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Pictofont in »Wayfinding«

Hervorgehobene Antworten

Ich mußte bei Konis Entwurf auch sofort an den VW-Käfer denken.

Den Abstrhierungsgrad noch weitergetrieben und schon ist es eben wirkungsvoller als dieses inzwischen plump wirkende AIGA-Pendant

Hmm. Wenn ich mir überlege, was passiert, wenn man das Bild weiter abstrahiert (bei den Scheinwerfern einfache Kreise statt Erdnußformen, beim Aufbau gerade Linien statt Stromlinienform) lande ich wieder beim AIGA-Symbol.

Es muß natürlich nicht immer so stark abstrahiert und geometrisiert sein. Ich finde die alten DIN-Schilder auch wesentlich schöner als die neuen (Fußgänger mit Hut, Mädchen mit Zöpfen usw. statt der neuen, leblosen Strichmännchen), und könnte mich daher auch mit etwas wirklichkeitsnäheren Symbolen in der Art von Ralfs Entwurf anfreunden.

Aber so schlecht und vor allem altertümlich-bald-unlesbar wie Koni behauptet finde ich das AIGA-Zeichen überhaupt nicht.

Hm, ich hatte mir das so vorgestellt, dass die Grundparameter zu Beginn festgelegt werden, zum Beispiel durch einige Anfangspiktogramme von Dir, die so Dinge wie Strichstärken und Eckradien und den Abstraktionsgrad der Piktogramme vorgeben. Und darauf basierend können dann weitere Piktogramme entwickelt werden. Das ist ja eigentlich klassisches Gestalterhandwerk, einen Duktus aufzugreifen und weitere Piktogramme in ebendiesem zu entwickeln. Du könntest ja an interessierte Mitstreiter eine Musterdatei rausgeben, in die reingearbeitet werden kann (Illustrator?) :-)

Zitat Ralph:

Wenn es bei Piktogrammen moderner sein soll, müsste man schon auf die aktuellen Silhouetten zurückgreifen.

Tja, aktuelle Silhouetten ist natürlich relativ in anbetracht unzähliger Modelle.

So wie die AIGA-Helden das Eckige nicht ob gottgewollter Endgültigkeit sondern auf Grund eben vorherrschend eckiger Formen, überbetont haben, in gleichem Maße halt ich es für richtig, ein zu aktualisierendes Symbol ob der sich gewandelten Formen auch vieleicht sogar übertrieben rundlich zu gestalten.

Ich seh da keine moderne Designsprache, sondern schlicht 50-er Jahre Käfer-Autos.

War mir schon bewußt, daß der Käfer-Einwand kommen würd. Zu bedenken bleibt aber, daß das Auto-Piktogramm natürlich nicht isoliert zu betrachten sondern in eine Reihe von Piktogrammen zu sehen ist und deshalb die Vielfalt an Kurvenverläufen, Winkeln u. ä. zu begrenzen und/oder an die der Schrift anzugleichen wär.

Ob es bei dieser Rundlichkeit dann bleiben würd bleibt dahingestellt. Im direkten Vergleich aber komm ich halt zu einer andren Wahrnehmung als die, daß die rundliche Form

noch nostalgischer als die typischen AIGA-Symbole.

wirkten. Schon ein größerer Radius der Hauptform relativiert womöglich manche Bedenken.

Glaub auch, daß die Käfer-Assoziation auf einen vergleichbar kleinen Personenkreis beschränkt bleibt, wenn man der Wayfinding örtlich wie zeitlich weniger Beschränktheit unterstellt

als der Autor scheinbar sellber. ;-)

Könnt mir vorstellen, daß eine jüngere Generation z. B. eher einen Ford Ka und ein Asiat womöglich eher einen Yaris darin sehen würd. (bin jetzt nicht der Autofreak, gibt womöglich noch prägnatere Beispiele)

Zitat Joshua:

Hmm. Wenn ich mir überlege, was passiert, wenn man das Bild weiter abstrahiert (bei den Scheinwerfern einfache Kreise statt Erdnußformen, beim Aufbau gerade Linien statt Stromlinienform) lande ich wieder beim AIGA-Symbol.

Ein Kreis ist sicher nicht weniger abstrakt als ein Quadrat. Und daß man bei Ralfs Beispiel verlustfrei (im Sinne eines Pictogramms) die Spiegel wegrationalisieren könnt, die Scheinwerfer wie

Kühlergrill (sofern es diesen überhaupt braucht) nicht unbedingt herstellerspezifisch sein müssen, detaillierte Kurvenverläufe zu Lasten des illustrativen hin zum symbolischen noch weitergetrieben werden können....

Tja, ist noch einiges da an Abstraktionspotential ohne daß man bei AIGA landet.

@Kathrin:

Ich glaube, daß der Wayfinding adäquate Pictogramme ökonomischer von dem erstellt sind, der die Schrift auch entwickelt und die Formen somit verinnerlicht hat, in die sich andere erst hineinarbeiten müssten.

Deine Idee wär aus meiner Sicht eher als Stoffsammlung sinnvoll, aus der Ralf sich dann bedienen könnt um letzte Hand anzulegen. Könnt schon arbeitserleichternd sein und auch zu dem führen, was ich der Wayfinding so gern wünschen möcht: einen zeitgemäßen, in Stil und Funktion der Familie gleichrangigen Pictofont.

