Typografie-Zitate
175 Zitate
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»Der vollständige Verzicht auf die Fraktur würde übrigens einen unerträglichen Verlust bedeuten, und ich beklage, daß diese Schrift, die sich weit besser für deutsche Literatur eignet als Antiqua, heute auf fast verlorenem Posten steht.«
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»Wir können und wollen nicht mit Fraktur, Schwabacher und Gotisch brechen, wir wollen sie für Arbeiten, für die sie geeignet erscheinen und die in deutschen Grenzen bleiben, anwenden, aber wir wollen sie auch nicht mit einem falschen Patriotismus, als die für uns einzig und allein verwendbaren Schriften bezeichnen.«
Carl Ernst Poeschel
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»Solange ein Deutſcher ſeinen Arm rühren kann, wird er für die Fraktur, ſeine Nationalſchrift, kämpfen wie für ein teures Stück ſeiner Heimat, ſeines Volkes, ſeiner selbſt.«
Gustav Milchsack
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»Unsere Sprache wird in hundert Jahren die europäische Sprache sein. Die Länder des Ostens, des Nordens wie des Westens werden, um sich mit uns verständigen zu können, unsere Sprache lernen. Die Voraussetzung dafür: An die Stelle der gotisch genannten Schrift tritt die Schrift, welche wir bisher die lateinische nannten …«
Adolf Hitler
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»Helvetica ist wie Toastbrot. Schmeckt nach nix, aber man kann alles drauflegen.«
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»Möge nun unsere Schrift entstanden sein, wie, wo und wann sie wolle, heute ist sie unsere deutsche, volkstümliche Schrift.«
Hermann von Pfister
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»Ein wirklich gut gemachtes Buch ist nur von einer Elite als solches erkennbar; die übergroße Mehrzahl der Leser empfindet seine exzeptionelle Qualität nur dumpf. Ein wirklich schönes Buch darf äußerlich ›nichts Besonderes‹, sondern soll ›nur‹ vollkommen sein.«
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»Die kleinste technische Manipulation in der Typografie wird zur formalen Aussage. Es gibt keinen Typografen, der nicht gestaltet.«
Emil Ruder
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»Es ist ein Irrtum, zu behaupten, daß mit typografischem Material Dinge produziert werden können, die JEDER machen kann, und es wird außer acht gelassen, daß auch hier nicht die Technik allein, sondern hauptsächlich der Geist ausschlaggebend ist.«
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»Es ist nicht einzusehen, weshalb in einer zeit, in der alle nationen das gemeinschaftliche menschliche suchen, gerade Deutschland zu einer schrift zurückkehren soll, welche die verständigung nicht erleichtert und die erhaltung der deutschen sprache in den deutschen minderheiten der nachbarländer gefährdet.«
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»Ich halte Carson für den wesentlichen Initiator der Jetztzeit, aber ich halte die Tradition für genauso wichtig.«
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»Der gedruckte Bogen überwindet Raum und Zeit. Der gedruckte Bogen, die Unendlichkeit der Bücher, muß überwunden werden. DIE ELEKTROBIBLIOTHEK.«
El Lissitzky
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»Als künstlerischer Leiter muss man mit einem vorgefundenen Fundus nicht nur leben, sondern auch versuchen, das Erscheinungsbild einer Schrift so gut wie möglich vorzustellen. Persönliche Vorlieben sind dieser Aufgabe unterzuordnen.«
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»Typografie zieht Texte an – passend zu Aussage und Anlass, mal Jeans, mal das kleine Schwarze.«
John D. Berry
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»Benutzen Sie echte Kapitälchen oder lassen Sie es bleiben.«
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»Organische, d. h. künstlerische Gesetze lassen sich nicht durch Majoritätsbeschlüsse schaffen. Entweder die Fraktur ist tot und stirbt ab, dann wollen wir sie mit Respekt begraben. Hat sie aber Lebensfähigkeit, so wird sie sich künstlerisch weiterentwickeln und dann der Ausdruck modernen deutschen Wesens sein.«
Eugen Diederichs
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»Die Art der Schrift gibt geschriebener Sprache den Klang«
Jürgen Thönnessen
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»Während am Anfang der Entwickelung, gleichsam als erhabenes Maß, die antike Schriftform in klassischer Einfachheit steht, bildet die Fraktur den vorläufig sichtbaren Endabschnitt einer gewaltigen Folge, den Formen ihres Ursprungs unähnlich und doch wesensgleich wie nur je ein Erbe aus jahrtausendalter Sippe.«
