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Matthias Kleine

Bucherstellung mit Creative Cloud

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Matthias Kleine

Hallo,

 

einige Worte zum Thema vorab. Ich plane 2015 eine Buchveröffentlichung und ziehe in Betracht, das Buch im Eigenverlag zu veröffentlichen. Sollte diese Entscheidung so ausfallen, so müsste ich in naher Zukuft eine entsprechende Buchsatz-Software anschaffen. Ich selbst bin kein Designer, sondern Informatiker. Ich möchte also lediglich ein möglichst leistungsfähiges Werkzeug, für das es auch etablierte Tutorials und gute Bücher gibt, so dass ich mich effizient einarbeiten und dann loslegen kann. Meine Vorstellungen vom Design des Buches sind recht anspruchsvoll, so dass ich gerne ein Profi-Werkzeug verwenden würde, um nicht früher oder später die Limitierungen von OpenSource-Lösungen (wie Scribus) "erleiden" zu müssen.

 

Ursprünglich dachte ich einfach, dass ich mir (ggf. eine nicht ganz aktuelle, um die Kosten moderat zu halten) Version der Creative Suite besorge und damit alle Grafiken, Diagramme sowie den Buchsatz bearbeite. Nun stellte ich bei einer ersten Recherche fest, dass Adobe inzwischen ein Mietmodell eingeführt hat, das sich jetzt "Creative Cloud" nennt. Nun stellen sich doch eine Reihe von Fragen für mich:

  • Angenommen, ich "miete" die Cloud, schreibe mit Indesign/Illustrator usw. mein Buch, und wenn ich damit fertig bin, benötige ich die Cloud für eine Weile nicht mehr. Damit kann ich also die Software nicht mehr nutzen. Was mir Sorgen macht ist, dass ich damit gewissermaßen auch nicht mehr an mein Buch herankomme. Denn das kann ich ja nur mit der Cloud-Software öffnen. Gibt es denn Export-Formate, mit denen ich nach der Bucherstellung eine editierbare Kopie generieren kann, so dass ich unabhängig von Adobe-Produkten weiterhin an mein Buch rankomme?
  • Ich habe stellenweise gelesen, dass man das erstellte Buch nicht lokal abspeichern kann, sondern immer nur "in der Cloud". Ist es wahr, dass man keine lokalen Kopien erstellen kann?
  • Ich frage mich natürlich, ob ich an Stelle der hohen monatlichen Cloud-Kosten nicht besser einen einmaligen Betrag hinlege, um mir eine Creative Suite 6 zu besorgen. Bei Ebay werden solche Versionen (für das Master-Paket) für unter 1000 Euro angeboten. Damit hätte ich zumindest für ein paar Jahre ein funktionierendes Paket und käme auch weiterhin an mein Buchformat dran, falls ich es einmal benötige. Was haltet ihr von dieser Variante?
  • Angenommen, ich kaufe mir eine CS6-Version. Ich möchte aber auch künftig in der Lage sein, diverse E-Book-Formate aus meiner erstellten Version zu generieren. Bin ich da mit der Creative Suite überhaupt sicher, dass das funktioniert? Werden die Exporte in die Buchformate auch in den nächsten Jahren noch unterstützt?

Ihr merkt, ich bin in solchen Dingen recht unerfahren. Aber da es sich um eine finanziell nicht unbeträchtliche Anschaffung handelt, die zudem noch den strategischen Aspekt der Abhängigkeit von einem Marktführer und seinem Mietmodell zur Folge hätte, muss ich mir einen Überblick verschaffen, bevor ich eine entsprechende Entscheidung treffe. Ich wäre daher für jeden Hinweis von euch dankbar, der mir hier weiterhilft.

 

Viele Grüße

Matthias

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Ralf Herrmann
  •  Gibt es denn Export-Formate, mit denen ich nach der Bucherstellung eine editierbare Kopie generieren kann, so dass ich unabhängig von Adobe-Produkten weiterhin an mein Buch rankomme?

