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Geschäfts- vs. Visitenkarte?

Hervorgehobene Antworten

Hallo zusammen :-)
 

(die heutzutage meistens keine Visiten- sondern eine Geschäftskarte ist)


Könnte mich mal jemand über den Unterschied aufklären bitte? Google hat dazu irgendwie nix zu sagen …

Hallo zusammen :-)

 

Könnte mich mal jemand über den Unterschied aufklären bitte? Google hat dazu irgendwie nix zu sagen …

 

Doch, natürlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Visitenkarte

 

Aber wie bei tausenden anderen Wörtern haben sich mal die wieder die Umstände und damit auch die Wortbedeutung geändert. Eine Visitenkarte ist heute im Normalfall eine Geschäftskarte. Wenn dem nicht so ist, würde man dies im Falle der Ausnahme erklären. 

  • Ersteller

Den Artikel hab ich natürlich gefunden ;-) aber „Geschäftkarte“ kommt darin nicht vor …

Na ja, streng genommen wäre eine Visitenkarte eine Karte für die Privatperson, eine Geschäftskarte eine für die Geschäftsperson. Aber wie Ralf schon schrieb – kein Mensch (zumindest keiner den ich kenne) verwendet den Begriff Geschäftskarte.

Im Englischen wird Geschäftskarte verwendet, aber halt auf Englisch :-)

Den Artikel hab ich natürlich gefunden ;-) aber „Geschäftkarte“ kommt darin nicht vor …

 

Naja, im ursprünglichen Sinn ist die Visitenkarte eine »Besuchskarte«, auf welcher meist nicht mehr als der Name aufgedruckt war. Zur Geschäftskarte ist sie im 20. Jahrhundert geworden – vornehmlich um Geschäftsdaten zwischen zwei Geschäftspersonen auszutauschen.

  • Ersteller

Gut … dann kann ich ja muter weiter von Visitenkarten sprechen und den Begriff Geschäftskarte wie bisher ignorieren :-)

 

Danke für die Aufklärung!

Etymologische Entwirrung stiftet nur unnötige Einsichten, genau.

 

 

Welche Einsicht denn?

In dem besagten Strang ging es ausdrücklich um Visitenkarten im normalen Verständnis des 21. Jahrhunderts. Durch den Hinweis auf Kontaktdaten war das auch gänzlich unmissverständlich – selbst für jene, die eine entsprechende abweichende Bedeutung im Verständnis des 19. Jahrhunderts eventuell kennen könnten und gleichzeitig aus unerfindlichen Gründen nicht in der Lage wären, die gemeinte Bedeutung aus dem Kontext abzulesen. Es gab also keinen Grund anzunehmen, dass hier irgendetwas klargestellt werden müsste. 

Bleibt allenfalls die Idee, dass man generell und irgendwie wahllos die Etymologie von Begriffen ungefragt in Diskussionen einstreut. Dann hätten wir aber viel zu tun und auch deine Texte wäre dann wohl voller etymologischer »Fehler«, die unbedingt berichtigt gehörten. 

> dass man generell und irgendwie wahllos die Etymologie von Begriffen ungefragt in Diskussionen einstreut

 

Mach’ ich immer so. Nicht bös gemeint.

 

> und auch deine Texte wäre dann wohl voller etymologischer »Fehler«

 

Meine Texte sind nie voller Fehler.

Ich verzeihe dir größtzügigst. Ich stelle ihn einfach noch mal in meinen eigenen Kontext.

 

In meiner Druckerei frage ich oft, wenn der Wunsch nach Visitenkarten vorgebracht wurde: Soll es eine geschäftliche oder private Karte werden? Immer dann, wenn es aus der ersten Äußerung des Kunden nicht hervorgeht. Darauf höre ich durchaus oft, grob geschätzt zu einem Fünftel, die Antwort: Eine private, geschäftliche hab ich schon. Oder auch das Wort »dienstliche«. Das sagen meistens Leute aus dem öffentlichen Bereich, wo man auch von Dienststellen spricht. Ganz klar hat sich Prof. Niel 1925 positioniert: »Alle Einwendungen dagegen sind unstichhältige Sonderbröteleien.«

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