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Topp-Thema: Eszett als Großbuchstabe

Hervorgehobene Antworten

vor 3 Stunden schrieb Ralf Herrmann:

🤔

am-fuße.jpg

1912

Das ist ein rechter Schatzfund. Die Formfindung für das ẞ ist artistisch-virtuos, während die Formung des S und andere Details eher zu wünschen übriglassen.

Der Stil erinnert mich am ehesten an Tiemann-Schriften. Wäre interessant zu erfahren, wer diese Einbandgestaltung geschaffen hat.

 

 

Am 19.8.2025 um 21:34 schrieb Stötzner:

Der Stil erinnert mich am ehesten an Tiemann-Schriften.

Da es sich um einen Leipziger Verlag handelt und diese 2. Auflage 1912 veröffentlicht wurde, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Walter Tiemann involviert war.

Unausgegoren finde ich nichts daran; die drei S-Formen machen es doch erst lebendig. Dass die Serifen hier und da miteinander verschmelzen, darüber kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein.

Am 19.8.2025 um 21:34 schrieb Stötzner:

Die Formfindung für das ẞ ist artistisch-virtuos

Mag ja eine gewisse Originalität haben wirkt für mich aber eher minuskelig.

  • 3 Monate später...
  • 3 Wochen später...
  • 2 Wochen später...
Zeit: 19.4.2020 um 12:21, Friedrich Althausen schrieb:

Vielen Dank für die Detailkritik an den Vollkorn-Versalien!

 

Wenn ich mich recht entsinne, hatte ich beim Entwurf der Vollkorn vor allem den gemischten Satz im Blick. Gleichzeitig hatte ich offenbar die Möglichkeit von Versalsatz völlig vernachlässigt. Das würde zumindest alle diese Ungereimtheiten der Zeichenbreiten etwas erklären …

 

Irgendwann einmal wird es eine Überarbeitung geben, die all diesen Hinweisen Rechnung tragen wird. Ganz bestimmt!

 

Ich weiß ja nicht, was sich die letzten fünf, sechs Jahre

hier getan hat; aber: manchmal ist es besser, nicht den

Fremdbestimmungen zu folgen und ein Zusatzzeichen

anzubieten, statt das alte zu verändern. Besonders dann,

wenn man der Meinung ist, für den gemischten Satz pro-

duziert und den Versalsatz vergessen zu haben. Fazit: In

diesem Fall ein SZ für den Versalsatz zusätzlich in die

Glyphentabelle eintragen!

  • 3 Wochen später...

Ein Duden-Zitat aus'm neuen Artikel dazu passt hier perfekt, wurde aber leider völlig ignoriert:

Es gefällig und deutlich zu gestalten und besonders seine zu große Ähnlichkeit mit B zu vermeiden, ist eine gewiß nicht ganz leichte, aber jedenfalls doch lösbare Aufgabe.

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(aus einer Facebook-Annonce oder so ... Bei dem Preis war wohl kein brauchhbares ẞ drin ...)

  • 2 Wochen später...

Liebig schreibt: »Inmitten sauber gesetzter Versalien wirken ß und ẞ wie typografische Stolpersteine.« Leonie Adam hat wohl Recht, wenn sie in der Diskussion sagt, Liebig beschreibe damit seinen Geschmack und keinen Fakt. Wenn ich mir Liebigs drei Beispielzeilen mit dem verbalen Straße anschaue und einen typografischen Stolperstein suche, dann käme ich allenfalls, und auch nur mit viel gutem Willen, auf das A (und vielleicht noch das T), weil es große Lücken ins Wortbild reißt, aber nie und nimmer auf das ẞ. Allerdings stört man sich daran nicht, vermutlich weil man es gewohnt ist. Und was ist mit dem großen J, das mit seiner Unterlänge die Einheitlichkeit des verbalen Schriftzuges stört? Oder die Punkte, die über das gleichmäßige Schriftband hinausragen bei Ä, Ö oder Ü?

Wenn Liebig denn meint partout einen typografischen „Stolperstein“ orten zu müssen, hätte er sich wohl einen anderen Font rauspicken müssen. Gewähltes Beispiel ist für mich ein Beleg für eine überzeugende ästhetische Lösungsmöglichkeit einer funktionalen Notwendigkeit.

Lustig, dass Spiekermann per Ehrfurchts-Argument angeführt wird. Mit ihm hatten wir ja vor Jahren exakt das gleiche Problem, was dann sogar in einem ganzen Artikel mündete. Hier sehen wir nun eine Wiederholung der gleichen, fragwürdigen Denkweise. Freilich kann man erklären, dass man ein vergleichsweise neues Zeichen oder eine neue Schreibweise subjektiv als Stolperstein empfindet. Ist dann natürlich nicht besonders interessant. Aber zu sagen »es ist ein Stolperstein«, »es ist ein Ästhetik-Verstoß«, »es ist weitgehend unbekannt«, »es sorgt bei vielen Typografen eher für Stirnrunzeln« usw. sind alles Tatsachenbehauptungen und damit etwas ganz anderes. Und dann fühlt man sich gleich noch auf den Schlips getreten, wenn andere diese Flut von Behauptungen nicht einfach akzeptieren oder schlicht eine andere Meinung haben und diese auch noch äußern! ;-)

Die nachgeschobene, vermeintliche Abwertung als »grafisches Kunstprodukt« zieht natürlich auch nicht. Alle Buchstaben und alle Wörter sind »Kunstprodukte« und waren irgendwann mal neu. Aber so muss man eben argumentieren, wenn man mit dem Fazit beginnt und dann erst die Argumente sucht. Der LinkedIn-Beitrag ist leider eine Parade von unbelegten Behauptungen und Argumentationsfehlern.

  • 2 Wochen später...
  • 1 Monat später...

Ja, ich finds auch recht irritierend. Mit den Strichstärken ist was faul… Dünne Diagonale umgeben von dünnen Verbindungen?

Bearbeitet ( von CatharsisFonts)

  • 1 Monat später...
15 Stunden her, Schusterkind schrieb:

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Welche Seite meinst Du? typografie.info funktioniert bei mir. Für externe Links gibt es viele Gründe, warum mal ein Link nicht (mehr) funktioniert. Wenn Du Dein Problem genauer beschreibst oder sagst, was Du nicht erreichen kannst, kann Dir vielleicht jemand helfen.

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