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eigenen font für kommerziele zwecke erstellen.

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hallo,

ich bin momentan dabei eine eigene pinsel schrift zu erstellen mit dem ziel sie zum verkauf anzubieten.

dafür benutze ich einen scanner, illustrator und fontforge, mit letzterem bin ich jedoch euserst unerfahren.

was die glyphen betrifft sind schon einige fertig (groß und klein buchstaben A-Z sowie öäü und einige gängige sonderzeichen.), aber je weiter ich arbeite desto mehr fragen tun sich auf:

ich habe unter fontforge mit dem standard charakter set "latin-1" begonnen, jetzt fällt mir aber auf das dort z.b. das € zeichen garnicht vorhanden ist. gibt es eine norm die bestimmt welche glyphen mindestens vorhanden sein müssen um einen font kommerziel zu verkaufen?

ist es nötig bei schriften die warscheinlich nur für headlines genutzt werden, trotzdem großen aufwand fürs kerning zu betreiben um beim verkauf eine chance zu haben? (ich lese des öfteren das man bei headlines sowieso nochmal nachjustieren sollte.)

muss man von einem font immer gleich mehrere schriftschnitte anfertigen um kommerziele erfolgs chancen zu haben? (ist bei einem hand gefertigem pinsel font doch recht schwierig und aufwändig ihn dünner, dicker, kursiv... nochmal zu zeichnen und dabei trotzdem den charakter des originals einzuhalten. und einfach nur im illustrator die schrift zu verzerren kann ja nicht die lösung sein, oder ist das so gängig?)

ist es mit fontforge möglich für einen charakter zwei verschiedene glyphen zu bestimmen? also z.b. für den charkter kleines m einen glyph der innerhalb eines wortes benutzt wird und einen glyph der nur eingesetzt wird wenn das m der letzte buchstabe eines wortes ist?

welches format sollte ich wählen, truetype oder opentype?

und schlussendlich wo kann man so einen font überhaupt anbieten? auf größeren seiten wie linotype oder fontshop konnte ich dazu nichts finden und auf meine e-mail bekomme ich keine antwort.

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Ich kann dazu nur aus Nutzer/Kundensicht antworten.

Wenn sie gut gemacht ist, dann braucht die Schrift für Displayzwecke nicht unbedingt mehr als einen Schnitt. Gerade wenn du eine Hand- oder Pinselschrift anbieten willst, ist es fast schon notwendig, kontextabhängige Glyphen („m“) und Ligaturen anzubieten, damit es wie in einem Zug geschrieben aussehen kann. Dazu brauchst du eine OpenType-Schrift. Und dann hast du auch keine wirkliche Begrenzung der Zeichenzahl. Auf das Kerning würde ich auch Wert legen. Eine Schrift, bei der ich alles nochmal von Hand nachbearbeiten muss motiviert nicht gerade. Ein € ist auf jeden Fall notwendig, wenn du hierzulande eine Chance haben willst. Die west- und mitteleuropäischen Zeichen solltest du schon abdecken. Verkaufen kannst du das dann über myfonts.com.

bearbeitet von Cajon
Ergänzung zu Kerning und „m“ verschoben
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Was man alles machen MUSS ist nicht die Frage. Die Frage ist, welche Merkmale und welche Qualität dein Font für Dich und Deine Kunden haben SOLL. Das kannst aber nur du entscheiden. Und nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll oder wird entsprechend nachgefragt. Diese Entscheidungen kann Dir keiner abnehmen.

Zu den technischen Fragen:

Für lateinische Schriften ist eine komplette Latin1-Belegung in der Tat der Standard. Latin 1 wurde definiert, bevor es den Euro gab. Dieser ist deshalb in ISO 8859-15 drin http://de.wikipedia.org/wiki/ISO_8859-15

Ein End-m zusätzlich zu einem normalen m kannst in FontForge über OpenType-Features einrichten. Ist aber vielleicht für einen Anfänger nicht ganz einfach.

TrueType oder OpenType? Ist eigentlich egal. Wenn du den Font mit PostScript-Outlines entwirfst, bietet es sich an, einen PostScript-basierten OpenType-Font zu verkaufen – dann muss nichts konvertiert werden.

