Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Wer die Entwicklung in den zwanziger Jahren unvoreingenommen studiert, wird feststellen, daß auch ohne jenen unsinnigen Regierungserlaß im Januar 1941 die Antiqua früher oder später die Frakturschriften abgelöst hätte. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß die Frakturschriften jemals wieder eine praktische Bedeutung erlangen werden. Sie waren eine wichtige historische Entwicklungsphase in der Schriftgeschichte unseres Landes, wie beispielsweise die Unziale, ehe die karolingische Minuskel sie ablöste.«
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»Alle Schriftgeſtaltung erhält ihre weſentlichen Anregungen aus den geiſtigen Strömungen ihrer Zeit, die ſtets in höherem Maße von beſtimmendem Einfluß ſein werden als die Technik.«
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»Alle Typen außer der Groteskschrift, die dafür auch in der kleinsten Druckerei in allen Weite-, allen Fettegraden stehen müßte, könnten eingeschmolzen werden.«
Max Buchartz
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»Alle typographische Erziehung beginnt und endet beim Buche.«
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»Alles Welsche ist Gift, deutsch sei die Schrift ... Deutsches Wort in deutscher Schrift, auch das ist Arbeit am Deutschtum und sollte allgemein als deutsche Pflicht erkannt werden.«
Otto Stiehl
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»Als künstlerischer Leiter muss man mit einem vorgefundenen Fundus nicht nur leben, sondern auch versuchen, das Erscheinungsbild einer Schrift so gut wie möglich vorzustellen. Persönliche Vorlieben sind dieser Aufgabe unterzuordnen.«
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»Als Typograf haben Sie einfach keine Wahl. Sie stehen immer auf der Seite des Textes. Das klingt zwar eigenartig, weil es sich beim Text um eine Sache handelt, aber Typografen selbst sind ja auch eigenartig.«
Frank Baranowski
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»Antiqua ist südlicher Hain aus gestaltbewußten, schönen Einzelbäumen, Fraktur ist nordischer Wald im Geheimnis seiner Gedränge.«
Dr. Wilhelm Niemeyer
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»… auf den E-Readern finden sich immer die genau gleichen alten Schriften. Zum Beispiel die Palatino aus dem Jahr 1950 und die Times New Roman von 1931. Das kommt mir vor, als würde man heute ein Auto mit eisenbeschlagenen Rädern fahren.«
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»Außer dem deutschen gott haben wir auch die deutsche schrift. Beides ist falsch. Alle diese deutschen heiligtümer, die von anderen herrühren und nur dadurch deutsch geworden sind, daß sie im deutschen geistesbezirk erstarrten und sich nicht mehr verändern konnten, mögen in die rumpelkammer geworfen werden. Ich Deutscher protestiere dagegen, daß alles, was von anderen völkern für immer abgelegt wurde, als deutsch ausgeschrien werde. Ich bin dagegen, daß immer und immer wieder zwischen deutsch und menschlich eine schranke gezogen wird.«
Adolf Loos
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»Bei den Schriften der Zukunft werden weder Werkzeuge noch modisches Formempfinden ausschlaggebend sein.«
Ludwig Goller, 1884–1964, Leiter DIN-Ausschuss zur DIN 1451
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»Benutzen Sie echte Kapitälchen oder lassen Sie es bleiben.«
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»Beziehungen zu schaffen, ist das Ziel aller Typographie.«
Kurt Schwitters
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»Bleibt hartnäckig! Ich bin immer durch Widerstände weitergekommen. Wenn es hieß, etwas geht nicht, habe ich mich immer gewehrt.«
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»Branding ohne Typografie ist wie Architektur ohne Statik.«
Achim Schaffrinna
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»Buchstaben sind praktische und nützliche Zeichen, aber ebenso reine Form und innere Melodie.«
Wassily Kandinsky
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»Darf ich so frey seyn Sie zu fragen warum Sie dieses Werk nicht mit lateinischen Buchst. druken lassen? Ich wünschte daß mann sie nach und nach einführte, damit wir nicht die eintzigen Gothen seyn, die noch in europa sind. Ich bin sehr entschlossen, zur Abschaffung der ekichten Buchstab. zu helfen; aber es müssen Ansehnliche Autores seyn, die einer solchen neuerung autorität geben.«
Christoph Martin Wieland
