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Papiergewicht berechnen

Hervorgehobene Antworten

Können wir pauschal davon ausgehen, dass Gewichtsverlust vom Heftzuschnitt durch die Gewichtszunahme von Heftdraht und Farbe in etwa ausgeglichen wird - oder wie kalkulieren Druckerei-Profis das, ohne ein druckreifes Exemplar zu wiegen?

Das Gewicht eines fertigen Druckerzeugnisses interessiert einen Drucker nur am Rande. Für den Versand kommen ja noch Verpackung, Palette etc. dazu, d.h. es wird entweder gewogen oder auf kg genau ausgerechnet. Da ist es dann völlig egal ob beim einzelnen Druckerzeugnis ein bisschen was weggeschnitten oder dazugeklammert wird.

Absolut richtig. Diese Krümelkackerei sollte ja auch ein Scherz sein. Üblicherweise wird (z.B. falls es für den Versand wichtig sein sollte) das Gewicht des Papiers ausgerechnet, 1g für die Klammern und etwa 1–2g für die Farbe sowie das Gewicht des Umschlags (und gegebenenfalls das des Adressaufklebers) hinzugerechnet. Alles in allem ist das eine Pi-mal-Daumen-Überschlagsrechnung, die in der Summe aber ganz gut hinkommt.

Stopp! Bevor ihr wieder in Karnevalslaune verfallt - diese Berechnungssachen sind durchaus ernst zu nehmen. Denkt doch z.B. mal an Direct Mail und die Gewichtsgrenzen für verschiedene Porti.

Das hat nix mit Karnevalslaune zu tun. Für Druckerzeugnisse, die sich kritisch der Gewichtsgrenze nähern, gibt es üblicherweise Weißmuster, die gewogen werden. Druckereien haben für Standarderzeugnisse (wie z.B. einen 36-Seiter 320/100) Durchschnittswerte gespeichert, je nach Farbmenge, Veredelung (Cellophanierung, UV-Lack usw.) können da schon mal 5 g mehr oder weniger rauskommen. Und das wird nicht berechnet, sondern gewogen, wenn es kritisch wird.

Was haltet ihr diesbezüglich von der iPhone App «iDesigner»? Diese bietet für solche Fälle eine Berechnung des Gewichts der Drucksachen basierend auf eure Angaben (Grösse, Grammatur und Anzahl - letzteres leider nur bis 1000).

Irgendwie ein sehr praktisches Helferlein :-)

Gruss Stefan

Hallo,

Automatisches Heften von Drucker und Spiralbindungen ...

Diese "exotischen" Verfahren sind keineswegs exotisch, sondern Standard. Wenn du dir z.B. Bedienungsanleitungen anschaust wirst du feststellen dass ein Großteil eben so digital und automatisch produziert wird.

Ich habe das exotisch nicht umsonst in Gänsefüßchen gesetzt. Aber die Bedienungsanleitungen sind idR DIN-A5 oder kleiner und das Verfahren mit den Klammern ohne Beschneiden ist aus der Mode gekommen. Seit einiger Zeit habe ich solche Heftchen mit wenigen Blättern fast nur noch beschnitten gesehen. Ach ja: Das Papier ist da vielleicht etwas dünner. 70 g/m² scheint da auch gerne genommen zu werden?

Patrick sprach aber von einem 36-Seiter A4 mit einem schweren Umschlag, das hat mit der von dir genannten Produktionsweise ja nichts zu tun.

Das ist leider nicht sicher. IIRC wären die 16 Blatt gerade noch an der Grenze wo man auch noch ohne Beschneiden mit Auto-Klammern und -Falzen arbeiten kann. Allerdings sprechen die 90g/m² dagegen.

MfG

Patrick sprach aber von einem 36-Seiter A4 mit einem schweren Umschlag, das hat mit der von dir genannten Produktionsweise ja nichts zu tun.

Das ist leider nicht sicher. IIRC wären die 16 Blatt gerade noch an der Grenze wo man auch noch ohne Beschneiden mit Auto-Klammern und -Falzen arbeiten kann. Allerdings sprechen die 90g/m² dagegen. MfG

Ansichtssache. Für mich (und wahrscheinlich auch alle anderen die täglich mit Produktion und Qualität zu tun haben) ist das schon sicher, weil keiner seinem Kunden einen unbeschnittenen 36-Seiter in diesen Grammturen vorschlägt. Das wäre nicht professionell und nicht im Sinne des Kunden.

Was haltet ihr diesbezüglich von der iPhone App «iDesigner»?

ist prinzipiell eine gute sache. nur leider beschränkt auf vordefinierte formate und stückzahlen. daher leider meist unbrauchbar!

Hallo,

Patrick sprach aber von einem 36-Seiter A4 mit einem schweren Umschlag, das hat mit der von dir genannten Produktionsweise ja nichts zu tun.

Das ist leider nicht sicher. IIRC wären die 16 Blatt gerade noch an der Grenze wo man auch noch ohne Beschneiden mit Auto-Klammern und -Falzen arbeiten kann. Allerdings sprechen die 90g/m² dagegen.

Ansichtssache. Für mich (und wahrscheinlich auch alle anderen die täglich mit Produktion und Qualität zu tun haben) ist das schon sicher, weil keiner seinem Kunden einen unbeschnittenen 36-Seiter in diesen Grammturen vorschlägt. Das wäre nicht professionell und nicht im Sinne des Kunden.

Und genau da liegt der Unterschied zwischen externen Dienstleister und einer internen Abteilung mit Schnelldrucker. Das sind zwei sehr verschiedene Schienen auf denen man fahren kann. Das ist definitiv auch eine Machtfrage: Wer macht's?

Unter Berücksichtigung der Randbedingungen kann die qualitativ minderwertige Ausführung durch schnelle und preiswerte Verbreitung durchaus die bessere Wahl sein. Allerdings kenne ich unsere Differenzen zu dem Thema nur zu gut (siehe PS).

MfG

Ps: Warum gibt es eigentlich keine duellierenden Smilies zur Auswahl? :?

Du redest hier offensichtlich von einem komplett anderen Qualitätsanspruch als der Threadersteller, daher ist es ein wenig müßig immer Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

P.S. Warum keine duellierenden Smileys? Wahrscheinlich weil es uns hier nicht um Duelle geht (auch wenn ich mich manchmal zu einem provozieren lasse).

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