Der Verkauf über MyFonts ist am einfachsten und schnellsten. Du musst den Font quasi nur hochladen. Alternativ kannst du auch ein echter FontFont-Designer, Linotype-Designer usw. werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Dein Font wird entsprechend begutachtet und du bekommst technische Qualitätsrichtlinien, die du einhalten musst, bevor der Font wirklich verkauft wird. Das zieht sich entsprechend und die Hürde ist hier für Anfänger deutlich höher.

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Was man alles machen MUSS ist nicht die Frage. Die Frage ist, welche Merkmale und welche Qualität dein Font für Dich und Deine Kunden haben SOLL. Das kannst aber nur du entscheiden. Und nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll oder wird entsprechend nachgefragt. Diese Entscheidungen kann Dir keiner abnehmen.

Zu den technischen Fragen:

Für lateinische Schriften ist eine komplette Latin1-Belegung in der Tat der Standard. Latin 1 wurde definiert, bevor es den Euro gab. Dieser ist deshalb in ISO 8859-15 drin http://de.wikipedia.org/wiki/ISO_8859-15

Der Verkauf über MyFonts ist am einfachsten und schnellsten. Du musst den Font quasi nur hochladen. Alternativ kannst du auch ein echter FontFont-Designer, Linotype-Designer usw. werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Dein Font wird entsprechend begutachtet und du bekommst technische Qualitätsrichtlinien, die du einhalten musst, bevor der Font wirklich verkauft wird. Das zieht sich entsprechend und die Hürde ist hier für Anfänger deutlich höher.

das heist mit dem iso_8859-15 zeichensatz währ ich schonmal auf der sicheren seite!?

es gibt einige zeichen die meines erachtens in diesem fall nicht wirklich notwendig sind da der font wohl weniger beim fließtext punkten wird. allerdings ist ein möglichst vollständiger zeichensatz natürlich eines der (wenn auch nicht das einzige) hauptargumente gegenüber freefonts.

wie ist es den in der praxis? sind in den meisten kostenpflichtigen fonts sämtliche zeichen vorhanden oder gibt es auch durchaus einige die sich z.b. nur auf den englisch/deutschen zeichensatz beschränken?

das mit den technischen qualitätsrichtlinien ist interessant, kann man die online irgendwo nachlesen?

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Üblicherweise füllt man die westeuropäische Belegung bei kommerziellen Fonts immer auf, selbst wenn es ein Displayfont ist, der nur einen beschränkten Einsatz hat. Selbst veraltete Zeichen wie Florin (ƒ) oder das allgemeine Währungszeichen (¤), das keiner benutzt, tut man mit rein. Schließlich zahlt der Käufer ja auch für den Font und erwartet zumindest einen gewissen Standard und keine Flickenteppich von Zeichen, die der Designer gerade als wichtig ansah.

Solche halb fertigen Fonts ertwartet man eher in den kostenlosen Katalogen von Dafont und Co.

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Üblicherweise füllt man die westeuropäische Belegung bei kommerziellen Fonts immer auf, selbst wenn es ein Displayfont ist, der nur einen beschränkten Einsatz hat. Selbst veraltete Zeichen wie Florin (ƒ) oder das allgemeine Währungszeichen (¤), das keiner benutzt, tut man mit rein. Schließlich zahlt der Käufer ja auch für den Font und erwartet zumindest einen gewissen Standard und keine Flickenteppich von Zeichen, die der Designer gerade als wichtig ansah.

Solche halb fertigen Fonts ertwartet man eher in den kostenlosen Katalogen von Dafont und Co.

dem stimme ich zu, aber wo finde ich jetzt eine tabelle die diesen "gewissen Standard" erfüllt? in der ISO 8859-15 (latin0) finde ich wiederum eben kein Florin oder Währungszeichen.

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Diese Unterschiede sind historisch bedingt. Früher gab es am PC und Mac unterschiedliche Standardzeichensätze:

Windows CP 1252 (ANSI) http://en.wikipedia.org/wiki/Windows-1252

Mac Roman http://en.wikipedia.org/wiki/Mac_Roman

Für die Rechner-unabhängige Kommunikation entstanden dann später die ISO-8859-Reihen, wie Latin 1 oder 15, die den oben genannten sehr ähnlich sind, aber nicht identisch.

