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Prüfung zum Schriftsetzermeister

Hervorgehobene Antworten

Hallo Ralf,

 

mit Freude und Respekt betrachte ich die Aktivitäten des "Vereins für die Schwarze Kunst". Dass hier mit wirklichem Engagement an der Bleisatz-Zeit festgehalten wird, gefällt mir! Allerdings stellt sich mir die Frage: "Wem nützt das?" Wenn ich heute auf die Beschränkungen innerhalb der Bleisatz-Zeiten zurückdenke, dann freue ich mich über die Entwicklungen nach "DTP"! Bild (mehrfarbig) und Satz in einer Form! Wer hätte sich damals so etwas vorstellen können?

 

1991 stellte der Amerikaner Jim Berners Lee das Internet als öffentliches Medium erstmals vor. Die Vorläufer davon gab es bereits seit den 60er-Jahren für das Militär und Universitäts-Bibliotheken. 1993 erlebte ich dann zum ersten Mal eine öffentliche Vorführung zu Thema "Internet". Als damals angestellter Geschäftsführer einer Offsetdruckerei mit 120 Beschäftigten erkannte ich, dass dies die Zukunft sein wird. Jedermann kann seine Informationen veröffentlichen und braucht dazu keine Druckerei mehr... Die Reduzierung um 50% der Anzahl der Druckereien in Deutschland seit damals sagt mehr als tausend Worte!

 

Frohe Botschaft: Nicht geändert hat sich all' den Jahren die Erfordernis des Gestaltens von Informationen und von Kommunikation. Genau deshalb betrachte ich dieses Forum als "Segen"! Chapeau!

Am 24.7.2006 um 19:52 schrieb Bleisetzer:

Im ernst: Ich finde, ein jeder Typograph sollte mal Bleisatz fühlen.

Und wo der Strang schon mal aus der Versenkung hoch gekommen ist - was sich durchaus lohnt, auch mal in den alten Strängen zu graben...

 

Ja, diese Aussage kann ich nur bestätigen. Auch wenn es bei mir nur 2 kleine Kasetten Helvetica und ein Winkelhaken waren, die ich im Labor für Kunststofftechnik mit einer verdammt rudimentären Bleisatz-Einführung  zusammen mit einer Termo-Transfer-Handpresse und einigen Rollen Gold- und Silberfolie in die Hand bekam, hat dieser Kuntakt es mir erheblich leichter gemacht, die ganzen Begriffe, und die Zusammenhänge der Proportionen einer Sxchrift tatsächlich zu begreifen. und wenn ich jetzt Glyphen zeichne und daraus einen Fontbaue, stehen diese Bleilettern mit virtuell im Nacken, und schauen mir bei meiner Tätigkeit zu - gewissermaßen.

  • 10 Monate später...

Zum Schweizerdegen, der sogenannte Schweizer Degen ist ein Degen der zweiseitig scharf geschliffen ist, also auf der Klinge beidseitig scharf ist. Im Schweizer Handwerk ist einer ein Scheizerdegen der sowohl Setzer als auch Drucker ist.

Un Ich bin ein Schweizer Degen.

 

Ludwig

 

Schriftsetzer und Buchdrucker Meister

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