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Erscheinungsbilder mit Exklusivschriften gesucht, die sehr ähnlich sind wie Lizenzschriften

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Hej in die Runde,

ich suche möglichst namhafte Erscheinungsbilder, die Exklusivschriften haben, die sehr ähnlich sind zu bestehenden Lizenschriften. 

Zum Beispiel Firmen, die eine angepasste Version der Helvetica als Hausschrift nutzen, um Lizenzgebühren zu sparen.

Habt ihr da ein paar namhafte Beispiele? 

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Ich werde nicht ganz schlau aus Deiner Anfrage, daher drösel ich mal meine unqualifizierte Weltsicht in den Thread:

Es gibt Exklusivschriften. Das sind für mich Schriften, die von Grund auf für einen Auftraggeber erstellt wurden. Diese können, müssen aber nicht, ein Skelett haben, dass der Schriftenkünstler bereits im Angebot hat (Beispiel wäre hier für mich die Verwandtschaft der Axel zu Officina). Diese Schriften sind nicht im freien Handel erhältlich und der Auftraggeber behält sich das Distributionsrecht (zumindest für eine gewisse Zeit) vor.
Dann gibt es Custom Fonts. Das sind für mich im Prinzip frei lizensierbare Schriften, die durch mehr oder weniger kleinere Anpassungen (sowas wie einstöckiges a ist Standard statt Alternative, Firmen-Logo wird in Font implementiert) und/oder eine individuell angepasste Lizenz (pfff, Bank weiss gar nicht so genau, auf wie vielen Rechnern heute und in einem Jahr die Schrift installiert werden soll, daher wird eine Pauschale veranschlagt) individualisiert werden.

Und in Anbetracht dessen, dass ein A immer ein A ist, stellt sich für mich auch die Frage danach, was das Ziel Deiner Fragestellung sein könnte. Und wie wir zwischen der "Handschrift" des Künstlers, der Künstlerin und Arbeitsersparnis unterscheiden wollen (ich kann es nicht benennen, aber ich finde, dass die Schriften von Hoftype irgendwie eine Handschrift Hofrichters innewohnt).

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vor 2 Stunden schrieb patrickmsommer:

Zum Beispiel Firmen, die eine angepasste Version der Helvetica als Hausschrift nutzen

Die BMW Helvetica wäre ein Beispiel, wo eine leicht modifizierte Helvetica zum Einsatz kam.

 

vor 54 Minuten schrieb Phoibos:

Es gibt Exklusivschriften. … Dann gibt es Custom Fonts …

Es gibt aber auch unveränderte Schriften, die mit einem Firmenzusatz im Namen rausgekauft wurden und wo der Kunde in der Folge als Lizenzgeber auftritt oder auftreten kann. Ich meine, dass die »LUH Rotis« (Leibniz Universität Hannover) eine unveränderte Rotis ist.

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vor 29 Minuten schrieb Diwarnai:

Es gibt aber auch

Deswegen schrieb ich ja "und/oder". Die Rotis ist ja nicht an sich aus der allgemeinen Verfügbarkeit herausgenommen worden, sondern, falls Deine Erinnerung nicht trügt, nur mit einer eigenen, nicht allgemein verfügbaren Lizenz an die Uni lizensiert worden.

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vor 3 Minuten schrieb Phoibos:

aus der allgemeinen Verfügbarkeit herausgenommen worden

Darum geht es ja nicht.

Es geht um Schriften, die auf bestehenden basieren und mit Namenszusatz oder komplett neuem Namen bestehen. Unter welcher Lizenz auch immer und unter welcher Verfügbarkeit auch immer und wer auch immer Lizenzgeber ist, all das ist an der Stelle nicht relevant.

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vor 5 Stunden schrieb patrickmsommer:

Zum Beispiel Firmen, die eine angepasste Version der Helvetica als Hausschrift nutzen, um Lizenzgebühren zu sparen.

Mir ist die Fragestellung auch noch nicht ganz klar:

Geht es um Schriften, die als Grundlage einen Lizenzfont haben, und für einen Auftraggeber individualisiert wurden (Namensänderung, ergänzende Schriftschnitte, neue Glyphen etc.)? Da gibt es sicherlich Unmengen an Schriften, weil das quasi zum Tagesgeschäft von Agenturen und Foundries gehört.

