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Apostrophe bei Restaurants?

Hervorgehobene Antworten

Es heißt im Duden jedoch weiter:
K16

2. Nicht als Auslassungszeichen, sondern zur Verdeutlichung der Grundform eines Personennamens wird der Apostroph gelegentlich in folgenden Fällen gebraucht:

a) Vor der Adjektivendung -sch.

b) Vor dem Genitiv-s <§97E>.

Auch diese Regel scheidet hier aus.

Angemerkt sei, daß die zuletzt genannte Regel den Sinn hat, Verwechselungen zu vermeiden, also z.B. »Carlo's« (Grundform: Carlo) vs. »Carlos«, »Andrea's (Grundform: Andrea) vs. »Andreas«.

Da hast du die Regelung und ihren Zweck etwas falsch verstanden, denke ich. Eine Verwechselung ist auch im Fall Andreas/Andrea etc. nicht möglich. Wenn das Restaurant oder was auch immer Andreas gehörte, schriebe man Andreas’ Restaurant, wenn es Andrea gehörte: Andreas Restaurant oder eben Andrea’s Restaurant. So oder so wäre die Lage klar.

Ich fürchte, Du hast eher meine Argumentation falsch verstanden. Es geht im Duden nicht um die Bezeichnung eines Restaurants, sondern um die Kennzeichnung der Grundform. Wenn jemand »Andreas« liest, wird er eher den Namen Andreas im Sinn haben, als die Genitiv-Form von Andrea. In diesem Fall ist zur Kennzeichnung der grammatikalischen Form der Apostroph zulässig.

Bei »Andreas« gilt die bereits zitierte Regel K16 (1) des Duden.

Sinn und Zweck ist ersichtlich die Vermeidung von formaler Unklarheit.

Mir tun die Augen weh, wenn ich sowas sehe! Im Zusammenhang (und nur da kommen Genitive vor!) ist nach bewährten Regeln alles völlig klar: Andreas Gasthaus ist das Gasthaus der Andrea, Andreas’ Gasthaus dagegen das des Andreas.

Die neue „Regel“ ist ein Kniefall vor der allgemeinen Verdummung und der Amerikanisierung unserer Sprache. Traurig! :cry:

Mir tun die Augen weh, wenn ich sowas sehe! Im Zusammenhang (und nur da kommen Genitive vor!) ist nach bewährten Regeln alles völlig klar: Andreas Gasthaus ist das Gasthaus der Andrea, Andreas’ Gasthaus dagegen das des Andreas.
Das hat hier niemand bezweifelt, wenn ich mich nicht irre. Die Unterscheidbarkeit von grammatikalischen Formen ist zunächst kein kontextuales Problem.
Die neue „Regel“ ist ein Kniefall vor der allgemeinen Verdummung und der Amerikanisierung unserer Sprache.
Inwiefern? Der sogenannte »angelsächsische Genitiv« ist doch damit keinesfalls etabliert.
Da hast du die Regelung und ihren Zweck etwas falsch verstanden, denke ich. Eine Verwechselung ist auch im Fall Andreas/Andrea etc. nicht möglich. Wenn das Restaurant oder was auch immer Andreas gehörte, schriebe man Andreas’ Restaurant, wenn es Andrea gehörte: Andreas Restaurant oder eben Andrea’s Restaurant. So oder so wäre die Lage klar.
Ich fürchte, Du hast eher meine Argumentation falsch verstanden. Es geht im Duden nicht um die Bezeichnung eines Restaurants, sondern um die Kennzeichnung der Grundform. Wenn jemand »Andreas« liest, wird er eher den Namen Andreas im Sinn haben, als die Genitiv-Form von Andrea. In diesem Fall ist zur Kennzeichnung der grammatikalischen Form der Apostroph zulässig.

Bei »Andreas« gilt die bereits zitierte Regel K16 (1) des Duden.

Sinn und Zweck ist ersichtlich die Vermeidung von formaler Unklarheit.

