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Offizielle® Farbwert-Umrechungen via Pantone Connect

Hervorgehobene Antworten

Nachdem Pantone ja seit einer Weile die kostenfreien Farbbibliotheken aus den Anwendungen der CC gezogen hat und man nur noch mit dem Connect-Abo Infos zu den Farbwerten bekommt, verwenden wir inzwischen als Farbreferenz lieber wieder HKS-Werte. Leider muss ich aktuell für einen Auftraggeber Logos in CMYK- und RGB-Farbräumen ausgeben und hätte am liebsten eine offizielle Umrechnung der Pantone-Farb-Töne

  • Pantone 2747 C und
  • Pantone 299 C

in CMYK und Hexadezimal.

Bevor ich mich jetzt bei Pantone Connect in 7-day-free-trial-Abenteuer stürze, wolle ich mal in diesem Forum fragen: Nutzt jemand von Euch Pantone Connect und könnte mir mal eben netterweise die gesuchten Werte verraten?

 Im voraus besten Dank.

Bildschirmfoto.png

Ich hab mit der encycolorpedia gute Erfahrungen gemacht: 
https://encycolorpedia.de/00a3e0

Die in Pantone Connect angegebenen Werte sind oft eher realitätsfremd, darum haben wir nicht mehr in Gebrauch.

Und wenn es wirklich belastbar sein soll, durchsuchen wir mit dem Pantonefächer in der Hand das DCS-Buch nach der passenden Entsprechung.

  • Ersteller
vor 2 Minuten schrieb Diwarnai:

Und wenn es wirklich belastbar sein soll, durchsuchen wir mit dem Pantonefächer in der Hand das DCS-Buch nach der passenden Entsprechung.

Vermutlich eine gute Herangehensweise. In diesem Fall ist es aber eher so, dass die optische Ähnlichkeit zum PANTONE-Wert nicht so entscheidend ist (so seltsam das klingt), sondern die umgerechneten Werte irgendwie® offiziell und (im Falle einer Nachfrage) nachweisbar sein müssen. 🤪

(Sorry für den zu lang geratenen Rant, das hat gerade einen Nerv getroffen ... ;-))

Wir erleben gerade was recht Ähnliches ... wir sollen die Farben eines neuen CIs "verbindlich festlegen" und gewährleisten, dass die Farben dann einheitlich sind, ohne dass die, die die Farben ausgesucht haben verstehen, was Farbmodelle, was Farbräume und was Umrechnung zwischen diesen oder eine Kalibrierung der Ausgabegeräte überhaupt ist.

 

Eine echte Umrechnung von einem Pantone-Wert "in CMYK" oder "in RGB" ist ohne Farbraum-Angabe gar nicht möglich (in welches CMYK? in welches RGB?):

Pantone "C" weist immerhin noch auf ein Coated-Papier hin (welches bzw. nach welchem Standard müsste ich inzwischen sogar nachschlagen, DIN/ISO Coated V#?). Wenn ihr etwas davon Abweichendes bedruckt, müsstet ihr auf euren CMYK-Farbraum der Druckmaschine / Papier umrechnen. Das ist löstbar, wenn man die Ausgabegeräte und Bedruckmedium kennt und allen produzierenden Dienstleistern  vorschreiben kann. (Wir kämpfen aber z.B. noch mit hinterleuchteten Messewänden: Beleuchtungsstärke, Anordnung der Leuchtmittel und LED-Farbe verändern aber sozusagen das Trägermedium auf dem die Farbe gedruckt ist – nur solch technische Dinge will dann niemand mehr festlegen, es geht ja "rein um die Farbe".)

Bei RGB wird's dann wie immer ganz abenteuerlich, entweder weil niemand den Unterschied zwischen sRGB, AdobeRGB oder größeren Räumen kennen will, oder es halt in der Farb-Reproduktion überhaupt nicht möglich ist, einen einheitlichen Standard zu verwenden – innerhalb der Agentur geht's ja noch, beim Kunden wird es schon schwierig zu beschreiben was das Problem und was die Lösung ist (wieder: Messe-Displays die neben gedruckten Leuchtkästen stehen ...) – und draußen im Internet bei den Rezipienten ist völlig unkontrollierbar, wie die vermeintliche "Farbe" #ff0000 auch nur im Ansatz aussieht – dort begegnet einem ja alles von 15 Jahre abgehangenem dunklen sRGB-Panel, über völlig unkalibriertem und überhellem Widegamut-Display, bis Profi-Monitor der aber wieder individuell auf eine CMYK-Reproduktion kalibriert ist. Nicht, dass die Screendesigner/Programmierer sich um Farbräume kümmern würden oder bis vor kurzem gekonnt hätten – Webprogrammierung und Farbkalibrierung ist ja noch recht neu, und funktioniert selbst mit Bemühen von Sender-Seite aus auch nur dann, wenn die Browser und Betriebssysteme auf Empfänger-Seite mitmachen.