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»Ohne Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks wären weder die Flugblätter des Bauernkriegs möglich gewesen noch die Aufrufe der Französischen Revolution.«
Irene Jung
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»Mangelhaftigkeit der Lautkenntniß iſt daran ſchuld, daß die Teutoniſten der ſogenannten Grimmſchen Schule die Frakturſchrift aufgeben und ſogar verachten und verſpotten. Außer unſerer Sprache ſelbſt beſitzt unſere Nation Nichts, was ſo ſehr ihr Nationaleigenthum iſt als eben die Frakturſchrift, die in der großen Verſchiedenheit des teutiſchen Lauterweſens vom romaniſchen die vollgiltigſte Berechtigung findet.«
Fr. v. Schmitz-Aurbach
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»Daß ich die so genannte Schwabacher Schrift gänzlich aus der meinigen verbanne, wird hoffentlich jedermann billigen. Etwas Geschmackloseres, als diese Art Lettern, giebt es wohl schwerlich, und keinem Schriftgießer oder Buchdrucker, der nur irgend Anspruch auf Gefühl für Schönheit macht, wird es itzt noch einfallen, diese dem Auge sehr widrige Schrift nur einiger Aufmerksamkeit zu würdigen, oder sie gar verbessern zu wollen.«
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»Wer die Entwicklung in den zwanziger Jahren unvoreingenommen studiert, wird feststellen, daß auch ohne jenen unsinnigen Regierungserlaß im Januar 1941 die Antiqua früher oder später die Frakturschriften abgelöst hätte. Ich glaube heute nicht mehr daran, daß die Frakturschriften jemals wieder eine praktische Bedeutung erlangen werden. Sie waren eine wichtige historische Entwicklungsphase in der Schriftgeschichte unseres Landes, wie beispielsweise die Unziale, ehe die karolingische Minuskel sie ablöste.«
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»Unsere gotischen Lettern sind nichts anderes als verdorbene römische Buchstaben.«
Anton Joseph Dorsch
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»Hersteller und Entwerfer müssen immer daran denken, daß sie nicht sich selbst ausdrücken, sondern der bequemsten Übermittlung des Inhalts zu dienen haben.«
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»die lateinischen Lettern können auch eine Uniform bleiben, wodurch sich Werke des Genius und Geschmacks, Bücher von vorzüglichem wissenschaftlichen Wert, welche hauptsächlich für die Bibliotheken der Liebhaber und für die öffentlichen Büchersäle bestimmt sind, von dem übrigen großen Haufen der Drucksachen unterscheiden.«
Autor unbekannt
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»Man baut […] kein Auto, das nicht fahren kann. Dasselbe gilt für Fonts. Man kann die Geschwindigkeit eines Autos festlegen, aber es sollte sich doch immer irgendwie bewegen.«
Dries Wiewauters
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»Außer dem deutschen gott haben wir auch die deutsche schrift. Beides ist falsch. Alle diese deutschen heiligtümer, die von anderen herrühren und nur dadurch deutsch geworden sind, daß sie im deutschen geistesbezirk erstarrten und sich nicht mehr verändern konnten, mögen in die rumpelkammer geworfen werden. Ich Deutscher protestiere dagegen, daß alles, was von anderen völkern für immer abgelegt wurde, als deutsch ausgeschrien werde. Ich bin dagegen, daß immer und immer wieder zwischen deutsch und menschlich eine schranke gezogen wird.«
Adolf Loos
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»Antiqua ist südlicher Hain aus gestaltbewußten, schönen Einzelbäumen, Fraktur ist nordischer Wald im Geheimnis seiner Gedränge.«
Dr. Wilhelm Niemeyer
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»Mit diesen schönen Großbuchstaben hat die deutsche Druckschrift ein letztes noch mögliches Mittel der Ausdruckssteigerung der Schrift überhaupt gefunden. Denn sie haben den Sinn, den springenden Rhythmus der deutschen Sprache noch über das Wort hinaus als Klangbewegung des Satzes dem Auge darzutun. So sind sie Geburten aus der tiefsten Natur deutscher Sprache.«
Dr. Wilhelm Niemeyer
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»Die gebrochenen Schriften sind bisher oft nicht nur ungenau als Frakturschriften, sondern nicht selten auch als deutsche Schriften bezeichnet worden. Keiner der beiden Ausdrücke ist treffend.«
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»Gute Buchstaben sind nicht, was jedermann auf Schritt und Tritt sieht. Fast alle Schrift, die uns begegnet, ist schlecht, ungenügend oder wild. Das ist durchaus keine Übertreibung.«
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»Stolz redet man zuweilen von der angeblich hohen Schriftkultur der Gegenwart. Es gibt überhaupt keine. Man muß von einem erbärmlichen Tiefstand reden.«
