zwang und Überzeugungsarbeit nötig.
Die Veranstaltung versucht, eine kritische Bestandsaufnahme der Situation in den 30er-Jahren zu schaffen. Verschiedene Fachreferenten beleuchten in Text und Bild die unterschiedlichen Aspekte des typografischen Schaffens unterm Hakenkreuz. …
Eine Kooperation der tgm mit dem Münchner Stadtmuseum
Datum
13. Juni 2013
19.30 bis 22.30 Uhr
Ort
Saal des Münchner Stadtmuseums
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Google Maps
Teilnahmegebühr
0,00 Euro
Diese Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung bei der Typographischen Gesellschaft München (tgm) ist dennoch erforderlich.
weitere Informationen …
Anstehende Veranstaltungen
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Koptisch gut! Eine Einführung in die koptische Buchbindetechnik
In dem eintägigen Workshop werden wir uns allgemeine Werkzeuge und Materialien, die zum Handwerk der Buchbinderei gehören anschauen, ausprobieren und dann in einer koptischen Bindung anwenden. Die koptische Bindung ist eine der ältesten Techniken um Bucheinbände zu fertigen. Sie geht zurück bis ins vierte Jahrhundert n. Chr. ! Das besondere ist die Buchdecke, welche direkt in den Kettenstich eingebunden wird. So lässt sich das Buch am Ende flach aufschlagen.
Gemeinsam erlernen wir diese Technik Schritt für Schritt, sodass am Ende alle Teilnehmenden ein selbst gebundenes Notizbuch mit nach Hause nehmen können.
https://pavillon-presse.de/events/event/148-koptisch-gut-eine-einführung-in-die-koptische-buchbindetechnik/
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Kaserne Pirna: Sommerakademie 2026
Kunst trifft Handwerk. Die Sommerakademie in der Kaserne Pirna bietet in verschiedenen Formaten die Möglichkeit, eine Woche lang in Gemeinschaft traditionelles Handwerk mit zeitgenössischer Gestaltung zu verknüpfen.
Beteiligte Werkstätten:
Officina Arcana Buchdruck-Werkstatt
ANKLAMO Buchbinde-Werkstatt
TIZIANA Lithografie-Werkstatt
https://www.kaserne-pirna.de/events-1/sommerakademie-2026
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Vom Schriftzeichen zur KI: die Kunst der Verflachung.
Prof. Dr. Sybille Krämer
Ob wir schreiben, lesen oder rechnen, stets verwandeln wir komplexe Gedanken in flächig angeordnete Zeichen. Diese »Kulturtechnik der Verflachung« macht Wissen vergleichbar, speicherbar und berechenbar. Wenn Künstliche Intelligenz als schriftfundierte Kulturtechnik betrachtet wird, treten unerwartete Aspekte ans Licht.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/vom-schriftzeichen-zur-ki-die-kunst-der-verflachung
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Auftrag und Wirkung der typografischen Komposition
Martin Mosch
Vom Dialog der bedruckten und der unbedruckten Fläche. Schrift ist die Voraussetzung zur typografischen Gestaltung. Jedoch spielt die eigentliche Anordnung als Komposition eine ganz dominante Rolle.
https://tgm-online.de/programm/veranstaltungen/auftrag-und-wirkung-der-typografischen-komposition