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Schrift Delphin von G.Trump Bleisatzschrift


Sabine Fehmer

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich habe eine Frage zur Schrift Delphin (Bleisatz).

Zu dieser Schrift gibt es 3 Sonderfiguren: d, g, und s

Meine Frage ist, wann diese Sonderfiguren verwendet werden.

Im Anhang ein Bild der Sonderfiguren und eine Übersicht der regulären Buchstaben.

Ich freue mich über Erklärungen.

Besten Dank

Sabine

 

Delphin.jpg

varianten.jpg

 

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Rein vom Aussehen her würde ich schließen, dass das einfach Varianten sind. Also man wählt welche Form einem am liebsten ist und setzt diese dann durchgängig ein. 

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Es kann an der Monitor-Darstellung liegen, aber das d sieht mir ein Tickchen dicker aus. Hast Du es vielleicht mit unterschiedlichen Schriftgrößen zu tun, dem Bleisatz-Äquivalent der optischen Größen?

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Wenn man die "Zusatzglyphen" neben die normalen legt und die Signaturen (Querrillen an der Vorderseite) vergleicht sollte ganz schnell feststellbar sein ob diese identisch sind. Falls nicht, gehören die zusätzlichen Lettern nicht dazu und wären dann wohl "Zwiebelfische".

Beste Grüße, Bleisatzkontor

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Die Alternativbuchstaben gehören regulär zur Schrift, wie Ralf schon sagte. Ich verwende das andere s manchmal als Schlußbuchstabe. Es gibt keine Regeln dafür, da muß sich der Setzer selbst Gedanken machen. Oder seinem Gefühl nachgeben, was besser gefällt, was besser paßt. Sehr erfreulich, daß es solche Schriften gibt.

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Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich denke auch, dass die Entscheidung für die jeweiligen Varianten vom Aussehen abhängig sind und es dafür keine Regeln gibt. Der Gebrauch von nur einer Variante innerhalb eines Textes wird aber auch nicht möglich sein. Im angehängten Beispiel ich das gemacht und bei den grün unterstrichenen Wörtern bin ich zufrieden mit der Wahl, bei den rot unterstrichenen würde ich das andere s verwenden. Vielleicht könnte man noch die Regel aufstellen, dass das „Schreibschrift-s“ immer zu Beginn eines Wortes gesetzt wird ...

Ich werde also den nächsten Satz mit dieser Schrift „nach Geschmack“ setzen.

Besten Dank

Sabine

Gedicht.jpg

 

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Gast bertel
vor 50 Minuten schrieb Sabine Fehmer:

Im angehängten Beispiel ich das gemacht und bei den grün unterstrichenen Wörtern bin ich zufrieden mit der Wahl, bei den rot unterstrichenen würde ich das andere s verwenden.

Ich sehe im angehängten Beispiel weder eine farbige Unterstreichung noch alternative s-Formen … ?

 

Die Rechtschreibfehler und die unausgeglichenen Zurichtung im Beispiel finde ich im Übrigen störender als die s-Form, das nur als freundliche Anmerkung.

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Oh, ich habe das falsche Bild hochgeladen.

Rechtschreibfehler sehe ich nicht. Unausgeglichene Zurichtung lasse ich mir sehr gerne zeigen.

Alternative s-Formen habe ich nicht verwendet, da ich in diesem Fall meinte, ich entscheide mich für nur EINE Form in einem Text.

Hier also noch einmal der Text.

Gedicht.jpg

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vor 5 Minuten schrieb Sabine Fehmer:

Rechtschreibfehler sehe ich nicht.

»fürs« ohne Apostroph, »lässt« nicht mit scharfem ß, kein Komma nach »verschweigt«.

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Und »dieser Satz steht fest« heißt es, sonst stimmt der Rhythmus nicht.

 

Beste Grüße

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Gast bertel
vor einer Stunde schrieb Dieter Stockert:

»fürs« ohne Apostroph, »lässt« nicht mit scharfem ß, kein Komma nach »verschweigt«.

… sowie der Grammatikfehler in "verschweigt sie für sich". Entweder "behält sie für sich" oder "verschweigt sie".

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Gast bertel
vor 58 Minuten schrieb KlausWehling:

Und »dieser Satz steht fest« heißt es, sonst stimmt der Rhythmus nicht.

… oder " dies steht fest", damit stimmt der Rhythmus auch wieder.

 

Auf die Schnelle:

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Wie gesagt, die Verbesserungen und Optimierungsvorschläge bitte nicht in den falschen Hals bekommen! Ich finde es einfach immer toll, wenn ein Ergebnis auch wirklich passt.

