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Frage zu korrektem Zitieren

Hervorgehobene Antworten

Wenn ich innerhalb eines Zitates ein Wort, auf das ich speziell hinweisen möcht, z. B. durch kursiv stellen auszeichne, obwohl es der Zitierte nicht extra betont hat, ist es dann noch korrekt zitiert?

Wenn ich innerhalb eines Zitates ein Wort, auf das ich speziell hinweisen möcht, z. B. durch kursiv stellen auszeichne, obwohl es der Zitierte nicht extra betont hat, ist es dann noch korrekt zitiert?

Nein, weil ein Zitat dadurch definiert ist, etwas wörtlich übernommen zu haben. Wenn du also etwas veränderst, ist es kein Zitat mehr. Du könntest das aber leicht durch ein sinngemäßes Zitat umgehen, im Konjunktiv und mit Quellenangabe.

… oder indem du dahinter oder in eine Fußnote „(Hervorhebung durch den Autor)“ schreibst.

… oder indem du dahinter oder in eine Fußnote „(Hervorhebung durch den Autor)“ schreibst.

Was aber (wenn ich richtig informiert bin) beim wissenschaftlichen Zitieren nicht zulässig ist.

Nein, weil ein Zitat dadurch definiert ist, etwas wörtlich übernommen zu haben. Wenn du also etwas veränderst, ist es kein Zitat mehr. Du könntest das aber leicht durch ein sinngemäßes Zitat umgehen, im Konjunktiv und mit Quellenangabe.

Argumentation überzeugt mich aber auch nicht. Auch wenn kursiv ist es ja trotzdem wörtlich.

Könnt ja auch eine mündliche Rede zitieren. Meine bedenken sind die, daß man denken könnte, der Zitierte wollte das von mir ausgezeichnete betonen und nicht, daß ich speziell auf einen Teil des Zitates Bezug nehmen möcht.

Ich würde das Zitat unverändert lassen und im direkt anschließenden Text auf den zu betonenden Begriff hinweisen.

Ist zwar umständlich aber wohl korrekt.

… Auch wenn kursiv ist es ja trotzdem wörtlich. …

Es geht nicht nur um wörtlich, sondern auch um unverändert. Und ein Zitat ist nicht unverändert, wenn ich etwas verändert habe ;-)

Ist zwar umständlich aber wohl korrekt.

:nicken:

Dann zitierst Du ein 9pt Zitat auch nicht in 11pt? ;-)

Ach, Koni … :schonklar:

Durch eine andere Punktgröße veränderst Du nichts am Sinn des Zitates (Beim Sprechen hört man ja keine Schriftgröße raus). Durch einen kursiv gestellten Begriff verändert man aber unter Umständen den Sinn oder zumindest die Betonung des Zitates. :-)

Naja, so abwegig dann auch wieder nicht. Der Schriftschnitt an sich hat jetzt erstmal genaus so wenig mit dem Inhgalt zu tun wie die Schriftgröße. Nicht kursiv gestellt sondern den auszuzeichnenden Teil um 2pt größer gesetzt hätt ja den nämlichen Effekt.

Dann zitierst Du ein 9pt Zitat auch nicht in 11pt? ;-)

Ich war bei dieser Äußerung davon ausgegangen, dass Du auf eine generelle Änderung der Schriftgröße des gesamten Zitats anspielst und nicht nur die des einen Begriffes. Sorry, habe ich dann wohl falsch verstanden. :-)

Naja, so abwegig dann auch wieder nicht. Der Schriftschnitt an sich hat jetzt erstmal genaus so wenig mit dem Inhgalt zu tun wie die Schriftgröße.
Aber nur, wenn das komplette Zitat in einem anderen Schnitt erscheint. Wenn du einen Teil durch einen anderen Schnitt auszeichnest, hast du es verändert.
Nicht kursiv gestellt sondern den auszuzeichnenden Teil um 2pt größer gesetzt hätt ja den nämlichen Effekt.
Wenn der Autor derart auszeichnet, müsste man es korrekterweise im Zitat entsprechend kennzeichnen. Eine derartige Auszeichung ist mir aber nicht bekannt. Hast du ein Beispiel dafür?

Bearbeitet ( von bertel)

Wenn der Autor derart auszeichnet, müsste man es korrekterweise im Zitat entsprechend kennzeichnen. Eine derartige Auszeichung ist mir aber nicht bekannt. Hast du ein Beispiel dafür?

Du gehts immer nur von schon irgendwo schriftlich fixierten Texten aus. man kann auch zitieren jenseits von copy/paste.

Aber prinzipiell sind wir uns ja eh einig.

Hm, ich überlege gerade. Wenn man etwas, das jemand gesagt hat, schriftlich zitieren will und das Gesagte vorher noch niemals irgendwo schriftlich niedergelegt wurde, dann müsste man sich das ja korrekterweise vom Zitierten freigeben lassen um sicherzustellen, dass man den Sinn vollständig korrekt erfasst hat, oder? So habe ich das bei meinem TJ3-Artikel jedenfalls gerade gemacht. :-)

Aber nur, wenn das komplette Zitat in einem anderen Schnitt erscheint. Wenn du einen Teil durch einen anderen Schnitt auszeichnest, hast du es verändert.

Wenn der Autor derart auszeichnet, müsste man es korrekterweise im Zitat entsprechend kennzeichnen. Eine derartige Auszeichung ist mir aber nicht bekannt. Hast du ein Beispiel dafür?

Hans Wollschläger: Herzgewächse oder der Fall Adams, da erlebt man einen ständigen Wechsel der Schriftgrößen.

… um sicherzustellen, dass man den Sinn vollständig korrekt erfasst hat…

So seh ich das auch. Und auch, dass man die Aussage samt sämtlicher Betonungen und Zwischentöne korrekt wiedergegeben hat. Da kann eine falsche Auszeichnung den Sinn komplett verdrehen.

… da erlebt man einen ständigen Wechsel der Schriftgrößen.

Wie würde da korrekt zitiert?

Hier im Forum wäre es möglich, das mit „Zitattext [highlight]Hervorhebung[/highlight] Zitattext“ zu markieren, ohne einen anderen Schnitt zu verwenden: „Zitattext [highlight]Hervorhebung[/highlight] Zitattext“

Ich meine eher offline.

Zitat von Cajon Beitrag anzeigen

… oder indem du dahinter oder in eine Fußnote „(Hervorhebung durch den Autor)“ schreibst.

Was aber (wenn ich richtig informiert bin) beim wissenschaftlichen Zitieren nicht zulässig ist.

Zumindest in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist es akzeptierte und selbstverständliche Praxis, Teile von Zitaten dem eigenen Argumentationsgang entsprechend durch Kursivsetzung hervorzuheben – natürlich mit Hinweis darauf, dass man dies getan hat. Dazu genügt in der Tat die Formulierung "Hervorhebung durch den Autor" oder "meine Hervorhebung" oder "Hervorhebung nicht im Original" etc.

Wie würde da korrekt zitiert?

Ich würde sagen, entweder man vollzieht im Zitat die Schriftgrößenunterschiede nach oder, wenn die Schrift das zulässt, man differenziert durch unterschiedliche Schnitte (Strichstärken; Regular, Italic, Bold usw.).

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