Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Mediengestaltung ist visuelle Veredelung von Information.«
Reinhard Albers
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»Wer dem Gestalter nicht vertrauen kann, ist kein guter Auftraggeber; wer als Gestalter wider besseres Wissen klein beigibt, ist kein guter Gestalter«
Friedrich Forssmann
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»Helvetica ist wie Toastbrot. Schmeckt nach nix, aber man kann alles drauflegen.«
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»… auf den E-Readern finden sich immer die genau gleichen alten Schriften. Zum Beispiel die Palatino aus dem Jahr 1950 und die Times New Roman von 1931. Das kommt mir vor, als würde man heute ein Auto mit eisenbeschlagenen Rädern fahren.«
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»Typografie zieht Texte an – passend zu Aussage und Anlass, mal Jeans, mal das kleine Schwarze.«
John D. Berry
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»Life is way too short for kerning. How many more pixels can I push before they start pushing me?«
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»Benutzen Sie echte Kapitälchen oder lassen Sie es bleiben.«
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»Ligaturen verbinden Buchſtaben, ihre Verwendung aber trennt die Meinungen. Während die einen für die überlieferten Regeln eintreten, halten ſie die anderen für ziemliche Willkür, auf die man verzichten kann – ebenſo wie man auf gutes Benehmen, gepflegte Kleidung oder ausgewählte Speiſen verzichten kann …«
Die Schriftleitung der Zeitschrift Die deutsche Schrift
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»Man baut […] kein Auto, das nicht fahren kann. Dasselbe gilt für Fonts. Man kann die Geschwindigkeit eines Autos festlegen, aber es sollte sich doch immer irgendwie bewegen.«
Dries Wiewauters
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»Die Typographie ist die Rhetorik der Schrift.«
Reinhard Albers
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»Wir Experten müssen Nachsicht üben, wenn Laien die gebrochenen Schriften mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen. Dieser Bezug ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen.«
Jürgen Siebert
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»Die Fraktur ist ein öder Rückgriff, Ausdruck von Orientierungslosigkeit, unterstreicht, wie wir im Design das Vorwärtsschauen vergessen haben.«
HD Schellnack
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»Typographie ist Teil unseres kulturellen Ganzen.«
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»Als künstlerischer Leiter muss man mit einem vorgefundenen Fundus nicht nur leben, sondern auch versuchen, das Erscheinungsbild einer Schrift so gut wie möglich vorzustellen. Persönliche Vorlieben sind dieser Aufgabe unterzuordnen.«
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»Ich halte Carson für den wesentlichen Initiator der Jetztzeit, aber ich halte die Tradition für genauso wichtig.«
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»Ohne Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks wären weder die Flugblätter des Bauernkriegs möglich gewesen noch die Aufrufe der Französischen Revolution.«
Irene Jung
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»Schrift ist nicht nur Form, die für sich spricht. An ihrer unschuldigen Form bleibt haften, was man mit ihr geschrieben, was man mit ihr getrieben hat.«
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»Typografische Gestaltung interpretiert immer. Jeder Text, ob Zeitungsnotiz, lyrisches Gedicht oder Gebrauchsanweisung, wird durch die Typografie, in der er zu lesen ist, beeinflußt.«
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»Visuelle Kennerschaft gewinnt man nur durch vielfältige Anschauung, persönliche Übung und Vergleich. ›Könnerschaft‹ jedoch setzt pragmatische, gediegene Kenntnisse und hohe fachliche Qualifikation voraus. Diese aber erfordert im Umgang mit der Materie unseres Berufes permanente kritische Arbeit an sich selbst.«
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»Neutrale Typographie gibt es nicht.«
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»Design ist Kunst, die sich nützlich macht.«
Carlos Obers
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»Schrift ist – nach der verbalen Sprache – nach wie vor das bedeutendste Kommunikationsinstrument.«
