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Vermutlich sehr alte Bleisatzschriften zum Identifizieren

Hervorgehobene Antworten

Liebe Experten,

mit diesen Schriften (aus vermutlich den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts) komme ich nicht wirklich zu einem Ergebnis bezüglich Schriftnamen, Gestalter, Herkunft ...

Es sind alles Bleisatzschriften in nicht wirklich tollen Zuständen, die aus verschiedenen Druckereien stammen, vorwiegend im süddeutschen Raum. Die erste ist möglicherweise die "Riedingerschrift", 3 und 5 vermutlich irgendwas aus der Ecke Ehmke/Belwe/Klinger und die 6 vermutlich irgendwas mit extraschmal und Anzeigenschrift oder so ...
Mehr kriege ich nicht raus. Freue mich über jeden Hinweis und sage schon mal vorab ein kräftiges Danke!

web-Schriftenkonglomerat.jpg

Gelöst von Taurec

1 ist Riedingerschrift

 

Based upon Riedingerschrift, cut by Franz Riedinger for Benj. Krebs Succ. in Frankfurt am Main in 1906, here come Ridinger Std and its extended version, Ridinger Pro.

 

 

Nummer 2 ist die Esther der Schriftgießerei C. F. Rühl in Leipzig, später in den Bestand der H. Berthold AG übergegangen.

esther.jpg

Nummer 6 ist die „Enge halbfette Bauersche Fraktur“ der gleichnamigen Bauerschen Gießerei zu Frankfurt am Main.

Ich bitte die Bildqualität zu entschuldigen … die ist dem hastigen Genuß einer halben Flasche Kerner Spätlese geschuldet!

 

bauer.jpg

  • Ersteller

Danke! Ich bin beeindruckt, besonders natürlich vom Herrn Taurec! Aber wenn noch jemand was anderes rausbekommt, freue ich mich sehr. 

Hallo,

 

ich habe Nr. 8 einer Schriftensuchmaschine (whatfontis.com) vorgeworfen. Das Ergebnis war schon recht nahe:

 

Gmünder Antiqua:

https://www.myfonts.com/fonts/rmu/gmuender-antiqua-pro/

http://www.identifont.com/show?3N17

 

Das ist aber nur ein Remake:

Designer: Ralph M. Unger

Year: 2015

Publisher: RMU Typedesign

 

Ich habe keine Angaben über die Bleisatzvorlage gefunden, außer der Verweis auf eine Bleisatzvorlage.

 

MfG

  • Ersteller

Danke! Da steht doch aber, dass der Herr Unger die "Imprimatur" (von Bauer) als Vorbild hatte und das scheint sie mir auch wirklich zu sein ... Bleibt als spannendste Frage die Nummer 3 und das Rätsel um den schmalen Schnitt der Eldorado ...

  • Lösung
Am 17.2.2021 um 04:47 schrieb gutenberger:

Danke! Da steht doch aber, dass der Herr Unger die "Imprimatur" (von Bauer) als Vorbild hatte und das scheint sie mir auch wirklich zu sein ... Bleibt als spannendste Frage die Nummer 3 und das Rätsel um den schmalen Schnitt der Eldorado ...

Und ich wusste doch, dass ich Nummer 3 irgendwo schonmal gesehen habe: es ist die Hölzl Medieval der Stempel AG. Siehe Schriftmuster!

Hölzl Medieval.jpg

  • 2 Jahre später...

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