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Gendersprech: weibliche Form bei Titeln

Hervorgehobene Antworten

Sind aber Jüd_innen nicht wieder rassistisch? Müsste es nicht richtig politisch korrekt "Mensch_innen jüdischen Glaubens" heißen?

Diese Genderfaschisten gehen mir voll aufn Sack -- dicht gefolgt von den Sozioschwachköpfen, die mich mit Wörtern wie Nezessität, Zäsurierung und Translation quälen.

Ich hatte auch gerade so ein Buch mit vielen Unterstrichen zu setzen - komischerweise blieben nur die "Infektionsüberträger" vom Genderwahn verschont ... als ich meinte, die müssten doch dann auch Infektionsüberträger_innen heißen, strafte man mich mit Verachtung ...

Ich hatte auch gerade so ein Buch mit vielen Unterstrichen zu setzen - komischerweise blieben nur die "Infektionsüberträger" vom Genderwahn verschont ... als ich meinte, die müssten doch dann auch Infektionsüberträger_innen heißen, strafte man mich mit Verachtung ...

Es gibt ja auch keine Kinderschänder_innen, Vergewaltiger_innen, Räuber_innen, etc. Weil deren Geschlecht völlig unabhängig einer sozialen Zuschreibung klar ist, benötigt man auch nur das generische Maskulinum.

nö, jüd_innen ist nicht rassistisch, dann müsste ja auch christ_innen rassistisch sein.

Der Terminus "jud*" ist sehr aufgeladen, insbesondere in Deutschland. Da die Definitionsdimension nicht klar ist (bzw. von Dir nicht genannt wurde), sollte man das schon präzisieren ;)

Es gibt ja auch keine Kinderschänder_innen, Vergewaltiger_innen, Räuber_innen, etc. Weil deren Geschlecht völlig unabhängig einer sozialen Zuschreibung klar ist, benötigt man auch nur das generische Maskulinum.

Dem widersprechen die Genderaktivist_innen aber aufs Heftigste.

Dem widersprechen die Genderaktivist_innen aber aufs Heftigste.

Tja, und wo praktizieren sie ihre differenzierte und gerechte Welt? Ich bleib dabei: Gendersprech ist nur ein Deckmäntelchen, wahre Ursachen nicht beheben zu müssen und sich hinter einer "Sprache schafft Realität"-Ideologie zu verstecken.

Tja, und wo praktizieren sie ihre differenzierte und gerechte Welt? Ich bleib dabei: Gendersprech ist nur ein Deckmäntelchen, wahre Ursachen nicht beheben zu müssen und sich hinter einer "Sprache schafft Realität"-Ideologie zu verstecken.

Da stoßen wir ins selbe Horn, ich halte das auch für ausgemachten Blödsinn. Gerade bei Funktionsbezeichnungen völlig überflüssig. Aber lassen wir ihnen ihren Spaß :-)

Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass die vermeintlich gendergerechte Sprache gegen die Gleichberechtigung in den Köpfen arbeitet – gerade in der heutigen Sprachrealität, wo sich das generische Maskulinum gut etabliert hat. Denn im Gegensatz zur normalen Sprache betont Gendersprech in praktisch jedem Satz den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen, da es sie getrennt erwähnt, und verstärkt somit das Denken in diesen Kategorien, deren Irrelevanz es ja (außer in wenigen ausgewählten Bereichen) anzustreben gilt. In Gendersprech ist es mir gar völlig unmöglich, einen Satz wie »Die Bürgermeister der Partnerstädte sprachen miteinander.« zu formulieren ohne auf das Geschlecht der Betroffenen einzugehen. Schließlich ist es ohne Gendersprech deutlich umständlicher und auffälliger anti-weibliche Inhalte zu formulieren: So muss ich vom Treffen männlicher Typographen sprechen, wenn ich einen exklusive Männerveranstaltung möchte, während in der Welt von Gendersprech Typographentreffen reicht.

ich würde erstmal dort anfangen und nachfragen wo der gap den inhalt ersetzten soll,

bei den betroffenen. ich bin mir ziemlich sicher, dass bei einer umfrage/studie zwischen

männern, frauen, intersexuellen und transgender der grossteil sich auf die beschreibung

bürger, einwohner, juden, türken, deutsche etc. einigen kann ohne damit die anderen

gruppen 'verletzen' zu wollen.

sowas bilden sich nur 'tolerante' menschen ein, die jedoch nichttolerenz nie tolerieren

würden. ein herbeigezaubertes problem der politisch korrekten gutmenschen.

keine angst, wenn es zu politisch hier im typoforum wird, dann zensiere ich mich auch gern selbst.

ich bin da tolerant ;)

… der grossteil …

Wir sind aber minderheitenregiert, daher haben die Genderbesessenen das Sagen.