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»Die Art der Schrift gibt geschriebener Sprache den Klang«
Jürgen Thönnessen
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»Wer die Entwicklung in den zwanziger Jahren unvoreingenommen studiert, wird feststellen, daß auch ohne jenen unsinnigen Regierungserlaß im Januar 1941 die Antiqua früher oder später die Frakturschriften abgelöst hätte. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß die Frakturschriften jemals wieder eine praktische Bedeutung erlangen werden. Sie waren eine wichtige historische Entwicklungsphase in der Schriftgeschichte unseres Landes, wie beispielsweise die Unziale, ehe die karolingische Minuskel sie ablöste.«
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»Hersteller und Entwerfer müssen immer daran denken, daß sie nicht sich selbst ausdrücken, sondern der bequemsten Übermittlung des Inhalts zu dienen haben.«
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»Die kleinste technische Manipulation in der Typografie wird zur formalen Aussage. Es gibt keinen Typografen, der nicht gestaltet.«
Emil Ruder
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»Die Vorstellungswelt eines Typographen und Graphikers muß auf der Vergangenheit beruhen, um die Möglichkeiten in der Zukunft auszuloten und richtig zu interpretieren.«
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»Ich wende mich dagegen, vorurteilslos oder — wenn Sie wollen — mit Vorurteilen Dinge nachzubeten, die in zehn Fachbüchern bereits interpretiert wurden. Es ist geradezu idiotisch zu sehen, wie die Fachbücher einander gleichen wie ein Ei dem anderen, daß stets dieselben Abbildungen gezeigt werden, dieselben Sätze und dieselben Interpretationen kommen. Das zeugt nicht nur für einen Mangel an Phantasie, sondern leider auch für einen Mangel an Analyse.«
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»Typografie ist zum großen Teil ein Spiel mit den Schrifttypen, und die Auswahl eines Druckers sollte nicht groß genug sein, damit man sich nicht mit einer Bodoni begnügen muß, weil keine Garamond lieferbar ist. Das macht es für unsere Designer zu einer schwierigen Aufgabe, mit den Designern anderer Länder zu konkurrieren. Es wird eine Langzeitaufgabe sein für unsere staatliche Industrie eine Lösung zu finden für die Knappheit guter Schrifttypen.«
Oldrich Hlavsa
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»Der vollständige Verzicht auf die Fraktur würde übrigens einen unerträglichen Verlust bedeuten, und ich beklage, daß diese Schrift, die sich weit besser für deutsche Literatur eignet als Antiqua, heute auf fast verlorenem Posten steht.«
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»Die Typographie wird in erster Linie als Mittel zum Ordnen verschiedener Dinge aufgefaßt. Es geht nicht mehr um anspruchsvolle künstlerische Postuale und Kreationen, sondern um das Bemühen, den täglichen Ansprüchen formal und funktionell gerecht zu werden.«
Emil Ruder
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»Erst dann ist der Typograph frei, etwas Künstlerisches zu leisten, wenn er seine Aufgabe in allen Teilen versteht und denkt.«
Karl Gerstner
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»Wenn einmal der Fall eintreten sollte, daß auch das deutsche Schrifttum gezwungen sein würde, die Antiqua ganz allgemein als Gebrauchsschrift anzuwenden, was nicht nur im Bereich der Möglichkeit liegt, sondern für wahrscheinlich gehalten werden kann, wird die Zeit, in der neben der Antiqua die Fraktur allgemeine Verwendung fand, die der Erinnerung an eine entschwundene Schönheit im Gebrauch des täglichen Lebens sein. Als Schrift für den Druck von Büchern, die den Rang von Kunstwerken in Anspruch nehmen, wird aber die Fraktur niemals verschwinden, so lang die uns heute gültigen Begriffe von Kunstwerken erhalten bleiben.«
Hans Leitmeier
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»Die Typographie hat im wesentlichen ein praktisches und nur zufällig auch ein ästhetisches Ziel; denn nur selten will sich der Leser vornehmlich an einem gefälligen Druckbild erfreuen.«
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»Es schadet nichts, wenn eine Weihnachtskarte in gotischer Schrift gedruckt wird, aber wer will heutzutage ein Buch in dieser Schrift lesen?«