Wenn Du es gut machen willst, und eine »vollständige westeuropäische Belegung« haben willst, würdest Du die oben genannten kombinieren. Der Aufwand hält sich in Grenzen, aber es fragt dich dann auch nicht z.B. plötzlich ein Mac-Benutzer wo denn die fi-Ligatur ist, die er gewohnt ist, die aber nur Teil von Mac Roman ist.

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Diese Unterschiede sind historisch bedingt. Früher gab es am PC und Mac unterschiedliche Standardzeichensätze:

Windows CP 1252 (ANSI) http://en.wikipedia.org/wiki/Windows-1252

Mac Roman http://en.wikipedia.org/wiki/Mac_Roman

Für die Rechner-unabhängige Kommunikation entstanden dann später die ISO-8859-Reihen, wie Latin 1 oder 15, die den oben genannten sehr ähnlich sind, aber nicht identisch.

Wenn Du es gut machen willst, und eine »vollständige westeuropäische Belegung« haben willst, würdest Du die oben genannten kombinieren. Der Aufwand hält sich in Grenzen, aber es fragt dich dann auch nicht z.B. plötzlich ein Mac-Benutzer wo denn die fi-Ligatur ist, die er gewohnt ist, die aber nur Teil von Mac Roman ist.

ich würds gerne gut machen, ja. also ISO 8859-1 bis 15, dann hab ich ja noch was vor mir :)

vielen dank im übrigen!

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das kommt mir entgegen.

dann hab ich ja garnicht mehr soviel zutun bis ich mich mal mit kerning beschäftigen kann, insbesondere wenn ich diese kombinations funktion kapiere mit der man einfache buchstaben und diese überstriche zusammen setzen kann.

aufjedenfall nochmal vielen dank.

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also für alle dies interessiert, habe gestern eine e-mail von linotype mit unter anderem folgendem link bekommen:

http://www.linotype.com/de/54-14063/bedingungenbeimeinreicheneinerschriftzurbegutachtung.html

ich vermute jetzt einfach mal das zumindest alle zeichen die im test pdf dokument aufgeführt sind auch gefordert werden.

bei myfonts heist es ja glaub ich irgendwas von 50% gewinn beteiligung, weis jemand zufällig wie das bei linotype und/oder fontshop aussieht? haben die für jeden die selbe % beteiligung oder werden die von fall zu fall unterschiedlich ausgehandelt?

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ich vermute jetzt einfach mal das zumindest alle zeichen die im test pdf dokument aufgeführt sind auch gefordert werden.

Das sieht mir nach Mac Roman + Euro-Zeichen aus. Die Windows-Zeichen, etwa die Bruchziffern ½, ¼, ¾ sehe ich da nicht.

bei myfonts heist es ja glaub ich irgendwas von 50% gewinn beteiligung, weis jemand zufällig wie das bei linotype und/oder fontshop aussieht? haben die für jeden die selbe % beteiligung oder werden die von fall zu fall unterschiedlich ausgehandelt?

Jeder hat da seine anteiligen Standard-Vergütungen. Aber so kann man das nicht direkt vergleichen. Erstmal macht es einen großen Unterschied, ob Du deinen Font exklusiv an ein bestimmtes Fonthaus abgibst. Bei FSI wird der Font dann z.B. eine FF DerName. Das ist etwas ganz anderes, als deine Schrift einfach bei dem Reseller MyFonts in den Shop zu packen.

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achso, also wenn die mich bei linotype tazächlich nehmen dann kriegen die die exklusiv rechte und ich dürfte meine schrift anderweitig garnicht mehr anbieten? das wuste ich nicht, ist das denn dann überhaupt empfehlenswert?

dann fällt ja z.b. auch die möglichkeit flach später mal wenn man mehrere fonts hat eine eigene seite online zu stellen.

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Das kann man nicht pauschal beantworten. Manche Designer schätzen es, dass sich andere um Mastering und Vertrieb der Schriften kümmern. Andere machen wiederum lieber alles selbst und vertreiben ihre Schriften unter ihrem eigenen Namen. Im Internetzeitalter ist dies ja theoretisch problemlos möglich.