 

Will sagen: Pantone kann eigentlich auch selbst kaum eine sinnvolle Aussage treffen, wie ihre Farbe in anderer Definition aussehen wird – bei Print probieren sie es mit dem "C" oder "U" zumindest noch jeweils in eine Richtung zu lenken, bei Bildschirm sind sie eigentlich chancenlos, das kann nur zufällig richtig sein.

vielleicht verderbe ich jetzt den spaß aber habt ihr schon mal NCS ausprobiert. meines wissen nach das einzige Farbsystem welches jederzeit nach gemischt werden kann. Ich weiß Druckereien haben manchmal keinen Bock aber die Farbkarten die man direkt bestellen kann sind als Referenz sehr gut geeignet.

https://ncscolour.com

Sag einem beliebigen Drucker, Beschrifter, Pulverbeschichter oder Folierer, er soll nach NCS arbeiten. Mehr als ein erstauntes "Hä?" kommt da nicht. NCS ist sehr umfangreich, aber für den Praxiseinsatz nicht geeignet. Und Farben, die in einem Design-Guide definiert sind, müssen nun mal in der Praxis umsetzbar sein.

Soweit ich verstanden und in Stichproben geprüft habe, bildet die kostenlose Farbsammlung Freetone von Stuart Semple die Pantone-Werte 1:1 ab (falls jemand beides nutzt, korrigiert mich gerne).

Zitat

1280 Liberated colours are extremely Pantoneish and reminiscent of those found in the most iconic colour book of all time. In fact it's been argued that they are indistinguishable from those behind the Adobe paywall.

Für die Kommunikation mit Dienstleistern reicht uns das meistens.

Einziger Wermutstropfen: Wenn du bei Adobe oder Pantone angestellt oder auf irgendeine Weise mit diesen Unternehmen assoziiert bist, darfst du Freetone per Nutzungsbedingungen leider nicht verwenden …

Übrigens ist die Bildschirmdarstellung der Druckfarben bei Freetone genauso daneben wie beim Pantone-Original, was in der Natur der Sache liegt.

vor 1 Stunde schrieb Diwarnai:

Was meinst du mit »abbilden«? Darstellung an deinem Monitor? Umsetzung in 4c … welchem 4c?

Das war nett ausgedrückt für: Die

Am 13.1.2025 um 12:47 schrieb Martin Schulz:

offizielle Umrechnung der Pantone-Farb-Töne in CMYK und Hexadezimal

wurde bei Freetone aus der Pantone-Palette 1:1 kopiert.

vor 29 Minuten schrieb Diwarnai:

Beispielsweise wird Pantone 186 so umgesetzt:

Wie sollte die denn umgesetzt werden? Mein Colorpicker sagt, dass Dein Rot und das Rot bei der Pantone-Website die gleichen Farbwerte haben. Gut, die Pantone-Website ist kein Chip/Katalog und ich will mich auch gar nicht streiten, doch bin ich neugierig, wie Du Deinen Zweifel begründest.
 

image.png

Vergiss meinen Beitrag, Du hast völlig Recht. Und ich sollte stets meine Brille tragen. Entschuldige bitte.

vor 12 Stunden schrieb Diwarnai:

Das wage ich zu bezweifeln … Beispielsweise wird Pantone 186 so umgesetzt:

Bildschirmfoto-2025-01-14-um-21-04-45.pn

Das ist sicher nicht die offizielle Umrechnung.

Keine Ahnung, woher dein Screenshot stammt. Ich habe nirgends Nachkommawerte in den Freetone-Farbangaben.

Aber es gibt tatsächlich Abweichungen. Sonst hätte Pantone Freetone wohl auch schon längst vom Netz nehmen lassen.

Um beim genannten Beispiel zu bleiben: Für Sempletone 186 C aus der Freetone-Palette bekomme ich diese Werte:

image.png.816ebc3130fd5a90198d0bdf7d8a5ebe.pngUnd dies sind die »offiziellen« Zahlen für aus der Palette für 186 C‌:
image.png.d30bef55569801450cc63d9858f4e97a.png

vor 13 Stunden schrieb Diwarnai:

Das wage ich zu bezweifeln … Beispielsweise wird Pantone 186 so umgesetzt:

Bildschirmfoto-2025-01-14-um-21-04-45.pn

Das ist sicher nicht die offizielle Umrechnung.

