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Jugendstil, die Letzte: Schelter Antiqua


Oliver Weiß

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Ich empfinde eher die 9 etwas kippelig (nach links geneigt) …

 

Der »Knoten« in der 8 kommt mit irgendwie versetzt/unterbrochen vor (kann aber auch ein Sehfehler sein).

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Ich danke Euch! Ich habe mal überall ein bißchen nachgebessert:i-jbWB39q.png Die Bruchziffern sind auch in der Vorlage höher als die normalen Ziffern. So ganz gefällt mir das nicht, aber ich lasse es erstmal so. Gerade sehe ich, daß zwischen 5 und 9 zuviel Luft ist. 

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Jetzt finde ich bei der 2 die Linienführung zur unteren Waagerechten etwas schwachbrüstig. Als ob der Oberbau nur noch darauf wartet, sich nach unten zu verbiegen. Aber sie kippelt nicht mehr. 
Ich weiß nicht warum, aber die 5 ist schick. Bei der 8 hab ich die Assoziation einer verdrehten Hüfte in der Mitte, die ich aber liebenswert finde. 

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Arghl, irgendwie hab ich nicht nur grad meine assoziativen fünf Minuten, sondern auch zu hektische Fingers... Erst poste ich gleich drei mal das gleiche, nur um dann alles zu verstecken...

Also noch mal:
Die 8 erinnert mich an die Tänzerinnen der 20er und die 5 an diese grüßenden Pinup-Werbemodelle, mit denen die Streitkräfte der USA für Freiwillige geworben haben.

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Was man aus Achten alles machen kann! Erinnert mich fast an die Leute, die Buchstaben und Ziffern als Persönlichkeiten auffassen. "Fünf ist frech und vorlaut, aber zwei ist sehr schüchtern" usw. Ich glaube, das ist mit der Synästhesie verwandt?

 

Aber natürlich hast Du ganz recht mit Deinen Assoziationen!

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Mitnichten! Jetzt soll die Kritik erst losgehen, denn bei der Anprobe (ein Wort, das mir besser gefällt als "QA testing") fallen die Ungereimtheiten erst richtig ins Auge. Ich selbst habe in diesem Bild schon ein paar Schnitzer entdeckt; bitte sagt mir, was Ihr hier und in den folgenden Anwendungen findet. 
 

Die abgebildete Bulldogge ist übrigens unser allerliebster Gast, Indi. Sie würde Dir kein Härchen krümmen 🙂 
i-C7cpCwt-L.jpg

 
i-cSQTWdJ-L.jpg

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Es sind ja nun nur wenige Versalien im Text, aber ich denke, dass diese ebenso wie das angemerkte L irgendwie irritieren würden; das S ist ja auch etwas verhaltensauffällig. Allerdings ist dies eben auch keine »normale« Schrift, sondern sie hat eine deutlich stilistische Ausprägung – was würde von der bleiben, passte man die ganzen »Ungereimtheiten« an?

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Phoibos, diese Eigenschaften der Schrift stechen sicherlich heraus, aber ich stimme hier Norbert zu, denn diese Dinge abzuschleifen würde die Schrift mit dem schon existierenden Einerlei gleichschalten. So wie ich es sehe, braucht man einen angenehmen Kitzel, wie wenn man als Kind einen losen Zahn hat, und mit der Zunge daran rumdrückt, bis es weh tut – nicht sehr, nur so, daß es Spaß macht 🙂

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Mich haben spontan die ungewohnten Breiten der Minuskeln verwundert, z. B. das im Verhältnis zum s und e sehr schmale n und u. Aber noch störender fand ich, dass auch der formale Duktus nicht zusammenpasst: m, n,  r, u, … eher mit »eckigen« Rundungen – a, d, e, s, … hingegen ganz normal. Beides zusammen lässt eine der beiden Gruppen wie Fremdkörper erscheinen. Aber auch das war ja in der Vorlage schon so und soll wohl ebenso  zum »Kitzel« gehören, oder?

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Das gehört ganz gewiß dazu, und war jedenfalls Absicht. So beschreiben es zumindest die Schöpfer der Schrift in diesem Artikel, der in der S&G Hauptprobe von 1912 erscheint: 

SchelterAntiquaArtikel.pdf

 

Ob die Sache am Ende erfolgreich war, sei dahingestellt. Ein langes Leben war der Schelter-Antiqua nicht beschert, und das spricht schon mal für sich. Andererseits war sie wohl die Vorlage für die ITC Souvenir, also zumindest "verwertbar". 

 

Optisch und zeitgeschichtlich paßt sie m. E. zu den anderen Schriften; ob sie getrennt davon in einer modernen Anwendung am Platz ist, bezweifle ich. 

 

* Übrigens sträubte sich der Artikel dagegen, von handelsübliche OCR-software gelesen zu werden. Ich habe ihn also kurzerhand meinem Macbook vorgelesen. Erstaunlich, wie gut die Diktierfunktion ist. 

