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Suche Schrift von »Electric Guitar« aus Tocotronic-Video

Hervorgehobene Antworten

Gelöst von RobertMichael

Aber diese Schriftart, die in diesem (und anderen) Tocotronic-Video verwendet wird – und so eine Art Hauschrift zu sein scheint (siehe Plakat) – unterscheidet sich dann doch schon ganz ordentlich von der Motorcross und der Dynamo. Besonders bei den "komplizierteren" Formen. Bin gespannt, ob jemand den Namen der Schrift und vielleicht sogar die Hintergründe der Entstehung herausbekommt.

TOCO_PLAKAT_PW2016.jpg

darum schrieb ich ja "ähnlich".

das logo gibts ja schon seit den anfängen der tocos und ich vermutete das ein grafikdesigner irgendwann mal die schrift auf basis diesem logo erstellt hat. man müsste mal recherchieren seit wann die schrift eingesetzt wird und wer das plattendesign damals gemacht hat. evtl. wissen die kollegen mehr über die entstehung:

 

http://studio-jung.com

https://atelierdisko.de/works/31-tocotronic

 

Denkbar auch dass Arne sich da als Illustrations-Student damals einfach selbst betätigt hat, erst DIY beim Logo (das schon auf der Digital Ist Besser so drauf ist) und dann eben mal auch bei der Schrift.

vor 1 Stunde schrieb Hans Schumacher:

Mögliche Inspirationsquelle, gerade im Regal entdeckt – Cover von Heinz Edelmann (obwohl ja Michael Ende näher liegen würde)

tolkien.jpg

Das ist ja die oben bereits genannte »Dynamo«.

  • 2 Wochen später...

das wollte ich noch nachreichen:
 

Zitat

 

 

Ein Element, das von Anfang an bei fast jeder Tocotronic-Platte auftaucht, ist euer Logo…
Das hat unser Schlagzeuger Arne, der mal Illustration studiert hat, gemacht. Im Keller der Schule hatten die eine alte Bleisatz-Werkstatt und dort hat er das Logo gedruckt.

 

http://www.spreeblick.com/blog/2010/04/30/jan-muller-tocotronic-radiohead-kunst-reizt-mich-nicht-so/

  • Ersteller

Ich muss mal schauen, aber ich müsste eigentlich noch irgendwo einen Tocotronic-Aufkleber aus der »Digital ist besser«-Zeit rumfliegen haben. Allerdings Siebdruck auf Neonklebefolie ...

  • Ersteller
vor 10 Stunden schrieb RobertMichael:

ich habe noch ein "ich möchte teil einer jugendbewegung sein" t-shirt. :cheer:

Das dunkelblaue mit der Kritzeltypo drauf? Das müsste ich auch noch irgendwo haben – nebst dem »Tocotronic hat mein Leben zerstört«-Shirt.

Ich hab ein selbst-gemachtes >17<-T-Shirt (nach dem 17. Lied auf der K.O.O.K.)

Peinlich: zu viert mit gleichen T-Shirts aufs Konzert ... sehr seltsamer "Auftritt" von Team >17< :shock:

vor 1 Stunde schrieb Microboy:

Das dunkelblaue mit der Kritzeltypo drauf? Das müsste ich auch noch irgendwo haben – nebst dem »Tocotronic hat mein Leben zerstört«-Shirt.

genau das. passt aber nicht mehr :mrgreen:

bei K.O.O.K. war ich dann erstmal raus und hab die band dann nicht mehr so verfolgt.

die letzten sachen find ich aber wieder ganz gut.

brauchen wir hier ein eigenes schrulliges tocotronix-forum? :cheer:

  • Ersteller

Ich bin nach »Tocotronic« (2002) ausgestiegen und kenne relativ wenig von den neueren Sachen ...

Kenne tocotronic nur aus den Känguru-Chroniken von M.U. Kling, da schwang wenig Begeisterung mit. Muss ich mir mal via Youtube o.ä. anhören ...

  • 2 Jahre später...

Hallo, falls es noch jemanden interessiert: Die Schrift ist tatsächlich von  Tim Wetter (damals bei jung und wenig) und mir (damals HGB Leipzig, Typedesign-Klasse von Stephan Müller und Fred Smeijers) für Tocotronic neu gezeichnet worden.

Das Logo wurde ursprünglich, wie von einem User hier richtig erkannt, in den Schäfer-Versalien gesetzt. Wir haben uns nicht nur aus urheberrechtlichen Bedenken entschieden, diese nicht zu "digitalisieren"; die Schäfer-Versalien sind, als Akzidenzschrift, auch einigermaßen eigenwillig im Satz und wir wollten keinen Retro-Kitsch produzieren. Die Ähnlichkeit mit der Motor kommt daher, dass wir diese Haken links auf Balkenstärke gebracht haben. Wir haben aber auch einen Schnitt ohne die überstehenden Balken gemacht. Nach unserer Interpretation kamen die Haken der Schäfer-Versalien daher, dass Karl Hermann Schaefer sich an mit Pinsel geschriebenen Buchstaben orientiert hat. Dies war für uns, wie das Genre der reinen Akzidenzschrift, ästhetisch nicht mehr vertretbar, da heute, anders als in 1920er-Jahren, praktisch keine mit Pinsel geschriebene Schrift im öffentlichen Raum mehr zu sehen ist.

Die Entscheidung für eine konstruiertere und zeitgenössische Form hat zum Ergebnis, dass das Band-Logo nicht exakt in der Schrift nachgebaut werden kann, was in der Band teilweise zunächst nicht ganz verstanden wurde. Die bessere Präsenz im Satz hatte sich aber wie gesagt schon im Gestaltungsprozess gegen das bloße Kopieren der Einzelformen der Schäfer-Versalien bes. des Ps Rs und Bs durchgesetzt.

Die Schrift ist nicht erhältlich, bitte respektiert unseren Entwurf und baut sie auch nicht nach. Und ich bitte darum, dass falls jemand irgendwie eine Kopie davon haben sollte diese nicht, auch nicht privat, zu verwenden.

 

Gott grüße die Kunst,

Pascal Renger.

 

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