Mach doch erstmal deine Schrift fertig. Gegebenenfalls kannst du sie auch hier zeigen. Wenn man das Ergebnis sieht, kann man auch ziemlich schnell sagen, zu welchem Anbieter das passen würde oder ob sie da überhaupt eine Chance auf Veröffentlichung hätte.

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im prinziep bin ich jetzt mit allen glyphen aus ISO 8859-1 und 15 fertig.

allerdings läst sich der font nur in truetype speichern, wenn ich ihn als otf (opentype cff) speichern möchte schmiert während des speicher vorgangs fontforge immer ab.

in der brush validation führt mir fontforge bei den meisten buchstaben folgende fehler auf:

-self intersecting

-missing points at extrema

bei manchen auch:

-too many points

-flipped references

und im "private dictionary":

-missing blue values entry

aber so richtig verstehen, was fontforge da von mir will, kann ich leider nicht.

wie sollte ich den font präsentieren? screenshot machen oder direct den truetype font hochladen?

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allerdings läst sich der font nur in truetype speichern, wenn ich ihn als otf (opentype cff) speichern möchte schmiert während des speicher vorgangs fontforge immer ab.

Verwendest Du Windows? Diesen Fehler hatte ich in der letzten inoffiziellen MinGW-Fassung auch. Die vorletzte Fassung (2009-10-28) sollte den Fehler nicht haben, Du kannst sie dort herunterladen:

http://www.4shared.com/file/8fnTw4Nc/fontforge-mingw_2009_10_28.html

(Achtung: Ich habe diese Datei nicht überprüft.)

in der brush validation führt mir fontforge bei den meisten buchstaben folgende fehler auf:

-self intersecting

-missing points at extrema

bei manchen auch:

-too many points

-flipped references

und im "private dictionary":

-missing blue values entry

Meinst Du die normale Schriftprüfung über Element → Validation → Validate …, die auch beim Erzeugen von Schriften aufgerufen wird? Eine „brush validation“ ist mir in Fontforge nie begegnet. :-?

„Self intersecting“ bedeutet, daß sich Buchstabenteile überlappen. Du solltest, unmittelbar bevor Du die fertige Schriftdatei erzeugst, Element → Überlagerungen → Überlagerungen entfernen ausführen. Dadurch werden überlappende Buchstabenteile zu einer einzigen Buchstabenform verbunden. Achte aber darauf, daß Du danach nicht versehentlich speicherst, sonst enthält Deine Fontforge-Datei nur noch die verbundenen Buchstaben, und nicht mehr die einzelnen Buchstabenteile!

„Missing points at extrema“ bedeutet, daß an den äußersten Punkten der Kurven (den sogenannten Extremstellen) nicht überall Punkte liegen. Diese Punkte sind, soweit ich weiß, vor allem für die Bildschirmdarstellung wichtig. Du kannst an allen Extremstellen mittels Element → Extrema hinzufügen Punkte einfügen. Ich würde das auch nur vor dem Erzeugen einer Schrift machen, oder gleich beim Erstellen der Buchstaben die Kurvenpunkte so einrichten, daß sich an den Extremstellen Punkte befinden.

Über zu viele Punkte hat Fontforge bei mir noch nie gemeckert, und ich habe schon Buchstaben mit sehr vielen Punkten erzeugt. Wieviele Punkte hat der bemängelte Buchstabe denn?

„Flipped references“ bedeutet, daß ein verknüpftes Zeichen (Referenz) eine andere Kurvenrichtung hat als das Grundzeichen. Achte darauf, daß Kurven, die ausgefüllt werden sollen, im Uhrzeigersinn, und Kurven, die ausgeschnitten werden sollen, gegen den Uhrzeigersinn verlaufen müssen.

„Missing Blue Values entry“ hat mit dem Hinting zu tun. Informationen zum Hinting in Fontforge findest Du auf folgenden Seiten:

http://fontforge.sourceforge.net/hinting.html

http://fontforge.sourceforge.net/overview.html#Hints

http://sourceforge.net/apps/trac/fontforge/wiki/FontForge's%20TTF%20hinting%3A%20how%20it%20works

(Leider weiß ich selbst auch viel zu wenig über Hinting.)

wie sollte ich den font präsentieren? screenshot machen oder direct den truetype font hochladen?

