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Wer kennt diese Bleisatz-Grotesk?

Hervorgehobene Antworten

Ich habe vor einer Weile diese Bleisatz-Schrift (14 Punkt) aus einer bereits aufgelösten Druckerei in Wesselburen ganz im Norden Deutschlands gekauft. Leider gab es dazu keinerlei Informationen. Vielleicht kennt sie ja hier jemand?

Die Buchstaben "C" und "S" sowie das offene "a" scheinen mir besonders charakteristisch.

 

Die Abbildung zeigt einen meiner ersten Druckversuche auf einem Boston Tiegel. (Ich weiß, dass es eigentich nicht "richtig" ist, aber die leichte Prägung war erstens nicht so einfach und wollte ich zweitens unbedingt ausprobieren!)

 

Diverse Schrifterkennungs-Tools habe ich bereits ausprobiert. Im WhatTheFont-Forum von MyFonts konnte mir bisher auch niemand weiterhelfen.

Bleisatz_Grotesk.jpg

Gelöst von Schriftgussexperte

  • Ersteller

Danke für die schnelle und kompetente Hilfe!

Wer die Friedrich Bauer Grotesk auch so toll findet freut sich vielleicht an diesem Film: 

Leider lässt die neue FF Bauer Grotesk die wunderschöne Form des alten "a" vermissen  - weiß vielleicht jemand, warum die geändert wurde?

vor 56 Minuten schrieb carver.s:

Leider lässt die neue FF Bauer Grotesk die wunderschöne Form des alten "a" vermissen  - weiß vielleicht jemand, warum die geändert wurde?

Die Schrift enthält als Alternativzeichen (Stylistic Set 2) immerhin ein zweistöckiges /a, auch wenn dieses formal nicht genau demjenigen aus der originalen Friedrich-Bauer-Grotesk enstpricht. Hast du das gesehen?

 

https://www.myfonts.com/fonts/fontfont/bauer-grotesk/pro-medium/glyphs.html?vid=676034&render=fs#glyphs/676034/1213

3d7d8a267769fa6a5b818ce2fff4c3.gif

Na ja, die FF Bauer ist ja wirklich fein, aber eben auch ziemlich anders als die Vorlage hier.

Da ich mich gern an Schriften heran mache, die eine etwas alte Anmutung haben, würde ich sehr gern auch  die anderen Figuren der Bleischrift sehen, also, so vorhanden, Ziffern, Satz und Sonderzeichen, Umlaute...

  • Ersteller
vor 8 Stunden schrieb catfonts:

Na ja, die FF Bauer ist ja wirklich fein, aber eben auch ziemlich anders als die Vorlage hier.

Da ich mich gern an Schriften heran mache, die eine etwas alte Anmutung haben, würde ich sehr gern auch  die anderen Figuren der Bleischrift sehen, also, so vorhanden, Ziffern, Satz und Sonderzeichen, Umlaute...

Gerne drucke ich alle vorhandenen Typen - das kann aber ein paar Tage dauern. Reicht die Qualität der Abbildung oben?

  • Ersteller
vor 7 Stunden schrieb Alfred W.:

Die eingangs angeführte Bleisatz-Schrift scheint eher die Genzsch-Grotesk zu sein, die von der Bauer-Grotesk abgeleitet wurde.

Erkennbar am A, M, N, V, W und dem doppelstöckigen a.

 

Nachzulesen in dem interessanten Artikel von Ferdinand Ulrich (mit Schriftmuster):

 

https://www.fontshop.com/content/friedrich-bauer-grotesk-reloaded

 

 

Die ist es!

Danke für den Hinweis, die Mühe und den Link zu dem sehr interessanen Beitrag!!!

Nun heißt es, wenigstens den kräfigen Schnitt dazu zu finden ...

 

Ein sehr aktives, engagiertes und lehrreiches Forum übrigens! Dank an alle dafür!

  • Ersteller
Am 26.7.2018 um 20:24 schrieb catfonts:

Ja, reicht mir, eilt auch nicht. Danke schon mal!

Hier nun alle vorhandenen Zeichen - das ï steht auch auf dem Bleikegel ein wenig zu tief.

Der Druck war leider ein bisschen mager. Wenn er als Vorlage nicht ausreicht, dann liefere ich gerne nach!Genzsch_Grotesk.jpg.f3deda3a7cc2a606f7eebbdbce11f578.jpg

:biglove:Ganz ganz Prima! Da sind ja wirklich recht originelle und ungewöhnliche Lösungen drin, wie die halben Ö-Punkte...

Danke. Mein nächstes Projekt steht so dann schon mal...

  • Ersteller
vor 11 Stunden schrieb catfonts:

Bei den Abdrucken der Lettern sehe ich deutliche Inktraps. Ist das auch an den Lettern selbst sichtbar, oder nur ein Effekt durch den Druck?

Das liegt wohl an der zu geringen Menge Druckfarbe - sie sind bei den Lettern nicht zu sehen. Der Druck am Anfang des Artikels zeigt die Figuren deutlich besser - auch wenn es da wiederum zu viel Druckfarbe war. 

Ich könnte mir vorstellen, dass dies etwa so mit einer kaum sichtbaren Anschrägung in den Ecken der Glyphen gemacht wurde. um so dort ein Zulaufen der Ecken zu verhindern:

inktrap.PNG

 

  • Ersteller

Ich kann da nahezu (?) nichts dergleichen erkennen, und daher hier mal ein Scan von einigen der Verdächtigen:

Genzsch_Grotesk_Bleisoldaten.jpg

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