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Die beiden Busch-Zitate sind falsch, das sollte man nach dem Googeln entweder in der Google-Büchersuche oder im eigenen Regal prüfen. Im Internet sind die meisten Zitate diese Art falsch abgeschrieben.

 

Das Ausgleichen im Bleisatz wird nur bei großen Graden gemacht, weil es bei den Kleinen zu mühselig und auch zu wenig wichtig ist. Kleine Schriftgrade in vergrößerter Darstellung sagen über das Druckbild zu wenig aus. In Originalgröße kann unauffällig sein, was vergrößert dem Typografen ins Auge springt. Ab Tertia, also 16p, kann man und manchmal sollte man in die Zurichtung eingreifen. Allerdings ist in Blei nur das Erweitern möglich. (Das Korrekturzeichen wird eigentlich mit einem Bogen geschrieben.) Dieses dann mit feinen Spatien, also Messing für halbe, Neusilber oder Papier für Viertelpunkte und Seidenpapier. Verringern läßt sich nur selten durch Abfeilen (unterschneiden), was wirklich ein großer Aufwand sein kann. Habe ich bei der Delphin noch nie nötig gefunden (liegt hier auch im Kasten).

Das hier verwendete s erscheint mir ungünstig, es fällt mir als ungewöhnlicher Buchstabe auf. Deshalb verwende ich es allenfalls als Schluß-s.

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Das verwendete s ist m. E. eindeutig ein Schluß-s. Am Wortanfang wirkt der Aufstrich äußerst störend. In meiner bescheidenen Erfahrung wurden Alternativformen oft mit der Absicht hergestellt, das Schriftbild in ganz bestimmten Zusammenhängen zu verbessern. Man sollte sie also nicht unbedingt kategorisch verwenden. 

 

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vor 10 Minuten schrieb Oliver Weiß:

 In meiner bescheidenen Erfahrung wurden Alternativformen oft mit der Absicht hergestellt, das Schriftbild in ganz bestimmten Zusammenhängen zu verbessern.

Was aber bei dem g wiederum nicht so richtig schlüssig ist. Ich hab gerade nichts entsprechendes zur Hand, aber es sollte sich mit Original-Schriftmustern leicht klären lassen. Vielleicht hat @Microboy oder @RobertMichael etwas griffbereit. Wenn es so gemeint war, dass die die beiden s-Formen kombiniert werden sollen, dann wäre das auch so in den Originalmustern zu finden.  

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vor 11 Minuten schrieb Ralf Herrmann:

Was aber bei dem g wiederum nicht so richtig schlüssig ist. Ich hab gerade nichts entsprechendes zur Hand, aber es sollte sich mit Original-Schriftmustern leicht klären lassen. Vielleicht hat @Microboy oder @RobertMichael etwas griffbereit. Wenn es so gemeint war, dass die die beiden s-Formen kombiniert werden sollen, dann wäre das auch so in den Originalmustern zu finden.  

Ich habe einige Scans für Sabine heute gemacht, aber: In der Probe sind die Alternativzeichen schon gezeigt, aber nicht eingesetzt. Also Regeln gab es nicht. Zumindest keine, die ich in meinem Schriftmusterheft sehen könnte. Das eine Bild hier sollte als Beispiel dafür ausreichen, hoffe ich.

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Lediglich in der Zeile in 14 Punkt werden beide Formen des s eingesetzt. Das wirkt aber fast unabsichtlich da sonst im kompletten Schriftmuster die Formen nie gemischt werden. Siehe die Zeile in 24 Punkt …

 

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In den Mustern werden die drei Sonderformen anscheinend auch immer zusammen verwendet ...

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Ich kann mir nicht helfen, aber die Versalien bei der Schrift erscheinen mir, im Vergleich mit den Gemeinen, doch zu „statisch“. Gerade unten beim „Hotel Tannenhof“ wollen (für mich) T und der Rest nicht so ganz zusammenpassen. 

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Auch in der offiziellen Probe gefällt mir das s nicht. Ist aber nur meine Meinung, frei nach der Devise "auch Goethe war ein Schwein" 🙂

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vor einer Stunde schrieb Taurec:

Ich kann mir nicht helfen, aber die Versalien bei der Schrift erscheinen mir, im Vergleich mit den Gemeinen, doch zu „statisch“. Gerade unten beim „Hotel Tannenhof“ wollen (für mich) T und der Rest nicht so ganz zusammenpassen. 

Verfettete Renaissance-Versalien – wer mag das schon. Bei mir gibt es gar keine in der Setzerei. Die fette Delphin würde ich auch in keinen Kasten lassen. Wer weiß, was es da für Diskussionen gab in der Gießerei. Ob Trump selber das wollte oder sich überreden ließ. Die Reklameleute wollten so was haben, Hauptsache Radau.

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