Wenn Du die Schrift hochlädst, können wir sie uns natürlich am genauesten anschauen. Damit auch die, die sich die Schriftdatei nicht herunterladen wollen, ein Bild verschaffen können, könntest Du eine Bilddatei mit allen Buchstaben und einem Satzbeispiel erstellen.

bearbeitet von Joshua K.
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Verwendest Du Windows? Diesen Fehler hatte ich in der letzten inoffiziellen MinGW-Fassung auch. Die vorletzte Fassung (2009-10-28) sollte den Fehler nicht haben

ich verwende windows 7 und habe fontforge nicht über Min-GW sondern über cygwin installiert.

also liegt der abstrutz beim speichern vermutlich an der software und nicht mit den validation errors.

Meinst Du die normale Schriftprüfung über Element → Validation → Validate …, die auch beim Erzeugen von Schriften aufgerufen wird? Eine „brush validation“ ist mir in Fontforge nie begegnet.

ja, die normale schriftprüfung meinte ich, habe mich wohl verschrieben.

„Self intersecting“ bedeutet, daß sich Buchstabenteile überlappen. Du solltest, unmittelbar bevor Du die fertige Schriftdatei erzeugst, Element → Überlagerungen → Überlagerungen entfernen ausführen. Dadurch werden überlappende Buchstabenteile zu einer einzigen Buchstabenform verbunden. Achte aber darauf, daß Du danach nicht versehentlich speicherst, sonst enthält Deine Fontforge-Datei nur noch die verbundenen Buchstaben, und nicht mehr die einzelnen Buchstabenteile!

zählen zwei ankerpunkte die direkt auf dem selben fleck liegen auch als überlappungen? also keine sich direkt überschneidende pfade, sondern lediglich 2 ankerpunkte auf der selben stelle.

davon sind durch die autotrace funktion in illustrator und der hohen auflösung von 600 dpi einige entstanden und diese kann man warscheinlich nicht zu einer form schliesen. das hiese dann ich müste sie von hand alle verschieben...

Über zu viele Punkte hat Fontforge bei mir noch nie gemeckert, und ich habe schon Buchstaben mit sehr vielen Punkten erzeugt. Wieviele Punkte hat der bemängelte Buchstabe denn?

es handelt sich nich nur um einen buchstaben, der fehler wird bei den meisten buchstaben meines fonts angezeigt. als standard ist in fontforge wohl 1500 punkte pro buchstabe eingestellt, läst sich aber auch höher stellen. illustrator zählt beim buchstaben A z.b. 1674 punkte.

es ist mir schon klar dass das sehr viele sind, aber ich wollte das der font auch stark vergrößert noch diesen naturellen eindruck vermittelt und das erreiche ich meiner einschätzung nach nur mit sehr hoher detail stufe.

vielen dank für die erklärungen.

ich werd dann heute oder morgen noch einen screenshot vom font und die truetype version hochladen.

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beispiel satz, zeichen satz (latin 1) im anhang.

zum font fällt mir spontant auf dass das W zu dick wirkt, das werde ich ersetzen müssen und beim m ist der endschweif zu lang für innerhalb eines wortes (für nen schlussbuchstaben währ er passend).

würde mich über kritik freuen.

post-20753-1355407875,5337_thumb.jpg

post-20753-1355407875,5905_thumb.jpg

bearbeitet von Kurius
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Im Prinzip passt da auch die gerade laufende Diskussion aus diesem Strang dazu:

http://www.typografie.info/2/showthread.php/25146-Font-Audit-in-FontLab-5-hier-move-is-empty

Ist ein zu komplexer Scan erstmal im Fonteditor, ist es eigentlich schon zu spät. Ich würde mir die Schrift nicht installieren wollen. Die ist zu komlex und im Detail fehlerhaft. Eigentlich müsste schon die Vektorvorlage vereinfacht werden, damit sie im Fontraster sauber funktioniert. Ansonsten bist du wochenlang mit Nacharbeit beschäftigt. Man sieht es, wenn man mal näher ranzoomt. Teilweise sind die Elemente aufs Raster gerundet und es entstehen dann lauter seltsame Vierecke. Andererseits gibt es Überlappungen ein und derselben Outline, was ein grober Fehler ist.