So dämlich, deine Argumentation nicht zu verstehen, bin ich zum Glück nicht. Und dass es im Duden oder in den amtlichen Rechtschreibregeln nicht um Restaurants geht, ist mir auch klar. Habe auch hier nichts Dahingehendes behauptet. »Andreas Restaurant« etc. sollte nur ein Beispiel sein (hätte ich wohl hinzufügen müssen, damit keine Missverständnisse auftreten). Damit, dass man seit der Rechtschreibreform »Andrea’s Restaurant« oder »Willi’s Würstchenbude« schreiben darf, wollte man einfach nur den Schreibenden entgegenkommen, die in solch einem Fall Wert auf den Apostroph legen (das ist der Sinn und Zweck von K16 [2]). Etwa weil sie der irrigen Ansicht sind, dass anders die Grundform eines Namens nicht zum Ausdruck käme.

So dämlich, deine Argumentation nicht zu verstehen, bin ich zum Glück nicht.
Etwas weniger aggressiv geht's auch.
Und dass es im Duden oder in den amtlichen Rechtschreibregeln nicht um Restaurants geht, ist mir auch klar. Habe auch hier nichts Dahingehendes behauptet. »Andreas Restaurant« etc. sollte nur ein Beispiel sein (hätte ich wohl hinzufügen müssen, damit keine Missverständnisse auftreten).
Das war schon klar. Möglicherweise ist Dir das nicht aufgefallen.
Damit, dass man seit der Rechtschreibreform »Andrea’s Restaurant« oder »Willi’s Würstchenbude« schreiben darf,
Letzteres darf man eben nicht.
wollte man einfach nur den Schreibenden entgegenkommen, die in solch einem Fall Wert auf den Apostroph legen (das ist der Sinn und Zweck von K16 [2]).
Das ist nicht richtig. Vielleicht solltest Du Dir den Inhalt von K16(2) vergegenwärtigen.
Etwa weil sie der irrigen Ansicht sind, dass anders die Grundform eines Namens nicht zum Ausdruck käme.

Wie schon ausgeführt: das ist gemäß Duden (und den amtlichen Regeln) nur dann zulässig, wenn Verwechselungsgefahr besteht.

Für »Willi« (oder »Müller«) gilt die Regel eben nicht.

Ich verstehe nicht Dein störrisches und überaus unfreundliches Beharren auf einer abwegigen Ablehnung des begründet Ausgeführten. Bisher war der Umgangston freundlich und sachlich. Diese Ebene hast Du mit Deinem letzten Beitrag leider verlassen.

Entschuldige bitte, da ist mit mir mein Temperament etwas durchgegangen, soll nicht wieder vorkommen.

Was Willi’s Würstchenbude angeht: Doch, leider darf man auch in einem Fall wie diesem den Apostroph setzen. Ganz bestimmt.

Nichts für ungut!

Entschuldige bitte, da ist mit mir mein Temperament etwas durchgegangen, soll nicht wieder vorkommen.

Was Willi’s Würstchenbude angeht: Doch, leider darf man auch in einem Fall wie diesem den Apostroph setzen. Ganz bestimmt.

Nichts für ungut!

Schon ok.

Ich bin allerdings der Ansicht, daß »Willi's Würstchenbude« aufgrund der Duden-Regeln geschrieben nicht mit dem Apostroph geschrieben werden darf. Woraus würdest Du das ableiten?

Edit: Ich habe im Duden noch einmal die Beispiele angesehen, in denen auch »Willi's Würstchenbude« auftaucht. Das halte ich allerdings im Kontext der Regel und deren Erläuterung für eine ziemliche Dummheit, was ich auch der Duden-Redaktion so geschrieben habe.

Es wird allerdings nicht als erlaubter Fall dargestellt, sondern lediglich das gelegentliche Auftauchen dieser Verwendungspraxis berichtet: »... wird der Apostroph gelegentlich in folgenden Fällen gebraucht: ...«. Das ist nicht als Vorschrift (miß-)zu verstehen.

