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Negativbeispiel LESBARKEIT - Support gesucht

Hervorgehobene Antworten

Liebe Typogemeinde,

ich suche ein Negativbeispiel zu Schulungszwecken.

Es soll ohne viele Worte direkt ersichtlich machen, dass die Regeln der Lesbarkeit gebrochen sind. Und es darf gern plakativ sein (z.B. eine Werbeanzeige oder Beschriftung).

Kriterien:

- Zeilenabstand (zwei-drei Zeilen zu eng gesetzt)

- Kerning (extrem unausgeglichen - Klassicher T e Fall o.ä.

- Kontrast (z.B. zu geringer Hell-Dunkel-Kontrast)

- Schriftgröße und Abstand

- Klein- und Großbuchstaben

- Schriftart (Fließtext/Auszeichnungstext)

fällt euch noch ein wichtiges Kriterium ein? (Satzarten und Laufweite habe ich hier bewusst rausgelassen)

Vielen Dank für Support!!

nicht plakativ und auch nicht genau das was du suchst, trotzdem ein tolles beispiel

im vergleich von helvetica/arial vs. moderner sans serif schriften ala spiekermann.

(in diesem fall die hausschrift der deutschen bahn, DB Sans)

2404 CONFIG

post-13679-1355407714,9922_thumb.jpg

Negative Schrift in Farbfläche oder auch Schrift auf unruhigem Untergrund, zum Beispiel einem Foto.

Und nicht zu vergessen die Sünden: Verzerrte Schrift, oder auch schlecht eingesetzte Schrifteffekte wie Schatten, Verläufe, etc.

Bearbeitet ( von Kathrinvdm)

  • Ersteller

oh ja, Verzerrungen sind auch ein hübsches „No-Go“ - Gute Idee!

Der Vergleich von Serifenlosen wie Miedingers mit modernen geht für meinen Anlass schon zu sehr in die Tiefe, trotzdem Danke auch für diese Idee!

Weitere Ideen? Fundstücke?

Einer Schrift, um einen fetteren Schriftschnitt vorzutäuschen, eine gleichfarbige Outline geben oder die Schrift fetten (in Office-Programmen zum Beispiel).

Diese Seite/Schrift wurde hier doch letztens auch besprochen. Mangels Kerning leidet da sehr die Lesbarkeit.

Trennungen verwenden, die zwar orthografisch richtig, aber sinngemäß falsch sind oder das Lesen erschweren.

Der gute Urin-

stinkt zum Beispiel.

Bei der Trennung von Gemen-

gelage muss man auch zweimal hinschauen.

  • Ersteller

Ok, vielleicht hab ich mein Ziel nicht klar ausgedrückt, ich versuch mal es zu ergänzen. Ein Plakat/Anzeige o.ä., die auf einen Blick für den Anfänger direkt erkenntlich macht, oh, dass ist schlecht lesbar - und dabei nicht direkt klar aufzeigt, wie man das ändert, es sei denn man beschäftigt sich kurz (10-60 min mit aufbereiteter Materie) und kennt dann die regeln. Verständlicher?

So in die Richtung Carson, aber nicht so krass und etwas alltäglicher. In Richtung Fundstücke (ja da hab ich schon den Threat druchgesehen)

http://cultureofdesign.files.wordpress.com/2010/05/david-carson-ray-gun1.jpg

Sonnige Grüße!

So?

07_16.jpg

IMG_2878_Plakat-Tulipan_2007.jpg

IMG_7068_Plakat.jpg

Bearbeitet ( von bertel)

Google einfach nach "Poster", jedes zweite ist garantiert ein Volltreffer.

  • Ersteller

Ja, in diese Richtung soll es gehen. Poster zu googlen war leider nicht so erfolgreich. Der Clou, den ich suche, ist ein Beispiel an dem möglichst viele der Kriterien wie beschrieben zu erkennen sind – also das nicht einhalten der Regeln zu erkennen ist. Einzelne Brüche auf einzelnen Bildern zu finden ist nicht die Kunst.