Oder suchst du nach Schriften, die vermeintlich auf einer Lizenzschrift basieren, aber als eigenständiger Schriftentwurf exklusiv verwendet werden? Letzteres dürfte schwer nachzuvollziehen sein, ohne Schriftgestalter und/oder Agenturen dem Verdacht auszusetzen, dass sie Schriften bewusst kopieren (ganz egal aus welchem Grund).

Hast du ein Beispiel für deine Frage zur genaueren Einordnung?

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Geht es um Exklusivschriften, welche auf bereits bestehenden Fontfamilien basieren, empfehle ich auch einen Blick in unsere Hausschriften-Datenbank. Die Filter »Exklusive Hausschriften« und »Basiert auf …« sollten Dir dann zeigen, was Du suchst:

https://www.typografie.info/3/hausschriften.html/?d=15&sortby=field_296&sortdirection=desc

 

… wie zum Beispiel Cera Bielefeld, Milo ADAC, DEKA Frutiger oder eben BASF Neue Helvetica.

bearbeitet von R::bert
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vor 14 Stunden schrieb Diwarnai:

Darum geht es ja nicht.

Es geht um Schriften, die auf bestehenden basieren und mit Namenszusatz oder komplett neuem Namen bestehen. Unter welcher Lizenz auch immer und unter welcher Verfügbarkeit auch immer und wer auch immer Lizenzgeber ist, all das ist an der Stelle nicht relevant.

Irgendwie geht's schon darum?

Zum Beispiel Firmen, die eine angepasste Version der Helvetica als Hausschrift nutzen, um Lizenzgebühren zu sparen.
 

Je nachdem ob das "z.b." doch die eigentliche Frage ist, oder auch weiter gefasst werden kann, geht es ...

... um formale oder technische (oder detail-ästhetische) Anforderungen, die es erforderlich machen dass ein großer Anwender "schon die Helvetica, aber aus Gründen an dieser und jener Stelle anders" beauftragt und einsetzt. Also beispielsweise andere Ziffern braucht, das Spacing anpasst, einen Buchstaben mehr an die Grundform des Logos heran bringt, keine runden Punkte gebrauchen kann, Kapitälchen braucht, eine Plakat- oder Lesetextvariante braucht, ...

... oder um lizenztechnische Fragen aller Art, wenn er eh nur die Helvetica haben will, aber diese an Niederlassungen, Partner etc. geben will und unterscheidbar sein muss, dass es sich dabei um eine rechtliche Sonderversion geht die nur durch den Lizenznehmer verteilt werden kann, nicht allgemein. Dabei will er sich nicht zwingend Lizenzkosten sparen, aber Verwaltungskosten, und auch gesichert rechtlich sauber dastehen.

(... oder eher unseriös: Helvetica ja, aber bezahlen nein, also murkst man an den Daten rum bis das nicht mehr direkt nachweisbar ist, nennt es anders, und lebt das Piratenleben ohne die Flagge direkt zu hissen.)

 

Je nachdem kommen bei so einer suche auch ganz andere Ergebnisse raus, solange wir das also nicht sicher wissen, ist es schwierig da Beispiele zu liefern die nicht völlig beliebig sind. Fast jedes Unternehmen mit "eigenem Font" setzt letztlich etwas ein das man z.b. mit "eine Schrift die so wie die Helvetica auch statische Formen und keine Serifen hat". Dafür gibt es einfach zu viele nicht-Custom-Schriftarten, als dass nicht immer etwas sehr ähnliches zum Vergleich stehen würde.

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vor 24 Minuten schrieb Sebastian Nagel:

... oder eher unseriös: Helvetica ja, aber bezahlen nein,

Das würde aber nur bei einem Nachbau gelten, der dann aber nicht unter dem originalen Namen eingesetzt werden darf. Diese Variante wird nicht gesucht, wenn ich den TE richtig verstanden habe.

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Geschrieben (bearbeitet)

Ja, in die Richtung gerne. Wie z.B. auch die Sparkasse Hausschrift, die Dalton Maag erstellt hat. Sie orientiert sich an der Corpid.