 Den Text kannst du freilich exportieren, aber eine echte 1:1-Weiterbearbeitung des Designs ist kaum möglich. 

 

 

  • Ich habe stellenweise gelesen, dass man das erstellte Buch nicht lokal abspeichern kann, sondern immer nur "in der Cloud". Ist es wahr, dass man keine lokalen Kopien erstellen kann?

 

 

Das stimmt nicht.  

 

 

  • Ich frage mich natürlich, ob ich an Stelle der hohen monatlichen Cloud-Kosten nicht besser einen einmaligen Betrag hinlege, um mir eine Creative Suite 6 zu besorgen.

 

 

Kann gut sein.  

 

 

  • Angenommen, ich kaufe mir eine CS6-Version. Ich möchte aber auch künftig in der Lage sein, diverse E-Book-Formate aus meiner erstellten Version zu generieren. Bin ich da mit der Creative Suite überhaupt sicher, dass das funktioniert? Werden die Exporte in die Buchformate auch in den nächsten Jahren noch unterstützt?

Unterstützt sicherlich – aber du kannst gegebenenfalls nicht mehr bestimmte Möglichkeiten einzelner Formate gezielt steuern. Die Hersteller kochen da ja alle ihr eigenes Süppchen (Siehe Kindle etc.). 

Und noch ein genereller Punkt: »anspruchsvolles Design« und breite Unterstützung von E-Book-Readern vertragen sich wie Öl und Wasser. Man muss sich eher für eines entscheiden. Eventuell ist also der Ansatz mit Profi-Design-Software (z.B. InDesign) gar nicht unbedingt der richtige. 

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TobiW

Passt vielleicht nicht ganz hier rein, aber ich werfe mal das kostenlose LaTeX (The Beauty of LaTeX) in den Raum. Das ist dir als Informatiker vielleicht eh schonmal begegnet und wenn nicht für dich bestimmt nicht schwer zu lernen. Wenn du mehr wissen willst sag bescheid ;-)

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Matthias Kleine

Zum Thema "anspruchsvolles Design" vs. Ebook: Das ist ein wichtiger Einwand. Es würde ja nahelegen, dass man gewissermaßen mehrere Versionen setzen müsste - die Printversion und die einfacher gehaltenen Ebook-Version(en). Habt ihr da Erfahrungen, wie so etwas gemacht wird?

 

Zum Thema CS6 vs. CC: Wie geht ihr da ran? Verwendet ihr größtenteils noch eine CS6-Version, oder habt ihr weitgehend schon auf CC umgestellt?

 

Zum Thema der eventuellen Besorgung der CS6: Wo kann man sich das zuverlässig am besten besorgen? Knapp 1000 Euro per Internet-Überweisung an einen Unbekannten sind ja nicht so ganz unproblematisch. Woher weiß ich, dass ich damit auch eine ordnungsgemäße Lizenz erwerbe? Wo würdet ihr die CS6 besorgen (ausgenommen Adobe, wo die Preise für eine "veraltete" Software unverschämt hoch sind)?

 

Thema Latex: Ok, das wäre die "Zu-Fuß-Lösung". Ist noch nicht ganz aus dem Rennen, aber lieber wäre mir eine Profi-Lösung, die mir so viel Arbeit wie möglich abnimmt. Ich verspreche mir auch einige "Synergieeffekte" aus der Vernetzung der diversen Adobe-Tools, die ich mit Latex nicht erreichen könnte. Ganz abgesehen davon, dass Latex nur das Buchsatz-Problem löst, nicht aber die Erstellung der Illustrationen und Diagramme, für die ich dann (konsequenterweise) auch eine OpenSource-Lösung finden müsste. Auch hier gibt es Optionen (wie Inkscape, dia usw.), die aber nach meiner bisherigen Recherche und Evaluation nicht an die Möglichkeiten professioneller Werkzeuge herankommen.