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»Das Bestreben, die deutsche Druckschrift und auch die deutsche Schreibschrift zugunsten eines allgemeinen Weltmonopols der lateinischen Druck- und Schreibschrift aufzugeben, muß als eine mittelalterliche Versündigung am deutschen Volke mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden.«
August Kirschmann
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»Das einfach Schöne ſoll der Kenner ſchätzen, Verziertes aber ſpricht der Menge zu.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Das erste Erfordernis eines schönen Buches ist eine künstlerisch geschnittene Schrift.«
Eugen Diederichs
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»Daß es in Deutschland einmal Zeiten gab, in denen man ernſthaft überlegte, ob man die deutſche – die deutſche! – Schreib- und Druckſchrift „abschaffen“ ſolle, ja daß im Jahre 1911 ſogar der deutſche Reichstag beinahe die Wahnſinnstat vollbracht hätte, die deutſche Schrift zu vernichten – ſie iſt mit einer Mehrheit von nur zwei Stimmen gerettet worden – das muß heute jeden Deutſchen, in dem nur ein Funke nationalen Empfindens glüht, doch tatſächlich berühren wie das ſinnlose Zertrümmern unerſetzlicher, aus dem Volkstum gewordener Koſtbarkeiten.«
Albert Windisch
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»Daß ich die so genannte Schwabacher Schrift gänzlich aus der meinigen verbanne, wird hoffentlich jedermann billigen. Etwas Geschmackloseres, als diese Art Lettern, giebt es wohl schwerlich, und keinem Schriftgießer oder Buchdrucker, der nur irgend Anspruch auf Gefühl für Schönheit macht, wird es itzt noch einfallen, diese dem Auge sehr widrige Schrift nur einiger Aufmerksamkeit zu würdigen, oder sie gar verbessern zu wollen.«
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»Den heutigen Forderungen am meisten entsprechend ist die sogenannte Groteskschrift.«
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»Der betont nationale, partikularistische Charakter der Fraktur […] widerspricht den heutigen übernationalen Bindungen der Völker und zwingt zu ihrer unabwendbaren Beseitigung. An ihr festzuhalten, ist Rückschritt. Die lateinische Schrift ist die internationale Schrift der Zukunft.«
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»Der deutſche Menſch hat ſich im Werden ſeiner Volksperſönlichkeit Schriftformen geſchaffen, die ihm und ſeiner inneren Art gemäß ſind.«
Odilo Globocnik (Gauleiter der NSDAP Wien)
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»Der Führer ordnet an, daß die Antiqua künftig nur noch als deutsche Schrift gewertet wird. Sehr gut. Dann brauchen die Kinder wenigstens keine acht Alphabete mehr zu lernen. Und unsere Sprache kann wirklich Weltsprache werden.«
Joseph Goebbels
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»Der Gebrauch der lateinischen Lettern streitet mit einem unabänderlichen Grundgesetze unsrer Rechtschreibung. Ich meyne jenen uns ganz eigenthümlichen Gebrauch, den Anfangsbuchstaben groß zu bilden. Darauf sind die jetzigen französischen Lettern nicht eingerichtet, und eben durch die häufige Wiederholung dieser meistens gradlinichten Lettern fällt ein deutsches Buch in lateinischen Lettern so häßlich und dem Auge jederzeit widerwärtig auf.«
Friedric Schlegel
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»Der gedruckte Bogen überwindet Raum und Zeit. Der gedruckte Bogen, die Unendlichkeit der Bücher, muß überwunden werden. DIE ELEKTROBIBLIOTHEK.«
El Lissitzky
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»Der Künstler macht, was er will. Der Designer will, was er macht.«
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»Der künstlerische Drang nach Selbstdarstellung ist in der Dienstleistung Typografie ein Irrweg.«
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»Der Schriftsetzer soll außer den technischen Kenntnissen, welche er während seiner Lehrzeit sich aneignet, zuvörderst mit seiner Muttersprache vertraut sein, außerdem die Umgangs- und alten Sprachen, wenigstens französisch, englisch, lateinisch, griechisch und hebräisch, so weit pflegen, um die grammatikalischen Grundregeln zu verstehen; ein hoher Grad von Vollkommenheit ist nicht erforderlich, und er kann das Nöthige durch Selbstunterricht lernen.<br>Ebenso wird ihm eine lexikalische und tagesgeschichtliche Belesenheit stets ein sicherer Führer sein bei der so großen Mannichfaltigkeit des literarischen Stoffes, welcher ihm unter Hand und Auge kommt …«
Carl August Franke
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»Der vollständige Verzicht auf die Fraktur würde übrigens einen unerträglichen Verlust bedeuten, und ich beklage, daß diese Schrift, die sich weit besser für deutsche Literatur eignet als Antiqua, heute auf fast verlorenem Posten steht.«