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»Man lasse sich dadurch nicht irre machen, daß viele (mit mehr Absicht als Recht) die Fraktur deutsche Schrift nennen und die Antiqua lateinische. Wie so manche Volkstracht das Überbleibsel einer Weltmode ist, so ist auch die Fraktur nicht eigentlich deutschen Ursprungs.«
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»Alle Schriftgeſtaltung erhält ihre weſentlichen Anregungen aus den geiſtigen Strömungen ihrer Zeit, die ſtets in höherem Maße von beſtimmendem Einfluß ſein werden als die Technik.«
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»Mediengestaltung ist visuelle Veredelung von Information.«
Reinhard Albers
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»Der Schriftsetzer soll außer den technischen Kenntnissen, welche er während seiner Lehrzeit sich aneignet, zuvörderst mit seiner Muttersprache vertraut sein, außerdem die Umgangs- und alten Sprachen, wenigstens französisch, englisch, lateinisch, griechisch und hebräisch, so weit pflegen, um die grammatikalischen Grundregeln zu verstehen; ein hoher Grad von Vollkommenheit ist nicht erforderlich, und er kann das Nöthige durch Selbstunterricht lernen.<br>Ebenso wird ihm eine lexikalische und tagesgeschichtliche Belesenheit stets ein sicherer Führer sein bei der so großen Mannichfaltigkeit des literarischen Stoffes, welcher ihm unter Hand und Auge kommt …«
Carl August Franke
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»… auf den E-Readern finden sich immer die genau gleichen alten Schriften. Zum Beispiel die Palatino aus dem Jahr 1950 und die Times New Roman von 1931. Das kommt mir vor, als würde man heute ein Auto mit eisenbeschlagenen Rädern fahren.«
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»Design ist Kunst, die sich nützlich macht.«
Carlos Obers
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»Life is way too short for kerning. How many more pixels can I push before they start pushing me?«
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»Most people who use Helvetica use it because it’s ubiquitous. It’s like going to McDonalds instead of thinking about food. Because it’s there, it’s on every street corner. So let’s eat crap, because it’s on the corner.«
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»Überlaſſt die gebrochenen Schriften nicht den Ewiggeſtrigen, ſondern eignet ſie euch ſelber an!«
J. Mach Wust
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»Wer dem Gestalter nicht vertrauen kann, ist kein guter Auftraggeber; wer als Gestalter wider besseres Wissen klein beigibt, ist kein guter Gestalter«
Friedrich Forssmann
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»Jede handwerkliche Leistung ist Kopie aus vergangener Zeit, ob sie nun einen Monat oder ein Jahrhundert alt ist. Nur jeder Narr verlangt nach seiner eigenen Kappe.«
Adolf Loos
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»Schrift ist – nach der verbalen Sprache – nach wie vor das bedeutendste Kommunikationsinstrument.«
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»Visuelle Kennerschaft gewinnt man nur durch vielfältige Anschauung, persönliche Übung und Vergleich. ›Könnerschaft‹ jedoch setzt pragmatische, gediegene Kenntnisse und hohe fachliche Qualifikation voraus. Diese aber erfordert im Umgang mit der Materie unseres Berufes permanente kritische Arbeit an sich selbst.«
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»Eine Schrift, die unſere Ahnen 500 Jahre lebendig entwickelt, und an der ſie in Liebe gehangen haben, muß als Vätererbe bewahrt und geachtet werden.«
Ludwig Finkh
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»Im nationalen Interesse, im Interesse der Weltgeltung unserer herrlichen deutschen Sprache sollten wir die Bruchschrift endlich aufgeben; wir würden damit auch den seit 1919 abgetrennten Gebieten es leichter machen, deutsche Sprache und deutschen Geist zu erhalten.«
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»Schrift ist nicht nur Form, die für sich spricht. An ihrer unschuldigen Form bleibt haften, was man mit ihr geschrieben, was man mit ihr getrieben hat.«
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»Die Fraktur iſt in Mitteleuropa die Schrift des Deutſchtums, und wo wir ihr begegnen, fühlen wir uns heimatlich berührt.«
Rudolf Wolf
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»Wir Experten müssen Nachsicht üben, wenn Laien die gebrochenen Schriften mit dem Dritten Reich in Verbindung bringen. Dieser Bezug ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen.«
Jürgen Siebert
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