 

Viele Grüße

Matthias

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Kathrinvdm

Zum Thema CS6 vs. CC: Wie geht ihr da ran? Verwendet ihr größtenteils noch eine CS6-Version, oder habt ihr weitgehend schon auf CC umgestellt?

 

Dazu kannst Du mal hier reinlesen, das spiegelt den Stand der Diskussion bei uns im Forum ganz gut wider. 

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Ralf Herrmann

Zum Thema "anspruchsvolles Design" vs. Ebook: Das ist ein wichtiger Einwand. Es würde ja nahelegen, dass man gewissermaßen mehrere Versionen setzen müsste - die Printversion und die einfacher gehaltenen Ebook-Version(en). Habt ihr da Erfahrungen, wie so etwas gemacht wird?

 

Gedruckte Bücher (bzw. PDFs als digitales Pendant) sind seitenbasiert – Standard-E-Books sind mehr oder weniger ein fortlaufenden Textfluss, der sich dem Gerät, den Möglichkeiten/Voreinstellungen der Reader-Software und den persönlichen Einstellungen des Nutzers (z.B. Schriftgröße) anpasst. Zwei völlig unterschiedliche Welten. 

Eine bewusste Printgestaltung flexibel auf alle E-Reader zu bringen ist praktisch unmöglich. Man kann aber durchaus mit Kompromissen eine E-Book-Gestaltung ordentlich drucken, wenn man das von vornherein so plant. 

 

Und generell werfe ich einfach nochmal eine bislang nicht erwähnte Variante ein: Statt teure Satzsoftware zu kaufen und sich in alles selbst einzuarbeiten, könnte man natürlich auch einfach einen Grafikdesigner finden, der das alles aus dem Effeff beherrscht und für den gleichen Preis professionell und schnell erledigt. Wollte es nur mal gesagt haben. ;-)

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TobiW

Nach meiner Erfahrung – ich hab schon das ein oder andere Buch mit LaTeX gesetzt und auch nen Bisschen Erfahrung in InDesign – ist es so, dass mir LaTeX deutlich mehr Arbeit abnimmt. Zugegeben, ich kenne nicht alle Kniffe in InDesign, aber vom Gefühl Würde ich sagen, das LaTeX dennoch das mächtigere Werkzeug ist. Wenn du Formeln brauchst, ist LaTeX eigentlich auch das Mittel der Wahl …

 

Zum Thema Grafik: Ich habe ein komplettes Physikbuch mit knapp 500 Abbildungen fast ausschließlich mit LaTeX (und TikZ) illustriert. Je nachdem, was du für Grafiken brauchst, kann auch hier LaTeX die Nase vorn haben, z.B. bei mathematisch exakten Grafiken und Plots … ein par Beispiele, was so geht:

 

Was in der LaTeX-Welt bisher leider noch nicht so recht angekommen ist, ist das Thema eBooks. Da hat die Konkurrenz zugegebener Maßen deutlich die Nase vorn.

 

Übrigens kannst du auch nur Teile der CC mieten, z.B. Illustrator für deine Grafiken und dann mit LaTeX den Rest machen. Wenn du die Illustrator-Dateien als PDF und SVG exportierst, kannst du sie im Zweifel auch später noch ohne CC und mi bspw. Inkscape öffnen. Außerdem sei ein Hinweis auf den Affinity Designer (Link zum Thread hier im Forum) gestattet ;-)

 

Und ich möchte auch Ralfs Aussage bekräftigen, dass man vielleicht für das gleiche Geld ein besseres und effizienteres Ergebnis bekommt, wenn man einen Profi beauftragt.  :ilovetype:

bearbeitet von TobiW

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Matthias Kleine

@ CS vs. CC: Wow, um den oben referenzierten Thread nachzuvollziehen, muss ich mir mal 'ne Stunde Zeit nehmen. Alles in allem ergibt ein erster Überflug ein unausgewogenes Bild. Tendentiell kommen Profi-Grafiker wohl nicht um die CC herum. Alle anderen haben die Option, alte Versionen zu nutzen oder Alternativen zu Adobe zu nutzen. Und wie ich an eine CS6-Version gelange, ohne einem Lizenzbetrüger zum Opfer zu fallen, weiß ich eigentlich auch noch nicht.