In Gendersprech ist es mir gar völlig unmöglich, einen Satz wie »Die Bürgermeister der Partnerstädte sprachen miteinander.« zu formulieren ohne auf das Geschlecht der Betroffenen einzugehen …

Und das gilt ja sogar für die indirekt betroffenen. Nach der Gendersprechlogik kann es auch keine Bürgermeisterin geben, sondern allenfalls eine Bürgerinnen- und Bürgermeisterin.

Aber warum immer die weiblichen Formen zuerst? Dann bitte immer alternierend und im nächsten Satz Bürger- und Bürgerinnermeisterin …

Und wenn das Geschlecht noch nicht bekannt ist, sagen wir dann »Am Wahlsonntag um 20 Uhr wir der/die neue Bürgerinnen- und Bürgermeister_in sich mit ihrem/seinem Team seinen/ihren Wählern am Rathaus präsentieren.«

Da möchte selbst ich ja ein zynisches »Ein Hoch auf den Fortschritt ausrufen«.

Diese Genderfaschisten gehen mir voll aufn Sack -- dicht gefolgt von den Sozioschwachköpfen, die mich mit Wörtern wie Nezessität, Zäsurierung und Translation quälen.

Was, bitte, ist genau Dein Problem mit Translation? Translation ist der Überbegriff für Übersetzen und Dolmetschen.

Was, bitte, ist genau Dein Problem mit Translation? Translation ist der Überbegriff für Übersetzen und Dolmetschen.

Ja, und für gerade Bewegungen bzw. Verschiebungen. So ermöglicht die Translation in Salzkristallen das Fließen von Salz (über lange Zeiträume ...).

Ja, und für die Synthese von Proteinen in den Zellen lebender Organismen anhand der auf mRNA-Moleküle kopierten genetischen Informationen.

Und noch ein paar andere aus Wasserwirtschaft, Mathematik, Genetik und der katholischen Kirche.

Was, bitte, ist genau Dein Problem mit Translation? Translation ist der Überbegriff für Übersetzen und Dolmetschen.

Im Kontext ging es schlicht um die Übersetzung einer Arbeit aus dem Deutschen ins Englische. Und an dieser Stelle ist imo dieser Begriff ein gutes Stück zu hochtrabend. Respektive dümmliches Denglisch.

Es gibt auch einen Kontext (Rechtsgeschichte), in dem man Necessitas schreiben kann (und von mir aus auch irgendwelche Verdeutschungen), jedoch halte ich es für unangemessen, dieses Wort als Synonym für Notwendigkeit zu missbrauchen.

Zäsurierung kann ich hingegen überhaupt nicht unterbringen. Die einzige Erklärung jenseits von Sprachprotzerei, die mir einfällt, ist die (notwendige) Substantivierung eines imaginären Verbs, da der Fachbereich das Verbalisieren total erotisch findet, aber keine Verben mehr in den Satzbau passten.

Und bevor mir jetzt Sozialwissenschaftler die Steinigung ankündigen: Ich entschuldige mich für die Pauschalisierung ihrer Bestrebung als die Tätigkeit von Sozioschwachköpfen. Nur versucht bitte nicht, euch den Anschein höchster Wissenschaftlichkeit durch ein Übermaß an seltenen, falschen oder unbekannten Fremdworten zu geben.

Im Kontext ging es schlicht um die Übersetzung einer Arbeit aus dem Deutschen ins Englische. Und an dieser Stelle ist imo dieser Begriff ein gutes Stück zu hochtrabend. Respektive dümmliches Denglisch.

Es gibt auch einen Kontext (Rechtsgeschichte), in dem man Necessitas schreiben kann (und von mir aus auch irgendwelche Verdeutschungen), jedoch halte ich es für unangemessen, dieses Wort als Synonym für Notwendigkeit zu missbrauchen.