Ich glaube' date=' daß der Wayfinding adäquate Pictogramme ökonomischer von dem erstellt sind, der die Schrift auch entwickelt und die Formen somit verinnerlicht hat, in die sich andere erst hineinarbeiten müssten.[/quote']

Das glaube ich gar nicht mal Ich finde es keine übermäßig schwere Aufgabe, den Duktus der Wayfinding zu analysieren und sie auf Piktogramme zu übertragen Ralf hat der Wayfinding hat ja eine sehr klare Formensprache gegeben, die sich wunderbar für Piktogramme eignen dürfte. Kniffeliger ist es in meinen Augen, die Inhalte der Piktogramme in gut lesbare, zeitgemäße Bilder zu übersetzen.

zeitgemäße Bilder

JAAAAAA!!!!!!!

Nun denn, allen Freunden gelungener Kurven ein frohes Osterfest:

http://db.tt/F1PIJHb

  • 4 Monate später...

Scheint doch noch Bewegung in den Pictofont zu kommen. :-P

  • 4 Monate später...

Ich habe jetzt nicht die ganze Diskussion verfolgt - vielleicht ist das schon diskutiert worden?

Trotzdem mein Senf:

Warum hast du die ersten vier Bilder verändert?

Bei den ersten zweien neuen Bildern finde ich, dass die Figuren mit hochgezogenen Schultern dastehen.

Die nächsten zwei sind weniger dynamisch als in den vorher-Bildern.

Beim dritten Bild hab ich den Eindruck, der Bursche hat die Hosen voll und kann nicht richtig gehen ...

Auch beim vierten Arbeiter seh ich keinen Grund für die Veränderung.

so weit ...

Gerd

Ralf, ich habe ein paar Anmerkungen für Dich in ein PDF geschrieben. Wie kann ich das noch mal hier in der Gruppe direkt verlinken? ich stehe gerade komplett auf der Leitung … :oops:

Zapfsäule, Pfeil, Zug und Auto mit Anhänger finde ich in der neuen Version gelungen. Bei den Männchen finde ich auch die ursprünglichen Piktogramme besser.

Ich finde es grundsätzlich sehr gut, daß Du einen eigenen Stil hineinbringen willst. Bei den Menschen habe ich aber ähnliche Eindrücke wie GePix:

Mann und Weib ziehen die Schultern hoch und haben die Hände in den Taschen.

Der Fußgänger scheint Bleihosen zu tragen und droht nach hinten umzufallen. Schaut man genauer hin, sieht der Oberkörper aus wie bei jemandem, der geht, die Beine rennen aber.

Der alte Bauarbeiter scheint beherzt die Schaufel in den Haufen zu stoßen, der neue wirkt dagegen müde und schlapp.

Was mir an den neuen Typen gut gefällt, ist der Hals!

Pomeranz, vielen lieben Dank für die Hilfe! :bow:

Ralf, das sind nur meine spontanen Gedanken zu den Figuren – aus illustrativer Sicht (hinter dem Textlink verbergen sich meine direkten Anmerkungen zu den Piktogrammen). Die Geschichte mit den menschlichen Proportionen kennst Du bestimmt, ich wollte sie nur der Vollständigkeit nicht unerwähnt lassen. Und bei einem Schreibfehler habe ich mich auch schon erwischt: Beim Bauarbeiter muss es heißen »… sieht sonst aus …« und nicht »… sieht sind aus …«. :-D

Auch wenn einem die neuen Symbole zum Teil nicht so gut gefallen: Den Zweck, auch bei schlechten Sichtverhältnissen gut erkennbar zu sein, dürften sie besser leisten als die alten.

Hmmm, ist mir der öffentliche Aufruf entgangen? Ich hatte ja im April den Vorschlag gemacht, dass Du im Forum nach Unterstützung fragst und hatte dann den Eindruck, dass Du wegen der zu erwartenden Unterschiedlichkeit der Stile davon eher nicht so angetan warst. Deshalb hatte ich es unterlassen, Dich mit einem Hilfsangebot zu behelligen. ;-)

Aber wenn Du Dich über Unterstützung freust, dann bin ich sehr gerne dabei. :-)

Hast Du ein hochaufgelöstes PDF der Wayfinding mit allen Zeichen, das Du bereit wärest, zur Verfügung zu stellen? Oder vielleicht sogar eine Illustratordatei mit der in Vektoren konvertierten Schrift? Dann könnte man die Piktogramme direkt mit den richtigen Proportionen und Formen der Schrift ausstatten.

Rasch mal was dazugeschubbst:

http://db.tt/5IQ3jMyM

Pomeranz - 04. 01. 2012, 22:55 (in der Sprachgruppe)

Die Schienen bei der Bahn finde sehr gewöhnungsbedürftig. Und bei dem Bagger habe ich mich zunächst gefragt, was für ein Funksignal der wohl aussendet, bis mir endlich klar wurde, dass es sich um einen Pylon handelt.

Jaja, müßte man sicher noch feilen.

Hatte die Klomannschgerl schon früher mal gemacht und das Auto im Zuge der Diskussion hier. Da hab ich die anderen mal schnell aufgefüllt. Baustelle und Tankstelle als Diskussionsgrundlage, ob denn die Motive prinzpiell noch zeitgemäß sind.

Hab meinen ganz persönlichen „Erkennungstest" auch gleich gemacht: Brille runter. Hatten aber alle keine Chance gegen die AIGA-Symbole.

Hat mich aber nicht weiters überrascht. Was sich schon so eingenistet hat im Hirnkastl ist so auf die schnelle nicht zu übertrumpfen.

Trotzdem oder grad deshalb find ich es an der Zeit daß sie abgelöst werden durch aktualisierte Symbole.

Keine Ursache (pure Eigenliebe;-) )

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