 

@ Latex: Man könnte meinen, dass ich als Informatiker damit sympathisieren würde. Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt: Da ich mich üblicherweise in umfangreichen Programmstrukturen bewege, wäre ich beim Schreiben schon recht froh darüber, einmal keine rein syntaktischen Elemente zu sehen, die zwischen mir und meiner Sicht auf das Ergebnis stehen. Ein Vergleich der Mächtigkeit von Indesign und Latex würde ggf. sehr umfangreich ausfallen. Es hängt hier vermutlich sehr stark davon ab, was man eigentlich gestalterisch machen möchte. Aber vom Arbeitsablauf tendiere ich zu einer WYSIWYG-Lösung.

 

@ Beauftragung eines Grafikers: Das hatte ich durchaus vorgesehen, allerdings grundsätzlich eher, um die Rahmenbedingungen des Buches sowie ggf. den Einband gemeinsam zu erarbeiten, auf deren Grundlage ich dann die Erstellung der Grafiken / Diagramme sowie den Buchsatz selbst vornehme. Grundsätzlich möchte ich schon gern mal den Spaß haben, ein Buch selbst hergestellt zu haben. Vielleicht wird es ja auch nicht das letzte sein. Mal ganz abgesehen davon, dass bei den Auflagen von IT-Büchern ohnehin nicht mit allzu großen Gewinnen zu rechnen ist, die ich verteilen könnte. Aber mal so lose nachgefragt: Mit welcher Größenordnung, was die Kosten betrifft, müsste man denn bei einem Buch mit ca. 400 Seiten bei 200 Grafiken / Diagrammen denn wohl minimal rechnen?

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TobiW

@LaTeX: Verstehe ich, aber spätestens, wenn du das erste mal eine Sache das zwanzigste Mal wiederholst hast mit dem Wissen, dass man sowas bestimmt automatisieren könnte, ärgerst du dich über InDesign. Zumindest geht es mir regelmäßig so.

Wovon wird das Buch denn eigentlich handeln? Wenn du viele Formeln brauchst und/oder Code-Beispiele, kann sich LaTeX eben doch „bezahlt“ machen, weil der Formalste super funktioniert und Codbeispiele automatisch mit Syntaxhighlighting versehen werden können.

Und die (semi)automatische Positionierung deiner vielen Abbildungen könnte dir auch unter die Arme greifen ;-)

 

Aber ich hör jetzt auf mit der Werbung. Wenn du noch speziell zu TeX was wissen willst, kannst du auch gerne ne PN schicken …

 

@Beauftragen: Für die Satzarbeit kannst du zwischen 2,50 und 6,00+ Euro pro fertiger Buchseite veranschlagen. Hängt (zumindest wenn ich kalkuliere) stark von der Komplexität des Inhalts ab; Fließtext ist schneller gesetzt als dutzende Aufzählungen, Formeln, Tabellen und was es sonst noch so feines gibt. Ich beziehe inzwischen auch die Qualität der mir gelieferten Daten mit ein. Eine saubere LaTeX-Quelle kann ich schneller und entsprechend günstiger Verarbeiten, als eine völlig chaotische mit vielen Fehlern drin.

Alles andere wird wohl eher stundenweise abgerechnet und die Sätze bewegen sich so zwischen 35 und 100+ Euro. Die Kollegen mit mehr Erfahrung mögen mich nicht hauen, aber gerne korrigieren :bow:

Es kommt jedenfalls stark darauf an, was du willst: Nur jemanden, der dir beim Entwickeln des Layouts hilft und du ansonsten auf dich selbst gestellt bist oder – anderes Extrem – jemanden, dem du dein Manuskript überlässt und alles fertig gemacht wird. Dazwischen gibt es ja ein paar Stufen und man müsste sehen, ob und wo man sich treffen kann (preislich und inhaltlich).