Eigentlich passt die Schrift eher zu den kostenlosen Fonts bei Dafont.

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Im Prinzip passt da auch die gerade laufende Diskussion aus diesem Strang dazu:

http://www.typografie.info/2/showthread.php/25146-Font-Audit-in-FontLab-5-hier-move-is-empty

Ist ein zu komplexer Scan erstmal im Fonteditor, ist es eigentlich schon zu spät. Ich würde mir die Schrift nicht installieren wollen. Die ist zu komlex und im Detail fehlerhaft. Eigentlich müsste schon die Vektorvorlage vereinfacht werden, damit sie im Fontraster sauber funktioniert. Ansonsten bist du wochenlang mit Nacharbeit beschäftigt. Man sieht es, wenn man mal näher ranzoomt. Teilweise sind die Elemente aufs Raster gerundet und es entstehen dann lauter seltsame Vierecke. Andererseits gibt es Überlappungen ein und derselben Outline, was ein grober Fehler ist.

Eigentlich passt die Schrift eher zu den kostenlosen Fonts bei Dafont.

vernichtendes urteil, aber wenigstens ehrlich.

wie würde man den als professioneller an die sache rangehen? selbst nachzeichnen ist praktisch ausgeschlossen, da sähse ich eine woche oder länger an einem buchstaben und es würde am ende trotzdem nicht so gut aussehen wie mit auto trace.

und einfach die detail stuffe runtersetzen, da geht natürlich viel von diesem tusche charakter verloren. irgendwann bleibt nur noch die äusere shape für die formensprache übrig . von der sorte font gibt es auch schon einige.

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Der Pinselstil ist im Detail schon ganz reizvoll.

Aber die Schrift selbst hat keinen einheitlichen Schreibduktus. Jeder Buchstabe wirkt wie eine einzelne Zeichnung, die nichts mit den anderen Buchstaben zu tun hat und daher auch im Wortbild nicht harmoniert. Solche Fonts sind ja deshalb auch nicht einfach. Da muss man schon eine extrem gute »Handschrift« oder jahrelange kalligrafische Erfahrung haben.

Diese persönliche Einschätzung muss dich natürlich nicht davon abhalten, die Schrift nicht trotzdem zu verkaufen. ;-)

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also das wechseln auf die mingw version von fontforge (habe mehrere durch probiert) hat leider nichts geholfen, ich bekomme immer noch einen absturtz beim speichern als opentype.

allerdings kann ich den font erst als truetype speichern, diesen truetype font in fontforge öffnen und dann als opentype speichern.

das bringt aber warscheinlich einige nachteile mit sich, oder?

ich meine beim speichern in den truetype font gehen doch sämtliche opentype features verloren, und die doppel rasterung (erst truetype dann opentype!?) ist für die optik des fonts wohl auch nicht gerade förderlich schätze ich.

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Die Font-Formate sind nicht einfach so austauschbar, so wie man mal ein TIF und mal ein PNG aus der gleichen Ausgangsdatei speichert.

Ein TrueType-Font (TTF oder OpenType TT) hat TrueType-basierte Outlines und ggf. TrueType-Instructions für die Bildschirmdarstellung. Ein PostScript-Font (Type1 oder OpenType PS) hat PostScript-Outlines und PostScript-Hints für die Bildschirmdarstellung.

Generelles zu der Verwirrung um TrueType vs. OpenType findest Du hier:

http://www.typografie.info/2/entry.php/15-Mythos-OpenType

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Lies Dir unbedingt mal Ralfs Beitrag zu OpenType durch. Auch eine Schrift mit TrueType-Kurven (Dateiendung .TTF) kann eine OpenType-Schrift sein. Wenn Du also eine TrueType-Schrift in Fontforge erzeugst, behält sie alle OpenType-Funktionen (z. B. Verbünde). Ein Problem ist nur, daß die (vermutlich) im Postscript-Format angelegten Kurven ins TrueType-Format umgewandelt werden, was möglicherweise die sowieso schon große Zahl an Kurvenpunkten nochmals vergrößert.

Ich hab’s gerade nochmal ausprobiert: Sowohl mit Fassung 2010_05_18, als auch mit Fassung 2009_10_28 kann ich unter Windows XP .OTF-Schriften erzeugen. :-?

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