Daher wende ich mich doch an Typoexperten ;-)

Naja, die eierlegende Wollmilchsau wirst Du vermutlich nicht fertig finden, das musst Du schon selber layouten.

Warum müssen es denn bereits existierende Beispiele sein? Für einen guten Aha-Effekt kannst Du die Fehler doch selbst layouten und danach die optimale Variante zeigen. So ein Vorher-nachher-Prinzip würde doch sogar besser funktionieren, also nur vermeintliche Fehler anprangern zu wollen.

Naja, die eierlegende Wollmilchsau wirst Du vermutlich nicht fertig finden, das musst Du schon selber layouten.

Mal schnell hingeschubst …

1zx4o76.jpg

Lach, jetzt könntest Du es noch steigern, indem Du ungefähr fünf verschiedene Schriften verwendest, zum Beispiel Arial, Comic Sans, Peignot, Optima und Zapfino. Mit falschen Kapitälchen … ;-)

Ein Plakat/Anzeige o.ä., die auf einen Blick für den Anfänger direkt erkenntlich macht, oh, dass ist schlecht lesbar -

Die »Waschzettel« von Medikamenten liefern normalerweise eine echte Fundgrube – da muß extrem viel Text auf möglichst wenig Platz untergebracht werden. Die Zeilenabstände sind oft viel zu dicht, die Schriften oftmals zu klein, die Zeilen zu lang etc. Da läßt sich fast alles finden. Ein echter Spagat, denn die Inhalte sind ja oftmals für Patienten von sehr wichtiger Bedeutung. Ähnliche Probleme finden sich auch in ausführlicheren Begleitheften von CDs, gleiches Problem, gleiche Lösungen (zu eng, zu klein, zu dicht).

Meine 0,02 € ;-)

Grüße,

Christian

  • Ersteller

@bertel: WOW! Sehr sehr cool!

Ich glaub ich komm ums selbst layouten nicht drum herum! Gerne hätte ich eine authentische Gestaltung gezeigt, statt eine zu bauen.

  • Ersteller

Fallen euch spontan noch weitere solcher lustigen Trennungen ein? Anal-phabet finde ich jetzt kein gutes Beispiel. Irgendwas mit mehr Nivea ;-)

Fallen euch spontan noch weitere solcher lustigen Trennungen ein? Anal-phabet finde ich jetzt kein gutes Beispiel. Irgendwas mit mehr Nivea ;-)

Mama köpft Papa-

yas mit dem Messer

(habe ich glaube ich aus Detailtypografie) :mrgreen:

in Bertels Beispiel ist das Apostroph viel zu richtig!

Ups, das ist mir durchgerutscht, ich gelobe Verschlechterung … :mrgreen:

  • Ersteller

So, jetzt kommt was Hübsches zum Gruseln. Mit Bitte um Vorschläge zur Verschlimmbesserung :-)

Buchstaben so zu misshandeln tut richtig weh!

post-15616-1355407716,2766_thumb.jpg

Ich würde die Absätze in dem dreispaltigen Text noch von Zeilen auf (zu kleine) Abstände umstellen: wirkt noch grausamer und zerstört die Registerhaltigkeit ;-)

Ach cool! Ok, lass mal sehen:

Was unbedingt noch fehlt ist eine echt verzerrte Schrift, also die Zeichen an sich gewaltsam zusammengeschoben oder in die Breite gezerrt. Dann könntest Du in die große weiße Schrift oben noch einen Verlauf legen oder ein Fotomotiv in die Buchstaben einfügen. Dann könntest Du noch ein bisschen mehr mit mittelachsigem Satz spielen oder auch rechtsbündigem Flattersatz. Auch cool ist es, einige Zeilen mit farbigen oder weißen Balken zu unterlegen. Und dann brauchst Du noch einen Schriftschnitt, der so hauchdünn ist, dass er im Druck zuverlässig zulaufen wird. Und eine Schriftfarbe, die fast den gleichen Farbton hat wie der Untergrund … :cheer:

Ach ja, schön scheußlich und schlecht lesbar wird es auch, wenn du im Fließtext ganz viele Wörter fett hervorhebst.

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