Jetzt sehe ich, dass die Angaben aus deinem Screenshot mit den Swatch Options reproduzierbar sind. Krumm sind die hinterlegten Werte in beiden Fällen – Freetone und original.

 image.png.6cbddbe0a4177d52eb38b39f3504dc40.png

image.png.7f128bf6869c6b060f1a1672d9402d05.png

vor 11 Minuten schrieb D2C:

Krumm sind die hinterlegten Werte in beiden Fällen – Freetone und original.

Ich meine mich erinnern zu können, dass – als Pantone noch nicht kostenpflichtig war – keine krummen Werte angegeben waren.

Woher stammen deine beiden Screenshots? Beim oberen sind die selben 4c-Werte angegeben wie bei mir, aber ein abweichender HEX-Wert … ?

  • Ersteller

Nur mal so aus Interesse — nutzt von Euch irgendjemand aktuell und kostenpflichtig PANTONE Connect? Hab jetzt auch im engeren Kollegen-Netzwerk nur abwinkende Reaktionen erlebt und beginne mir Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft der »universellen Sprache der Farben« zu machen.

Wir nutzen Pantone-Farben ständig, aber Pantone Connect nie. Die Fächer sind teuer genug und die saubere Umrechnung in 4c muss eh mit dem DCS-Buch stattfinden, da sind die von Pantone gelieferten Werte oft unbrauchbar.

Pantone ist immer noch Quasi-Standard, das wird am »Connect« nicht scheitern.

Obacht wenn ihr mit Screenshots oder der Adobe-Farbwähler-Pipette arbeitet:

Da messt ihr letztlich von den bekanntermaßen ungenauen RGB-Repräsentation der Pantone-Farbe die aktuell ausgegebenen RGB-Werte EURES Betriebssystems/Anwendungsprogramms in DESSEN RGB-Farbraum (sRGB, adobeRGB, selbst kalibriert, ...), und danach werden zu diesen RGB-Werten passende CMYK-Werte gemäß der jeweils eingestellten Umwandlungsmethode (relativ, absolut, ...) in den jeweils eingestellten Arbeits-CMYK-Farbraum ermittelt.

Das ergibt ganz sicher krumme CMYK-Werte, und es sind mehrere Faktoren im Spiel, die die Werte so weit verändern können dass sich keine Aussage mehr auf Richtigkeit der einen oder anderen Bibliothek treffen lässt.

Wichtiger Hinweis, ja. 

Die krummen Werte ergeben sich aber nicht durch ein Herausmessen, sondern durch die Konvertierung der Sonderfarbe in 4c. Ich vermute, dass hier gar keine 4c-Werte hinterlegt sind, sondern einfach nur die Sonderfarbe benannt wurde. Das nutzt letztlich keinem.

Wir verwenden kein Connect:

  • wenn wir mit Sonderfarben drucken, drucken wir ohnehin mit einer Druckerei die Andrucke auf dem richtigen Papier erzeugt. Das ist real und dann verbindlich. Vorher ausgewählt wird per Farbfächer (der lichtdicht verpackt ist, aber sicher schon viel älter als empfohlen). Nicht selten wird dann ohnehin nach dem Andruck nochmal der Farbton angepasst, eben weil das Papier ein anderes ist als im Fächer.
  • Die Connect-Bibliothek ist ja nur eine Liste der Pantone-Namen mit irgend einer halb passenden RGB-Repräsentation, verpackt in einer adobe-tauglichen Farbpalette. Ein Sonderfarbfeld mit dem passenden Namen und einer meist besseren RGB-Repräsentation kann ich mir aber auch "ab Fächer" selbst anlegen, was anderes macht Pantone auch nicht.
  • Möglicherweise verpassen wir den letzten heißen Scheiß aus Pantones mannigfaltigem Paletten-Variationen-Generator, weil wir halt gar nicht mitbekommen was es Neues gibt. Letztlich reicht uns aber halt die klassische C-  und U-Palette, oder wir sind bei ganz exotischem Zeug wo dann eh der Drucker schon im Entwurfsprozess mit ins Boot geholt werden muss.

Ich halte die gesamte Sache für eine Verzweiflungstat von Pantone, nachdem ihr Plan, von Adobe für ihre Farbpalette einen Teil des Abosystem-Geldes abzunehmen, gescheitert ist, und das jetzt die Anwender zahlen sollen. Es basiert darauf, dass vielleicht einige nicht ganz verstehen, was Sonderfarben softwaretechnisch überhaupt sind, was das in der Drucktechnik dann bedeutet, und was man effektiv als Mehrwert hat wenn man sich das "servierfertig" bei Pantone kauft (nämlich eigentlich nur den Komfort, in einer Palette auf ein Farbfeld klicken zu können).

vor 2 Minuten schrieb Diwarnai:

Wichtiger Hinweis, ja. 