Am Liebsten mit näheren Infos, Hintergrundinfos – wenn möglich. 
 

vor 7 Stunden schrieb R::bert:

Geht es um Exklusivschriften, welche auf bereits bestehenden Fontfamilien basieren, empfehle ich auch einen Blick in unsere Hausschriften-Datenbank. Die Filter »Exklusive Hausschriften« und »Basiert auf …« sollten Dir dann zeigen, was Du suchst:

https://www.typografie.info/3/hausschriften.html/?d=15&sortby=field_296&sortdirection=desc

 

… wie zum Beispiel Cera Bielefeld, Milo ADAC, DEKA Frutiger oder eben BASF Neue Helvetica.

 

bearbeitet von patrickmsommer
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vor 40 Minuten schrieb patrickmsommer:

Am Liebsten mit näheren Infos, Hintergrundinfos – wenn möglich.

Dazu brauchst Du im Grunde nur die Einträge durchforsten. Bei etlichen sind Links für weitere Infos hinterlegt. Im besten Fall zu den Foundries, welche da meistens gute Insights liefern. Ansonsten kann dann man auch direkt bei den Foundries schauen (siehe z.B. Cera Bielefeld 👉🏻 Typemates). Die haben meistens einen Menüpunkt in Richtung »Custom« mit ausgewählten Showcases (unter anderm auch Studio René Bieder, HvD, Supertype, Colophon etc.).

bearbeitet von R::bert
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Ich finde, es ist ein deutlicher Unterschied zwischen einer Hausschrift, die auf einem Lizenzfont basiert (z.B. Cera Bielefeld: Wurde da außer am Namen überhaupt irgendwas gegenüber der Lizenzschrift geändert?), und einer Schrift, die vollkommen neu entworfen wurde (Sparkasse). Ich würde das nicht in einen Topf werfen.

Wenn es nicht irgendwo explizit genannt wird, finde ich es auch schwierig festzustellen, ob ein Customfont auf einer Lizenzschrift basiert. Mag sein, dass die Sparkassen-Schrift auf der Corpid basiert – im Ergebnis ist es aber ein eigenständiger Schriftentwurf. Was ist bspw. mit der neuen Lufthansa-Hausschrift? Die hat im Ursprung auch die Helvetica als Basis. Die Schrift hat sich letztlich im Prozess aber so weit von der »Quelle« entfernt, dass es mir schwer fällt, hier noch große Gemeinsamkeiten zu finden.

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Wir wissen halt aber auch nicht ob das für Patricks Anliegen/Projekt/Zwecke* momentan überhaupt relevant ist, da tiefer einzusteigen und zu kategorisieren. Vielleicht geht es ja tatsächlich nur um ein paar Beispiele welche alle irgendwie in das Spektrum »Exklusivschriften auf Basis von …« passen um aufzuzeigen, was andere so machen.

bearbeitet von R::bert
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vor 28 Minuten schrieb StefanB:

Cera Bielefeld: Wurde da außer am Namen überhaupt irgendwas gegenüber der Lizenzschrift geändert?

Laut Manual (siehe Seite 7) wurde da zumindest die Bielefeld-Bildmarke integriert. Da TypeMates diesen Fall aber nicht expliziert auf ihre Webseite erläutern, könnte es das tatsächlich schon gewesen sein. Vielleicht aber auch weil die Cera auch schon für andere Projekte als Hausschrift-Basis diente. Der @jakob runge weiß sicher mehr. ;-) 

bearbeitet von R::bert
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vor 44 Minuten schrieb StefanB:

Was ist bspw. mit der neuen Lufthansa-Hausschrift? Die hat im Ursprung auch die Helvetica als Basis.

Das ist wirklich ein kritisches Beispiel und laut diesem Text (dritter Abschnitt hier) sogar Auslegungssache:

Zitat

To me, Helvetica resembles a Beatles song, with all its history and attitude as well as its visual peculiarities. In my opinion it cannot actually be improved. It remains a classic and one of the most famous typefaces in history. Thus, it was never our idea to create a better Helvetica. Instead our goal was to take over today’s standpoint and develop something that is new, something that features advantages for contemporary needs – and yet with Helvetica “in the air”.

 

bearbeitet von R::bert
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„Die Futura, eine „Frankfurter Schrift", wird ergänzt durch Buchstaben und Sonderzeichen aus der Entwurfsphase von Paul Renner um 1927. Es werden die Schnitte Book, Demibold und Heavy in Zusammenarbeit mit Elsner+Flake Hamburg entwickelt.“ 

Außerdem:

 

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