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Ligaturen v on ch und ck

Hervorgehobene Antworten

warum ich Studenten gerne die Palatino für ihre Machwerke empfehle ist gerade, daß bei den schlanken Formen Ligaturen überhaupt nicht notwendig sind.

eigentlich traurig, dass man noch so argumentieren muss. nach meinem dafürhalten sollte in jeder schrift keine einzige buchstabenkombination kollidieren. basta. ich möchte typogra?sch korrekt von aufläufen und stoffigeln schreiben können. aber mir ist bewusst, dass das nicht mal bei einer einfachen adobe garamond ab werk möglich ist. besonders geringe sensibilität für diese tatsache scheint außerhalb des deutschsprachigen raumes zu herrschen; wir sind offenbar die einzigen, die nach wortfugen suchen, die nicht mit ligaturen zugekittet werden dürfen.

bye

thierry

Bei einer Leseschrift – solange mir eine Ligatur in Fliesstextgröße nicht auffällt ist sie mir recht bzw. könnte sie nötig sein. Wenn sie mir aber auffällt, dann nervt das, weil es meinen Lesefluss bremst, … als wäre ein Buchstabe rot gefärbt, in einem Meer von schwarzen Buchstaben.

Bei einer Leseschrift – solange mir eine Ligatur in Fliesstextgröße nicht auffällt ist sie mir recht bzw. könnte sie nötig sein. Wenn sie mir aber auffällt, dann nervt das, weil es meinen Lesefluss bremst, … als wäre ein Buchstabe rot gefärbt, in einem Meer von schwarzen Buchstaben.

Aber auch das ist ja wieder eine Frage der Gewöhnung, oder? Wenn ich nach längerer Pause mal wieder Texte in gebrochener Schrift lese, dann fällt mir das Lang-s auch in jedem Wort zunächst auf und bremst den Lesefluß. Ähnlich ist es, wenn H.-P. Willberg die Wortfugen minimal spationiert. Das stört alles zunächst. Und auch Ninas »SchriA« ist genau so, wie es das ungeübte Auge zunächst warhnimmt. Was ist jetzt aber »erlaubt« und was störend? Wenn man erstmal durch’s erste Kapitel ist, dann stören jedenfalls mich weder das Lang-s noch die Spationierung noch die Ligatur und auch der Lesefluß wird auch nicht mehr gebremst. :!:

Na ja, ich möchte mich aber nicht "gewöhnen" müssen, wie gesagt ich meinte hier eine Leseschrift, keine Display-, Headline-, Scriptsschrift, etc.

Der Sinn einer Ligatur ist doch der einer Raumoptimierung bei problematischen Buchstabenpaaren, das kann man doch heutzutage meist (oder?) mit Kerning lösen oder schon bei der Schriftgestaltung.

Klar – hat man ein weit ausladendes "W" gestaltet, bekommt man wahrscheinlich Probleme beim "Wi", "Wh", "Wl". Hat man ein problematisches "f" gestaltet, kommen die Probs bei "fi", "fl", "fh" und man hat dann Ligaturen _nötig_. Beispielsweise Spiekermann und de Groot haben nicht allzuviele Ligaturen _nötig_, da ist eine fi-Lig eher Konvention als Not.

Na ja, ich möchte mich aber nicht "gewöhnen" müssen, wie gesagt ich meinte hier eine Leseschrift, keine Display-, Headline-, Scriptsschrift, etc.

Der Sinn einer Ligatur ist doch der einer Raumoptimierung bei problematischen Buchstabenpaaren, das kann man doch heutzutage meist (oder?) mit Kerning lösen oder schon bei der Schriftgestaltung.

Ich weiß, die gebrochenen Schriften sind aber ja durchaus auch Leseschriften und ich muß mich trotzdem dran gewöhnen! :D

Aber eine »ft«-Ligatur ist eigentlich bei den wenigsten Schriften zur Raumoptimierung notwendig; da das t nicht die Höhe des f hat, kommt es eigentlich nur in Extremfällen zu Kollisionen. Damit rutscht die ft-Ligatur beinahe ausschließlich in den Bereich der Ästhetik. Da sie aber auch dem unbedarften Leser auffällt, sollte sie dementsprechend eigentlich sowieso nicht verwendet werden (wie war das Zitat mit der Erinnerung an den Löffel, mit dem ich die Suppe gegessen habe? :P ). Ich stimme Dir hier also eigentlich völlig zu.

Grüße,

Christian

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