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»Des Daseins eigentlichen Anfang macht die Schrift.«
Heraklit
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»Design ist Kunst, die sich nützlich macht.«
Carlos Obers
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»Deutſche Bücher in lateiniſchen Buchſtaben leſe ich nicht!«
Otto von Bismarck
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»Die Art der Schrift gibt geschriebener Sprache den Klang«
Jürgen Thönnessen
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»Die bewußte Verwendung von Frakturschriften in Westdeutschland hingegen war nur selten unbefangen. Ihre Freunde meinen meistens, sie verteidigen zu müssen und wählen oft den Angriff als Verteidigung. Polemik – mitunter mit unpräzisen Argumenten – ersetzt häufig nüchterne Analyse.«
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»Die deutſche Schrift iſt in ihrem Schmuck den gotiſchen Bauten vergleichbar, die den Blick zur Höhe ziehen und uns mit Staunen und Bewunderung erfüllen.«
Johann Wolfgang von Goethe
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»Die deutſche Schrift iſt wie ein Symbol der eigentümlichen Sendung des deutſchen Volkes, das unter den Kulturvölkern das Beſondere, das Eigentümliche, das Vaterländiſche in allen Äußerungen des Lebens nicht nur zu verteidigten, ſondern als ein Muſter und Beiſpiel ihnen allen vorzuleben hat.«
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»Die Frage, ob deutsche oder lateinische Formen, braucht hier nicht aufgeworfen zu werden. Wir fordern nur gute und edle Formen in verschiedener Art für verschiedene Zwecke.«
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»Die Fraktur ist ebensowenig die Repräsentantin der deutschen Eigenart, wie die Antiqua diejenige der nicht deutschen Kultur-Völker.«
Friedrich Soennecken
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»Die Fraktur ist ein öder Rückgriff, Ausdruck von Orientierungslosigkeit, unterstreicht, wie wir im Design das Vorwärtsschauen vergessen haben.«
HD Schellnack
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»Die Fraktur iſt in Mitteleuropa die Schrift des Deutſchtums, und wo wir ihr begegnen, fühlen wir uns heimatlich berührt.«
Rudolf Wolf
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»die fraktur wird vielleicht aus politischen erwägungen vorübergehend etwas boden gewinnen. von dauer wird diese erscheinung nicht sein, weil die fraktur einem ganz anderen formkreis angehört als der jetzige, der durch verwendung neuerer materialien entstanden ist.«
Philipp Albinus
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»Die gebrochenen Schriften sind bisher oft nicht nur ungenau als Frakturschriften, sondern nicht selten auch als deutsche Schriften bezeichnet worden. Keiner der beiden Ausdrücke ist treffend.«
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»Die Geschichte der Schrift ist die Geschichte der menschlichen Kultur.«
H. Virl
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»Die kleinste technische Manipulation in der Typografie wird zur formalen Aussage. Es gibt keinen Typografen, der nicht gestaltet.«
Emil Ruder
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»die lateinischen Lettern können auch eine Uniform bleiben, wodurch sich Werke des Genius und Geschmacks, Bücher von vorzüglichem wissenschaftlichen Wert, welche hauptsächlich für die Bibliotheken der Liebhaber und für die öffentlichen Büchersäle bestimmt sind, von dem übrigen großen Haufen der Drucksachen unterscheiden.«
Autor unbekannt
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»Die Meinung, daſs die spitze Schreibschrift und die gebrochene Druckschrift (Fraktur) etwas specifisch deutsches seien, ergibt sich aus der vorstehenden Darstellung als groſser Irrtum. Am meisten wurde derselbe von den Schreibmeistern hervorgerufen und genährt, und es scheint fast, als hätte diese gerade deshalb an den verdorbenen Schriftformen festgehalten, um vor dem Auslande, dessen Ueberlegenheit auf diesem Gebiete sie kannten, wenn keinen Vorzug, so doch wenigstens etwas besonderes zu besitzen.«
Friedrich Soennecken
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»Die Neue Typographie unterscheidet sich von den früheren dadurch, daß sie als erste versucht, die Erscheinungsform aus den Funktionen des Textes zu entwickeln. Dem Inhalt des Gedruckten muß ein reiner und direkter Ausdruck verliehen werden. Seine Form muß, wie in den Werken der Technik der Natur, aus seinen Funktionen heraus gestaltet werden.«
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