Die krummen Werte ergeben sich aber nicht durch ein Herausmessen, sondern durch die Konvertierung der Sonderfarbe in 4c. Ich vermute, dass hier gar keine 4c-Werte hinterlegt sind, sondern einfach nur die Sonderfarbe benannt wurde. Das nutzt letztlich keinem.

Genau – zumindest wenn sich hier nichts maßgeblich Neues getan hat (Pantone Connect? ;-)), sind die Sonderfarben-Paletten nur eine Text-Liste der Farbnamen + einer RGB-Repräsentation, damit man am Bildschirm davon auch was sieht. Bestenfalls ist statt einem RGB-Wert ein L*a*b-Farbwert hinterlegt, der die Farbe unabhängig vom jeweiligen Ausgabetechnik und -gerät beschreibt, und davon leitet sich dann die RGB-Repräsentation ab, und ist die Basis für eine allfällige CMYK-Umwandlung.

Ein CMYK-Wert "sollte" eigentlich nicht hinterlegt sein, weil Pantone ja nicht vorab weiß, in welchem CMYK-Farbraum man arbeitet und wie der (von Pantone fix vordefinierte Farbton in L*a*b oder schlimmstenfalls RGB?) darauf angepasst werden muss, um dann letztlich gedruckt "gleich auszusehen". Die Umwandlung von Pantone in einen CMYK-Farbraum wird (vermutlich) von Indesign wieder anhand der Farbkonvertierungseinstellungen gehandhabt.

Jetzt wäre es spannend herauszufinden, was passiert, wenn man als Connect-User eine "offizielle" Pantone-Farbe auswählt, diese dann in 4C umwandelt, und sich die Werte notiert. Dann erzeugt man nochmal ein neues Dokument mit einem sehr anderen CMYK-Farbraum (von einem Coated- zu einem Uncoated oder noch besser Zeitungspapier), und wiederholt das ganze. Wenn die Werte identisch bleiben, ist wohl ein fester CMYK-Wert hinterlegt der einfach von Indesign übernommen wird (was für die Praxis eigentlich Unsinn ist). Wenn sich die Werte unterscheiden, dann wird der Zielfarbraum bei der Konvertierung berücksichtigt (was für die Praxis besser wäre, wenn das ganze nicht "ab RGB" geschieht sondern "ab L*a*b").

Das ganze könnte man dann noch mit dem Alternativ-Anbieter ausprobieren, der möglicherweise intern anderes hinterlegt hat – zumindest die L*a*b-Werte wird Pantone ja nicht öffentlich machen.

 

In Summe ist das aber alles recht akademisch ... die Sonderfarben haben ja den Zweck, genau keine RGB- oder CMYK-Grenzen einhalten zu müssen, also ist jede Umwandlung immer mit Unstimmigkeiten behaftet.

Am 13.1.2025 um 12:47 schrieb Martin Schulz:

Leider muss ich aktuell für einen Auftraggeber Logos in CMYK- und RGB-Farbräumen ausgeben

Das ist am Ende das Problem – für ein 4c-Logo werden Werte herausgesucht, die auf vielen Papieren irgendwie an den Pantoneton heranreichen, sofern überhaupt möglich. Technisch sinnvoller wäre, das Logo in Pantone zu lassen und die Ausgabe profilabhängig zu machen. Das scheitert aber gern am fehlenden Farbmanagement und an der Erkenntnis beim Kunden, dass Farbe nicht gleich Farbe ist.

vor 2 Stunden schrieb Diwarnai:

Ich meine mich erinnern zu können, dass – als Pantone noch nicht kostenpflichtig war – keine krummen Werte angegeben waren.

Woher stammen deine beiden Screenshots? Beim oberen sind die selben 4c-Werte angegeben wie bei mir, aber ein abweichender HEX-Wert … ?

Aktuellste Illustrator-Version; Freetone-Bibliothek von 2022; offizielle .acb-Swatches von 2019 (Pre-»Connect«).

Helfen dir die Angaben vom Pantone ColorBridge-Fächer?

Pantone 299 C
CMYK: 86/8/0/0

RGB 0/163/224

HMTL: 00A3E0

Der CMYK-Druck im Fächer wirkt ein klein bisschen kräftiger

 

Pantone 2747 C

CMYK 100/95/4/42

RGB o/26/114
HTML: 001A72

Der Druck in CMYK weicht stark von der Schmuckfarbe ab. Es fehlt an Leuchtkraft.

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