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Browserunterstützung: ß als Kapitälchen und Großbuchstabe


Þorsten

Empfohlene Beiträge

Dieter Stockert
Also jetzt noch ein letztes Mal ALLES zusammengepackt: (Dann klinke ich mich hier aus)

Ich wusste doch, dass Du es noch nicht lassen kannst.

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Dieter Stockert

Die Extra-Runde sei Dir gegönnt, auch wenn sie es nicht vermocht hat, Deine Argumentation für mich stichhaltiger zu machen.

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catfonts
Das kyrillische ... kennen aber auch Kapitälchen.

Hä? Wie bitte sehen kyrillische Kapitälchen im Gegensatz zu kyrillischen Kleinbuchstaben aus??? (so man es nicht mit kyrillischen kursiven zu tun hat)

Aber zurück zum Kapitälchen ß. Vielleicht liegt ja der Haupt-Knackpunkt, der zu diesem hitzigen Strang geführt hat einfach daran, dass das Kapitälchen-ß eben ein verkleinerter, zum Großbuchstaben verformter Kleinbuchstabe ist, der noch dazu aus einer Ligatur mit einem niemals als Großbuchstaben möglichen Kleinbuchtaben besteht, sonst bräuchten wir nicht nur ein Veresal-ß sondern konsequenter Weise auch ein Versal-ſ, um dann auch dieses bei einem Versalsatz zur Verfügung haben, und dann natürlich auch ein Kapitälchen-ſ

Und da stellt sich mir die Frage, warum geht man das ganze nicht gänzlich anders an? Der Username Þorsten hat mich da nämlich auf eine Idee gebracht, wie wir einen echten Großbuchstaben hätten, der geschichtlich sogar belegt ist, der international keine Mißverständnisse schaffen würde und irrtümlich als B angesehen wird und den man noch nicht einmal neu erfinden müsste. Warum machen wir es eigentlich nicht wie die Isländer, wenn uns für unsere Sprache ein Buchstabe im lateinischen Alfabet fehlt, greifen wir doch einfach auf Runen zurück - und da kommt die Überraschung, da gibt es nämlich eine für ein scharfes S, und dessen Form deckt sich noch dazu in der älteren Schreibung mit einem griechischen Buchstaben für den S-Laut, nämlich dem Ʃ, für den noch nicht einmal ein extra Unicode-Platz gefunden werden muss, ist es doch auch als lateinischer Buchstabe Esh schon da. Und dann gibt es auch kein problematisches Kapitälchen, das wie ein verkleinerter Großbuchstabe aussieht, der wie ein zum Großbuchstaben vergrößerter Kleinbuchstabe ausschaut.

Und wearum muss jetzt der Großbuchstabe aus dem Kleinbuchstaben gezüchtet sein? A, B, D, E, F, G, H, K, ,P, Q, R, T, Y sehen ja auch nicht aus, wie ihre Gemeinen...

Ich könnte mit einer STRAƩE recht gut leben... - oder ich hätte gern das Γ als Versal-ſ, da dieses ja prima zum Paar Ff passen würde.

(Letzteres ist ehrlicherweise nicht so ganz ernst gemeint, MAΓSE und MAƩE muss nicht unbedingt sein, auch wenn es konsequent wäre)

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Mach
@ Mach: Das letzte Zitat ist total aus dem Zusammenhang gerissen [...].

Das stimmt. Mir ging es ja auch darum, einen Schnipsel von Ralfs Schreibe aus dem Zusammenhang zu reissen und in einen anderen Zusammenhang zu stellen, um zu zeigen, dass Ton und Argumentation eine verblüffende Ähnlichkeit aufweisen.

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bertel
Das stimmt. Mir ging es ja auch darum, einen Schnipsel von Ralfs Schreibe aus dem Zusammenhang zu reissen und in einen anderen Zusammenhang zu stellen, um zu zeigen, dass Ton und Argumentation eine verblüffende Ähnlichkeit aufweisen.

Mit dieser Argumentation kannst du auch zeigen, dass grün gleich drei ist und die Erde ein Parallelogramm. Nur – was bringt das?

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Ralf Herrmann

Nᴀ ᴅᴀɴɴ ʀᴇɪss ᴍᴀʟ sᴄʜöɴ …

Wᴇʀ ɪɴ ʀᴜʜɪɢᴇᴍ Tᴏɴғᴀʟʟ ᴀʀɢᴜᴍᴇɴᴛɪᴇʀᴛ, ʜᴀᴛ ᴀʙᴇʀ ʟᴇɪᴅᴇʀ ᴀᴜᴄʜ ɴɪᴄʜᴛ ᴀᴜᴛᴏᴍᴀᴛɪsᴄʜ ᴇᴛᴡᴀs sɪɴɴʀᴇɪᴄʜᴇs ᴏᴅᴇʀ üʙᴇʀᴢᴇᴜɢᴇɴᴅᴇs ᴢᴜ sᴀɢᴇɴ.*

*) Gᴇsᴄʜʀɪᴇʙᴇɴ ɴᴀᴄʜ ʙᴇsᴛᴇᴍ Wɪssᴇɴ ᴜɴᴅ Gᴇᴡɪssᴇɴ ʙᴇᴢüɢʟɪᴄʜ ᴅᴇʀ Rᴇɢᴇʟɴ ᴅᴇʀ ᴀᴍᴛʟɪᴄʜᴇɴ Dᴇᴜᴛsᴄʜᴇɴ Rᴇᴄʜᴛsᴄʜʀᴇɪʙᴜɴɢ (Ösᴛᴇʀʀᴇɪᴄʜ/Dᴇᴜᴛsᴄʜʟᴀɴᴅ)

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Joshua K.

