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Schriften, Lizenzen, Urheberrecht (aus Mythos Schriftlizenzen)

Hervorgehobene Antworten

Das wurde ja anfangs postuliert:

Diese neue Gepflogenheit ist allerdings mehr als fragwürdig, denn um Dritten ein Nutzungsrecht an gewerblichen Schutzrechten einräumen zu können, müsste eigentlich eine Font Foundry über die dafür benötigten Patente, Urheberrechte, Gebrauchsmuster oder eingetragene Marken etc. verfügen.
Haben Lizenzen überhaupt irgend etwas mit Schöpfungshöhe zu tun?

In der Praxis nicht, da ja eben die Schöpfungshöhe nicht generell bejaht oder verneint werden kann. Man kann ja nicht mit jedem Foto (oder eben einer Schrift) jedes Mal erst sich selbst verklagen, um dann vor Gericht die Schöpfungshöhe bestätigt zu bekommen.

Und da es im Streitfall eben mal so und mal so ausgehen kann, bleibt es dabei, was wir hier schon mehrfach festgestellt haben: Man kann die verschiedenen Schutzformen der Schriftlizenzierung weder generell bejahen noch verneinen.

Schnitzel: Genau das kann man eben nicht grundsätzlich sagen. Wenn das Bild dann genauso aussieht wie so ein alter Holländischer Schinken™ ist keine Schöpfungshöhe erreicht, die das Urheberrecht geltend machen würde.

Natürlich, denn dann wäre es ja eine Kopie und kein neues Werk.

Wenn ich Joshua richtig verstehe, unterscheidet er sogar in "künstlerisch" und "handwerklich", also muss en detail geklärt werden, wo die Schöpfungshöhe erreicht ist. So verstehe ich ihn zumindest.

Ich will nicht sagen, daß nur „künstlerische“, aber nicht „handwerkliche“ Arbeiten eine (ausreichende) Schöpfungshöhe haben, sondern daß alle Arbeiten, gleich ob man diese zuerst als eher handwerklich oder eher künstlerisch einschätzt, eine gewisse Schöpfungshöhe haben können.

Man kann nicht pauschal sagen: das ist alles „nur“ Handwerk, das hat keine Schöpfungshöhe. Oder: alle Schriften haben eine Schöpfungshöhe. Man muß es, wie Bertel sagt, eben im Einzelfall prüfen. (Und zwar meines Erachtens nach sowohl für die persönliche Meinung als auch für die rechtliche Einordnung.)

Ich will nicht sagen, daß nur „künstlerische“, aber nicht „handwerkliche“ Arbeiten eine (ausreichende) Schöpfungshöhe haben, sondern daß alle Arbeiten, gleich ob man diese zuerst als eher handwerklich oder eher künstlerisch einschätzt, eine gewisse Schöpfungshöhe haben können.

schöpfungshöhe, weil künsterlisch und handwerklich: http://de.wikipedia.org/wiki/Parthenon

keine schöpfungshöhe, aber handwerklich interessant: http://de.wikipedia.org/wiki/Parthenon_(Nashville)

und so verhalten sich für mich die schriften der stempelschneider zu ihren digitalen nachbauten.

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