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Das ß bezwingt eine weitere Hürde - in de-Domains

Hervorgehobene Antworten

Entschuldigung, Herr Kollege Herrmann,

einen Unterschied, und auch noch einen gewaltigen, vermag ich nicht zu erkennen. Der Landkreis Haßberge hört auf die Internetadresse hassberge.de, und man kann sich dort Autokennzeichen reservieren lassen, die mit HAS- beginnen, nicht mit HAß- (Da tut sich doch gerade eine neue Aufgabe für Versaleszetfetischisten auf!

Ich weiß übrigens, wovon ich rede: Meine Schwiegermutter hat jahrelang in den Haßbergen/HASSBERGEN gelebt. Ein passender Platz, wie ich fand.

Obacht! in jedem sog. Eszet steckt in Wirklichkeit ein scharfes S!

Das mußt Du als pädagogische Maßnahme auffassen bzw. als dringliche Aufforderung an die Schweizer, sich endlich vollständige Tastaturen zuzulegen.

Wir haben – ob dies- oder jenseits der Alpen – sehr wohl vollständige Tastaturen. Schweizer Tastaturen sind schliesslich auch ohne ein ß vollständig.

Uns ist die sog. Rechtschreibreform, die uns den Großteil unserer geliebten Eszetts gekostet hat, mit der Begründung aufs Auge gedrückt worden, daß sie notwendig sei, um im gesamten deutschen Sprachraum endlich zu einer einheitlichen Rechtschreibung zu kommen.

Es gibt ja zahlreiche Argumente für die Rechtschreibreform, aber dieses ist mir neu, und ich wage jetzt mal zu bezweifeln, dass es jemals ernsthaft vertreten worden ist. Vorher gab es keine Einheitlichkeit, und nachher gibt es auch keine.

Ralf, weißt du zufälligerweise, was es mit ?.com/net/org auf sich hat?

Ich gehe davon aus, man kann nur aus einer bestimmte Liste von zulässigen Zeichen auswählen und ? ist da (noch) nicht dabei.[/quote:ajq4purx]

Domainnamen haben keine Unterscheidung von Gross- und Kleinschreibung. Theoretisch schafft die Einführung des ß in Domainnamen ein logisches Problem, denn gemäss Standard wird der Kleinbuchstabe ß bei Umwandlung in Grossbuchstaben zu einem SS, und nicht zum Grossbuchstaben ?, auch wenn der ebenfalls zum Standard gehört. Zwei verschiedene Domains grass.de und graß.de würden also bei Umwandlung in Grossbuchstaben beide zu GRASS.DE, jedenfalls gemäss dem Unicode-Standard. Ich weiss nicht, ob da vielleicht eine Sonderregelung gilt, die nicht dem Unicode-Standard entspricht.

Ich gehe davon aus, man kann nur aus einer bestimmte Liste von zulässigen Zeichen auswählen und ? ist da (noch) nicht dabei.

Sicher, aber wenn ?.net, ?.com und ähnliche Späße erlaubt sind, warum sollte ?.com/net/org es dann nicht sein? Da ich nicht annehme, dass ?, ? und ähnliche erlaubte Nicht-Buchstaben-Zeichen explizit in eine Positivliste erlaubter Zeichen aufgenommen wurden, war ich davon ausgegangen, dass großflächig Unicode-Bereiche erlaubt sind. Na ja, vielleicht hat’s wirklich damit zu tun, dass das ? trotz seiner expliziten Sonderrolle (die ein automatisches Groß-Keinbucnstaben-Mapping eigentlich ausschließen soll) als Großbuchstabe geführt wird. Dann wär’s logisch, dass es nicht erlaubt ist.

Wer weiß, vielleicht wird ja irgendwas das Mapping ß ? ss aufgehoben, so dass ß.com/org/net frei würde.

Obacht! in jedem sog. Eszet steckt in Wirklichkeit ein scharfes S!

Was willst Du uns damit sagen? :?

Es kommt zwar nicht selten ein sogenanntes Eszett daher, das in WIrklichkeit bloß ein ?s ist, in einem echten Eszett (Eszett verum oder Sulzbachense) steckt jedoch auch wirklich ein ??. :!:

Ich kenne zwar Herrn Sziegoleit und Frau Szupan, weil ich aber nicht polnisch spreche, und auch keine transsylvanischen Dialekte, kann ich ohne ein versaliertes ß sehr gut leben. Manchmal benutze ich eine SS-Ligatur, z.B. in einer Wortmarke, aber die Buchstabenfolge S-Z oder s-z ist mir in den letzten 58 Jahren sonst nicht vorgekommen, weshalb ich auch die These vertrete, dass es (im Deutschen) kein SZ gibt, sondern nur ein SS, eben „scharfes S“ genannt.

Bevor Beweise Besseres belegen, bleibt bayrisches Blut beim braunen Bier!

Du denkst wohl, die Entwicklung unserer Sprache und Schrift habe sich in den letzten 58 Jahren abgespielt?! ouw.gif

Durch die zweite Lautverschiebung wurde das germanische t teilweise zu einem scharf ausgesprochenen s (vergleiche bspw. englisch eat mit deutsch essen). Dieser Laut wurde im Althochdeutschen durch z, zz, und später auch sz wiedergegeben.

Genaueres über die Herkunft des Eszetts kannst Du in diesem vorzüglichen Beitrag von Professor Brekle lesen:

http://www-nw.uni-regensburg.de/~.brh22505.indogerm.sprachlit.uni-regensburg.de/Ligatur/LIGATUR.HTM

Hallo Dieter,

als "Scharfe Type"-Macherin wollte ich mich kurz für den Hinweis bedanken, ich habe das fix korrigiert. Das passiert wohl, wenn man schnell noh den letzten Absatz schreiben will, damit die Seite endlich online gehen kann :-)

Und ich begrüße die ß-in-Domains-Sache sehr, wie ihr euch sicher vorstellen könnt :-) Allerdings gebe ich auch allen recht, die darauf hinweisen, dass das international Probleme macht. Deswegen macht es für mich nur Sinn, wenn man auch die zugehörige ss-Domain hat (ich besitze jetzt auch beide, allein schon aus Prinzip). So war es ja auch mit den Umlauten bisher. Übrigens leiten viele neuere Browser ohnehin weiter, wenn man ß an Stelle von ss eingibt. Also ist der Unterschied gar nicht sooo deutlich bemerkbar.

Hallo Nadine!

Im Zitat von Erik Spiekermann scheint sich auch noch ein kleiner Fehler eingeschlichen zu haben. Entweder »die ein- und ausgreifenden Schleifen rechts« oder »die ein- und ausgreifenden Schleife rechts«.

Bevor es in Massen gedruckt wird …

Ansonsten ein sehr schönes Werk.

Viele Grüße,

Jürgen

Uih, danke Jürgen (bist du der Jürgen von dem ich denke, dass du es bist?)

Aber so wie es da abgebildet ist, würde es ohnehin nicht gedruckt werden. Nach ein paar Monaten "Liegezeit" sind mir einige Sachen aufgefallen, die ich heute anders machen würde...

@Pachulke: Ja, gibt es, allerdings würde ich es zunächst ungern raus geben, siehe oben.

Viele Grüße

Nadine

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