Mich überzeugen Machs Argumente. Hier noch einmal meine Sichtweise:

Daß der Kapitälchensatz zweihäusig sein kann wie der gemischte Satz, und Kapitälchen technisch als Variante von Kleinbuchstaben umgesetzt sind, begründet in meinen Augen, daß man Kapitälchen bezüglich ihrer Bedeutung als Kleinbuchstabenvarianten auffassen kann, während sich ihre Form selbstverständlich von Versalien ableitet.

Ähnlich wird beispielsweise das a der Antiqua-Kursive bezüglich seiner Bedeutung als Variante des a der aufrechten Antiqua betrachtet, während seine Form vom a der gotischen Kursive abgeleitet ist. Angelehnt an die anderen Buchstaben der Antiqua-Kursive werden ja nun auch aus Antiqua-Buchstaben neue Kursiv-Buchstaben entwickelt, ohne daß es dazu entsprechende Buchstaben der gotischen Kursive geben muß. Genauso spricht meines Erachtens nichts dagegen, aus Antiqua-Gemeinen neue Kapitälchen ohne Rücksicht auf die Kapitalis abzuleiten.

Solltest man dennoch darauf bestehen, daß jedes Kapitälchen aus einem Versal abgeleitet werden muß, kann man die Sache auch so sehen:

Wir schaffen ein Versal-Eszett. Wollen/müssen wir die amtliche Rechtschreibung benutzen, verwenden wir im Versalsatz das Versal-Eszett allerdings nicht, da die Regelung SS vorsieht. Wie Mach kenne ich keine amtliche Definition von Kapitälchen. Da wir davon ausgehen, daß jedes Kapitälchen aus dem entsprechenden Großbuchstaben abgeleitet sein muß, leiten wir ein Kapitälchen-Eszett von unserem Versal-Eszett ab. Das steht uns frei, da die amtliche Regelung nicht vorschreibt, daß Kapitälchen aus amtlichen Großbuchstaben abzuleiten sind. Wir verstoßen somit gegen keine Regel der amtlichen Rechtschreibung, wenn wir das Kapitälchen-Eszett verwenden.

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Ralf Herrmann

Verstehen kann ich die Sichtweise durchaus auch. Es ist eben die Frage, ob man die Form oder die Funktion an den Anfang der Argumentationskette setzt. Dann kommen diese beiden unvereinbaren Sichtweisen raus.

Im Grunde wird es ohnehin ein abstraktes Gedankenspiel bleiben. Entweder kommt das ẞ in groß und mittelgroß oder eben nicht. Die Leute werden sich für eine Seite entscheiden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Hintertürchen des vermeintlich amtlich korrekte Kapitälchen-ẞ bei Beibehaltung des Versal-SS irgendeine signifikante Zahl von Nutzern finden wird.

Von mir aus können wir aber gern wieder zur (damit in Verbindung stehenden) Ursprungsfrage der Browser-Unterstützung zurückkehren. Ich denke, da gibt es auch noch viele spannende Dinge zu testen und zu besprechen …

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Mach

Ich habe mal wieder mit Google Web Fonts herumgespielt und nach dem grossen Eszett gesucht. Gefunden habe ich es in den folgenden Schriftarten:

Die meisten dieser Schriftarten (ausser Cardo) haben das, was ich ein unorganisches grosses Eszett nennen würde, d.h. ein grosses Eszett, dass nach einem anderen Muster gebildet ist als das kleine Eszett derselben Schriftart.

Bei den meisten dieser Schriftarten (ausser bei Vollkorn) steht das grosse Eszett nur dann zur Verfügung, wenn bei Choose the character sets you want auch die Option Latin Extended (latin-ext) angekreuzt wird.

Die Schriften PT Serif und PT Serif Caption scheinen nicht über ein grosses Eszett zu verfügen. Cardo hätte eigentlich OpenType-Layout-Features wie smcp, aber diese fehlen leider in der Webfont-Version (anders als etwa bei UnifrakturMaguntia).

Es ist gut möglich, dass es bei Google Web Fonts noch weitere Schriften mit grossem Eszett gibt.

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  • 4 Jahre später...
Þorsten

Diese merkwürdigen Verrenkungen funktionieren bei mir nicht und erscheinen mir außerdem unnötig. Warum bei Bedarf nicht einfach ß durch ẞ ersetzen? Da reicht dann doch ein JQuery-Einzeiler (um nicht Scrollen zu müssen auf zwei Zeilen dargestellt):

$('.CAPS').html($('.CAPS').html().replace(/ß/g, "ẞ"))
          .attr('style', 'text-transform: uppercase');  

 

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haslingerDesign

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das schon jemand gepostet hat, habe mir nicht alle Posts zum Thema durchgelesen:

Aber eine Seite die ich sehr gut finde ist: http://caniuse.com/

 

Dort kann man nachschauen, was die unterschiedlichen Browser an "Code" bereits unterstützen.

 

Gruß

Gregor

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