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Pachulke

Grundsätzlich möchte ich schon gern mal den Spaß haben, ein Buch selbst hergestellt zu haben.

 

Ah. So eine Baum-pflanzen-Sohn-zeugen-Haus-bauen-Buch-herstellen-Sache. Häufig ist der Spaßfaktor beim Sohn-zeugen ja größer. ;-)

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Erwin Krump

Zu den Kosten bei der Buchherstellung ist anzumerken, dass die Satzformatierung bzw. Satzherstellung in deinem Fall wahrscheinlich den geringeren Anteil an den Kosten ausmacht. 


 


Der Hauptanteil an den Erstellungskosten machen m. E. die Grafiken und Diagramme aus. 


 


Zum Programm, welches du für die Buchproduktion benötigst, ist zu sagen, dass nicht das Programm für gute Arbeit ausschlaggebend ist, sondern wer mit dem Programm arbeitet. Die Fähigkeiten und das Wissen bzw. Ideen führen zu einer guten Arbeit.


 


Ich persönlich erstelle meine Bücher mit Indesign CS, früher fand ich mit QuarkXPress das Auslangen. Die Umstellung nahm ich lediglich deswegen vor, da ich mit Indesign wesentlich rationeller arbeiten kann und mir viel Zeit spare. Aber mit der Qualität des Buches, das der Leser dann in den Händen hält, hat die Programmwahl kaum etwas zu tun.


 


Es ist daher m. E. in erster Linie wichtig, dich in die Materie der Buchgestaltung einzuarbeiten bzw. einzulesen, dann wirst du auch mit einer nicht brandneuen Version von Indesign oder einem anderen Layoutprogramm deiner Wahl auskommen. 


 


Sicher ist es eine gute Lösung, dich von einem Buchgestalter/Designer/Grafiker/Typografen beraten zu lassen und vielleicht auch ein paar Musterseiten ev. gemeinsam zu erstellen. Die Produktion des Buches übernimmst du dann in Eigenregie. Dazu wünsche ich dir gutes Gelingen.

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Sebastian Nagel

Nur eine kleine Ergänzung, weil noch nicht angesprochen: auch in Indesign lassen sich repetitive Aufgaben automatisieren. Zum einen durch durdachtes Anlegen des Dokuments, Formatstrukturen, Verankerungen, Verkettungen, ... Zum anderen mittels ECMA/Javascript (und Applescript und VisualBasic) – im Grunde bietet Indesign eben spezifische Objekte und Methoden an, der Rest ist die jeweilige "Standardsprache".

Beim ersten Layout/Satz-Projekt (und dann gleich ein Buchprojekt) wird man aber egal in welchem System in die eine oder andere Sackgasse laufen, das lässt sich kaum vermeiden.

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GePix

Notfalls kann man ja wunderbar mit Indesign CS 2 arbeiten - haben wir ja früher auch gemacht, wenn ich mich recht erinnere.

Und passable Bücher sind auch bei rausgekommen ...!

 

Hier der kostenlose Download (Adobe verschenkt es, da nicht mehr unterstützt)

http://www.chip.de/downloads/Adobe-InDesign-CS2-Vollversion_59763254.html

 

Mit Skripten und notfalls Plug-Ins (z. B. Indihyph für eine ordentliche Worttrennung) ist das sogar sehr brauchbar.

 

viel Spaß beim Ausprobieren!

Gerd

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Phoibos

Adobe CS2 ist nicht mehr frei erhältlich, weil Adobe mittlerweile Lizenzbedingungen dazu hat (nur für Käufer der CS2, die auch tatsächlich eine eigene Lizenz besitzen).

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Matthias Kleine

Hallo,

 

vielen Dank für die vielen hilfreichen Kommentare. Ich tendiere inzwischen zu einer CS6-Lösung, stehe aber weiterhin vor dem Fragezeichen, woher ich die bekommen soll.

