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Ligaturen mit dem lang-s

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller
vor 22 Stunden schrieb Diwarnai:

Viele Dinge sind logisch, beispielsweise auch das Nicht-Verwenden eines langen s in Antiqua, wenn keine alten Texte abgeschrieben werden.

Tja, und leider weißt du nicht, wann es genug ist mit Klugscheißerei und Whataboutismus. Ständig das letzte Wort zu haben und sowieso komplett beim Thema vorbeizukommunizieren zeigt sehr viel über den Charakter eines Menschen und seine Defizite. Es ging, falls du dich noch erinnerst und mein Posting sinnerfassend gelesen hast, um Ligaturen, und nicht, ob ich ein lang-s verwenden darf, wann ich es verwenden darf yada, yada.

Und hiermit hat sich diese Diskussion für mich mit dir erledigt. Falls du noch antwortest (und ich vermute, das wirst du), werde ich deinen geistreichen Post überspringen. Ich habe wichtigere Dinge zu tun, als mich mit Wortklaubereien zu befassen.

  • Ersteller
vor 11 Stunden schrieb gyps_ruepelli:

Ein Wort noch zu dem geposteten Textbeispiel. Ich verstehe die Idee dahinter und es ist wirklich verblüffend, wie stark die Verwendung des langen s und die Schmuckligaturen wie "ch" das Ganze "alt" aussehen lassen - insbesondere zusammen mit der verspielten Gestaltung der Seite. Das sieht alles wirklich gut aus. Aber eine Anmerkung dazu kann ich mir nicht verkneifen: Es ist durch den transparenten Schirm und Begriffe wie "Hallenbad" klar, dass der Text etwa im "Hier und Jetzt" spielen soll. Da wirkt das Layout irgendwie anachronistisch, finde ich.

Es geht mir jetzt nicht im Wesentlichen darum, Dir, @Bella1986, am Zeug zu flicken. Ich wollte vor Allem zum Ausdruck bringen, welche Wirkungen Layout haben kann. Das hat mich an Deinem Beispiel total beeindruckt.

Danke für diese konstruktive Rückmeldung! Es freut mich wahnsinnig, dass es so rüberkommt. Denn genau das war mein Bestreben.

Die Geschichte spielt zwar in der Gegenwart. Allerdings zieht sich „altmodisches Verhalten“ der Protagonisten durch den gesamten Roman. Mir war es wichtig, dieses altmodische Verhalten von relativ jungen Charakteren (ab 28 Jahren aufwärts) mit Typografie und Grafik in Szene zu setzen. Vor allem, weil auch die Charaktere der Hauptgeschichte ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Nur die Schwülstigkeit ist nicht so ausgeprägt wie in den Zwischenkapiteln. Da halte ich den Stil etwas nüchterner.

  • Ersteller
vor 20 Stunden schrieb Mueck:

Ich finde, in der Antiqua gäbe es, ſo denn das ſ Verwendung fände, genug Platʒ für mehrere Kombinationen. Neben Doppel-ſ in Waſſer und ſs in naſs wären da noch Maſʒe und Maſʒſtab, also Maße und Maßſtab. Das ß ſollte dann m.E. wie aus ſʒ entſtanden ausſehen. Eine andere Geſtaltung des ß, die wie aus ſs entſtanden ausſieht, könnte dann als Ligatur in naſs verwendet werden. Ob es aber Fonts mit beiden Ligaturen gibt ... Wäre mal eine Challenge für eine Fontliſte hier ...

Ich finde deinen Denkansatz faszinierend. Eine total tolle Idee.

Jetzt werde ich gleich mal schauen, ob Archive Garamont diese Ligaturen hat. Bin echt gespannt.

vor 1 Stunde schrieb Bella1986:

Tja, und leider weißt du nicht, wann es genug ist mit Klugscheißerei und Whataboutismus. Ständig das letzte Wort zu haben und sowieso komplett beim Thema vorbeizukommunizieren zeigt sehr viel über den Charakter eines Menschen und seine Defizite. Es ging, falls du dich noch erinnerst und mein Posting sinnerfassend gelesen hast, um Ligaturen, und nicht, ob ich ein lang-s verwenden darf, wann ich es verwenden darf yada, yada.

Hallo Bella1986, warum so aggressiv? Deine Antwort auf Diwarnai empfinde ich als persönlich herabwürdigend, verletzend und absolut unpassend. Ich finde, so sollte man hier nicht miteinander umgehen. Diwarnai ist einer der kompetentesten und konstruktivsten Teilnehmer in diesem Forum, der weiß, was er sagt. Da fände ich es angemessen, etwas bescheidener aufzutreten und zuerst bei sich selbst zu hinterfragen, was einen ärgert und ob vielleicht doch etwas dran ist an dem, was ein Fachmann schreibt. Übrigens wäre das Forum ärmer, wenn man nicht auch immer wieder »am Thema vorbei«, wie Du das fälschlicherweise nennst, kommunizieren würde. Das trägt in vielen Fällen wesentlich dazu bei, andere oder bessere Lösungen zu finden.

vor 3 Stunden schrieb Bella1986:

Tja, und leider weißt du nicht, wann es genug ist mit Klugscheißerei und Whataboutismus. 

Ich sehe hier keinen Whataboutism. Auf der anderen Seite ist es schon ein bisschen schräg, wenn jemand einerseits nach Regeln fragt, andererseits aber erklärt, dass er künstlerische Freiheit in Anspruch nimmt. Ich will überhaupt nicht ausschließen, dass man diese beiden Forderungen für sich selbst in Einklang bringen kann. Dass man sozusagen im Rahmen der künstlerischen Freiheit entscheidet, wo man sich an Regeln hält und wo nicht. Aber für den Außenstehenden ist das natürlich undurchsichtig. Vor Allem für Typographen, die es in der Regel gewohnt sind, sich sehr streng an die typographischen Regeln zu halten, dürfte eine solche Herangehensweise etwas irritierend sein.

Ich kritisiere Deinen Ansatz nicht. Für das, was Du schaffen möchtest, ist er - wie ich sagte - sicher nicht verkehrt. Aber aus der Sicht eines "Vollbluttypographen" ist er wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig.

Und noch eine Bemerkung am Schluss: Du hattest nach Regeln gefragt. Dann dürfte es eigentlich nicht verwundern, wenn man dann auch mit Regeln konfrontiert wird.

Es ist halt schwer, eine einzelne Regel befolgen zu wollen (und danach zu fragen), und andere Regeln zu ignorieren. Also als Autor, der hier zugleich auch Gestalter und Setzer ist, kann man das. 

Aber Typografie (abseits von Kunst) ist halt vor allem das Einhalten von Konventionen, das Schaffen von Konsistenz und Konsequenz und der Dienst am Text und am Leser. Ein Typograf der das tagtäglich macht, kann nicht eine "Regel" beschreiben und bei der nächsten, die aber in Zusammenhang dazu steht, sagen es sei nicht wichtig darüber nachzudenken.

vor 6 Minuten schrieb Sebastian Nagel:

Also als Autor, der hier zugleich auch Gestalter und Setzer ist, kann man das. 

Das ist, denke ich, ein ganz wichtiger Punkt. @Bella1986ist ganz offensichtlich ja auch die Autorin, die die Typographie ganz bewusst als gestaltendes Element ihrer Texte verwendet. Das legitimiert aber natürlich nicht, dass man Leute anblafft, die einem die Regeln erläutern, nach denen man gefragt hat.

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