Hier wird wieder der in meinen Augen problematische Zwitter-Charakter des Duden deutlich: einerseits soll der allgemeine Sprachgebrauch abgebildet werden, anderseits wird er als Norm verwendet. (Aber das wäre ein eigenes Thema).

Moin!

Das ist eines der Beispiele, die in meiner Dudenausgabe zu dieser Apostrophregel aufgeführt werden. Leider ist es korrekt. Vielleicht wird die Regel ja irgendwann wieder kassiert, aber ich vermute mal, dass die Chancen darauf schlecht stehen.

Wenn das Restaurant oder was auch immer Andreas gehörte, schriebe man Andreas’ Restaurant

Es gibt noch die Variante Andreasens Restaurant, da ist absolut keine Verwechslung mehr möglich.

Wenn das Restaurant oder was auch immer Andreas gehörte, schriebe man Andreas’ Restaurant

Es gibt noch die Variante Andreasens Restaurant, da ist absolut keine Verwechslung mehr möglich.

Wie wäre es stattdessen mit »Dem Andreas sein Restaurant«? Das wäre sogar eine Freude für Bastian Sick ...

Angenommen Willi hätte seine Würstchenbude wirklich „Dem Willi sein Würstchenbude“ genannt und er will von euch einen Flyer zur Neueröffnung. Würdet ihr’s korrigieren in „Willis Würstchenbude“, weil es richtig ist??

Korrigieren, oder ändern in „Dem Willi seine Würstchenbude“.

Nein, noch mal nachfragen, ob Willi es wirklich so haben will.

»Dem Willi sein Würstchenbude« ist viel zu schön, um es zu ändern. Da würde ich keinen Fehler annehmen, sondern voraussetzen, daß das zielgruppenorientiertes Marketing ist.

Die neue „Regel“ ist ein Kniefall vor der allgemeinen Verdummung und der Amerikanisierung unserer Sprache. Traurig! :cry:

Ich bin ja eigentlich geneigt, dir Recht zu geben. Aber leider sieht man das auch viel in alter Prosa des 18. oder 19. Jahrhunderts, wo das Argument der Amerikanisierung gar nicht zieht (da war noch Französisch angesagt).

Die neue „Regel“ ist ein Kniefall vor der allgemeinen Verdummung und der Amerikanisierung unserer Sprache. Traurig! :cry:

Ich bin ja eigentlich geneigt, dir Recht zu geben. Aber leider sieht man das auch viel in alter Prosa des 18. oder 19. Jahrhunderts, wo das Argument der Amerikanisierung gar nicht zieht (da war noch Französisch angesagt).[/quote:1xl8h81n]

Da hast Du recht Dieter. Im 19. Jahrhundert war diese Schreibweise mit Apostroph verbreitet: http://www.romana-hamburg.de/Altrechtschreibung.pdf

Ja, allerdings hatte der Duden laut Wikipedia schon bevor das in den 1901 beschlossenen Regeln (meiner Meinung nach sinnvollerweise) für ungültig erklärt wurde davon abgeraten.

Daß neuerdings wieder häufiger vor Gentiv-s (und an anderen Stellen) ein Auslassungszeichen geschrieben wird ist meines Erachtens aber auf den Einfluß der englischen Sprache zurückzuführen, genauso wie das Getrenntschreiben zusammengesetzer Hauptwörter.

Daß neuerdings wieder häufiger vor Gentiv-s (und an anderen Stellen) ein Auslassungszeichen geschrieben wird ist meines Erachtens aber auf den Einfluß der englischen Sprache zurückzuführen, genauso wie das Getrenntschreiben zusammengesetzer Hauptwörter.

bestimmt – aber wo ist das problem, insbesondere bei ersterem?

Ich weiss, ich bin kein Designer, aber ich würde den Job ablehnen und Herrn Müller den Grund erklären.

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