Kennt ihr ggf. einen offiziellen Shop, wo die Produkte für vernünftige Preise angeboten werden? Oder woher würdet ihr die CS 6 beziehen?

 

Da im Kontext von Latex noch die Frage aufkam, ob das Buch viele Formeln enthält, möchte ich nochmal kurz die "Features" aufzählen, die mir besonders wichtig für die Buchsatz-Software bzw. für die Gestaltung sind:

  • Formeln enthält das Buch nicht viele, und wenn, dann vergleichsweise simple Brüche. Dass sollte Indesign wohl hinbekommen?! Notfalls erzeuge ich die mit einem fremden Formeleditor und füge die Grafiken ein ...
  • Ich wünsche mir eine leistungsfähige Verwaltung von Literaturverweisen, da das Buch davon sehr umfangreich Gebrauch macht. D.h. deren Erfassung, Verwaltung sowie die Generierung des Verzeichnisses  sollten auf jeden Fall sehr einfach möglich sein.
  • Die Seiten sind gewissermaßen zweispaltig geplant: Neben dem Haupttext-Block wird eine schmale Spalte mitgeführt, die für Schlagworte, kleine Grafiken, Porträtfotos anderer Autoren oder Hinweis-Icons usw. bestimmt ist. Große Grafiken nehmen allerdings die gesamte Breite der Seiten ein.
  • Da das Buch gute 400 Seiten umfassen wird, sollte die Ladezeit des Dokuments möglichst performant sein. Dabei ist wichtig, dass das gesamte Buchprojekt z.B. auch mit einer einzelnen Suche durchsucht werden kann, d.h. das Buch sollte sich nicht auf verschiedene Dateien verteilen. Wenn ich bspw. das Buch daraufhin untersuchen will, ob ich irgendwo "Software-Technik" statt "Softwaretechnik" geschrieben habe, so muss das effizient mit einer einzelnen Suchen/Ersetzen-Aktion durchführbar sein.
  • Schon erwähnt hatte ich das Thema Ebook-Export, wobei ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht genauer sagen kann, von welchem Anbieter ich mich versklaven lassen will ;-). Vermutlich wäre Kindle schon wünschenswert, insofern sollte der Weg von der Printversion zur Kindleversion halbwegs einfach machbar sein (nicht umgekehrt, da die Printversion auf jeden Fall Priorität hat).
  • Es wäre natürlich toll, wenn sich auch die Verwaltung der Grafiken und ihre Einbettung ins Buch möglichst effizient gestalten lässt. Bspw. muss ich in OpenOffice die erstellten Vektorgrafiken / Diagramme typischerweise zunächst in ein Bitmap-Format exportieren (oder screenshotten) und dann einfügen. Toller wäre es natürlich, wenn ich die Vektorgrafik direkt referenzieren könnte und im Falle ihrer nachträglichen Anpassung im gesetzten Buch (gleiche Größe vorausgesetzt) keine weiteren Änderungen erforderlich sind. Bei 200+ Grafiken wird das sicher keinen kleinen Teil der Arbeit ausmachen.
  • Schließlich ist dann da noch das Thema "Schriften". Hier bin ich noch sehr unsicher, ob ich irgendwelche Schriften "zukaufen" muss oder ob ich mit verfügbaren "Standardschriften" auskomme. Das Buch wird sicher umfangreich von verschiedenen Schriften und Schriftformaten Gebrauch machen, z. B. für Quellcode, Zitate, seitliche Anmerkungen, 5-6 Überschrifts-Ebenen, hervorgehobene Textboxen mit Exkursen usw. Ich dachte, dass ich in dieser Hinsicht mit Indesign ggf. ein größeres Repertoire verfügbar habe, oder nicht?
  • Tja, ansonsten fallen mir noch Tabellen, Aufzählungen in diversen Varianten, Referenzen innerhalb des Dokuments (insbesondere ggf. für das Ebook-Format wichtig), Fußnoten und Ähnliches ein. Das sollten ja Satzprogramme eigentlich alle mehr oder weniger gut können.
  • Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass das Buch voraussichtlich auch in englischer Übersetzung erscheinen wird. Da wäre es natürlich praktisch, wenn man den Buchsatz nicht komplett über den Haufen werfen müsste und auf möglichst einfache Weise die deutschen Texte (Überschriften, Blöcke, Bildunterschriften und alles drum und dran) durch englische ersetzen könnte.