Zäsurierung kann ich hingegen überhaupt nicht unterbringen. Die einzige Erklärung jenseits von Sprachprotzerei, die mir einfällt, ist die (notwendige) Substantivierung eines imaginären Verbs, da der Fachbereich das Verbalisieren total erotisch findet, aber keine Verben mehr in den Satzbau passten.

Und bevor mir jetzt Sozialwissenschaftler die Steinigung ankündigen: Ich entschuldige mich für die Pauschalisierung ihrer Bestrebung als die Tätigkeit von Sozioschwachköpfen. Nur versucht bitte nicht, euch den Anschein höchster Wissenschaftlichkeit durch ein Übermaß an seltenen, falschen oder unbekannten Fremdworten zu geben.

Meine beiden wichtigsten Profs waren sehr dahinter her, Schachtelsätze, Fremdwörter und andere Nebelbomben bei uns erst gar nicht aufkommen zu lassen. Und sie hatten die unangenehme Ansicht, dass das Notenspektrum voll auszuschöpfen war und nicht bei einem »gut« endet ... Translation kenne ich als Fachbegriff nur aus der Kristallografie.

Und wenn das Geschlecht noch nicht bekannt ist, sagen wir dann »Am Wahlsonntag um 20 Uhr wir der/die neue Bürgerinnen- und Bürgermeister_in sich mit ihrem/seinem Team seinen/ihren Wähler[highlight]_inne[/highlight]n am Rathaus präsentieren.«

Da hattest da noch was vergessen. :nana: Oder wird die Bürger_innenmeister_in etwa nur von männlichen Wähler_innen – also Wählerichen – gewählt? Sind Frauen im herrMANNschen (!!!) Weltbild etwa keine Mensch_innen und dürfen nicht wählen?! :hammer:

Ansonsten ist mir von all diesen Systemen immer noch die Feminispräch am sympathischsten:

Im Kontext ging es schlicht um die Übersetzung einer Arbeit aus dem Deutschen ins Englische. Und an dieser Stelle ist imo dieser Begriff ein gutes Stück zu hochtrabend.

:-) Es sei Dir hiermit noch einmal der plausiblen Erklärung wegen verziehen. ;-)

Tatsächlich ist es in der Translationswissenschaft üblich, den Oberbegriff zu verwenden, um eben genau nicht zwischen Übersetzen (schriftlich dargebrachter Texte) und Dolmetschen (mündlich dargebrachter Texte) unterscheiden zu müssen. In diesem Kontext hat Translation als fachsprachlicher Begriff seine Berechtigung. Ich gebe Dir aber uneingeschränkt recht, dass es den Hang zur Verwendung einen Fremdwortes gibt, um vermutlich gebildeter zu klingen. Das geht mir schon bei rückwärts auf die Nerven, das schlichtweg falsch ist als Ersatz für hinten.

Respektive dümmliches Denglisch.

Denglisch ist es aber nicht, wenn schon Latein.

Nur versucht bitte nicht, euch den Anschein höchster Wissenschaftlichkeit durch ein Übermaß an seltenen, falschen oder unbekannten Fremdworten zu geben.

Ich empfehle dazu das Buch von Valentin Groebner: Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung. Er hat den wunderbaren Begriff Sprachstyropor geprägt für das, was Du oben beschreibst.

Ja, und für gerade Bewegungen bzw. Verschiebungen.

Danke für den Hinweis, natürlich ist Translation auch ein Fachbegriff in der Physik, da sieht man wieder wie sehr man den Tunnelblick hat im eigenen Fach.

Sprachstyropor

:mrgreen:

Das impliziert aber den Zweck, das Wesentliche der Aussage vor äußeren Einflüssen zu schützen. Meist geht es doch eher darum die Wertigkeit höher erscheinen zu lassen.

:mrgreen:

Das impliziert aber den Zweck, das Wesentliche der Aussage vor äußeren Einflüssen zu schützen. Meist geht es doch eher darum die Wertigkeit höher erscheinen zu lassen.

Wenn man aber nicht auf den Zweck, sondern auf die Substanz von Styropor abhebt — geringe Masse zu viel Volumen aufgeblasen — stimmt die Metapher schon einigermaßen. Unterhaltungswert hat sie jedenfalls.

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