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»Typografie ist im Grunde eine zweidimensionale Architektur. Die Harmonie der einzelnen Proportionen, die Gruppierung der Schriftzeilen, das Abwägen von Kontrast und Ausgleich, die Symmetrie wie die dynamische Spannung der axialen Anordnung sind die Gestaltungsmittel, die der Typograf je nach der gestellten Aufgabe so anzuwenden hat, daß der Text dem Leser in einer ansprechenden Form vermittelt wird.«
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»Gute Buchstaben sind nicht, was jedermann auf Schritt und Tritt sieht. Fast alle Schrift, die uns begegnet, ist schlecht, ungenügend oder wild. Das ist durchaus keine Übertreibung.«
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»Stolz redet man zuweilen von der angeblich hohen Schriftkultur der Gegenwart. Es gibt überhaupt keine. Man muß von einem erbärmlichen Tiefstand reden.«
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»Die Geschichte der Schrift ist die Geschichte der menschlichen Kultur.«
H. Virl
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»Ein wirklich gut gemachtes Buch ist nur von einer Elite als solches erkennbar; die übergroße Mehrzahl der Leser empfindet seine exzeptionelle Qualität nur dumpf. Ein wirklich schönes Buch darf äußerlich ›nichts Besonderes‹, sondern soll ›nur‹ vollkommen sein.«
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»Es ist ein Irrtum, zu behaupten, daß mit typografischem Material Dinge produziert werden können, die JEDER machen kann, und es wird außer acht gelassen, daß auch hier nicht die Technik allein, sondern hauptsächlich der Geist ausschlaggebend ist.«
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»Eines der ſprechendſten Ausdrucksmittel jeder Stilperiode iſt die Schrift. Sie gibt nächſt der Architektur wohl das am meiſten charakteriſtiſche Bild einer Zeit und das ſtrengſte Zeugnis für die geiſtige Entwicklungsſtufe eines Volkes.«
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»Wie die zwei Schriftgattungen, Fraktur und Antiqua, untrennbar zu unserem geistigen und künstlerischen Besitz gehören, so muß auch der Deutsche die zwei Seelen in seiner Brust hinnehmen, die eine, die zu einer malerisch-dekorativen, die andere, die mehr zu einer tektonischen Anschauung und Auffassung in der Welt seiner künstlerischen Vorstellung hindrängt.«
Walter Tiemann
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»Unsere Sprache wird in hundert Jahren die europäische Sprache sein. Die Länder des Ostens, des Nordens wie des Westens werden, um sich mit uns verständigen zu können, unsere Sprache lernen. Die Voraussetzung dafür: An die Stelle der gotisch genannten Schrift tritt die Schrift, welche wir bisher die lateinische nannten …«
Adolf Hitler
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»Solchen Verlegern und Druckern, die, weſtlich und mechaniſch eingeſtellt, deutſche Texte in lateiniſchen Lettern drucken in einem einſeitigen und irrigen Feſthalten eines oberflächlichen, nicht in zu Ende gedachten Schönheitsprinzips, mit dem ſie lange genug deutſche Augen und deutſche Seelen gequält haben, möchte man energiſch ins Gewiſſen rufen, wie ſehr ſie ſich am eigenen Volkstum verſündigen. Wer in ſolchen Anſchauungen einer reaktionären Stupidität verharrt, bezeugt mit dieſem Mangel an Geiſt, daß ihm dieſer konſtant fortgeſetzte Wille zur Selbſtverdummung im undeutſchen Blute liegt.«
Prof. Dr. Julius Zeitler
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»Die Fraktur iſt in Mitteleuropa die Schrift des Deutſchtums, und wo wir ihr begegnen, fühlen wir uns heimatlich berührt.«
Rudolf Wolf
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»Alle typographische Erziehung beginnt und endet beim Buche.«
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»die fraktur wird vielleicht aus politischen erwägungen vorübergehend etwas boden gewinnen. von dauer wird diese erscheinung nicht sein, weil die fraktur einem ganz anderen formkreis angehört als der jetzige, der durch verwendung neuerer materialien entstanden ist.«
Philipp Albinus
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»Wer nicht in doktrinären Vorurteilen befangen ist, wird kaum etwas gegen die Verwendung guter Frakturschriften einzuwenden haben, wenn sie, wie jede andere Schriftart, ›sachliche‹ Funktionen zu erfüllen haben.«
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»Die Frage, ob deutsche oder lateinische Formen, braucht hier nicht aufgeworfen zu werden. Wir fordern nur gute und edle Formen in verschiedener Art für verschiedene Zwecke.«
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