Ok, falls jemand bis hierhin gelesen hat, bildet das meine Vorstellung einigermaßen gut ab. Ein Programm, das all dies erfüllt und dann auch noch 6 bis 7 Jahre lang verwendbar ist, wäre mir schon einen Tausender wert ;-).

 

Viele Grüße

Matthias

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Ralf Herrmann

Zum Thema Schriften gleich noch der Hinweis: E-Books fallen nicht unter Desktop-Font-Lizenzen, die man gemeinhin so erwirbt oder mit dem OS oder den Programmen dazubekommt. Da die Fonts bei E-Books nicht lokal genutzt, sondern mit dem E-Book publiziert werden, wird bei nahezu allen Anbietern eine spezielle E-Book-Lizenz fällig. Da sollte man bei so einem Projekt also auch schon im Voraus prüfen, ob diese Lizenzen verfügbar sind und was sie kosten. 

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TobiW

Bis auf die eBook-Sache schreit das zumindest in meinen Augen nach LaTeX ;-) und statt eBooks, könnte man auch eine PDF anbieten, in Format und Layout an gängige Reader angepasst ist. Das ließe sich mit TeX machen und auch aus derselben Quelle erzeugen. Ich weiß nicht, wie gut InDesign mit automatischen Literaturverzeichnissen umgehen kann, aber in TeX geht das sehr bequem … okokok ich wollte ja keine Werbung mehr machen :bow:

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Matthias Kleine

@Tobi: Das mit dem Latex scheint ja doch so eine Art Fetisch von dir zu sein ;-).

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TYPOGRAFSKI

auch wenn schon kurz erwähnt, die software ist das eine, das wissen und die erfahrung eines setzers/gestalters das andere.
wer das unterschätzt steckt oft viel zeit für ein mittelmäßiges ergebnis.

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TobiW

@Tobi: Das mit dem Latex scheint ja doch so eine Art Fetisch von dir zu sein ;-).

Klar … irgendein Laster braucht der Mensch ;-)

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Þorsten

Das mit dem Latex scheint ja doch so eine Art Fetisch […] zu sein ;-).

Ne, es ist einfach ein mächtiges Werkzeug, das hervorragend für die gestellte Aufgabe geeignet ist, besonders wenn (A) nicht viel Geld für Softwarelizenzen ausgegeben werden soll und (B) ein Mindestmaß an technischer Expertise vorhanden ist, die man von einem Informatiker eigentlich erwarten sollte. :hammer:

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Matthias Kleine

Ich hätte wirklich nicht so viele nerdige Antworten hier erwartet, das kenne ich sonst nur von Informatikern ;-).

 

"Was ist der Unterschied zwischen Ideologen und Terroristen?" - "Mit Terroristen kann man verhandeln."

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Þorsten

Für jemand, der hier kostenlose Hilfe erwartet (und auch sehr kompetent bekommt), haust du aber schon ordentlich auf den Tee. Aber mach ruhig, wenn dir das Spaß macht! :-?

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ThierryM

was wäre denn für jemanden wie mich – indesign-nutzer, mittelmäßig programmieraffin, keine ahnung von tex – ein geeigneter einstiegspunkt, um sich mal mit latex vertraut zu machen? gibt es da eine besonders empfehlenswerte anleitung, anhand derer man sich da ein bisschen reinhangeln kann? nur falls ihr noch jemanden (nebenbei) mitmissionieren beraten wollt ;-)

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Kathrinvdm

Ha, ich glaube, in Sachen LaTeX hat Tobi hier den Hut auf. Ich glaube, irgendwann belege ich mal einen Kurs bei ihm.  :cheer:

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