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Am 28.9.2020 um 06:09 schrieb Oliver Weiß:

Das gehört ganz gewiß dazu, und war jedenfalls Absicht. So beschreiben es zumindest die Schöpfer der Schrift in diesem Artikel, der in der S&G Hauptprobe von 1912 erscheint: 

SchelterAntiquaArtikel.pdf 42 kB · 20 downloads

Sehr schön. In Acrobat Pro 2020.012.20048 werden einige Glyphen bei den Formüberschneidungen allerdings noch fehlerhaft dargestellt (/k, /m, /d).
 

schelter-acrobat-pro.png

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Danke Dir! Ja, einige Anwendungen mögen es nicht, wenn die Formen nicht verschmolzen sind. Das kommt erst ganz zuletzt.

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Ich weiss noch nicht so recht, was ich vom V halten soll, die übrigen Versalien sind ja so ein büschen von den Gemeinen abgesetzt, das Vo (bei der Kombi ist mir das zuerst aufgefallen, aber auch Ve betrifft es) hingegen wirkt da anders auf mich. Als ob da Kerning reinspielt. Das W hat das nicht, obwohl ich schätze, dass die die gleichen Metriken haben.
Das Ö rockt und das f ist auch sehr schick 🙂

 

 

Tante Edith meint, es könnte auch an meinem Tag bei Zahnarzt und den Drogis für zweieinhalb Erwachsene liegen, die die in mich (tlw wirkungslos) reingepumpt haben... Zitat vom Professor: "Was haben Sie mir denn für eine Spritze aufgezogen, hab das Gefühl, ich spritze Wasser"...)

bearbeitet von Phoibos
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Wo die Tante recht hat, hat sie recht. Überhaupt sollte Jugendstil grundsätzlich bei erweitertem Bewußtsein erlebt werden.

 

Was das V betrifft, so will ich Dir sagen, daß ich damit nicht wenig haderte – in jedem Wort sieht es anders aus. Ich schaue jetzt mal ein paar Tage nicht hin, dann kommt vielleicht die Erleuchtung. 
 

Im Übrigen wünsche ich Dir rasche Besserung. Weisheitszähne? 

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vor 2 Stunden schrieb Oliver Weiß:

Weisheitszähne

Ne, alte Kronen durch neue, wo möglich bzw. praktikabel, ersetzen. Hatte den Zahnarzt gewechselt wegen Muddi (es ist dann immer ein Abwasch, wenn ich sie hinbringe, kann ich mich auch mal eben untersuchen lassen, welch fataler Irrtum!). Naja, und die haben dann dieses Panorama-Röntgen gemacht, was der alte Zahnarzt immer nicht machen wollte und da hat sich dann ein Armageddon an/unter den alten Kronen offenbart... Ich glaub, der alte Zahnarzt wusste, was da lauerte und hatte schlicht keinen Bock... 🙂
Einerseits komme ich mit dem Zahnarzt gut klar, andererseits wirken die Betäubungsmittel nicht so recht... Jetzt haben sie ein Mittel genommen, dass sechs bis acht Stunden wirkt. Oder eine... Ich habe einen erschreckend fitten Metabolismus für deren Mittelchen. Und hyperaktive Speicheldrüsen. Für so einen Gussabdruck muss der Stumpf ja trocken sein und mit dem Püster hänge ich an der Decke vor Schmerz. Also wenn das keine autonomen Systeme wären, würd ich ja fast sagen, ich mag die Behandlung nicht 😄 😄
Danke für die Wünsche!

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Da mein Design Kit bis Ende Oktober fertig werden soll, mußte ich die Kursive fürs erste leider streichen. Falls die Schelter Antiqua Anklang findet, liefere ich das baldmöglichst nach, vielleicht in einer "Pro" version, zusammen mit weiteren Schnitten. Jetzt geht es erstmal an den Zierrat. 

 

Zum Schluß hier noch das obligatorische Paradekissen:i-4T5Hsmc.jpg

 

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  • 4 Wochen später...
Am 3.9.2020 um 00:14 schrieb Oliver Weiß:

Vielen Dank für das Angebot! Ich mache allerdings einen kleineren Schnitt der Schrift. Was ich dazu wirklich brauchen könnte, wäre ein vernünftiger scan (oder Photo) hiervon: 

 

6DE3A2FE-C8D5-4359-8269-BE04CC15CDA1.jpeg

Ich bin vielleicht ein wenig spät auf der Party, aber ich habe die Scans da..

C1_S008_3.jpg

C1_S008_1.jpg

C1_S008_2.jpg

C1_S008_3.jpg

C1_S008_4.jpg

C1_S008_5.jpg

C1_S008_6.jpg

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Herzlichen Dank! Die der Breiten hatte ich schon, aber da ich irgendwann alle sechs Schnitte machen will, sind Deine Scans ungemein hilfreich!!

 

 

 

 

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